Photovoltaik in Marzahn-Hellersdorf. Neubau & Plattenbau Solar.
Photovoltaik in Marzahn-Hellersdorf spielt sich vor allem im Süden des Bezirks ab: In Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, dem größten zusammenhängenden Einfamilienhausgebiet Berlins, stehen drei Viertel aller Gebäude mit Wohnraum des Bezirks, mehr als die Hälfte davon ab 1990 gebaut und meist mit Gas beheizt. Kein Berliner Bezirk hat mehr Solaranlagen. Wir planen Ihre Solaranlage schlüsselfertig, die Montage ist im Preis enthalten, angemeldet wird bei Stromnetz Berlin.
* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.
Solaranlage in Marzahn-Hellersdorf: ein Bezirk, zwei ganz verschiedene Dachlandschaften
Drei Viertel der Häuser stehen im Siedlungsgebiet
Von den 32.760 Gebäuden mit Wohnraum, die der Zensus 2022 im Bezirk zählt, stehen 24.583 in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Dort haben 93,6 Prozent der Häuser nur eine oder zwei Wohnungen, und 95,1 Prozent gehören Privatpersonen. Wer hier über eine Photovoltaikanlage nachdenkt, entscheidet in aller Regel allein über sein Dach.
Junge Dächer, selten ein Sanierungsfall
59,5 Prozent der Häuser im Siedlungsgebiet sind ab 1990 entstanden, im Berliner Durchschnitt nur 25,1 Prozent. Nach der Wende wuchsen die Grundstücke zwischen Wuhle und Stadtgrenze dicht zu. Für die Solaranlage ist das ein Vorteil: Eine Dacheindeckung, die erst 20 oder 30 Jahre alt ist, muss vor der Montage meist nicht erneuert werden.
Vier von fünf Eigenheimen heizen mit Gas
In Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf lief die Heizung zum Zensusstichtag in 79,6 Prozent der Häuser mit Gas, nur in 5,7 Prozent mit Heizöl. Eine Wärmepumpe hatten schon 6,1 Prozent, berlinweit 2,7 Prozent. Wer den Gaskessel später ersetzen will, sollte das Dach heute nicht zu knapp belegen; wir rechnen beide Fälle durch.
Berlins Bezirk mit den meisten Anlagen
Ende 2025 waren im Bezirk 8.590 Solaranlagen mit zusammen 78,18 MWp registriert, gut jede siebte Anlage Berlins. Allein 2025 kamen rund 12,8 MWp dazu, mehr als in jedem anderen Bezirk. Ins Netz flossen 2024 aus Marzahn-Hellersdorf 19,72 GWh Solarstrom, ebenfalls der höchste Wert der Stadt.
Quellen: Zensus 2022, kleinräumige Daten nach Bezirksregionen, Tabellen 1.1, 5.2, 5.5, 5.6 und 5.7 (Stichtag 15.05.2022), Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, CC BY 3.0 DE, Bezirkswerte als Summe der neun Bezirksregionen, Prozentwerte von uns berechnet; Umweltatlas Berlin, Solaranlagen 2025, Tabelle 1 (Marktstammdatenregister, Erfassungsstand 09.02.2026, Einspeisung Stand 01.07.2025); „größtes zusammenhängendes Einfamilienhausgebiet Berlins“: Senatsverwaltung, Grüner Hauptweg 8.
Mahlsdorf oder Marzahn Nord? Wem die Dächer gehören und wie sie beheizt werden
Beim Zensus 2022 lebten im Bezirk 270.007 Menschen, laut Kurzporträt des Bezirksamts sind es heute rund 294.000. Zwei Drittel davon wohnen in den Großsiedlungen mit ihren rund 100.000 Wohnungen; die Kleinsiedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf nehmen dagegen zwei Drittel der Fläche ein. Für eine Solaranlage ist nicht die Einwohnerzahl entscheidend, sondern wer über das Dach bestimmt. Die Tabelle zeigt, wie unterschiedlich das zwischen den neun Bezirksregionen ist.
