Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Cottbus · Brandenburg

Photovoltaik in Cottbus. Solar vom Projektierer.

Cottbus hat zwei Stromnetzbetreiber, zwei Denkmalbereiche und einen Ring aus Eigenheimen am Stadtrand, von denen knapp zwei Drittel nach 1990 entstanden sind. Volt Energie aus Leipzig plant Ihre Anlage schlüsselfertig, prüft vorab, wer an Ihrer Adresse für die Anmeldung zuständig ist, und bleibt bis zum Registereintrag Ihr Ansprechpartner.

Stand: Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
1.334
kWh/m² in der Modulebene
5,8
kWp Median im Ort
2019
Erfahrung seit
1.220
€ Ersparnis/Jahr*

* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.

Warum Volt Energie

233 Kilometer bis in die Lausitz: warum wir Cottbuser Termine bündeln

Keine andere Großstadt in unserem Gebiet liegt so weit vom Lager in der Riesaer Straße entfernt wie Cottbus: rund 233 Kilometer, gut 140 Minuten Fahrt. Deshalb legen wir Besichtigung, Montage und Zählertermin in der Lausitz bewusst zusammen und sagen Ihnen vorab, an welchen Tagen wir in der Gegend sind. Rückt ein Projekt dadurch eine Woche nach hinten, erfahren Sie das beim Angebot, nicht am Vorabend der Montage.

Hinter Volt Energie steht eine Familie, kein Konzern, und wir verstehen uns als Projektierer. Wer in Cottbus bei uns anfragt, hat deshalb einen festen Menschen an der Seite, der sein Dach, seinen Zählerschrank und jeden Brief an EVC oder MITNETZ kennt. Planung, Material, Montage, Elektrik und die Anmeldung beim Netz sind im Preis enthalten; einen Vermittler, der Ihren Auftrag weiterreicht, gibt es nicht.

Marktstammdatenregister

4.351 Anlagen am Netz: der Cottbuser Solarbestand in Zahlen

Unter dem Gemeindeschlüssel 12052000 führt das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur 4.351 Solaranlagen in Betrieb mit einer Gesamtleistung von 77,7 MW. 97 Prozent dieser Anlagen bleiben unter 30 kWp. Spannend ist die Lücke zwischen dem Mittelwert von 17,9 kWp und dem Median von 5,8 kWp: Wenige große Hallen- und Betriebsdächer heben den Durchschnitt, das gewöhnliche Cottbuser Eigenheim trägt dagegen eine eher kleine Anlage. Den Höhepunkt erreichte der Zubau 2024 mit 834 Inbetriebnahmen; 2025 folgten 601, von Januar bis September 2026 weitere 461.

Datenstand: Marktstammdatenregister, Gemeinde Cottbus (AGS 12052000), abgerufen am 22.09.2026.

Zensus 2022

Eigenheime am Stadtrand, Mehrfamilienhäuser im Kern: der Cottbuser Gebäudebestand

Beim Zensus 2022 kam Cottbus auf rund 16.074 Wohngebäude. In 71 Prozent davon gibt es höchstens zwei Wohnungen; es sind also Ein- oder Zweifamilienhäuser. 76 Prozent, gut drei von vier Häusern, gehören Privatleuten. Beim Baujahr ragt ein Jahrzehnt heraus: Die Neunziger brachten 3.220 Gebäude hervor, ein Fünftel des heutigen Bestands und mehr als jedes andere Jahrzehnt. Knapp ein Drittel (31 Prozent) wurde vor 1950 errichtet.

Interessant wird es, wenn man die Ortsteile trennt. In den sieben Ortsteilen, die die EVC als ihr Stromnetzgebiet nennt, hat nur gut die Hälfte der Gebäude ein oder zwei Wohnungen, und nur etwa ein Viertel ist nach 1990 entstanden. In den zwölf übrigen Ortsteilen, von Sielow und Döbbrick im Norden bis Gallinchen und Groß Gaglow im Süden, sind es dagegen 98 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser, und knapp zwei Drittel der Gebäude stammen aus der Zeit nach 1990. Kurz gesagt: Die meisten Cottbuser Eigenheime stehen dort, wo nicht die EVC, sondern in der Regel die MITNETZ Strom das Netz betreibt.

