Photovoltaik in Stendal. Solarenergie in der Altmark.
Photovoltaik in Stendal hängt an zwei Fragen, die man vor dem ersten Modul klären sollte: Liegt das Haus innerhalb der Wallstraßen oder in der Bahnhofsvorstadt, wo eine Gestaltungssatzung die Solaranlage regelt? Und hängt der Zähler am Netz der Stadtwerke Stendal oder an dem der Avacon? Wir klären beides anhand Ihrer Adresse und planen die Solaranlage danach schlüsselfertig, Montage im Preis enthalten.
* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.
Solaranlage in Stendal: vier Punkte, die wir vorab für Ihre Adresse klären
Wallring, Bahnhofsvorstadt oder außerhalb?
Die Gestaltungs- und Werbesatzung der Hansestadt gilt für die Altstadt innerhalb von Nordwall, Ostwall, Südwall und Westwall und für die Bahnhofsvorstadt bis zur Bahnhofstraße, außerdem für die Grundstücke an beiden Seiten der Grenzstraßen. Dort sind Solarmodule an Auflagen gebunden und brauchen eine schriftliche Genehmigung der Stadt. Für Häuser außerhalb dieser Grenzen und in den Ortsteilen der Einheitsgemeinde gilt sie nicht.
Zwei Netzbetreiber in einer Gemeinde
Von den Solaranlagen, die das Marktstammdatenregister für die Gemeinde Stendal führt, hängen rund 61 Prozent am Netz der Stadtwerke Stendal GmbH und rund 39 Prozent am Netz der Avacon Netz GmbH. Beide melden Anlagen auf eigenen Wegen an: die Stadtwerke mit Formularen per E-Mail, Avacon über ein Online-Portal. Welcher Weg für Ihr Haus gilt, prüfen wir adressgenau.
Ertrag am Rand der Altmark-Ebene
Der EU-Rechner PVGIS 5.3 kommt für Stendal auf 1.317 kWh/m² in der Modulebene bei 35 Grad Neigung nach Süden. Aus 10 kWp werden so rund 10.520 kWh im Jahr, 14 Prozent Verluste bereits abgezogen. Ein Ost-West-Dach liefert mit rund 8.270 kWh etwa ein Fünftel weniger, verteilt den Strom aber auf Vormittag und Nachmittag.
Solarkataster Altmark als erster Blick
Für die Altmark gibt es seit Mai 2022 ein eigenes Solarkataster, entwickelt von der Bürgerenergiegenossenschaft Helionat eG mit der GeoFly GmbH. Es zeigt für jede Dachfläche die Einstrahlung samt Verschattung durch Bäume und Nachbarhäuser und rechnet kostenlos und ohne Anmeldung eine erste Wirtschaftlichkeit. Das Aufmaß ersetzt es nicht, für die Vorauswahl taugt es gut.
Altbau vor 1950, Nachwendehaus, Reihenhaus: die Stendaler Dächer und ihre Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur führt für Stendal 1.880 Solaranlagen in Betrieb mit zusammen 179,4 MW; 92 Prozent davon bleiben unter 30 kWp. Der Mittelwert liegt bei 95,4 kWp, der Median nur bei 6,8 — in Stendal hängt ein großer Teil der Leistung an wenigen Freiflächen- und Gewerbeanlagen, während die Masse der Meldungen Hausdächer sind. Der Zubau lässt nach: 198 Anlagen bis September 2026, hochgerechnet rund 18 Prozent weniger als die 341 des Vorjahres.
