Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Magdeburg · Sachsen-Anhalt

Photovoltaik in Magdeburg. Solar vom Projektierer.

Magdeburg liegt in Sachsen-Anhalt, das laut DWD-Dekadenbericht im Landesmittel rund 1.067 kWh Ertrag je kWp und Jahr erreicht (2011–2020) — mit seit Jahrzehnten steigender Tendenz. Ob Eigenheim am Stadtrand, Gründerzeithaus im Zentrum oder Gewerbedach im Industriegebiet — Volt Energie aus Leipzig realisiert Ihr PV-Projekt in Magdeburg schlüsselfertig mit vollständiger Projektverantwortung. Was es 2026 an Förderung noch gibt, steht unten ehrlich aufgeschlüsselt.

Stand: September 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
1.331
kWh/m² in der Modulebene
6,2
kWp Median im Ort
2019
Erfahrung seit
1.220
€ Ersparnis/Jahr*

* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.

Warum Volt Energie

129 Kilometer bis Magdeburg: wie wir die Strecke von Leipzig aus einplanen

Von unserem Lager in der Riesaer Straße in Leipzig bis Magdeburg sind es rund 129 Kilometer, gefahren in etwa 78 Minuten. Weil die Anfahrt nicht nebenbei passiert, wird jedes Magdeburger Projekt so vorbereitet, dass Gerüst, Material, Dacharbeit und Elektrik an aufeinanderfolgenden Tagen ineinandergreifen. Was vorher geklärt sein muss — Zählerplatz, Denkmalfrage, Unterlagen für die Netze Magdeburg —, klären wir aus der Ferne, bevor jemand losfährt.

Volt Energie ist ein Familienbetrieb und arbeitet als Projektierer. Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner von der ersten Dachprüfung bis zum Eintrag im Marktstammdatenregister, ein Festpreis, in dem Montage, Elektrik und Netzanmeldung enthalten sind, und keine Weitergabe Ihres Auftrags an wechselnde Dritte. Für den ersten Blick auf Ihr Dach müssen Sie nicht warten, bis wir in Magdeburg sind: Luftbild, Ihre Stromrechnung und ein paar Fotos reichen für einen belastbaren Richtpreis.

Marktstammdatenregister · Zensus 2022

Mietstadt mit Eigenheimrand: wer in Magdeburg über ein Dach entscheidet

Unter dem Gemeindeschlüssel 15003000, also der Landeshauptstadt, verzeichnet das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur 7.813 laufende Photovoltaikanlagen, die addiert auf 118,7 MW kommen. Die Masse sind kleine Dächer: 96 Prozent haben weniger als 30 kWp. Dass der Durchschnitt mit 15,2 kWp mehr als doppelt so hoch ausfällt wie die mittlere Anlage mit 6,2 kWp, verdankt die Stadt wenigen großen Flächen auf Hallen, Schulgebäuden und Wohnblöcken, die den Schnitt anheben. 2025 kamen 1.605 Anlagen neu ans Netz, 2026 waren es bis zum Abruf im September 886 — aufs Jahr hochgerechnet knapp ein Viertel weniger.

Warum der typische Magdeburger Dachbesitzer anders aussieht als in Leipzig oder im Umland, zeigt die Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022. In der Landeshauptstadt wohnen 81,9 Prozent der Haushalte zur Miete; nur Halle liegt im Land noch höher. Fast zwei Drittel der 145.934 Wohnungen stehen in Häusern mit sieben und mehr Wohnungen, und rund 37 Prozent gehören Wohnungsgenossenschaften oder kommunalen Wohnungsunternehmen. Über diese Dächer entscheiden Vorstände und Eigentümerversammlungen, nicht der einzelne Bewohner.

Zählt man Gebäude statt Wohnungen, kippt das Bild: Von den 35.911 Gebäuden mit Wohnraum haben 21.148 genau eine Wohnung, und gut zwei Drittel gehören Privatpersonen. Das sind die Ein- und Zweifamilienhäuser in Ottersleben, Cracau, Prester, Beyendorf-Sohlen oder Alt Olvenstedt, für die eine eigene Anlage mit Speicher überhaupt erst in Frage kommt. Auffällig ist das Alter: 43,6 Prozent der Gebäude mit Wohnraum stammen aus der Zeit vor 1950, allein 30,4 Prozent aus den Jahren 1919 bis 1949 — der Zeit, in der auch die großen Magdeburger Siedlungen der Zwanzigerjahre entstanden. Deshalb prüfen wir in Magdeburg Dachstuhl, Eindeckung und Denkmalstatus früher als anderswo.