| Bezirksregion | Gebäude mit Wohnraum | davon 1–2 Wohnungen | gebaut ab 1990 | Heizung mit Gas | Fernwärme | Eigentum von Privatpersonen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marzahn-Hellersdorf gesamt | 32.760 | 76,8 % | 51,3 % | 64,7 % | 22,6 % | 77,6 % |
| Mahlsdorf | 10.648 | 95,0 % | 61,5 % | 80,7 % | 3,8 % | 96,9 % |
| Biesdorf | 7.476 | 91,4 % | 59,3 % | 78,9 % | 7,8 % | 92,4 % |
| Kaulsdorf | 6.459 | 93,7 % | 56,4 % | 78,6 % | 5,7 % | 95,3 % |
| Marzahn Süd | 2.347 | 61,2 % | 48,8 % | 48,8 % | 39,2 % | 60,0 % |
| Hellersdorf Nord | 1.537 | 4,7 % | 27,2 % | 9,6 % | 88,5 % | 2,7 % |
| Marzahn Mitte | 1.313 | 15,3 % | 11,0 % | 11,0 % | 82,9 % | 16,8 % |
| Hellersdorf Süd | 1.107 | 20,3 % | 10,1 % | 5,0 % | 92,1 % | 10,1 % |
| Hellersdorf Ost | 1.002 | 9,3 % | 28,6 % | 4,5 % | 92,6 % | 8,7 % |
| Marzahn Nord | 871 | 14,7 % | 9,4 % | 11,5 % | 85,1 % | 18,6 % |
Quelle: Zensus 2022, kleinräumige Auswertung für Berlin nach Bezirksregionen, Tabellen 5.2, 5.5, 5.6 und 5.7 (Stichtag 15.05.2022), Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, CC BY 3.0 DE. Prozentwerte von uns aus den veröffentlichten Anzahlen berechnet; kleine Fallzahlen sind in der Statistik geheimhaltungsbedingt verändert. Einwohner heute und Aufteilung von Wohnungen und Fläche: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Kurzporträt.
In Mahlsdorf, Biesdorf und Kaulsdorf ist das Bild einheitlich: freistehende Häuser und Doppelhaushälften, fast immer in privater Hand, mit Gaszentralheizung. Vier von zehn Häusern dort stammen aus den Jahren 1990 bis 2009, rund jedes siebte ist noch jünger. Hier zählen vor allem zwei Fragen: Wie viel Fläche bietet das Dach nach Süden, Osten oder Westen, und wie hoch wird der Stromverbrauch, wenn später eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto dazukommt. Ein Ost- oder Westdach mit 35 Grad Neigung liefert in Mahlsdorf laut PVGIS rund ein Fünftel weniger Strom als ein Süddach gleicher Größe, verteilt ihn aber besser über den Tag.
In Hellersdorf und im Marzahner Norden gehört kaum ein Gebäude Privatpersonen. Mehr als die Hälfte der Häuser ist dort im Eigentum von Wohnungsgenossenschaften oder kommunalen Wohnungsunternehmen, geheizt wird zu über 80 Prozent mit Fernwärme. Über eine Anlage auf diesen Flachdächern entscheidet der Vermieter; für Mieterinnen und Mieter bleibt das Balkonkraftwerk. Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern beschreiben wir den Weg auf der Seite Mieterstrom & GGV. Wie viel auf öffentlichen Dächern schon liegt, zeigt der Umweltatlas: 177 Anlagen mit 9,77 MWp auf Gebäuden der öffentlichen Hand im Bezirk, die zweitmeisten in Berlin. Das Bezirksamt verpachtet Schul-, Sporthallen- und Verwaltungsdächer dafür an die Berliner Stadtwerke; das dritte dieser Solarpakete umfasst 15 Anlagen mit zusammen mehr als 1,1 MW, darunter 216 kW auf dem neuen Gymnasium Kaulsdorf.
Quellen: PVGIS 5.3 der EU-Kommission (Standort Mahlsdorf, 35° Neigung, Süd gegen Ost und West, Systemverluste 14 %, Abruf 08.10.2026); Zensus 2022, Tabellen 5.3 und 5.4; Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Pressemitteilung vom 03.03.2025.