Wie die Dächer darunter aussehen, zeigt die Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022. Die Einheitsgemeinde Hansestadt Stendal, also Kernstadt und Ortsteile zusammen, hatte am Stichtag 8.705 Gebäude mit Wohnraum. Fast die Hälfte davon entstand vor 1950: 2.009 vor 1919 und 2.002 zwischen 1919 und 1949. Das stärkste Jahrzehnt danach sind die Neunzigerjahre mit 1.537 Häusern, mehr als in den Fünfziger-, Sechziger- und Achtzigerjahren zusammen. Für die Planung heißt das: Bei den Altbauten prüfen wir zuerst Dachstuhl und Eindeckung, bei den Häusern aus den Neunzigern schauen wir besonders auf den Zählerschrank, der aus derselben Zeit stammt.
Vier von fünf Gebäuden gehören Privatpersonen, zwei Drittel haben genau eine Wohnung. Knapp die Hälfte steht frei, fast drei von zehn sind gereihte Häuser mit schmalen, zum Nachbarn begrenzten Dachflächen. Bei den Wohnungen sieht es anders aus: Nur knapp 30 Prozent werden von ihren Eigentümern bewohnt, und 45 Prozent werden mit Fernwärme beheizt, die überwiegend Mehrfamilienhäuser versorgt: 1.466 Gebäude, aber 10.629 Wohnungen. Wer zur Miete wohnt, kommt in Stendal eher über ein Steckersolargerät zu eigenem Strom als über das Dach. Geheizt wird in 58 Prozent der Gebäude mit Gas, nur 321 Häuser nutzten 2022 überwiegend Wärmepumpe, Solar- oder Geothermie — wer den Heizungstausch plant, sollte die Dachfläche gleich für den späteren Strombedarf mitrechnen.
| Gebäude mit Wohnraum (Einheitsgemeinde Hansestadt Stendal) | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| insgesamt | 8.705 | 100 % |
| gebaut vor 1919 | 2.009 | 23,1 % |
| gebaut 1919 bis 1949 | 2.002 | 23,0 % |
| gebaut 1990 bis 1999 | 1.537 | 17,7 % |
| gebaut 2016 und später | 241 | 2,8 % |
| im Eigentum von Privatpersonen | 7.098 | 81,5 % |
| mit genau einer Wohnung | 5.792 | 66,5 % |
| freistehendes Haus | 4.162 | 47,8 % |
| gereihtes Haus | 2.551 | 29,3 % |
| Heizung überwiegend mit Gas | 5.069 | 58,2 % |
| Fernwärme | 1.466 | 16,8 % |
Quellen: Marktstammdatenregister, Abruf 22.09.2026; Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Zensus 2022, Regionaltabelle Gebäude und Wohnungen, Gemeinde „Stendal, Hansestadt“ (Schlüssel 150900535535), Stichtag 15.05.2022, abgerufen Oktober 2026. Eigentümerquote und Fernwärme-Anteil der Wohnungen aus derselben Tabelle, Blatt Wohnungen.
Photovoltaik in der Stendaler Altstadt: was die Satzung verlangt und wer genehmigt
Für Altstadt und Bahnhofsvorstadt hat der Stadtrat am 1. November 2010 eine örtliche Bauvorschrift beschlossen, die Gestaltungs- und Werbesatzung, 2014 einmal geändert. Bereich A ist die Altstadt, begrenzt von Uenglinger Tor, Nordwall, Schützenplatz, Parkstraße, Ostwall, Südwall, Tangermünder Tor, Hospitalstraße, Am Pulverturm und Westwall. Bereich B ist die Bahnhofsvorstadt zwischen Tangermünder Tor, Nachtigalplatz, Bahnhofstraße, Goethestraße, Nicolaistraße, Blumenthalstraße, Roonstraße und Frommhagenstraße. Die Satzung gilt ausdrücklich auch für Vorhaben, die nach der Landesbauordnung sonst verfahrensfrei wären, und damit für Solarmodule auf dem Dach.