Gebäude mit Wohnraum in Magdeburg laut Zensus 2022
Gebäude mit Wohnraum35.911
davon mit genau einer Wohnung21.148 (58,9 %)
im Eigentum von Privatpersonen24.236 (67,5 %)
gebaut vor 19194.735 (13,2 %)
gebaut 1919 bis 194910.927 (30,4 %)
gebaut 1990 bis 20099.192 (25,6 %)
Heizung mit Gas23.681 (65,9 %)
Heizung mit Solarthermie, Geothermie oder Wärmepumpe1.937 (5,4 %)

Die letzte Zeile ist für die Wirtschaftlichkeit die interessanteste. Zwei von drei Magdeburger Wohnhäusern heizen mit Gas, nur jedes zwanzigste mit Wärmepumpe oder Solarwärme. Wer in den nächsten Jahren die Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, braucht deutlich mehr Strom — in unserer Beispielrechnung weiter unten steigt der Bedarf von 5.000 auf 9.000 kWh, und genau dieser Verbrauch macht eine Dachanlage rentabel, nicht ein paar Prozent mehr Sonne.

Quellen: Marktstammdatenregister, Abruf 22.09.2026; Zensus 2022, Regionaltabelle Gebäude und Wohnungen (Stichtag 15.05.2022, abgerufen Oktober 2026); Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung 242/2024 vom 23.08.2024 (Mieterhaushalte). Prozentwerte selbst berechnet.

Kosten 2026

Festpreise für Magdeburger Dächer — und wo die Spanne herkommt

Ein typisches Magdeburger Eigenheimdach mit 10 kWp liegt 2026 bei 14.400 bis 19.400 Euro, kommt ein 10-kWh-Speicher dazu, bei 17.800 bis 24.100 Euro. Gemeint ist jeweils der Endpreis bis zur Inbetriebnahme am Netz der Netze Magdeburg: Planung, Module, Wechselrichter, Kabelwege und Montage sind enthalten, Mehrwertsteuer wird wegen § 12 Abs. 3 UStG nicht berechnet. Wer gleich eine Wallbox möchte, legt 800 bis 2.200 Euro drauf. Darunter beginnt unser Programm: schlüsselfertig ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 12.999 €. Die einzelnen Preisbausteine zeigt die Kostenübersicht, Speicher im direkten Vergleich der Stromspeicher-Test 2026.

Wo ein Magdeburger Angebot innerhalb der Spanne landet, entscheiden drei Dinge, die hier häufiger vorkommen als im Neubaugebiet. Erstens der Zählerplatz: Die Netze Magdeburg verlangt für kleine Anlagen eine vorbereitete Übergabeklemmleiste und eine RJ45-Buchse für die Steuerbox — in einem Haus aus den Zwanzigerjahren heißt das oft ein neuer Zählerschrank. Zweitens das Dach: Biberschwanz- und alte Betondachsteine auf Häusern von vor 1950 brauchen mehr Sorgfalt bei den Dachhaken als ein modernes Pfannendach. Drittens die Denkmalfrage in Reform, der Beimssiedlung oder einzelnen Gründerzeitstraßen, die Zeit kostet, aber selten Geld. Alle drei Posten stehen bei uns als eigene Zeilen im Angebot.

Musterhaushalt in Magdeburg: 10 kWp, 10 kWh Speicher, 5.000 kWh Verbrauch

Angenommen sind 22 Module à 460 Wp und ein 10-kWh-Speicher für 20.500 Euro schlüsselfertig, ohne Umsatzsteuer, weil der Nullsteuersatz für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage gilt. PVGIS nennt für Magdeburg bei 32° Neigung nach Süden 10.630 kWh im Jahr; mit einer leichten Abweichung von Süden, Gauben und etwas Schatten setzen wir vorsichtiger 9.500 kWh an. Bei 5.000 kWh Jahresverbrauch nutzt der Haushalt dank Speicher etwa 75 Prozent selbst, also 3.750 kWh, und speist 5.750 kWh ein. Mit 37 ct/kWh für Netzstrom, 7,70 ct/kWh Überschussvergütung und rund 250 Euro im Jahr für Versicherung und Wartung bleiben ungefähr 1.580 Euro Vorteil pro Jahr; bezahlt ist die Anlage nach etwa 13 Jahren, danach arbeitet sie weitere zehn bis fünfzehn Jahre fast ohne Kosten. Steigt der Verbrauch durch Wärmepumpe oder E-Auto auf 9.000 kWh, deckt dieselbe Anlage rund 5.800 kWh selbst — der Vorteil wächst auf etwa 2.181 Euro, die Amortisation sinkt auf 9,4 Jahre. Gerade für die vielen Gasheizungen der Stadt ist das der eigentliche Rechenweg.