Wohngebäude in ausgewählten Cottbuser Ortsteilen nach Zensus 2022
Cottbuser OrtsteilWohngebäudeAnteil Häuser mit 1–2 WohnungenBaujahr 1990 oder späterbeheizt mit Fernwärme
Cottbus gesamt16.07471,2 %41,8 %24,0 %
Mitte95721,4 %24,3 %55,3 %
Spremberger Vorstadt1.45728,0 %15,6 %47,3 %
Sandow1.43050,0 %15,2 %43,1 %
Ströbitz1.80858,7 %32,7 %29,6 %
Schmellwitz2.46968,4 %36,8 %25,9 %
Sielow1.32298,4 %68,5 %5,4 %
Gallinchen1.01597,6 %73,7 %7,3 %
Branitz58796,8 %69,8 %8,2 %
Kiekebusch53098,1 %60,9 %2,8 %

Datengrundlage: die Ortsteil-Ergebnisse des Zensus 2022 für Cottbus/Chóśebuz, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht (Tab. 5.2, 5.3 und 5.5, Zählung zum 15.05.2022, Lizenz CC BY 3.0 DE). Gerundet auf eine Nachkommastelle; weil Kleinstwerte geheim gehalten werden, summieren sich die Ortsteile nicht genau zur Gesamtstadt.

Was das für die Planung bedeutet: Ein Haus in Gallinchen oder Sielow aus den Neunzigern hat meist ein Dach, das noch zwei, drei Jahrzehnte hält, und einen Zählerschrank, der eher nachgerüstet als ersetzt wird. In Mitte, wo mehr als die Hälfte der Gebäude vor 1950 entstand, und in der Spremberger Vorstadt schauen wir zuerst auf Eindeckung, Lattung und Hausanschluss. Und weil dort viele Häuser an der Fernwärme hängen, entfällt oft die Wärmepumpe als dicker Posten auf der Stromrechnung; dann richtet sich die Anlage nach dem Haushaltsstrom und wird nicht größer geplant. Mit Wärmepumpe, Solar- oder Geothermie heizen laut Zensus bisher 7,5 Prozent der Cottbuser Gebäude, in Kiekebusch 17 Prozent.

Wo die Fernwärme Vorrang hat, regelt in Cottbus eine eigene Satzung. Die Fernwärmesatzung der Stadt vom 28.10.2020 legt drei Satzungsgebiete fest, Cottbus-Nord, Cottbus-Mitte und Cottbus-Süd, in denen die Wärmeversorgung vorrangig mit Fernwärme erfolgen soll; die genauen Grenzen zeigen die Kartenanlagen auf der Wärmeseite von Energienetze Cottbus (Abruf Oktober 2026). Daneben arbeitet die Stadt seit November 2025 an ihrer kommunalen Wärmeplanung, laut Stadtverwaltung mit dem Ziel, sie bis September 2026 fertigzustellen. Einen Beschluss der Stadtverordneten dazu haben wir bis Redaktionsschluss nicht gefunden. Für das Solardach selbst ändert der Wärmeplan nichts; wohl aber für die Frage, ob später eine Wärmepumpe dazukommt und wie groß die Anlage deshalb werden sollte. Liegt Ihr Haus am Rand eines Satzungsgebiets, klären wir das vor der Auslegung.

Kosten 2026

Preise für Cottbuser Dächer: vom Eigenheim in Sielow bis zur Werkstatt in Ströbitz

Unsere Richtwerte für 2026: Ein Eigenheimdach mit 10 kWp kostet schlüsselfertig zwischen 14.400 und 19.400 Euro; kommt ein 10-kWh-Speicher in den Keller, liegt der Rahmen bei 17.800 bis 24.100 Euro. Eingerechnet sind Planung, Montage, Wechselrichter, Kabel und der Anschluss ans Netz, und weil der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG greift, steht genau dieser Betrag auch auf der Rechnung. Eine Wallbox schlägt mit weiteren 800 bis 2.200 Euro zu Buche. Der Einstieg bei Volt liegt bei schlüsselfertigen Anlagen ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 14.999 €. Wie sich die Beträge aufschlüsseln, zeigt unsere Kostenübersicht; welcher Speicher zu Ihrem Jahresverbrauch passt, vergleicht der Stromspeicher-Test 2026.