| Satzung § 4 Abs. 3 | Was gilt |
|---|---|
| Module, die man von öffentlichen Flächen sieht | nur dachparallel aufgesetzt oder in das Dach integriert, mit matter Oberfläche |
| Abstand zu First, Traufe und Ortgang | mindestens 0,75 m frei, damit die roten Ziegel erkennbar bleiben |
| kleine Dachflächen unter 40 m² | geringere Abstände können zugelassen werden |
| aufgeständerte Module | nur, wenn sie von öffentlichen Flächen nicht sichtbar sind oder das Erscheinungsbild nicht wesentlich verändern |
| Solarmodule an der Fassade | nach den Fassadenregeln des § 5 Abs. 1 |
Wer im Geltungsbereich eine Anlage errichtet, braucht nach § 9 der Satzung eine schriftliche Genehmigung der Stadt; eine Baugenehmigung, falls ohnehin nötig, schließt sie ein. Abweichungen kann die Stadt im Einzelfall zulassen. Ohne Genehmigung drohen bis zu 2.500 Euro Bußgeld und der Rückbau. Für die Dacheindeckung selbst schreibt die Satzung nichtglänzende naturrote oder rotbraune Tonziegel vor; die Module sollen diese Dachlandschaft nicht überdecken, sondern einen Rand davon sichtbar lassen.
Ist das Haus selbst ein Kulturdenkmal, kommt eine denkmalrechtliche Genehmigung dazu. Zuständig ist in Stendal nicht der Landkreis: Für das Gebiet der Einheitsgemeinde verweist das Bauordnungsamt des Landkreises bei Bauantrag und Denkmalschutz ausdrücklich an das Bauaufsichtsamt der Hansestadt. Die Behörde entscheidet nach dem Runderlass des Landes vom 22. Dezember 2023: Solaranlagen auf Denkmalen sind danach regelmäßig zu genehmigen, ein geschützter Altstadtkern allein ist kein Grund für ein pauschales Nein, und die Genehmigung wird bis Ende 2045 befristet. Vorher kann die Behörde Nachweise zu Statik, Brandschutz, Zugänglichkeit des Dachs und Befestigung verlangen. Der Erlass zeigt übrigens selbst zwei Stendaler Beispiele: ein Wohnhaus mit Modulen auf einer nicht einsehbaren Fläche im hinteren Grundstück und eine Herberge mit einer in die Dachhaut eingelassenen Solarthermie-Anlage.
Quellen: Hansestadt Stendal, Gestaltungs- und Werbesatzung Altstadt/Bahnhofsvorstadt, Amtsblatt für den Landkreis Stendal vom 01.12.2010 (§§ 1, 4, 8, 9, 10); den Wortlaut der Änderung von 2014 konnten wir nicht einsehen, wir lassen ihn uns vor jedem Altstadtprojekt von der Stadt bestätigen. Landkreis Stendal, Bauverwaltung / Denkmalschutz; Runderlass Solaranlagen auf Kulturdenkmalen vom 22.12.2023 mit denkmalfachlichen Hinweisen (Abb. 41 und 46); alle abgerufen Oktober 2026.
Stadtwerke Stendal oder Avacon Netz: so läuft die Anmeldung
Stadtwerke Stendal. Ein Online-Portal gibt es nicht. Die Formulare stehen im Downloadcenter Netz und gehen ausgefüllt per E-Mail an eine eigene Adresse für EEG-Anlagen; dazu gehört ein Handbuch mit dem Ablauf und eine Checkliste für Photovoltaik. Für eine Anlage bis 25 kW verlangen die Stadtwerke die Anmeldung einer Stromerzeugungsanlage, einen Lageplan mit Flurstück, Hausnummer und Lage der Module, das technische Datenblatt der Erzeugungsanlage, die Herstellerdatenblätter von Wechselrichter und Modulen, das gewählte Messkonzept und das Inbetriebsetzungsprotokoll. Über 25 kW kommt eine Kopie des Grundbuchauszugs hinzu, mit Speicher dessen Datenblätter. Wer den Vergütungsbeginn sichern will, sobald die Module fest montiert und mit dem Wechselrichter verbunden sind, schickt die Fertigstellungserklärung zur vergütungstechnischen Inbetriebnahme. Errichten darf die Anlage nur ein bei den Stadtwerken eingetragener Elektroinstallateur.