Hallendach in Rothensee oder Sudenburg: was Gewerbeanlagen kosten

Betriebe in Magdeburg planen wir meist mit 30 bis 100 kWp. Netto kalkulieren wir 1.000 bis 1.300 Euro je kWp; wo im Rahmen man landet, hängt vom Aufbau des Hallendachs, der Länge der Leitungen bis zum Hausanschluss und dem gewählten Wechselrichter ab. Ein 50-kWp-Feld auf einem Flachdach in Rothensee wäre demnach mit 50.000 bis 65.000 Euro netto anzusetzen. Läuft tagsüber durchgehend Last, rechnen sich solche Dächer meist in fünf bis sieben Jahren. Steuerliche Hebel wie Investitionsabzugsbetrag oder Sonderabschreibung lassen wir in dieser Spanne absichtlich weg: Sie verlagern die Steuerlast nur zeitlich. Ab 30 kWp gilt bei der Netze Magdeburg nicht mehr das vereinfachte Verfahren, sondern der Standardweg mit Übersichtsschaltplan und Einheitenzertifikaten samt Prüfbericht. Für jeden Betrieb rechnen wir Kapitalwert, Eigenverbrauchsquote und Steuereffekte einzeln.

Preisspannen: Volt Energie GmbH, Oktober 2026 · Sonnenstrahlung: Klimamittel 1991–2020 des DWD · Überschussvergütung 7,70 ct/kWh laut Bundesnetzagentur (Stand August 2026) · angenommener Bezugspreis 37 ct/kWh in der Grundversorgung · Zählerplatz-Vorgaben: Netze Magdeburg, Seite „Erzeugungsanlagen bis 30 kW“

Standort Magdeburg

Börde-Sonne, Elbniederung, Siedlungsdächer: was der Standort hergibt

Der Rechner der EU-Kommission PVGIS ermittelt für Magdeburg 1.063 Kilowattstunden je Kilowatt Peak und Jahr bei 32° Neigung nach Süden, die Einstrahlung in der Modulebene liegt bei 1.331 kWh je Quadratmeter. Das ist mitteldeutsches Mittelmaß, und mehr muss es nicht sein: Zwischen Magdeburg, Halle und Leipzig liegen beim Ertrag nur wenige Prozent, beim Eigenverbrauch eines Haushalts dagegen leicht das Doppelte.

Was Magdeburg von hügeligen Städten unterscheidet, ist die Lage am Rand der Börde: kaum Hänge, kaum Nachbarberge, die morgens oder abends Schatten werfen. Verschattung kommt hier fast immer vom Nahbereich — Nachbargiebel, Schornstein, alte Straßenbäume in den Siedlungen. Die Gartenstädte der Zwanzigerjahre haben dafür eine Eigenheit, die bei der Planung hilft und stört zugleich: Die Häuser stehen in langen, gleich ausgerichteten Zeilen. Wer die Südseite hat, hat sie meist ohne Unterbrechung; wer die Nordseite hat, plant besser Ost-West auf dem Garagen- oder Nebengebäude.

Ein Punkt, den wir in Werder, Buckau oder Rothensee immer ansprechen, ist die Elbe. Liegt ein Haus in einem Bereich, der bei Hochwasser betroffen sein kann, gehören Speicher und Wechselrichter nicht in den Keller, sondern ins Erdgeschoss oder höher. Das kostet nichts extra, wenn es von Anfang an im Plan steht.

Denkmalschutz

Gartenstadt Reform, Beimssiedlung, Gründerzeit: Solar auf Magdeburger Denkmalen

Magdeburg hat zwei große Siedlungsdenkmale, in denen viele Eigenheimbesitzer wohnen. Die Gartenstadt-Kolonie Reform steht seit dem 22. April 1980 als Ensemble unter Denkmalschutz; die Hermann-Beims-Siedlung in Stadtfeld West ist seit 1980 als Denkmal des Städtebaus geschützt, ihr Denkmalbereich umfasst etwa 35 Hektar. Dazu kommen einzeln eingetragene Kulturdenkmale in Sudenburg, Stadtfeld Ost, Buckau und der Altstadt. Wer dort eine Anlage plant, braucht eine denkmalrechtliche Genehmigung nach § 14 des Denkmalschutzgesetzes Sachsen-Anhalt.

