Wallbox-Vergleich. Die 4 besten Ladestationen.
Alle vier laden bis 22 kW und haben RFID. Unterschiede liegen bei Schutzart, PV-Überschussladen und Lastmanagement: Huawei lädt Solarüberschuss mit Huawei-Wechselrichter, go-e herstellerunabhängig per offener API, Easee und Zaptec teilen die Leistung auf bis zu drei Boxen. Fürs Eigenheim reichen 11 kW.
Alle 4 Wallboxen im direkten Vergleich
| Eigenschaft | Huawei Smart Charger (FusionCharge) | go-e Charger Gemini 2.0 | Easee Home | Zaptec Go |
|---|---|---|---|---|
| Ladeleistung | 1,4–22 kW (Modell 22KT-S0) | 1,4–22 kW (Ausführung 11 oder 22 kW) | 1,4–22 kW | bis 22 kW, auch als 11 kW installierbar |
| Schutzart | IP54 | IP65 | IP54 | IP54 |
| Freischaltung | RFID, App, Bluetooth | RFID, App | RFID/NFC eingebaut, App | RFID, App |
| PV-Überschussladen | Modus „PV Power Preferred“ — mit Huawei-Wechselrichter in FusionSolar | über offene API, OCPP, go-e Controller oder ein fremdes Energiemanagement | kein eigener PV-Modus im Datenblatt; über externes Energiemanagement | mit Zaptec Sense (in Deutschland zunächst für ausgewählte Heimsysteme) |
| Mobil (mit Stecker) | nein | nein — die Variante Gemini flex mit CEE-Stecker ist mobil | nein | nein |
| Mehrere Boxen | Steuerung über FusionSolar | über go-e Controller | bis 3 Boxen je Stromkreis, Leistung wird automatisch aufgeteilt | bis 3 Boxen je Installation, Hauslast mit Zaptec Sense |
| Schnittstellen | Modbus TCP, OCPP 1.6 | HTTP-API, MQTT, Modbus TCP, OCPP 1.6 | OCPP 1.6 (über Easee-API) | OCPP 1.6 |
Angaben laut Herstellerdatenblatt, Quellen unten. Preise nennen wir hier nicht: Sie hängen von Händler, Ausführung und Montageaufwand ab — im Angebot steht der Festpreis. Zaptec bietet inzwischen den Nachfolger Zaptec Go 2 an.
Welche Wallbox ist die beste 2026?
Es gibt nicht die eine beste: Alle vier laden bis 22 kW und lassen sich per RFID sperren. Mit Huawei-Wechselrichter lädt der Huawei Smart Charger den Solarüberschuss ohne Zusatzgerät; bei jeder anderen Anlage ist der go-e Gemini mit offener API und Schutzart IP65 die flexibelste Wahl, als Gemini flex mit Stecker auch für Mieter. Für zwei bis drei Ladepunkte am selben Stromkreis passen Easee Home und Zaptec Go. Wer mit eigenem Solarstrom statt Netzstrom lädt, zahlt bei 18 kWh je 100 km rund 1,39 € statt 6,66 €.
Welche Wallbox passt zu welchem Einsatzzweck?
| Situation | Passende Box | Warum |
|---|---|---|
| PV-Anlage mit Huawei-Wechselrichter | Huawei Smart Charger | PV-Modus direkt in FusionSolar, kein zusätzliches Energiemanagement |
| PV-Anlage eines anderen Herstellers | go-e Gemini 2.0 | offene Schnittstellen (HTTP-API, MQTT, Modbus TCP, OCPP) |
| Mieter, Umzug geplant | go-e Gemini flex | CEE-Stecker statt Festanschluss, nimmt man mit |
| Zwei oder drei Autos, ein Stromkreis | Easee Home oder Zaptec Go | bis 3 Boxen teilen sich die Leistung automatisch |
| Außenmontage ohne Dach | go-e Gemini 2.0 | einzige im Vergleich mit IP65 statt IP54 |
Was das Laden mit Solarstrom spart
Netzstrom kostet rund 0,37 €/kWh. Laden Sie Solarstrom, verzichten Sie nur auf die Einspeisevergütung von 0,077 €/kWh (Anlagen bis 10 kWp). Bei einem Verbrauch von 18 kWh je 100 km (Annahme, Ladeverluste eingerechnet) kosten 100 km damit 6,66 € aus dem Netz und 1,39 € vom eigenen Dach.
Beispiel: 15.000 km im Jahr brauchen 2.700 kWh. Kommt die Hälfte davon vom Dach, sparen Sie 1.350 kWh × (0,37 € − 0,077 €) = rund 396 € im Jahr. Wie hoch der Solaranteil wirklich wird, hängt davon ab, ob das Auto tagsüber zu Hause steht — dafür ist eine Box mit PV-Überschussladen wichtiger als die Marke.
