Das Wichtigste in Kürze
- KfW 270 bietet günstige Finanzierung für PV-Anlagen — aktuell ab ca. 4 % Zinsen, Laufzeit bis 20 Jahre.
- 0 % MwSt. senkt die Investitionssumme sofort um ca. 19 % gegenüber früheren Preisen.
- Viele Banken akzeptieren PV-Anlagen als Sicherheit — das verbessert die Kreditkonditionen.
- Eigenkapital von 20–30 % verbessert die Konditionen erheblich und reduziert die Laufzeit.
- Volt Energie berechnet Finanzierungsszenarien und stellt den KfW-Antrag im Rahmen der Projektabwicklung.
Eine PV-Anlage mit Speicher kostet zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Das ist eine relevante Investition, die sich aber langfristig rechnet. Die Frage ist: Wie finanzieren Sie die Anlage am besten? Wir stellen alle Optionen vor -- vom KfW-Kredit bis zum Barkauf -- und zeigen, worauf es bei jeder Variante ankommt.
Option 1: KfW-Kredit (Programm 270)
Der KfW-Kredit ist die beliebteste Finanzierungsoption für PV-Anlagen. Das Programm 270 fördert Investitionen in erneuerbare Energien mit zinsgünstigen Darlehen.
- Kreditsumme: bis zu 150 Mio. Euro (für Privat typisch 10.000-50.000 €)
- Zinssatz: ab 4,0 % effektiv (bonitätsabhängig)
- Laufzeit: 5, 10, 15 oder 20 Jahre
- Tilgungsfreie Anlaufzeit: 1-3 Jahre möglich
- 100 % Finanzierung: Kein Eigenkapital nötig
- Beantragung: Über Ihre Hausbank vor Kauf der Anlage
Wichtig: Der KfW-Antrag muss vor der Beauftragung der Anlage gestellt werden. Nachträgliche Anträge sind nicht möglich. Wir unterstützen Sie gerne bei den Unterlagen.
Option 2: Bankkredit / Ratenfinanzierung
Viele Banken bieten spezielle Solarkredite oder grüne Darlehen an. Die Konditionen sind oft etwas teurer als beim KfW, dafür ist der Prozess unkomplizierter.
- Zinssatz: 4,5-7,0 % effektiv (je nach Bank und Bonität)
- Laufzeit: 5-15 Jahre
- Vorteil: Schnelle Bewilligung, oft online möglich
- Nachteil: Höhere Zinsen als KfW
Option 3: Barkauf
Wer das Kapital hat, spart mit dem Barkauf am meisten. Es fallen keine Zinsen an, und die Anlage gehört sofort Ihnen. Die gesamte Stromersparnis fließt direkt in Ihre Tasche.
- Vorteil: Keine Finanzierungskosten
- Vorteil: Höchste Gesamtrendite
- Vorteil: 0 % MwSt. auf Anlage und Speicher
- Nachteil: Hoher Kapitaleinsatz auf einmal
- Nachteil: Kapital steht nicht für andere Investitionen zur Verfügung
Option 4: Leasing
Beim Leasing zahlen Sie eine monatliche Rate für die Nutzung der PV-Anlage. Die Anlage bleibt Eigentum des Leasinggebers. Nach Ende der Laufzeit können Sie die Anlage oft zu einem Restwert übernehmen.
- Monatliche Rate: ca. 100-200 € (je nach Anlagengröße)
- Laufzeit: 10-20 Jahre
- Vorteil: Kein Eigenkapital nötig, planbare Kosten
- Nachteil: Höhere Gesamtkosten, Anlage gehört Ihnen nicht
- Für Gewerbe: Steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar
Option 5: Mietkauf
Der Mietkauf ist ein Mittelweg zwischen Leasing und Kauf. Sie zahlen monatliche Raten, und nach Ende der Laufzeit geht die Anlage automatisch in Ihr Eigentum über.
- Monatliche Rate: ca. 120-220 €
- Laufzeit: 10-15 Jahre
- Vorteil: Am Ende gehört die Anlage Ihnen
- Nachteil: Höhere Raten als Leasing, oft starre Vertragsbedingungen
Vergleichstabelle: Alle Optionen auf einen Blick
| Finanzierung | Typische Kosten (20 kWp) | Monatliche Rate | Eigentum | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|---|
| Barkauf | 22.000 € | -- | Sofort | 22.000 € |
| KfW 270 (10 J.) | 22.000 € | ca. 230 € | Ab Kauf | ca. 27.500 € |
| Bankkredit (10 J.) | 22.000 € | ca. 250 € | Ab Kauf | ca. 30.000 € |
| Leasing (15 J.) | 22.000 € | ca. 160 € | Optional | ca. 29.000-32.000 € |
| Mietkauf (12 J.) | 22.000 € | ca. 200 € | Nach Laufzeit | ca. 28.800 € |
Steuervorteile bei PV-Anlagen
Unabhängig von der Finanzierungsart profitieren Sie von mehreren steuerlichen Vorteilen:
- 0 % Mehrwertsteuer: Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp komplett mehrwertsteuerfrei -- inklusive Speicher und Wallbox.
- Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch von Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei.
- Handwerkerbonus §35a EStG: 20 % der Handwerkerkosten (max. 1.200 €/Jahr) können von der Steuer abgezogen werden -- gilt für Installation und Wartung.
Rechenbeispiel: Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher für 18.000 € spart bei einem KfW-Kredit (10 Jahre, 4,5 %) ca. 900 €/Jahr an Stromkosten. Die monatliche Rate liegt bei ca. 186 €. Die Anlage trägt sich also fast von selbst.
Welche Finanzierung passt zu Ihnen?
Barkauf empfohlen bei
- Ausreichend liquide Mittel vorhanden
- Maximale Rendite gewünscht
- Keine Kreditverpflichtungen gewollt
- Sofortige volle Eigentümerschaft wichtig
KfW-Kredit empfohlen bei
- Eigenkapital soll geschont werden
- Günstigste Fremdfinanzierung gewünscht
- Langfristige Planungssicherheit wichtig
- Tilgungsfreie Anlaufzeit gewünscht
Häufige Fragen zur PV-Finanzierung
Der KfW-Kredit (Programm 270) bietet in der Regel die günstigsten Konditionen. Die Zinssätze liegen aktuell bei 4,0-5,5 % effektiv. Wer das Kapital hat, spart mit Barkauf am meisten, da keine Finanzierungskosten anfallen.
Ja, eine 100-%-Finanzierung ist über den KfW-Kredit oder einen Ratenkredit möglich. Die monatlichen Raten liegen bei einer 10-kWp-Anlage typischerweise bei 120-180 Euro und werden oft durch die Stromersparnis gedeckt.
Seit 2023 gilt auf PV-Anlagen bis 30 kWp der 0 % Mehrwertsteuersatz. Handwerkerleistungen sind nach §35a EStG mit 20 % absetzbar. Bei Anlagen bis 30 kWp entfällt zudem die Einkommensteuer auf den erzeugten Strom.
Leasing kann sich lohnen, wenn Sie kein Eigenkapital einsetzen möchten. Die Gesamtkosten über die Laufzeit sind jedoch meist höher als bei Kauf oder KfW-Kredit. Für Gewerbetreibende bietet Leasing steuerliche Vorteile.
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