Vom Hausanschluss in Kaulsdorf bis zum Plattenbaudach: Anmeldung bei Stromnetz Berlin
Gleich ob die Anlage auf einem Reihenhaus in Hellersdorf oder einem Einfamilienhaus am Mahlsdorfer Stadtrand entsteht: Das Verteilnetz in ganz Berlin, also bis an die Stadtgrenze zu Hönow und Neuenhagen, betreibt die Stromnetz Berlin GmbH. Wie aufwendig die Anmeldung wird, hängt vor allem von der Leistung ab.
| Anlagengröße | Was Stromnetz Berlin zusätzlich verlangt | Typischer Fall im Bezirk |
|---|---|---|
| bis 25 kW | Anmeldung mit den FNN-Vordrucken nach VDE-AR-N 4105, Zähler über die Inbetriebsetzungsanzeige | Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus |
| über 25 bis 100 kW | Empfänger (Rundsteuerempfänger oder StromPager) zur Reduzierung der Einspeiseleistung | Gewerbehalle, großes Mehrfamilienhaus |
| über 30 bis 100 kVA | zusätzlich ein Schlüsselschalter nach Vorgabe des Netzbetreibers | Hallendach, Wohnblock |
| über 100 kW | fernwirktechnische Anbindung an das Netzsicherheitsmanagement | lange Plattenbau-Flachdächer, Schulen |
| ab 135 kW | Regeln für Mittelspannung (VDE-AR-N 4110) | sehr große Dächer mit eigener Übergabestation |
Für ein Eigenheim ist also nur die erste Zeile wichtig. Eingereicht wird über das Kundenportal von Stromnetz Berlin für Anschluss und Einspeiser; die Unterlagen, den Übersichtsschaltplan und die Datenblätter zu Wechselrichter und Speicher stellen wir zusammen. Bei Häusern aus den Neunzigern sehen wir uns vorher den Zählerschrank an: Ist er vor Ende 2014 in Betrieb gegangen, trägt SolarPLUS einen Teil der Kosten für einen neuen (siehe Förderung). Nach dem Zählerwechsel muss die Anlage außerdem ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Diese Bestätigung brauchen Sie bei einem Neubau auch als Nachweis für das Solargesetz.
Quellen: Stromnetz Berlin, Erzeugungsanlagen und Speicher; Informationsblatt für die Anmeldung von Erzeugungsanlagen, Abschnitte 1, 3.1, 5 (Ausgabe 02.2024). Abruf: 08.10.2026.
Neues Eigenheim in Biesdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf: wie groß die Pflichtanlage sein muss
Im Siedlungsgebiet wird weiter gebaut: Der Zensus zählt dort 395 Gebäude mit Wohnraum, die erst ab 2020 fertig wurden, also bis zum Stichtag im Mai 2022. Wer heute neu baut, fällt unter das Solargesetz Berlin. Es gilt für Gebäude mit mehr als 50 m² Nutzfläche, deren Bau nach dem 31. Dezember 2022 begonnen hat, und verlangt für Neubauten eine feste Mindestgröße.
- Mindestfläche: Bei einem Neubau müssen die Module mindestens 30 Prozent der Bruttodachfläche bedecken, also der gesamten Dachfläche einschließlich aller Teildächer (§ 4 Abs. 1). Die kleinen Ersatzwerte von 2, 3 oder 6 kW gelten nur, wenn ein bestehendes Dach wesentlich umgebaut wird (§ 4 Abs. 2).
- Garage: Garagen und Nebengebäude sind ausgenommen, wenn die Pflicht schon mit dem Wohnhaus auf demselben Grundstück erfüllt wird (§ 3 Abs. 2).
- Andere Wege: Als erfüllt gilt die Pflicht auch mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach oder mit Modulen auf einer anderen Außenfläche des Hauses in der vorgeschriebenen Größe (§ 5 Abs. 2 und 3). Entfallen kann sie, wenn das Dach eines Neubaus aus zwingenden Gründen nur nach Norden zeigen kann (§ 5 Abs. 1).
- Nachweis: Kontrolliert wird nicht vorab. Das Bauaufsichtsamt zieht aber jedes Jahr Stichproben unter den neu gebauten Häusern (§ 8) und kann den Nachweis verlangen, mit dem Formular der Senatsverwaltung und der Bestätigung aus dem Marktstammdatenregister (§ 6). Aufbewahren müssen Sie beides zehn Jahre.