Ob ein Cottbuser Dach am unteren oder oberen Ende landet, hängt weniger an der Postleitzahl als am Baujahr. Das Neunziger-Jahre-Haus am Stadtrand mit unverschatteter Südseite kommt meist günstig weg. Mehr kostet es, wenn ein Gründerzeitdach in der Spremberger Vorstadt neue Dachhaken braucht, der Zählerschrank nicht mehr den heutigen Regeln entspricht oder ein Haus im Denkmalbereich eine Erlaubnis benötigt. Jede dieser Zusatzarbeiten führen wir im Angebot als eigene Zeile, damit nichts im Gesamtpreis verschwindet.

Was 10 kWp mit Speicher einem Cottbuser Haushalt bringen

Unser Musterhaus trägt 22 Module zu je 460 Wp, also rund 10 kWp, dazu einen Speicher mit 10 kWh; schlüsselfertig kostet das 20.500 Euro, und dank Nullsteuersatz bleibt es bei diesem Betrag. Für ein ideales Süddach mit 32° Neigung meldet PVGIS am Standort Cottbus 10.660 kWh pro Jahr. Echte Dächer haben Gauben, Schornsteine und selten exakt Süden, deshalb kalkulieren wir mit 9.500 kWh. Ein Haushalt mit 5.000 kWh Bedarf versorgt sich mit Speicher zu etwa 75 Prozent selbst: 3.750 kWh bleiben im Haus, 5.750 kWh gehen ins öffentliche Netz. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Bezugsstrom zu 37 ct, jede eingespeiste bringt 7,70 ct. Zieht man jährlich etwa 250 Euro für Versicherung und Wartung ab, bleiben rund 1.580 Euro im Jahr; nach ungefähr 13 Jahren ist die Investition zurückverdient, und die Module liefern danach noch ein bis anderthalb Jahrzehnte weiter. Steigt der Bedarf durch Elektroauto oder Wärmepumpe auf 9.000 kWh, wandern rund 5.800 kWh direkt in den eigenen Verbrauch. Dann sind es etwa 2.181 Euro jährlich und 9,4 Jahre bis zum Ausgleich, ein Sprung, den zusätzliche Module allein nicht schaffen würden.

Werkstatt, Halle, Laden: Gewerbedächer in Cottbus

Bei Betrieben bewegen sich die Anlagen in Cottbus meist im Bereich von 30 bis 100 kWp. Pro Kilowatt Peak setzen wir 1.000 bis 1.300 Euro netto an; wo genau, hängt vom Dachaufbau, von der Länge der Kabelwege und vom Wechselrichterkonzept ab. Für ein Flachdach mit 50 kWp ergibt das 50.000 bis 65.000 Euro netto. Läuft der Betrieb vor allem tagsüber, hat sich so eine Anlage häufig nach 5 bis 7 Jahren bezahlt gemacht. Den Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG und die Sonderabschreibung sollten Sie als Stundung sehen: Sie verlagern Steuerlast in die Zukunft, streichen sie aber nicht. Deshalb bekommt jedes Gewerbeangebot eine eigene Rechnung mit Kapitalwert (NPV), Eigenverbrauchsanteil und Steuereffekt.

Stand Oktober 2026 · Preise: Volt Energie GmbH · Erträge: PVGIS der EU-Kommission für Cottbus · Vergütung für Überschussstrom: 7,70 ct/kWh laut BNetzA (Stand August 2026) · Bezugsstrompreis: 37 ct/kWh nach BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026

Ertrag und Dachcheck

Wie viel Sonne ein Cottbuser Dach abbekommt

Für ein Süddach mit 32° Neigung errechnet PVGIS, das Ertragswerkzeug der EU-Kommission, in Cottbus 1.066 kWh pro Kilowatt Peak im Jahr; auf die geneigte Modulfläche treffen 1.334 kWh je Quadratmeter. Gegenüber anderen Städten in Mitteldeutschland ist das kaum ein Unterschied. Über die Wirtschaftlichkeit entscheidet deshalb weniger das Lausitzer Wetter als der Teil des Solarstroms, den Sie im Haus selbst nutzen.

Ob Ihr eigenes Dach taugt, zeigt vorab der Solaratlas Brandenburg im Energieportal des Landes, seit April 2022 online. Sie tippen die Adresse ein, und der Atlas markiert geeignete Flächen in Blautönen, je dunkler, desto ertragreicher, samt Ausrichtung, Neigung, Größe und Verschattung. Ein Kataster der Stadt Cottbus selbst gibt es nach unserer Recherche nicht; auch die Energiegesellschaft Cottbus schickt Interessenten zum Landesangebot. Tragfähigkeit, Zustand der Ziegel und Reserven im Zählerschrank bleiben dem Atlas verborgen; die prüfen wir vor Ort.