Seit Ende 2023 hat sich die Lage für diese Eigentümer spürbar verbessert. Maßgeblich ist der Runderlass der Staatskanzlei vom 22. Dezember 2023: Die Behörde soll Solaranlagen auf Kulturdenkmalen im Regelfall genehmigen und darf Nein nur sagen, wenn das Denkmal erheblich beeinträchtigt würde. Dass die Module auf dem Dach zu sehen sind, genügt für ein Nein nicht, sofern sie sich rückstandsfrei wieder entfernen lassen. Deckt die Anlage vor allem den Strombedarf des Baudenkmals selbst, liegt die Schwelle für eine Ablehnung noch höher. Erteilt wird die Erlaubnis mit Frist bis Ende 2045, und will eine untere Denkmalschutzbehörde ablehnen, muss sie den Fall vorher der Fachaufsicht beim Landesverwaltungsamt vorlegen.

Für Magdeburg heißt das praktisch: Der Antrag geht an die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt. Für Häuser in einem qualifizierten Denkmalbereich wie Reform gibt es ein eigenes Antragsformular, in dem Sie begründen, warum die prägenden Merkmale des Bereichs nicht beeinträchtigt werden; Photovoltaik und Solarthermie nennt das Formular ausdrücklich. Die Behörde kann Nachweise zu Statik, Brandschutz und Befestigung verlangen. Diese Unterlagen, Ansichten und eine Belegung, die von der Straße aus möglichst wenig auffällt — etwa nur die Gartenseite oder farblich angepasste Module —, bereiten wir mit Ihnen vor. Weil das Verfahren Zeit kostet, stellen wir den Antrag parallel zur Netzanmeldung.

Quellen: Runderlass der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt vom 22.12.2023; Landeshauptstadt Magdeburg, Broschüren „Gartenstadt-Kolonie Reform“ und „Hermann-Beims-Siedlung“ (Stadtplanungsamt); Antragsformular denkmalrechtliche Genehmigung (magdeburg.de). Stand: Oktober 2026. Ob Ihr Haus selbst eingetragen ist, klären wir vor dem Angebot mit der Behörde.

Förderung in Magdeburg

Stadt, Land, Bund: was es 2026 für eine Magdeburger Dachanlage wirklich gibt

Die ehrliche Antwort zuerst: Wer 2026 in Magdeburg eine Anlage auf das eigene Haus setzt, bekommt dafür kein geschenktes Geld, weder aus dem Rathaus noch aus dem Landeshaushalt. Die Fachförderrichtlinie Klima der Landeshauptstadt gilt seit dem 1. Oktober 2019 und unterstützt gemeinnützige Träger bei Informations-, Motivations- und Mitmachprojekten; private Dachanlagen gehören nicht dazu. Übrig bleiben ein Bankkredit, die Steuerbefreiung beim Kauf und die Vergütung für eingespeisten Strom. Rechnet sich eine Anlage nur mit Zuschuss, ist sie in der Regel zu groß für den Verbrauch. Alle Landesprogramme im Überblick: Förderung Sachsen-Anhalt.

Landesdarlehen MODERN: derzeit Antragsstopp

„Sachsen-Anhalt MODERN“ ist ein Darlehen, kein Zuschuss, und deckt für selbst bewohnte Eigenheime auch Photovoltaik bis 30 kWp samt Speicher ab. Für Magdeburger ist es im Moment trotzdem keine Option: Seit dem 1. Oktober 2026 nimmt die Investitionsbank Sachsen-Anhalt wegen der großen Nachfrage vorerst keine neuen Anträge entgegen (Antragsstopp). Der frühere Speicherzuschuss „Sachsen-Anhalt STROMSPEICHER“ ist geschlossen; „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ richtet sich an Unternehmen und fördert eine Solaranlage oder einen Speicher nicht für sich allein.

KfW-Kredit 270 über die Hausbank

Das Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ der KfW steht auch in Magdeburg offen und finanziert Solaranlagen wie Batteriespeicher. Welchen Zinssatz Sie zahlen, entscheidet Ihre Hausbank nach Ihrer Bonität, einen pauschalen Satz veröffentlicht die KfW nicht; die Obergrenze liegt bei 150 Mio. Euro je Vorhaben. Gerade für Betriebe in Rothensee oder an den Ausfallstraßen, die ohnehin über die Hausbank finanzieren, ist das der übliche Weg. Gestellt wird der Antrag bei der Bank,; Datenblätter und Ertragsprognose liefern wir zu.

