Lohnt sich Photovoltaik 2026?
Ja — wie schnell, hängt vom eigenen Stromverbrauch ab. Die Amortisationszeit liegt zwischen 6 Jahren (Familie mit Wärmepumpe und E-Auto) und 15 Jahren (Zwei-Personen-Haushalt ohne Speicher), die durchschnittliche Rendite über 25 Jahre bei 4 bis 11 Prozent pro Jahr. Über 25 Jahre spart eine 10-kWp-Anlage mit Speicher rund 63.000 Euro. Stand: September 2026, Quelle: Volt Energie GmbH.
Warum sich PV 2026 lohnt
| Faktor | Wert 2026 | Auswirkung |
|---|---|---|
| Strompreis (Haushalt) | 37 ct/kWh | Jede selbst verbrauchte kWh spart 37 ct |
| Einspeisevergütung | 7,70 ct/kWh | Garantiert über 20 Jahre |
| PV-Stromkosten (LCOE) | 5-8 ct/kWh | 75 % günstiger als Netzstrom |
| MwSt. auf PV | 0 % | Keine Steuer beim Kauf |
| Einkommensteuer | Befreit (bis 30 kWp) | Steuerfrei Strom produzieren |
| Rendite pro Jahr (25 Jahre) | 4-11 % | Je nach Eigenverbrauchsanteil |
Quellen: Haushaltsstrompreis BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (veröffentlicht 21.08.2026); Einspeisevergütung Bundesnetzagentur, Überschusseinspeisung bis 10 kW, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026; Stromgestehungskosten Fraunhofer ISE. Rendite = durchschnittlicher Überschuss über 25 Jahre bezogen auf die Investition, nach 200 Euro Betriebskosten im Jahr und mit EEG-Vergütung über 20 Jahre. Stand: September 2026.
Lohnt sich PV in Meinem Fall?
Kleiner Haushalt (2 Pers.)
3.000 kWh Verbrauch, 6 kWp ohne Speicher (9.300 Euro). Nettoersparnis: ca. 604 Euro/Jahr. Amortisation: 15,4 Jahre — mit Speicher (13.300 Euro) 13,0 Jahre. Rechnet sich, aber langsam: Ein kleiner Haushalt kann wenig Solarstrom selbst nutzen.
Standard-Familie (4 Pers.)
4.500 kWh, 10 kWp + Speicher (20.900 Euro). Nettoersparnis: 1.715 Euro/Jahr. Amortisation: 12,2 Jahre. Lohnt sich.
Familie + Wärmepumpe
8.000 kWh, 12 kWp + Speicher (22.600 Euro). Nettoersparnis: 2.768 Euro/Jahr. Amortisation: 8,2 Jahre. Lohnt sich stark.
Familie + WP + E-Auto
12.000 kWh, 15 kWp + Speicher (25.000 Euro). Nettoersparnis: 4.026 Euro/Jahr. Amortisation: 6,2 Jahre. Lohnt sich maximal.
Basis: 980 kWh je kWp und Jahr (Ostdeutschland), 37,0 ct/kWh Haushaltsstrompreis (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026), 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung (Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026), 200 Euro Betriebskosten im Jahr. Eigenverbrauchsquote nach unserer eigenen Richtpreisformel — sie ist durch den Haushaltsbedarf begrenzt, nicht durch die Erzeugung. Preise sind die Mitte unserer Festpreisspanne (±15 %). Stand: September 2026.
Wann lohnt sich PV nicht?
In seltenen Fällen kann PV unwirtschaftlich sein:
Starke Verschattung
Wenn mehr als 40 % der Dachfläche dauerhaft verschattet sind (Baeume, Nachbargebäude), sinkt der Ertrag so stark, dass die Amortisation über 15 Jahre steigen kann.
Reine Nordausrichtung
Ein reines Norddach erreicht nur 50-60 % des Maximalertrags. Die Amortisation verlängert sich auf 15-18 Jahre. Oft gibt es aber Ost- oder Westflächen als Alternative.
In allen anderen Fällen -- Süd, Südost, Südwest, Ost, West -- lohnt sich Photovoltaik 2026 wirtschaftlich. Selbst bei Ost-West-Ausrichtung erreichen Sie 85-90 % des Maximalertrags.
Quellen
- Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (2026)
- Bundesnetzagentur: EEG-Fördersätze und Marktstammdatenregister
- BSW Solar: Preisindex Photovoltaik Q1/2026
Letzte Aktualisierung: April 2026.
FAQ
Ja, aber wie schnell, hängt vom eigenen Stromverbrauch ab: Amortisation in 6 bis 15 Jahren, über 25 Jahre eine durchschnittliche Rendite von 4 bis 11 % pro Jahr. Danach produziert die Anlage weitere Jahre nahezu kostenlosen Strom.
Bei 3.000 kWh im Jahr reicht eine kleine Anlage (6-8 kWp). Sie amortisiert sich aber erst in rund 13 Jahren mit Speicher und rund 15 Jahren ohne — ein kleiner Haushalt kann schlicht wenig Solarstrom selbst nutzen.
Ja, auch ohne Speicher. Eigenverbrauch rund 30 %, Amortisation ca. 12 Jahre bei 10 kWp. Mit Speicher und ausreichendem eigenem Verbrauch geht es schneller.
Bei starker Verschattung (>40 % des Daches) oder reiner Nordausrichtung. In allen anderen Fällen lohnt es sich.
4 bis 11 % pro Jahr über 25 Jahre, je nach Eigenverbrauchsanteil. Entscheidend ist, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen.
Ja, der Eigenverbrauch ist entscheidend. Jede selbst verbrauchte kWh spart 37 ct -- unabhängig von der Vergütung.
Für Mieter: Balkonkraftwerk (ab 400 Euro, bis 800 Wp). Für Vermieter: PV steigert Immobilienwert und Attraktivitaet.
Ja, PV-Anlagen steigern den Immobilienwert um ca. 3-5 %. Bei 350.000 Euro Hauswert: +10.000-17.000 Euro.