Netzbetreiber

Zwei Netzbetreiber in einer Stadt: EVC im Kern, MITNETZ am Rand

Cottbus hat beim Strom ein geteiltes Netz. Die Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH (EVC) nennt als ihr Strom-Versorgungsgebiet die Stadtteile Mitte, Schmellwitz, Sandow, Spremberger Vorstadt, Ströbitz, Madlow und Sachsendorf. Für Ortsteile wie Sielow, Gallinchen, Branitz oder Kiekebusch führt sie kein Stromnetz auf; diese Dörfer am Stadtrand versorgt in der Regel die MITNETZ Strom. Laut Marktstammdatenregister verteilen sich die gemeldeten Anlagen fast hälftig auf beide. Die Stadtwerke Cottbus sind übrigens Ihr Stromlieferant, nicht der Netzbetreiber. Wir prüfen die Zuständigkeit an Ihrer Adresse, bevor das Angebot rausgeht.

Im EVC-Gebiet reicht der Installateur die Anlage über das Netzportal der EVC ein. Die EVC rechnet nach, ob ihr Leitungsstrang vor Ihrem Haus die zusätzliche Einspeisung verkraftet, und antwortet mit einer netztechnischen Stellungnahme samt Anschlusshinweisen. Auf die Inbetriebsetzungsanzeige folgt der kaufmännische Teil: binnen eines Monats die Registrierung im Marktstammdatenregister, danach die Angaben zu Vermarktung, Vergütung und Umsatzsteuer über die Antragsstrecke „Kaufmännische Anmeldung Erzeugungsanlage“ im selben Portal. Wer die Registrierungsfrist versäumt, riskiert Zahlungen nach § 52 Abs. 1 Nr. 11 EEG. Einen eigenen Einspeisevertrag verlangt die EVC nicht; vergütet wird ab Inbetriebsetzung beziehungsweise Einbau des Zweirichtungszählers (EVC, Einspeisung EEG/KWK, Abruf Oktober 2026).

Im MITNETZ-Gebiet wird eine Anlage bis 30 kW über das Antragsportal der MITNETZ Strom angemeldet. Anschließend schickt MITNETZ per E-Mail einen Zugang zum „mein.Hausanschlussportal“, wo Unterlagen und Bearbeitungsstand einsehbar sind. Als Vorlauf empfiehlt der Netzbetreiber etwa vier bis sechs Wochen vor dem Montagetermin. Gefragt sind die Kontaktdaten von Anlagenbetreiber und Anschlussinhaber, die Anschrift und die Anzahl und Leistung der Module und Wechselrichter; nach der Fertigmeldung IBAN, Registrierungsnummer aus dem Marktstammdatenregister und Steuernummer (MITNETZ Strom, PV-Anlage bis 30 kW, Abruf Oktober 2026).

Egal, welcher der beiden Betreiber an Ihrer Adresse zuständig ist: Anmeldung, Rückfragen, Zählertermin, Fertigmeldung und Registereintrag erledigen wir. Sie unterschreiben an den nötigen Stellen und erhalten jede Bestätigung für Ihre Unterlagen.

Denkmalschutz und Bauordnung

Bahnhofstraße, Schillerplatz, Branitzer Park: Solar im Denkmalbereich

Zwei Gebiete stellt Cottbus per Satzung als Denkmalbereich unter Schutz: die „Westliche Stadterweiterung (1870–1914)“ rund um Bahnhofstraße und Schillerplatz, deren Satzung seit dem 23.04.2006 gilt, sowie die Branitzer Parklandschaft. Wo genau die Grenzen verlaufen, zeigt cardo, das Geoportal der Stadt. Hinzu kommen die einzeln gelisteten Baudenkmale aus der Denkmalliste des Landes. Für Module auf einem solchen Gebäude oder innerhalb eines der beiden Bereiche verlangt § 9 des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetzes eine Erlaubnis. Beantragt wird sie bei der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Cottbus, auf Wunsch digital über das Formularportal des Landes.