0 % Umsatzsteuer bis 30 kWp

Auf Wohnhäusern und ihren Nebengebäuden sind Anlagen bis 30 kWp seit 2023 von der Mehrwertsteuer befreit (§ 12 Abs. 3 UStG). Das gilt für Lieferung und Montage aller Hauptteile, also auch für den Speicher. Beantragen müssen Sie dafür nichts, die Angebotssumme ist bereits brutto gleich netto. Zusätzlich erhalten Sie 7,70 ct/kWh für Überschussstrom aus Anlagen bis 10 kW (Inbetriebnahme 01.08. bis 31.12.2026).

Netzbetreiber

Netze Magdeburg: Netzanschlussportal, Zählerplatz und Steuerbarkeitscheck

Im Stadtgebiet ist die Netze Magdeburg GmbH Verteilnetzbetreiber. Angemeldet wird über ihr Netzanschlussportal, und zwar durch einen Elektroinstallateur, der im Installateurverzeichnis eingetragen ist — Sie als Hausbesitzer reichen nichts selbst ein. Für Anlagen bis 30 kW gilt ein vereinfachtes Verfahren mit fünf Unterlagen: Anmeldung zum Anschluss, Datenblatt der Erzeugungsanlage beziehungsweise des Speichers, Lageplan mit dem Aufstellort sowie die Deckblätter von Einheitenzertifikat (E.4) und NA-Schutz (E.6). Herstellerdatenblätter verlangt die Netze Magdeburg dafür nicht. Nach dem Bau folgen Fertigmeldung und Inbetriebsetzungsprotokoll (E.8).

Als Richtwerte nennt der Netzbetreiber fünf Tage für einen Hinweis zu fehlenden Unterlagen und acht Wochen für die Netzverträglichkeitsprüfung mit Antwortschreiben. Weil diese acht Wochen den Zeitplan bestimmen, schicken wir die Anmeldung ab, sobald Sie das Angebot angenommen haben — nicht erst, wenn das Material da ist.

Für Anlagen unter 25 kWp gilt die 60-Prozent-Grenze nach § 9 Abs. 3 EEG: Eingespeist werden zunächst höchstens 60 % der installierten Leistung. Die Netze Magdeburg hebt die Begrenzung erst auf, wenn intelligentes Messsystem und Steuerbox eingebaut sind und die Steuerbox erfolgreich getestet wurde. Damit das schnell geht, muss der Zählerplatz vorbereitet sein: Übergabeklemmleiste und RJ45-Buchse verlangt der Netzbetreiber ausdrücklich. Mit Speicher fällt die Grenze kaum ins Gewicht, weil Mittagsspitzen ohnehin in die Batterie gehen.

Seit der Gesetzesänderung vom Februar 2025 gibt es den Steuerbarkeitscheck nach § 12 Abs. 2b EnWG. Die Netze Magdeburg sendet dabei einmal im Jahr, spätestens bis 30. September, ein Steuersignal an steuerbare Anlagen und prüft, ob die Einspeisung wie vorgesehen sinkt; der Test dauert höchstens 60 Minuten und wird nicht vergütet. Eine Nachricht bekommt nur, wessen Anlage nicht reagiert hat. Welche Anlagen erfasst sind, beschreibt der Netzbetreiber auf der verlinkten Seite. Unsere Anlagen sind so eingerichtet, dass sie diesen Test bestehen.

Anmeldung, Rückfragen, Termin für den Zählerwechsel, Fertigmeldung und der Eintrag ins Marktstammdatenregister sind im Preis enthalten. Sie unterschreiben, wo es nötig ist, und bekommen jede Bestätigung als PDF zur Ablage.

Quelle: netze-magdeburg.de, Seiten „Erzeugungsanlagen bis 30 kW“ und „Steuerbarkeitscheck“, abgerufen im Oktober 2026.

Rechenbeispiele

Ottersleben, Stadtfeld, Sudenburg: drei Dächer, drei Rechnungen

Die drei Fälle sind gerechnete Modelle für den Standort Magdeburg, keine Kundenprojekte. Die Erträge stammen aus PVGIS 5.3 der EU-Kommission für die jeweilige Neigung und Ausrichtung, mit 14 % Systemverlusten; als Strompreis sind 37 ct/kWh für Haushalte (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, veröffentlicht 21.08.2026) und 28 ct/kWh netto für Betriebe (eigene Annahme) angesetzt, für Überschussstrom 7,70 ct/kWh (Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026; Einspeisevergütung 2026). Laufende Kosten für Versicherung und Wartung, bei uns mit etwa 250 Euro pro Jahr angesetzt, sind in diesen drei Fällen nicht abgezogen, wodurch sich jeder Amortisationszeitraum um gut anderthalb Jahre verlängert. Ihr Angebot rechnen wir mit dem Verbrauch aus Ihrer letzten Jahresabrechnung.