Avacon Netz. Anlagen bis 30 kW meldet ein bei Avacon eingetragener Elektroinstallateur über das Installateursportal an. Den Stand verfolgen Sie danach im mein.Hausanschlussportal. Nach der Netzverträglichkeitsprüfung und Ihrer unterschriebenen Betreiberbestätigung gibt Avacon den Bau frei und setzt nach der Fertigmeldung den Zähler.
Beide Wege bereiten wir vor: Wir stellen Datenblätter, Lageplan und Schaltplan zusammen, Sie unterschreiben. Ein Steckersolargerät für den Balkon braucht keinen Antrag beim Netzbetreiber, sondern nur den Eintrag im Marktstammdatenregister; darauf verweisen auch die Stadtwerke.
Quellen: Stadtwerke Stendal, Eigenerzeugungsanlagen und Downloadcenter Netz; Avacon Netz, Anmeldung für Photovoltaikanlagen; Anteile aus dem Marktstammdatenregister; abgerufen Oktober 2026.
Was Photovoltaik in Stendal 2026 kostet und wann ein Altstadtdach teurer wird
Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet 2026 zwischen 14.400 und 19.400 Euro — inklusive Planung, Montage, Wechselrichter, Verkabelung und Netzanschluss. Mit einem 10-kWh-Stromspeicher liegt der Gesamtpreis bei 17.800 bis 24.100 Euro, eine Wallbox kostet zusätzlich 800 bis 2.200 Euro. Einstiegspreise bei Volt: schlüsselfertig ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 12.999 €.
| Anlagenpaket | Preis 2026 (schlüsselfertig) | Amortisation |
|---|---|---|
| 10 kWp ohne Speicher | 14.400 – 19.400 € | 11 – 16 Jahre |
| 10 kWp + 10 kWh Speicher | 17.800 – 24.100 € | 10 – 15 Jahre |
| + Wallbox (optional) | 800 – 2.200 € | — |
Die Amortisationszeiten sind Modellrechnungen und keine Zusage. Sie hängen von Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Einspeisevergütung ab; Ihren individuellen Wert rechnen wir im Amortisationsrechner und im Angebot für Ihr Dach.
Für ein Haus außerhalb der Satzungsgebiete gilt die Spanne so, wie sie dasteht. In Altstadt und Bahnhofsvorstadt verschiebt sie sich aus zwei Gründen: Matte, dachparallele oder integrierte Module kosten je Kilowatt mehr als Standardware, und der Randabstand von 0,75 m zu First, Traufe und Ortgang verkleinert die belegbare Fläche. Weniger Kilowatt auf demselben Gerüst bedeuten einen höheren Preis je kWp. Bei einem Denkmal kommen Fotomontagen und gegebenenfalls ein statischer Nachweis für den Antrag hinzu. Eine erste Schätzung liefert der Preisrechner, den Mehrpreis nennen wir nach dem Aufmaß.
Kein Stendaler Zuschuss: welche Finanzierung im Oktober 2026 bleibt
Hansestadt und Landkreis: kein eigenes Programm
Ein Zuschussprogramm für private Dachanlagen haben wir weder bei der Hansestadt Stendal noch beim Landkreis gefunden. Was der Landkreis über sein Klimaschutzmanagement anbietet, ist Information, vor allem der Hinweis auf das kostenlose Solarkataster Altmark. Sollte ein Programm dazukommen, nehmen wir es hier auf.
Landesdarlehen MODERN: derzeit Antragsstopp
Das Landesdarlehen „Sachsen-Anhalt MODERN“ der Investitionsbank nimmt seit dem 1. Oktober 2026 bis auf Weiteres keine neuen Anträge an. Es war ohnehin kein Zuschuss, sondern ein zinsgünstiger Kredit. Möglich bleiben der KfW-Kredit 270, der Nullsteuersatz und die Einspeisevergütung.