Seit Sommer 2023 stehen die Chancen für Antragsteller deutlich besser. Die VV EED des Kulturministeriums vom 20. Juli 2023 gibt vor, Solaranlagen auf Denkmalen im Regelfall zuzulassen. Ablehnen darf die Behörde vor allem dann, wenn sich die Anlage nicht spurlos wieder abbauen lässt, das Bild des Denkmals stark beeinträchtigt, nennenswert in historische Bausubstanz eingreift oder die Standsicherheit gefährdet; und auch dann muss sie zuerst prüfen, ob Auflagen genügen. Am besten stehen die Aussichten für Module auf einer Dachfläche, die man von der Straße kaum sieht, in dunkler, ruhiger Optik und mit einer Befestigung, die keine historischen Bauteile anrührt. Fotos, Belegungsplan und Antragstext stellen wir gemeinsam mit Ihnen zusammen und rechnen die Bearbeitungszeit der Behörde gleich in den Zeitplan ein.

Außerhalb dieser Bereiche: kein Bauantrag, keine Solarpflicht

Für Dächer ohne Denkmalbezug ist das Baurecht in Brandenburg schlicht. Nach § 61 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a der Brandenburgischen Bauordnung sind „Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen“ verfahrensfrei, ausgenommen bei Hochhäusern. Eine Pflicht, Solarmodule aufs Dach zu bringen, gibt es für Cottbuser Bauherren derzeit nicht: Der frühere § 32a BbgBO, der eine solche Pflicht regelte, ist aufgehoben (BbgBO in der Fassung vom 15.11.2018, zuletzt geändert am 29.06.2026, Abruf Oktober 2026). Für die Verfahrensvorschriften der §§ 59 bis 64 sind Änderungen zum 1. Januar 2027 beschlossen; den dann geltenden Stand prüfen wir vor jedem Angebot. Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei: Ein Bebauungsplan oder eine Gestaltungssatzung kann Vorgaben machen, und die Anmeldung beim Netzbetreiber ist in jedem Fall Pflicht.

Förderung in Cottbus

Kein Zuschuss, aber Steuerfreiheit und KfW: Geld für ein Cottbuser Dach 2026

Kurz und ehrlich: Einen Zuschuss für Solarmodule auf einem privaten Cottbuser Hausdach zahlt 2026 weder das Land Brandenburg noch, soweit wir es recherchieren konnten, die Stadt Cottbus (Stand Oktober 2026). Trotzdem kommt einiges zusammen: Anlage und Speicher sind von der Umsatzsteuer befreit, Erträge bis 30 kWp bleiben einkommensteuerfrei, die KfW finanziert über ihren Kredit 270, und für jede eingespeiste Kilowattstunde gibt es die gesetzliche Vergütung.

ILB: nur für Unternehmen

„Erneuerbare Energien Brandenburg 2025“ heißt das Zuschussprogramm der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Antragsberechtigt sind KMU, Stadtwerke und Energieversorger; gefördert wird zum Beispiel Photovoltaik über Parkplätzen. Das Vorhaben muss mindestens 20.000 Euro förderfähige Ausgaben haben, und der Antrag läuft vor dem Start über das Kundenportal der ILB (ILB-Programmseite, Abruf Oktober 2026). Privatleute mit Hausdach können es nicht nutzen.

KfW 270 — Erneuerbare Energien Standard

Mit dem Programm 270 finanziert die KfW Solaranlagen und Batteriespeicher in ganz Deutschland. Welchen Zins Sie zahlen, bestimmt Ihre Bank anhand Ihrer Bonität; einen pauschalen Einstiegszins veröffentlicht die KfW nicht. Der Kreditrahmen reicht bis 150 Mio. Euro je Vorhaben. Beantragt wird bei der Hausbank, Datenblätter und technische Nachweise bekommen Sie von uns.

Nullsteuersatz und Steuerfreiheit

Für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Umsatzsteuersatz von null, auch für Speicher und Wechselrichter. Sie müssen dafür nichts beantragen; die Rechnung weist schlicht keine Umsatzsteuer aus. Einkommensteuer auf Einspeisevergütung und Eigenverbrauch fällt bis 30 kWp ebenfalls nicht an.

Rechenbeispiele

Modellrechnungen mit Cottbuser Sonnenwerten

Alle drei Rechnungen sind Modellfälle, keine Kundenprojekte. Den Ertrag haben wir mit PVGIS 5.3 der EU-Kommission für die jeweilige Dachneigung und Himmelsrichtung am Standort Cottbus berechnet, mit 14 % Systemverlusten; auf ein 32°-Süddach treffen dort 1.334 kWh je Quadratmeter im Jahr. Eingesetzt sind 37 ct/kWh für Haushaltsstrom (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, erschienen am 21.08.2026), 28 ct/kWh netto für Gewerbestrom (unsere Annahme) und 7,70 ct/kWh für eingespeisten Strom (Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026; Einspeisevergütung 2026). Nicht abgezogen sind rund 250 Euro jährlich für Versicherung und Wartung; mit ihnen verlängert sich die Amortisation um ein halbes bis anderthalb Jahre. Vor dem Angebot setzen wir Ihren echten Verbrauch ein.