Eine eigene Baugenehmigung braucht die Anlage auf dem Dach nicht, sie ist nach § 61 der Berliner Bauordnung verfahrensfrei. Für Bauherren ist vor allem wichtig, dass die Pflicht der Förderung nicht im Weg steht: SolarPLUS zahlt ausdrücklich auch dann, wenn die Anlage nach dem Solargesetz ohnehin gebaut werden muss. Unser Rat für Neubauten im Bezirk: das Dach nicht auf die 30 Prozent auslegen, sondern auf den späteren Verbrauch mit Wärmepumpe. Gerüst und Kabelwege sind während des Baus ohnehin am günstigsten.
Quellen: Solargesetz Berlin vom 05.07.2021 (GVBl. 2021 S. 837), §§ 2–6 und 8; Förderrichtlinie SolarPLUS 2026, Nr. 1; Zensus 2022, Tabelle 5.3 (Baujahr „2020 und später“, Summe der Bezirksregionen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf).
Alte Dorfkerne und die Taut-Siedlung: wo im Bezirk die Denkmalbehörde mitredet
Marzahn-Hellersdorf ist aus fünf Dörfern entstanden, die erst 1920 zu Berlin kamen. Drei der alten Ortskerne stehen heute als Ensemble in der Berliner Denkmalliste. Wer in einer dieser Straßen wohnt oder direkt daneben, braucht für eine Solaranlage eine denkmalrechtliche Genehmigung, auch wenn das eigene Haus kein Einzeldenkmal ist.
- Dorfkern Alt-Marzahn (Obj.-Dok.-Nr. 09080484): Dorfanger mit Kirche, zahlreiche Hausnummern zwischen Alt-Marzahn 16 und 70, dazu Teile des Rebhuhnwegs und der Blenheimstraße.
- Alt-Kaulsdorf und Dorfstraße (09045291): Dorfanlage mit Häusern in Alt-Kaulsdorf, großen Teilen der Dorfstraße und der Waplitzer Straße 36 und 37.
- Ortskern Biesdorf (09080002): Alt-Biesdorf mit Kirchhof, dazu Giesla-Reissenberger-Platz, Grabensprung und Heino-Schmieden-Weg.
- Streusiedlung Mahlsdorf II von Bruno Taut (09080011 und 09095378): kleine Einzel- und Doppelhäuser der Genossenschaft Lichtenberger Gartenheim von 1926 bis 1931, vor allem am Frettchenweg, Am Kornfeld und am Münsterberger Weg.
Ein Verbot ist das nicht. Nach den Rahmenvorgaben des Landesdenkmalamts ist eine Solaranlage auf einem Denkmal, in seiner Umgebung und in Denkmalbereichen regelmäßig zu genehmigen. Abgelehnt wird nur im Einzelfall, etwa wenn der Denkmalwert maßgeblich sinken würde oder Dachflächen in den prägenden Ansichten eines Ensembles liegen. Deshalb prüfen wir in den Dorfkernen zuerst, ob sich die Module auf eine hofseitige Dachfläche oder ein Nebengebäude legen lassen, das von der Straße aus kaum zu sehen ist.
Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde im Stadtentwicklungsamt des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf, Fachbereich Bauaufsicht, Wohnungsaufsicht und Denkmalschutz. Den Antrag stellen Sie mit Fotos, Lageplan und einer Ansicht der geplanten Belegung; die Zeichnungen liefern wir. Liegt die Genehmigung vor, zahlt SolarPLUS S zusätzlich eine Pauschale für die Mehrkosten einer denkmalgerechten Ausführung, zum Beispiel 2.400 Euro bei 8 kWp.
Quellen: Denkmaldatenbank Berlin, 09080484, 09045291, 09080002; Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Denkmalrundgang Streusiedlung Mahlsdorf II; Landesdenkmalamt Berlin, Allgemeine Rahmenvorgaben, Abschnitt 6, und Solarleitfaden (Juli 2023); Kurzporträt des Bezirksamts; Förderrichtlinie SolarPLUS 2026, Nr. 2.4. Abruf: 08.10.2026.