Bund: KfW 270 und Nullsteuersatz
Der KfW-Kredit 270 finanziert Photovoltaik und Batteriespeicher und wird über die Hausbank vor Vertragsabschluss beantragt. Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt nach § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an, der Angebotspreis ist der Endpreis. Den Landesüberblick finden Sie unter Förderung Sachsen-Anhalt.
Quellen: Landkreis Stendal, Solarkataster Altmark (Pressemitteilung der Helionat eG vom 02.05.2022); Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Sachsen-Anhalt MODERN; beide abgerufen Oktober 2026.
Vom Adress-Check bis zum Zählerwechsel: der Weg zur Solaranlage in Stendal
Adresse, Satzung, Netz
Anhand der Adresse prüfen wir, ob das Haus im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung liegt, ob es als Denkmal eingetragen ist und ob die Stadtwerke Stendal oder Avacon das Netz betreiben. Fotos von Dach und Zählerschrank reichen dafür meist.
Belegung und Anträge
Wir planen die Modulfläche, in der Altstadt mit den vorgeschriebenen Randabständen und matten Modulen. Liegen Satzung oder Denkmal vor, bereiten wir die Anträge für die Hansestadt mit Fotomontagen vor.
Netzanmeldung parallel
Die Unterlagen für den Netzbetreiber gehen los, sobald die Anlage feststeht, damit Netzprüfung und Genehmigung gleichzeitig laufen. Bis Stendal sind es 195 Kilometer ab unserem Lager in Leipzig, rund 119 Minuten; gefahren wird erst, wenn alle Freigaben da sind.
Montage und Übergabe
Die Montage ist im Preis enthalten. Danach folgen Inbetriebsetzungsprotokoll, Zählerwechsel durch den Netzbetreiber und der Eintrag ins Marktstammdatenregister. Zum Schluss zeigen wir Ihnen Anlage und Monitoring.
Fragen aus Stendal zu Altstadt, Netzbetreiber und Ertrag
Ja, mit Auflagen. Die Gestaltungssatzung für Altstadt und Bahnhofsvorstadt erlaubt Module, die man von öffentlichen Flächen sieht, nur dachparallel oder in das Dach integriert und mit matter Oberfläche. Zu First, Traufe und Ortgang bleiben mindestens 0,75 m frei, bei Dachflächen unter 40 m² kann die Stadt weniger zulassen. Aufgeständerte Module gehen nur, wo man sie von der Straße nicht sieht. Für die Anlage braucht es eine schriftliche Genehmigung der Hansestadt.
Das Bauaufsichtsamt der Hansestadt Stendal. Der Landkreis ist für das Gebiet der Einheitsgemeinde nicht zuständig und verweist bei Bauantrag und Denkmalschutz selbst an die Stadt. Nach dem Runderlass des Landes vom 22.12.2023 ist die Genehmigung in der Regel zu erteilen und bis Ende 2045 zu befristen; die Behörde kann vorher Nachweise zu Statik und Brandschutz verlangen.
Das hängt von der Adresse ab. Laut Marktstammdatenregister hängen rund 61 Prozent der Solaranlagen der Gemeinde am Netz der Stadtwerke Stendal GmbH und rund 39 Prozent am Netz der Avacon Netz GmbH. Welcher Betreiber für Ihr Haus zuständig ist, steht auf Ihrer Stromrechnung; wir prüfen es vor der Anmeldung adressgenau.
Bis 25 kW: die Anmeldung einer Stromerzeugungsanlage, einen Lageplan mit Flurstück und Lage der Module, das technische Datenblatt der Anlage, die Herstellerdatenblätter von Wechselrichter und Modulen, das Messkonzept und das Inbetriebsetzungsprotokoll. Über 25 kW kommt ein Grundbuchauszug dazu, mit Speicher dessen Datenblätter. Eingereicht wird per E-Mail, ein Portal gibt es nicht. Diese Unterlagen stellen wir zusammen.