Eigenheim in Gallinchen: 10,2 kWp mit Speicher

Süd-Satteldach, 32° geneigt, 10,2 kWp Module und ein 10-kWh-Speicher im Keller. Laut PVGIS entstehen so 10.877 kWh pro Jahr, also 1.066 kWh je kWp. Bei 5.500 kWh Jahresbedarf stammen mit Speicher etwa 70 Prozent des Haushaltsstroms vom eigenen Dach, der Überschuss fließt ab. Investiert sind rund 21.000 Euro, zurück kommen jährlich etwa 1.966 Euro; nach 10,7 Jahren ist die Anlage bezahlt. Mit Wärmepumpe und Elektroauto (zusammen 9.000 kWh) steigt der Vorteil auf etwa 2.525 Euro, die Amortisation fällt auf 8,3 Jahre.

Bäckerei in der Spremberger Vorstadt: 24,5 kWp ohne Speicher

Ost-West-Aufständerung mit 15° auf dem Flachdach, zusammen 24,5 kWp. PVGIS rechnet mit 21.452 kWh jährlich; pro kWp etwas weniger als nach Süden, dafür verteilt auf Morgen und Nachmittag, wenn Backstube und Kühlung Strom ziehen. Einen Speicher braucht es deshalb nicht. Bei 70 Prozent Eigenverbrauch spart der Betrieb etwa 4.700 Euro pro Jahr; die 32.000 Euro netto sind nach 6,8 Jahren zurückverdient. Den Investitionsabzugsbetrag (§ 7g EStG) lassen wir außen vor, weil er nur den Zeitpunkt der Steuer verschiebt.

Kfz-Werkstatt in Ströbitz: 15,8 kWp mit Speicher

Werkstattdach mit 30° nach Süden, 15,8 kWp und ein 15-kWh-Speicher, der den späten Nachmittag abdeckt. PVGIS: 16.782 kWh im Jahr. Der Betrieb braucht 12.000 kWh, mit Speicher kommen rund 71 Prozent davon vom Dach. Das sind etwa 3.022 Euro jährlich, bei 28.500 Euro Investition 9,4 Jahre bis zur Amortisation. Eine Ladesäule für Kundenfahrzeuge könnte später den Eigenverbrauch weiter erhöhen.

Ablauf in 6–10 Wochen

Von der Adressprüfung bis zum Zweirichtungszähler

01

EVC oder MITNETZ? Erst die Adresse

Als Erstes stellen wir fest, welcher der beiden Cottbuser Netzbetreiber für Ihr Grundstück zuständig ist und ob es in einem Denkmalbereich liegt. Danach begutachten wir Dachfläche, Schattenwurf, Eindeckung und Zählerschrank; gerechnet wird mit dem Verbrauch aus Ihren letzten Stromabrechnungen.

02

Zwei Varianten zum Vergleichen

Sie bekommen zwei Fassungen, mit Speicher und ohne, jede mit Ertragsprognose und Amortisationszeit. Arbeiten, die vorher anfallen, etwa ein neuer Zählerschrank, sind getrennt aufgeführt.

03

Anmeldung beim richtigen Netzbetreiber

Die Netzanmeldung reicht eine beim Netzbetreiber eingetragene Elektrofirma über dessen Portal ein. Braucht es zusätzlich eine denkmalrechtliche Erlaubnis, beantragen wir beides gleichzeitig, sodass die Fristen nebeneinander laufen.

04

Montage, Zähler, Register

An ein bis zwei Tagen kommen die Module aufs Dach. Danach tauscht der Netzbetreiber den Zähler, die Fertigmeldung geht raus, und binnen eines Monats steht die Anlage im Marktstammdatenregister. Jede Bestätigung erhalten Sie in Kopie.