Siedlungshaus in Ottersleben: 10,2 kWp mit Speicher

10,2 kWp auf einem Satteldach nach Süden mit 32° Neigung, dazu ein 10-kWh-Speicher. Laut PVGIS bringt das in Magdeburg 10.846 kWh im Jahr, also 1.063 kWh je kWp. Ein Haushalt mit 5.500 kWh Verbrauch deckt damit rund 70 % seines Bedarfs selbst, der Rest wird eingespeist. Das ergibt etwa 1.963 Euro im Jahr und bei rund 21.000 Euro Investition eine Amortisation nach 10,7 Jahren. Mit Wärmepumpe und E-Auto (9.000 kWh) werden es etwa 2.523 Euro im Jahr und 8,3 Jahre.

Bäckerei in Stadtfeld: 24,5 kWp ohne Speicher

24,5 kWp aufgeständert auf einem Flachdach, Ost-West, 15° Neigung. PVGIS ergibt 21.397 kWh im Jahr — je kWp weniger als nach Süden, dafür vom Morgen bis zum Nachmittag verteilt, wenn Öfen und Kühlung laufen. Ein Speicher würde hier wenig bringen. Bei 70 % Eigenverbrauch entstehen rund 4.688 Euro Vorteil im Jahr, bei 32.000 Euro netto also eine Amortisation nach 6,8 Jahren. Der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG ist nicht eingerechnet, weil er Steuer nur zeitlich verschiebt.

Werkstatt in Sudenburg: 15,8 kWp mit Speicher

15,8 kWp auf dem Satteldach einer Kfz-Werkstatt, Süd, 30° Neigung, mit 15-kWh-Speicher für die Arbeitsstunden nach Sonnenuntergang. PVGIS ergibt 16.733 kWh im Jahr. Bei 12.000 kWh Betriebsverbrauch nutzt die Werkstatt rund 71 % selbst, das sind etwa 3.018 Euro im Jahr und bei 28.500 Euro Investition 9,4 Jahre bis zur Amortisation. Eine Wallbox für Kundenfahrzeuge lässt sich gleich mit anschließen und hebt den Eigenverbrauch weiter.

Ablauf in 6–10 Wochen

Vom Luftbild bis zur Steuerbox: so läuft ein Magdeburger Projekt

01

Dach und Zählerplatz prüfen

Wir sehen uns Dachfläche, Ausrichtung, Eindeckung und Verschattung an und lassen uns den Zählerschrank zeigen, weil die Netze Magdeburg dort Klemmleiste und RJ45-Buchse erwartet. Gerechnet wird mit Ihrem Jahresverbrauch aus der Stromrechnung.

02

Angebot und Denkmalcheck

Sie bekommen zwei Varianten, mit und ohne Speicher, beide mit Ertrag und Amortisation. Liegt das Haus in Reform, der Beimssiedlung oder ist es einzeln eingetragen, bereiten wir den Antrag für die untere Denkmalschutzbehörde gleich mit vor.

03

Anmeldung im Netzanschlussportal

Nach Ihrer Zusage geht die Anmeldung im vereinfachten Verfahren an die Netze Magdeburg. Die acht Wochen für die Netzverträglichkeitsprüfung laufen parallel zu Materialbestellung und Denkmalverfahren, nicht nacheinander.

04

Montage, Messsystem, Register

Die Montage dauert ein bis zwei Tage. Danach folgen Fertigmeldung, Zählerwechsel mit intelligentem Messsystem und Steuerbox sowie der fristgerechte Eintrag ins Marktstammdatenregister. Alle Unterlagen bekommen Sie gesammelt.

Stadtteile

Von Neu Olvenstedt bis Cracau: worauf es je Stadtteil ankommt

Die Elbe teilt Magdeburg in eine dicht bebaute Westseite mit Altstadt, Gründerzeitvierteln und Großsiedlungen und eine grünere Ostseite mit vielen Eigenheimen. Was das für Ihr Dach bedeutet, hängt weniger vom Stadtteilnamen ab als von Baujahr, Eigentumsform und Denkmalstatus — die folgenden Hinweise sind deshalb Orientierung, keine Bewertung einzelner Häuser.

Sudenburg

Geschlossene Gründerzeitstraßen mit Steildächern, oft als Eigentümergemeinschaft organisiert. Eine Anlage auf dem gemeinsamen Dach braucht dann einen Beschluss der Eigentümerversammlung; den Beschlussvorschlag mit Zahlen liefern wir.