SolarPLUS für Eigenheime im Bezirk: was es gibt und woran Anträge scheitern
250 Euro je kWp, aber nur mit Speicher
SolarPLUS S zahlt eine Pauschale von 250 € je vollem kWp, wenn die PV-Anlage zusammen mit einem Stromspeicher neu entsteht: 2.000 € bei 8 kWp, 3.000 € bei 12 kWp, höchstens 4.750 € ab 19 kWp. Das Bezirksamt hat Eigentümer von Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf im Februar 2026 ausdrücklich darauf hingewiesen. Für das ganze Land stehen 2026 13 Millionen Euro bereit.
Speicher später? Dann nur binnen drei Monaten
Wird der Speicher nachgerüstet, fördert SolarPLUS ihn nur, wenn der vollständige Antrag spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme der PV-Anlage bei der IBB Business Team GmbH eingeht. Der Hersteller muss für den Speicher eine Zeitwertersatzgarantie über zehn Jahre geben; gebrauchte Geräte, Eigenbau und Blei-Säure-Batterien sind ausgeschlossen. Den Antrag stellen Sie vor dem Auftrag, sonst beginnen Sie auf eigenes Risiko.
Zählerschrank aus den Neunzigern
Ist der vorhandene Zählerschrank vor dem 31.12.2014 in Betrieb gegangen oder fehlt Platz für den neuen Zähler, kommen 750 € dazu, wenn der neue mindestens 1.160 € brutto kostet. Im Siedlungsgebiet sind rund 86 Prozent der Häuser vor 2010 entstanden; steckt dort noch der ursprüngliche Zählerschrank, ist die Bedingung erfüllt. Vom Bund kommen 0 % Umsatzsteuer auf Anlagen bis 30 kWp und der KfW-Kredit 270; der KfW-Zuschuss 442 ist ausgelaufen. Ein eigenes Förderprogramm des Bezirks gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.
Die Richtlinie gilt vom 08.01.2026 bis 31.12.2026, einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Für Wohnungsgenossenschaften, Wohnungsunternehmen und Gewerbe in den Großsiedlungen ist der Teil SolarPLUS L gedacht, der unter anderem Speicher, Gutachten und Konzepte anteilig fördert; Eigentümer von Eigenheimen sind dort nicht antragsberechtigt. Wer vor der Entscheidung eine unabhängige Einschätzung möchte: Die Verbraucherzentrale Berlin bietet Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern im Projekt „ZuHaus in Berlin“ eine kostenfreie Energieberatung vor Ort von rund zwei Stunden an; das Bezirksamt verweist auf seiner Beratungsseite darauf, ebenso auf den Eignungs-Check Solar.
Quellen: IBB Business Team, SolarPLUS und Förderrichtlinie SolarPLUS 2026 (Nr. 1.6.9, 2.1–2.4, 3.3, Geltungsdauer); Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Pressemitteilung vom 12.02.2026; Verbraucherzentrale Berlin, ZuHaus in Berlin; Bezirksamt, Beratungsangebote; KfW, Merkblatt 270; § 12 Abs. 3 UStG. Abruf: 08.10.2026.
Von der Dachprüfung bis zur Bestätigung im Marktstammdatenregister
Dach und Adresse
Wir prüfen Ihr Dach per Luftbild und im Energieatlas Berlin, dazu ob die Adresse in einem der Dorfkerne oder in der Taut-Siedlung liegt. Bei einem Neubau berechnen wir die Mindestfläche nach dem Solargesetz.
Konzept mit zwei Verbräuchen
Sie bekommen eine Planung für heute und eine für den Fall, dass die Gasheizung einer Wärmepumpe weicht. Mit dem Angebot stellen Sie den SolarPLUS-Antrag, erst danach wird beauftragt.
Montage und Zählerplatz
Die Montage ist im Preis enthalten und folgt einem festen Plan. Parallel läuft die Anmeldung im Kundenportal von Stromnetz Berlin, wenn nötig mit neuem Zählerschrank.
Inbetriebnahme und Unterlagen
Nach dem Zählertausch tragen wir die Anlage ins Marktstammdatenregister ein. Sie erhalten die Bestätigung für das Bauaufsichtsamt und die Rechnungen, die die IBB für die Auszahlung braucht.