Ortsteile und Umland

Von Schmellwitz bis Groß Gaglow und weiter in die Lausitz

Die Zahlen oben zeigen, wie verschieden Cottbuser Dächer sind. Drei Gruppen begegnen uns am häufigsten:

Sandow, Sachsendorf, Schmellwitz

Neben Eigenheimen stehen hier viele Mehrfamilienhäuser; gut 40 Prozent der Gebäude in Sandow heizen mit Fernwärme. Für Eigentümer einzelner Häuser in diesen Stadtteilen gilt das Netz der EVC. Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft entscheidet die Eigentümerversammlung über das gemeinsame Dach.

Mitte und Spremberger Vorstadt

Ältester Bestand der Stadt, mehr als die Hälfte der Gebäude in Mitte ist vor 1950 entstanden. Rund um Bahnhofstraße und Schillerplatz kommt der Denkmalbereich dazu. Vor der Planung prüfen wir Dachkonstruktion, Hausanschluss und ob eine Erlaubnis nötig ist.

Sielow, Gallinchen, Branitz, Kiekebusch und die anderen Randortsteile

Fast nur Ein- und Zweifamilienhäuser, überwiegend nach 1990 gebaut, in der Regel im Netz der MITNETZ Strom. Das ist das typische Cottbuser Eigenheim-Projekt: freie Dachflächen, gute Zugänglichkeit, oft mit Speicher und Wallbox.

Auch im Umland planen wir Anlagen, unter anderem in Spremberg, Senftenberg, Forst, Guben, Lübbenau, Vetschau, Drebkau, Welzow und Lauchhammer. Den Netzbetreiber prüfen wir dort ebenso an der einzelnen Adresse; er ist nicht automatisch derselbe wie in Cottbus.

FAQ · Cottbus

Fragen, die uns Cottbuser Hausbesitzer stellen

Welcher Netzbetreiber ist für meine Cottbuser Adresse zuständig? +

Das entscheidet der Ortsteil. Von den im Marktstammdatenregister gemeldeten Cottbuser Anlagen hängen rund 51 Prozent am Netz der Elektroenergieversorgung Cottbus und rund 49 Prozent an dem der MITNETZ Strom. Zum Stromnetz der EVC gehören nach eigener Angabe Mitte, Schmellwitz, Sandow, Spremberger Vorstadt, Ströbitz, Madlow und Sachsendorf; in den anderen Ortsteilen führt meist MITNETZ das Netz. Ihr Stromvertrag bei den Stadtwerken Cottbus sagt darüber nichts aus, denn die Stadtwerke liefern nur den Strom. Vor dem Angebot klären wir es für Ihre Hausnummer.

Mein Haus steht in Sielow oder Gallinchen. Wie läuft dort die Anmeldung? +

In diesen Ortsteilen führt in der Regel MITNETZ Strom das Netz. Für Anlagen bis 30 kW gibt es ein eigenes Antragsportal; nach dem Eingang erhalten Sie Zugang zum mein.Hausanschlussportal und können dort verfolgen, wie weit die Bearbeitung ist. MITNETZ rät, den Antrag vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Montagetermin zu stellen. Antrag, Zählertermin und Fertigmeldung erledigen wir für Sie.

Ich wohne an der Bahnhofstraße oder am Schillerplatz. Sind dort Solarmodule erlaubt? +

In aller Regel ja, nur nicht ohne vorherige Erlaubnis. Beide Adressen liegen im Denkmalbereich „Westliche Stadterweiterung (1870–1914)“. Zuständig für die Erlaubnis nach § 9 Brandenburgisches Denkmalschutzgesetz ist die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Cottbus. Die VV EED aus dem Jahr 2023 sieht vor, Solaranlagen im Regelfall zuzulassen, sofern sie sich zurückbauen lassen und das Denkmal optisch nicht erheblich beeinträchtigen. Fotos und Pläne für den Antrag stellen wir mit Ihnen zusammen.

Gibt es ein Solarkataster für Cottbus? +

Die Stadt selbst führt nach unserer Recherche kein Kataster. Das gesamte Stadtgebiet ist aber im Solaratlas Brandenburg erfasst, den das Energieportal des Landes betreibt; nach Eingabe Ihrer Adresse sehen Sie, wie gut sich Ihre Dachflächen eignen. Ob der Dachstuhl trägt, die Ziegel noch Jahrzehnte halten und im Zählerschrank Platz ist, kann der Atlas nicht beurteilen. Das sehen wir uns vor Ort an.

