In Ostdeutschland liegen Tausende Hektar brachliegende Moorflächen, die zu wertvollen Solarstandorten werden können. Eine neue Handreichung zeigt jetzt, wie Hausbesitzer und Gewerbetreibende dieses Potenzial konkret nutzen.
Deutschlandweit existieren etwa 334.500 Hektar degradierte Moorflächen – viele davon in Sachsen, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme beziffert das technische Potenzial dieser Standorte auf 134 bis 268 Gigawatt Photovoltaik-Leistung. Das ist mehr als das Zehnfache der heute installierten Gesamtleistung in ganz Ostdeutschland. Für Gewerbetreibende bedeutet das konkrete Chancen auf großflächigen Solaranlagen ohne Flächenkonkurrenz zur Landwirtschaft.
Die neue Handreichung räumt mit rechtlichen und technischen Hürden auf. Sie klärt, welche Anforderungen beim Bau auf Moorböden gelten, wie die Wasserwirtschaft einzubeziehen ist und welche Genehmigungsverfahren nötig werden. Besonders für Kommunen und Landwirtsbetriebe in der Region ist dies relevant: Moor-Photovoltaik ermöglicht Flächennutzung ohne dauerhafte Umweltschäden und bietet zusätzliche Einnahmen auf sonst ungenutztem Land.
Auch für Hausbesitzer mit größeren Grundstücken können solche Konzepte interessant sein. Gemeinsam mit regionalen Partnern lässt sich oft eine Gemeinschaftsanlage realisieren, die Nachbargrundstücke energetisch verbindet und Rendite schafft. Die Wirtschaftlichkeit ist beim aktuellen Strompreisniveau sehr attraktiv – gerade wenn Förderprogramme der Länder sachsen-anhalt und Brandenburg genutzt werden.
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