Stadtfeld

In Stadtfeld Ost prägen Gründerzeit-Mehrfamilienhäuser viele Straßen, in Stadtfeld West liegt die Hermann-Beims-Siedlung als Denkmalbereich. Für Eigentümer dort führt der Weg über den Denkmalantrag, für Betriebe an den Ausfallstraßen meist über ein Flachdach.

Olvenstedt

Zwei Welten in einem Stadtteil: die Großsiedlung Neu Olvenstedt mit flachen Dächern, über die Genossenschaften und Wohnungsunternehmen entscheiden, und Alt Olvenstedt mit Eigenheimen, auf denen 8 bis 12 kWp mit Speicher typisch sind.

Rothensee

Im Norden rund um den Hafen prägen Hallen und Gewerbeflächen das Bild. Hier rechnen wir Anlagen ab etwa 30 kWp, bei denen der Standardweg der Netzanmeldung und die Statik der Hallendächer den Zeitplan bestimmen.

Buckau

Altes Industrieviertel an der Elbe mit sanierten Gründerzeithäusern und umgenutzten Fabrikgebäuden. Bei Elbnähe planen wir Speicher und Wechselrichter oberhalb des Kellers ein.

Werder

Der Stadtteil liegt zwischen Strom- und Alter Elbe. Kleinere Mehrfamilienhäuser und Einzelhäuser mit Steildach sind gut geeignet; wichtiger als die Ausrichtung ist hier der hochwassersichere Platz für die Technik.

Cracau

Auf der Ostseite der Elbe, mit vielen Eigenheimen und lockerer Bebauung. Verschattung kommt hier eher von Bäumen als von Nachbarhäusern; das prüfen wir am Luftbild, bevor wir die Belegung festlegen.

Reform

Der Name stammt von der Gartenstadt-Kolonie Reform, deren Kern seit 1980 als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Dort gilt das Denkmalverfahren; in den jüngeren Teilen des Stadtteils ist eine Anlage ein gewöhnliches Projekt ohne Zusatzantrag.

Schönebeck

Die Stadt an der Elbe südöstlich von Magdeburg gehört zum Salzlandkreis. Außerhalb der Magdeburger Stadtgrenze kann ein anderer Netzbetreiber zuständig sein; welcher, prüfen wir anhand Ihrer Adresse.

Burg

Kreisstadt des Jerichower Landes östlich der Elbe, mit vielen Eigenheimen. Auch hier gilt: Netzbetreiber und Anmeldeweg klären wir vor dem Angebot, damit der Zeitplan stimmt.

FAQ · Magdeburg

Was Magdeburger vor der Entscheidung fragen

Wer ist in Magdeburg der Netzbetreiber, und wie läuft die Anmeldung? +

Im Stadtgebiet ist es die Netze Magdeburg GmbH. Angemeldet wird über ihr Netzanschlussportal durch einen im Installateurverzeichnis eingetragenen Elektroinstallateur; bis 30 kW reicht das vereinfachte Verfahren mit Anmeldung, Datenblatt, Lageplan und zwei Zertifikatsdeckblättern. Für die Netzverträglichkeitsprüfung setzt der Netzbetreiber acht Wochen an. Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist unabhängig von Ihrem Stromliefervertrag. Alle Schritte bis zum Marktstammdatenregister sind bei uns im Preis enthalten.

Mein Haus liegt in der Gartenstadt Reform oder in der Beimssiedlung. Darf ich dort Solarmodule aufs Dach setzen? +

In der Regel ja, aber nur mit denkmalrechtlicher Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt. Nach dem Runderlass des Landes vom 22.12.2023 ist sie regelmäßig zu erteilen; ablehnen darf die Behörde nur bei erheblicher Beeinträchtigung des Denkmals, eine veränderte Optik allein genügt nicht, solange die Anlage rückbaubar ist. Die Genehmigung wird bis Ende 2045 befristet. Für Denkmalbereiche gibt es ein eigenes Antragsformular; die Unterlagen dafür bereiten wir mit Ihnen vor.

Gibt die Stadt Magdeburg Geld für eine Photovoltaikanlage? +

Nein, einen städtischen Zuschuss für private Dachanlagen haben wir nicht gefunden (Stand Oktober 2026). Die Fachförderrichtlinie Klima der Landeshauptstadt richtet sich an gemeinnützig Tätige und fördert etwa Informations- und Mitmachangebote. Auch das Land Sachsen-Anhalt zahlt keinen Zuschuss. Das Landesdarlehen „Sachsen-Anhalt MODERN“ der Investitionsbank nimmt seit dem 1. Oktober 2026 bis auf Weiteres keine neuen Anträge an. Möglich bleiben der KfW-Kredit 270, der Nullsteuersatz und die Einspeisevergütung.