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Jede Wallbox muss dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden. Über 12 kVA — also bei 22 kW — braucht sie zusätzlich seine vorherige Zustimmung; er hat dafür zwei Monate Zeit (§ 19 Abs. 2 NAV). Eine 11-kW-Box lädt in einer Stunde rund 11 kWh, das reicht bei 18 kWh je 100 km für gut 60 km — für das Eigenheim genug.
Seit dem 1. Januar 2024 gilt für neue Wallboxen über 4,2 kW § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf den Bezug bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen, im Gegenzug sinkt das Netzentgelt — entweder als Pauschale (Modul 1) oder um 60 % im Arbeitspreis mit eigenem Zähler (Modul 2), so die Bundesnetzagentur.
Häufig gestellte Fragen
Mit Huawei-Wechselrichter der Huawei Smart Charger: Sein Modus „PV Power Preferred“ lädt in FusionSolar ohne Zusatzgerät mit Solarüberschuss. Bei jedem anderen Wechselrichter eine Box mit offener Schnittstelle wie der go-e Gemini (HTTP-API, MQTT, Modbus TCP, OCPP 1.6). Zaptec Go braucht dafür Zaptec Sense, Easee Home ein externes Energiemanagement.
Den go-e Gemini flex: Er hat statt Festanschluss einen CEE-Stecker und braucht nur eine rote CEE-Drehstromdose, beim Umzug nehmen Sie ihn mit. Der go-e Gemini 2.0 dagegen wird fest angeschlossen. Den Einbau einer Ladeeinrichtung darf der Vermieter nach § 554 BGB in der Regel nicht verweigern.
Für zwei oder drei Ladepunkte Easee Home oder Zaptec Go: Beide erlauben laut Hersteller bis zu drei Boxen an einem Stromkreis bzw. in einer Installation und teilen die Leistung automatisch auf. Für mehr Ladepunkte planen wir ein Lastmanagement für den ganzen Hausanschluss.
Meist nicht. Eine 11-kW-Box lädt in einer Stunde rund 11 kWh — bei 18 kWh je 100 km gut 60 km Reichweite. 22 kW nutzt nur ein Auto, dessen Bordlader das kann, und die Box braucht über 12 kVA die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers.
Ja. Nach § 19 Abs. 2 NAV muss jede Ladeeinrichtung vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber mitgeteilt werden. Über 12 kVA Summenleistung, also bei 22 kW, braucht sie zusätzlich seine vorherige Zustimmung; der Netzbetreiber hat dafür zwei Monate Zeit.
Bei neuen Wallboxen über 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, ja: Nach § 14a EnWG darf er den Bezug bei drohender Netzüberlastung vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen. Dafür zahlen Sie weniger Netzentgelt — als Pauschale (Modul 1) oder mit 60 % weniger Arbeitspreis über einen eigenen Zähler (Modul 2).
Statt rund 0,37 €/kWh Netzstrom nur die entgangene Einspeisevergütung von 0,077 €/kWh. Bei 18 kWh je 100 km sind das 1,39 € statt 6,66 € je 100 km. Bei 15.000 km im Jahr und halbem Solaranteil sparen Sie rund 396 € im Jahr.
Ja, alle vier Wallboxen laden auch nur mit Netzstrom. Das PV-Überschussladen ist eine Zusatzfunktion, die erst mit einer Solaranlage zählt.
Vom Bund nicht: Die KfW-Zuschüsse für private Ladestationen (440) und für Solarstrom mit Speicher und Wallbox (442) sind ausgelaufen. Einzelne Länder, Kommunen und Stadtwerke fördern weiter — fragen Sie dort nach. Dauerhaft bleibt der Netzentgelt-Rabatt nach § 14a EnWG.
Unser Fazit
Die Wallbox richtet sich nach dem Wechselrichter: Huawei-Anlage → Huawei Smart Charger, jede andere Anlage → eine Box mit offener Schnittstelle wie der go-e Gemini. Mieter greifen zum Gemini flex mit Stecker, zwei oder drei Ladepunkte an einem Stromkreis lösen Easee Home und Zaptec Go. Für das Eigenheim reichen 11 kW.
Quellen (Stand Oktober 2026): Huawei SCharger-7KS-S0/22KT-S0 Datenblatt · go-e Charger Gemini · go-e Gemini flex Anleitung (IP65, CEE-Stecker) · Easee Home Datenblatt · Zaptec Go · § 19 NAV · Bundesnetzagentur zu § 14a EnWG · § 554 BGB.
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Detailseiten zu Huawei FusionCharge, Easee Home, go-e Gemini und Zaptec Go.
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Geprüft von
Viktor Kushnir · Geschäftsführer, Volt Energie GmbH
Der Vergleich basiert auf Herstellerdaten und Erfahrungen aus eigenen Wallbox-Projekten. Volt Energie bietet die verglichenen Modelle selbst an und ist kein unabhängiges Testinstitut.