Was Eigentümer zwischen Biesdorf und Hellersdorf vor der Solaranlage wissen wollen
Die Stromnetz Berlin GmbH, sie betreibt das Verteilnetz in allen Berliner Bezirken, auch an der Stadtgrenze zu Brandenburg. Für ein Eigenheim genügt die Anmeldung mit den FNN-Vordrucken nach VDE-AR-N 4105 über ihr Kundenportal. Die Netzanmeldung übernehmen wir; den Eintrag ins Marktstammdatenregister ebenfalls.
Nach dem Solargesetz Berlin müssen die Module mindestens 30 Prozent der Bruttodachfläche bedecken, wenn der Bau nach dem 31.12.2022 begonnen hat. Die kleinen Ersatzwerte von 2 kW gelten nur bei Umbauten bestehender Dächer. Eine Garage auf demselben Grundstück muss nicht zusätzlich belegt werden, wenn das Wohnhaus die Pflicht erfüllt. SolarPLUS gibt es trotzdem.
In der Regel ja, aber mit Genehmigung. Die drei Ortskerne stehen als Ensemble unter Denkmalschutz, deshalb entscheidet die untere Denkmalschutzbehörde des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf. Nach den Vorgaben des Landesdenkmalamts ist eine Solaranlage regelmäßig zu genehmigen; schwierig wird es bei Dachflächen in den prägenden Ansichten zur Dorfstraße. Für denkmalgerechte Module zahlt SolarPLUS eine eigene Pauschale.
Über das Dach entscheidet der Vermieter, in Hellersdorf meist eine Genossenschaft oder ein kommunales Wohnungsunternehmen. Fragen Sie dort nach Mieterstrom. Ein Balkonkraftwerk können Sie selbst betreiben; seit Oktober 2024 gehört es zu den baulichen Veränderungen, deren Erlaubnis Mieter nach § 554 BGB verlangen können. Die Zustimmung müssen Sie trotzdem vorher einholen.
Für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser zahlt SolarPLUS S 250 € je kWp, wenn PV-Anlage und Speicher neu gebaut werden, höchstens 4.750 €, dazu gegebenenfalls 750 € für einen neuen Zählerschrank. Der Antrag geht vor dem Auftrag an die IBB Business Team GmbH; die Richtlinie läuft bis 31.12.2026. Hinzu kommen 0 % Umsatzsteuer und der KfW-Kredit 270. Ein Programm des Bezirks gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.
Nur knapp danach. SolarPLUS fördert einen nachgerüsteten Speicher, wenn der vollständige Antrag innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der PV-Anlage eingeht. Wer länger wartet, bekommt für den Speicher keinen Zuschuss mehr. Wie groß er sein sollte, zeigt unser Rechner für die Speichergröße.
Eine PV-Anlage für ein EFH in Kaulsdorf mit 10 kWp kostet ohne Speicher ca. 14.400–19.400 €. Mit Speicher und Wallbox steigt die Investition. Was die Anlage spart, hängt vom Eigenverbrauch ab; unser offengelegtes Rechenbeispiel oben auf dieser Seite kommt ohne Speicher auf rund 1.210 € im Jahr vor Betriebskosten.
Meist ja. Vier von fünf Häusern in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf heizten beim Zensus 2022 mit Gas. Kommt in einigen Jahren eine Wärmepumpe, steigt der Stromverbrauch deutlich. Wir planen deshalb mit heutigem und künftigem Verbrauch und belegen das Dach so, dass später nichts umgebaut werden muss. Mehr dazu auf unserer Seite Wärmepumpe und Photovoltaik.
Die Verbraucherzentrale Berlin bietet Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern im Projekt „ZuHaus in Berlin“ eine kostenfreie Energieberatung vor Ort an, dazu den Eignungs-Check Solar. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf nennt diese Angebote auf seiner Beratungsseite. Das Solarpotenzial Ihres Daches können Sie vorab im Energieatlas Berlin ansehen.
Photovoltaik in der Region
PV in der Nähe
Diese Orte liegen am nächsten an Berlin-Marzahn. Dazu steht, an wessen Stromnetz dort laut Marktstammdatenregister die meisten Solaranlagen hängen — bei diesem Netzbetreiber wird eine neue Anlage angemeldet:
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