Zahlt die Stadt Cottbus oder die ILB einen Zuschuss für meine Dachanlage? +

Nein. Das ILB-Programm „Erneuerbare Energien Brandenburg 2025“ ist Unternehmen, Stadtwerken und Energieversorgern vorbehalten, Privathaushalte sind nicht antragsberechtigt. Von einem städtischen Zuschuss für private Dächer in Cottbus wissen wir nicht (Stand Oktober 2026). Für Hausbesitzer zählen der Nullsteuersatz, die Einkommensteuerfreiheit bis 30 kWp, der KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung.

Muss ich in Cottbus für Module auf dem Dach einen Bauantrag stellen? +

Im Normalfall nicht. § 61 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a der Brandenburgischen Bauordnung stellt Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen verfahrensfrei, Hochhäuser ausgenommen. Die Solarpflicht des früheren § 32a BbgBO ist aufgehoben. Prüfen müssen wir dennoch Denkmalschutz und die Festsetzungen eines Bebauungsplans; die Anmeldung beim Netzbetreiber ist unabhängig davon immer Pflicht.

Mein Haus liegt im Fernwärme-Satzungsgebiet. Lohnt sich Photovoltaik trotzdem? +

Meist ja, nur wird die Anlage anders bemessen. Die Fernwärmesatzung der Stadt vom 28.10.2020 sieht für Cottbus-Nord, Cottbus-Mitte und Cottbus-Süd vor, dass die Wärmeversorgung vorrangig mit Fernwärme erfolgen soll. Fällt deshalb die Wärmepumpe als großer Verbraucher weg, planen wir nach Ihrem Haushaltsstrom. Welche Straßen dazugehören, zeigen die Kartenanlagen bei Energienetze Cottbus.

Wie viel Strom liefert eine Anlage auf einem Cottbuser Dach? +

Für ein 32° geneigtes Süddach in Cottbus nennt PVGIS 1.066 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr; eine Anlage mit 10,2 kWp käme damit auf etwa 10.877 kWh. Weicht Ihr Dach von Süden ab oder werfen Gauben und Bäume Schatten, setzen wir weniger an. Wie viel Sie sparen, hängt dann vor allem davon ab, welchen Teil davon Sie im Haus verbrauchen.

Wie viele Wochen vergehen bis zur ersten Kilowattstunde vom Cottbuser Dach? +

Meist sechs bis zehn Wochen ab Ihrer Zusage. Den größten Teil davon nimmt die Netzanmeldung ein, auf dem Dach selbst wird an ein bis zwei Tagen gearbeitet. Muss der Zählerschrank erneuert oder eine denkmalrechtliche Erlaubnis eingeholt werden, starten wir beides gleichzeitig mit der Anmeldung.

Jetzt starten

Kostenlose Projektanalyse in Cottbus

Individuelles Anlagenkonzept für Ihr Dach in Cottbus — inklusive Ertragsberechnung, Klärung des Netzbetreibers und Wirtschaftlichkeitsanalyse. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Dach-Check für Cottbus anfragen
Kostenlos & unverbindlich
Fester Ansprechpartner
Rückruf in 24 h

Mehr zum Thema

5 kWh Stromspeicher Test Top 5 ab 3.500 € — kleine Einfamilienhäuser 10 kWh Stromspeicher Test Top 5 ab 5.500 € — Standard für 4-Personen-Haushalt 15 kWh Stromspeicher Test Top 5 ab 8.000 € — größere Haushalte und KMU 20 kWh Stromspeicher Test Top 5 ab 11.000 € — KMU und große Haushalte Sigenergy vs Huawei Direkter Vergleich: Kapazität, Garantie, Notstrom PV-Speicher-Datenbank 2026 Alle Modelle, Preise und technischen Daten in einer Übersicht PV-Marktanalyse 2026 Trends, Preise und Innovationen im deutschen Solarmarkt Photovoltaik Leipzig PV-Projektierung in Leipzig — Hauptsitz von Volt Energie Sigenergy SigenStor Hybrid-System mit Notstrom — Detailseite Wallbox-Vergleich 2026 Testsieger ab 649 € — Huawei, go-e, Easee, Zaptec Kostenlose Projektanalyse Dach-Check anfragen — Rückruf in 24 Stunden
SOLAR-RECHNER
Module, Ertrag & Ersparnis in 2 Minuten berechnen
Jetzt berechnen →
Anrufen WhatsApp
Anrufen WhatsApp365 Tage Rechner →