Gibt es ein Solarkataster für Magdeburg? +

Ein öffentliches, gebäudegenaues Solarkataster für private Dächer gibt es für Magdeburg nach unserer Recherche nicht, und Sachsen-Anhalt hat — anders als etwa Sachsen — kein landesweites. Die Landesenergieagentur LENA verweist auf den Energieatlas Sachsen-Anhalt und einen eigenen PV-Rechner (Stand Oktober 2026). Wir ersetzen das Kataster durch eine Prüfung am Luftbild der Landesvermessung und Ihre Fotos; daraus entsteht der Belegungsplan.

Ich wohne in Magdeburg zur Miete oder in einer Genossenschaftswohnung. Was kann ich tun? +

Damit gehören Sie zur Mehrheit: Laut Zensus 2022 wohnen 81,9 Prozent der Magdeburger Haushalte zur Miete. Für das Dach entscheidet der Eigentümer — Genossenschaft, Wohnungsunternehmen oder Eigentümergemeinschaft. Selbst umsetzen können Sie ein Steckersolargerät am Balkon; seit Oktober 2024 haben Mieter nach § 554 BGB grundsätzlich Anspruch auf die Erlaubnis des Vermieters, und die Netze Magdeburg führt dazu eine eigene Seite. Für ganze Häuser rechnen wir Eigentümern Mieterstrom oder gemeinschaftliche Versorgung durch.

Warum speist meine neue Anlage zunächst nur 60 % ein? +

Weil § 9 Abs. 3 EEG es für Anlagen unter 25 kWp so vorsieht. Die Netze Magdeburg hebt die Grenze auf, sobald intelligentes Messsystem und Steuerbox eingebaut sind und die Steuerbox erfolgreich getestet wurde; dafür muss der Zählerplatz eine Übergabeklemmleiste und eine RJ45-Buchse haben. Mit Speicher spüren Sie die Grenze kaum, weil Mittagsspitzen in die Batterie gehen. Wir planen den Zählerplatz von Anfang an so, dass die Begrenzung schnell fällt.

Was ist der Steuerbarkeitscheck der Netze Magdeburg? +

Eine jährliche Prüfung nach § 12 Abs. 2b EnWG: Der Netzbetreiber schickt bis spätestens 30. September ein Steuersignal und kontrolliert, ob die Einspeisung sinkt. Der Test dauert höchstens 60 Minuten, wird nicht vergütet, und Sie müssen nicht anwesend sein. Eine Rückmeldung gibt es nur, wenn die Anlage nicht reagiert hat; dann muss die Steuerbarkeit schnell wiederhergestellt werden. Welche Anlagen der Netzbetreiber einbezieht, steht auf seiner Seite zum Steuerbarkeitscheck.

Wie viel Strom erzeugt eine Anlage in Magdeburg? +

PVGIS, der Rechner der EU-Kommission, ergibt für Magdeburg 1.063 kWh je kWp und Jahr bei 32° Neigung nach Süden; eine 10,2-kWp-Anlage kommt damit auf rund 10.846 kWh. Auf realen Dächern mit Gauben, Schornstein oder leichter Abweichung von Süden setzen wir vorsichtiger an. Über Ihre Ersparnis entscheidet aber vor allem, wie viel Strom Sie selbst verbrauchen — mit Wärmepumpe statt Gasheizung deutlich mehr.

Brauche ich in Magdeburg eine Baugenehmigung? +

Für eine Aufdachanlage auf einem Wohnhaus normalerweise nicht: Nach der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt ist sie in der Regel verfahrensfrei. Eine Erlaubnis brauchen Sie aber, wenn das Haus ein Kulturdenkmal ist oder in einem Denkmalbereich wie Reform oder der Beimssiedlung liegt, und wenn ein Bebauungsplan Gestaltungsvorgaben macht. Das klären wir vor dem Angebot. Die Anmeldung bei der Netze Magdeburg ist in jedem Fall nötig.

Wie lange dauert ein Projekt in Magdeburg von der Zusage bis zum Strom? +

Meist sechs bis zehn Wochen. Den Takt geben die acht Wochen für die Netzverträglichkeitsprüfung vor; die Montage selbst dauert ein bis zwei Tage. Kommen ein Denkmalantrag oder ein neuer Zählerschrank dazu, laufen sie parallel zur Netzanmeldung, damit sich die Wartezeiten nicht addieren. Feste Montagetermine nennen wir erst, wenn Netzbetreiber und gegebenenfalls Denkmalbehörde geantwortet haben.

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