Nein, ein solches Programm haben wir weder bei der Stadt noch beim Landkreis Stendal gefunden (Stand Oktober 2026). Das Landesdarlehen Sachsen-Anhalt MODERN nimmt seit dem 1. Oktober 2026 bis auf Weiteres keine neuen Anträge an. Möglich bleiben der KfW-Kredit 270 und der Nullsteuersatz für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden.
Mit dem Solarkataster Altmark der Helionat eG. Sie geben Ort und Adresse ein und sehen für jede Dachfläche die Einstrahlung samt ganzjähriger Verschattung, dazu rechnet ein Wirtschaftlichkeitsrechner eine erste Schätzung. Das Kataster ist kostenlos und ohne Anmeldung. Für das Angebot messen wir das Dach trotzdem selbst auf.
Für die Koordinaten von Stendal weist PVGIS 5.3, der Rechner der EU-Kommission, 1.317 kWh/m² Einstrahlung in der Modulebene aus — 35 Grad Neigung, Süden. Eine 10-kWp-Anlage kommt damit auf rund 10.520 kWh im Jahr, 14 Prozent Verluste in Modulen, Leitungen und Wechselrichter bereits abgezogen. Im Juni sind es rund 1.340 kWh, im Dezember nur rund 270 kWh. Auf einem Ost-West-Dach sind es übers Jahr rund 8.270 kWh.
Drei Stendaler Dächer durchgerechnet
Freistehendes Haus in einem Ortsteil
9,5 kWp auf einem Süddach liefern rund 9.990 kWh im Jahr. Verbraucht der Haushalt 4.500 kWh und nutzt ohne Speicher 30 Prozent davon direkt, spart er rund 970 € im Jahr. Mit 8 kWh Speicher deckt er etwa 70 Prozent seines Bedarfs und spart rund 1.490 €. Eine Satzung greift außerhalb der Altstadt nicht, angemeldet wird beim zuständigen Netzbetreiber.
Reihenhaus aus den Neunzigern
Ein Satteldach nach Osten und Westen trägt 6 kWp, je die Hälfte auf jeder Seite, und liefert rund 4.970 kWh im Jahr. Bei 3.500 kWh Verbrauch spart der Haushalt ohne Speicher rund 540 €, mit 5 kWh Speicher rund 900 € jährlich. Vorher prüfen wir den Zählerschrank, der aus der Bauzeit des Hauses stammt.
Altstadthaus mit Hofdach
Eine Dachfläche von 10 mal 6 Metern zum Hof: Nach Abzug von je 0,75 m zu First, Traufe und beiden Ortgängen bleiben rund 38 m². Darauf passen 14 Module hochkant, also rund 6 kWp mit etwa 6.300 kWh im Jahr, matt und dachparallel. Weil die Fläche über 40 m² groß ist, gilt der volle Abstand. Dazu kommt die Genehmigung der Stadt, bei einem Denkmal auch die denkmalrechtliche.
Modellrechnungen für typische Stendaler Dächer, keine konkreten Kundenprojekte. Gerechnet mit Erträgen aus PVGIS 5.3, 0,37 € je kWh Netzstrom, 7,70 ct Einspeisevergütung und 200 € Betriebskosten im Jahr. Erträge, Ersparnis und Amortisation hängen von Dach, Verbrauch und Strompreis ab. Stand: Oktober 2026, Quelle: Volt Energie GmbH.
Photovoltaik in der Region
PV in der Nähe
Diese Orte liegen am nächsten an Stendal. Dazu steht, an wessen Stromnetz dort laut Marktstammdatenregister die meisten Solaranlagen hängen — bei diesem Netzbetreiber wird eine neue Anlage angemeldet:
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