Wärmepumpe + PV. Alles was Sie wissen müssen.
Wärmepumpe + PV ist die effizienteste Kombination: Der SG-Ready-Eingang erlaubt es, die Wärmepumpe gezielt bei Solarüberschuss zu betreiben. So heizen Sie im Sommer quasi kostenlos mit Solarstrom.
Wärmepumpe + PV im Überblick
Das Wichtigste
Wärmepumpe + PV ist die effizienteste Kombination: Der SG-Ready-Eingang erlaubt es, die Wärmepumpe gezielt bei Solarüberschuss zu betreiben. So heizen Sie im Sommer quasi kostenlos mit Solarstrom.
Relevante Themen
SG-Ready, Eigenverbrauch, Heizkosten.
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Wie hoch ist die Wärmepumpen-Förderung 2026?
Die Wärmepumpe wird 2026 über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert. Zuständig für die Heizungsförderung an selbstgenutzten Einfamilienhäusern ist die KfW über das Zuschussprogramm 458, das BAFA bleibt für Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle zuständig. Zum 21. Juli 2026 hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) die Fördersätze neu geordnet. Die Grundförderung beträgt weiterhin 30 % und steht auch Vermietern zu. Hinzu kommen ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung beziehungsweise einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung, und ein nach Einkommen gestaffelter Einkommensbonus von 40 % (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 €), 30 % (bis 40.000 €) oder 10 % (bis 50.000 €). Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, wird das anrechenbare Einkommen einmalig um 10.000 € reduziert. Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus gibt es nur für die selbst genutzte Wohneinheit. Der frühere Effizienzbonus von 5 % ist entfallen. Kombiniert sind die Boni auf 70 % gedeckelt; förderfähig sind seither Kosten bis 28.000 € für die erste Wohneinheit, der Zuschuss liegt damit bei höchstens 19.600 €. Ab dem 1. Februar 2027 sinken die förderfähigen Kosten halbjährlich um 750 €, der Klimageschwindigkeitsbonus um je 4 Prozentpunkte; er entfällt am 1. August 2028.
| Förderbaustein | Satz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | einkommensunabhängig, auch für Vermieter |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | nur Selbstnutzer; Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mind. 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Punkte, entfällt am 01.08.2028 |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 % | nur Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / bis 40.000 € / bis 50.000 € |
| Familienzuschlag | – | mit mindestens einem minderjährigen Kind wird das anrechenbare Einkommen einmalig um 10.000 € reduziert |
| Maximaler Gesamtsatz | 70 % | gedeckelt auf 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit = max. 19.600 € |
Quelle: KfW-Programm 458 / BEG-Heizungsförderung in der seit dem 21.07.2026 geltenden Fassung (Gebäudemodernisierungsgesetz, GModG). Der frühere Effizienzbonus ist entfallen, die förderfähigen Kosten sind von 30.000 auf 28.000 € gesunken. Stand: September 2026.
Wichtig: Der Förderantrag muss bei der KfW vor Beauftragung des Handwerkers gestellt werden — eine nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen. Details und aktuelle Konditionen finden Sie beim BAFA und der KfW.
Welche Jahresarbeitszahl (Jaz) erreicht eine Wärmepumpe?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt — eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Heizwärme werden. In einer vierjährigen Feldstudie des Fraunhofer ISE wurden 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern vermessen. Das Ergebnis: Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine JAZ von 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9), erdgekoppelte Sole/Wasser-Systeme im Schnitt 4,3 (Spanne 3,6 bis 5,4). Entscheidend für die Effizienz ist nicht das Baualter des Gebäudes, sondern die Vorlauftemperatur des Heizsystems: Auch sanierte Altbauten mit niedrigen Vorlauftemperaturen erreichten hohe Werte. Eine niedrige Vorlauftemperatur — etwa über Flächenheizung oder ausreichend dimensionierte Heizkörper — ist daher der wichtigste Hebel für niedrige Heizkosten und einen hohen Solarstromnutzen.
| Wärmepumpentyp | JAZ Mittelwert | JAZ Spanne |
|---|---|---|
| Luft/Wasser-Wärmepumpe | 3,4 | 2,6 – 4,9 |
| Erdwärmepumpe (Sole/Wasser) | 4,3 | 3,6 – 5,4 |
Quelle: Fraunhofer ISE Feldstudie (über BWP), 77 Anlagen über 4 Jahre. Stand: April 2026.
Wie viel Heizstrom deckt die PV-Anlage wirklich?
Realistisch deckt eine PV-Anlage im Einfamilienhaus ohne Batteriespeicher etwa 20 bis 30 % des gesamten Jahresstrombedarfs aus Haushalt und Wärmepumpe. Mit einem Batteriespeicher steigt die Eigenversorgung auf rund 40 %, bei sehr gut gedämmten Gebäuden mit niedrigem Verbrauch sind über 60 % möglich. Der Grund für die Begrenzung ist saisonal: PV produziert im Sommer am meisten, der Heizbedarf ist aber im Winter am höchsten — diese Lücke kann auch ein Batteriespeicher nicht schließen, weil ihm die Kapazität für eine Speicherung über Wochen fehlt. Über SG-Ready hebt das Energiemanagement bei PV-Überschuss gezielt die Temperatur im Puffer- oder Warmwasserspeicher an und nutzt diesen so als thermischen Zwischenspeicher.
| Konfiguration | Solare Jahresdeckung (Richtwert) |
|---|---|
| PV ohne Speicher | ca. 20 – 30 % |
| PV mit Batteriespeicher | ca. 40 % |
| PV + Speicher, gut gedämmtes Haus | über 60 % möglich |
Richtwerte für Einfamilienhäuser; abhängig von Dämmung, Anlagengröße und Energiemanagement. Quelle: Verbraucherzentrale. Stand: April 2026.
Was bedeutet SG-Ready und brauche ich es?
SG-Ready (Smart Grid Ready) ist ein Label des Bundesverbands Wärmepumpe, das anzeigt, dass eine Wärmepumpe digital im Verbund mit einer PV-Anlage gesteuert werden kann. SG-Ready-Geräte sind ab Werk mit einem potentialfreien Schalteingang und intelligenter Regelung ausgestattet und kennen vier Betriebszustände — von der Sperre bis zum verstärkten Lauf bei Stromüberschuss. Sobald die PV-Anlage mehr Strom erzeugt, als im Haushalt verbraucht wird, schaltet das Energiemanagement die Wärmepumpe gezielt in den Überschussbetrieb und speichert die Wärme im Puffer- oder Warmwasserspeicher. So heizen Sie an sonnigen Tagen mit selbst erzeugtem Solarstrom statt teuren Netzstrom zu beziehen. Für eine sinnvolle Kopplung von Wärmepumpe und PV ist die SG-Ready-Schnittstelle daher praktisch Pflicht. Beachten Sie: Seit dem 1. Januar 2026 werden Luft-Wasser-Wärmepumpen nur noch gefördert, wenn das Außengerät die Geräuschgrenzwerte um mindestens 10 dB unterschreitet.
FAQ
Wärmepumpe + PV ist die effizienteste Kombination: Der SG-Ready-Eingang erlaubt es, die Wärmepumpe gezielt bei Solarüberschuss zu betreiben. So heizen Sie im Sommer quasi kostenlos mit Solarstrom.
Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Bei der kostenlosen Projektanalyse von Volt Energie beraten wir Sie auch zu Wärmepumpe + PV.