Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Berlin-Steglitz-Zehlendorf · Berlin

Photovoltaik in Steglitz-Zehlendorf. Solar vom Projektierer.

Photovoltaik in Steglitz-Zehlendorf plant man selten auf einem Neubau: Mehr als zwei von fünf Gebäuden mit Wohnraum im Bezirk sind vor 1949 entstanden, mehr als jedes vierte heizte beim Zensus 2022 noch mit Öl, und zwischen Dahlem, Lichterfelde und Wannsee liegen Denkmale, Erhaltungsgebiete und seit Juli 2026 eine Welterbe-Siedlung. Volt Energie klärt vorab, was auf Ihrem Dach erlaubt ist, und plant Ihre Solaranlage schlüsselfertig, die Montage ist im Preis enthalten.

Stand: Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
1.321
kWh/m² in der Modulebene
61,5 %
Häuser mit 1–2 Wohnungen
28,3 %
Gebäude mit Ölheizung
1.210
€ Ersparnis/Jahr*

* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.

Der Bezirk in Zahlen

Photovoltaik in Steglitz-Zehlendorf: alte Häuser, große Gärten, viel Heizöl

Freistehend und meist älter als die Bundesrepublik

Von den 41.363 Gebäuden mit Wohnraum, die der Zensus 2022 im Bezirk erfasst hat, haben 61,5 Prozent nur eine oder zwei Wohnungen. 43,7 Prozent stammen aus der Zeit vor 1949, im Berliner Durchschnitt sind es 39,6 Prozent. In der Bezirksregion Zehlendorf Nord, zu der Dahlem, Krumme Lanke und das Fischtal gehören, liegt der Anteil sogar bei 65,2 Prozent. Für die Solaranlage heißt das: Dachstuhl, Eindeckung und Zählerschrank sehen wir uns genauer an als bei einem Haus aus den Neunzigern.

Fast jedes dritte Haus am Ölkessel

28,3 Prozent der Gebäude im Bezirk heizten am Zensusstichtag mit Heizöl, berlinweit 16,7 Prozent. Rund um den Teltower Damm und am Ostpreußendamm sind es gut 34 Prozent. Eine Wärmepumpe hatten dagegen nur 2,4 Prozent. Wer den Ölkessel in absehbarer Zeit ersetzt, braucht danach ein Vielfaches an Strom. Wir legen die Anlage deshalb so aus, dass sie auch für den Verbrauch mit Wärmepumpe noch passt, statt das Dach zweimal anzufassen.

Berlins Bezirk mit den meisten Solarthermie-Dächern

Für 2024 schätzt der Umweltatlas Berlin in Steglitz-Zehlendorf 1.224 Solarthermieanlagen, mehr als in jedem anderen Bezirk. Auf vielen Dächern ist also schon ein Teil der Südfläche mit Warmwasserkollektoren belegt. Ob die Module daneben passen, ob die alte Kollektoranlage weichen soll oder ob Photovoltaik mit Heizstab sinnvoller ist, rechnen wir für das konkrete Dach durch.

Erst die Karten, dann das Angebot

Bevor wir rechnen, prüfen wir Ihre Adresse in drei Karten: im Energieatlas Berlin auf das Solarpotenzial der Dachflächen, in der Denkmalkarte des Landesdenkmalamts auf Denkmalschutz in der Nähe und in den Plänen der Erhaltungsverordnungen des Bezirksamts. Gerade bei den hohen Kiefern und Eichen in Nikolassee, Schlachtensee oder Dahlem ersetzt das aber nicht den Blick vor Ort auf die Verschattung.

Quellen: Zensus 2022, kleinräumige Daten nach Bezirksregionen, Tabellen 5.3, 5.5 und 5.7 (Stichtag 15.05.2022), Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, CC BY 3.0 DE, Bezirkswerte als Summe der acht Bezirksregionen; Umweltatlas Berlin, Solaranlagen 2025, Karte 08.09.2 Solarthermie. Abruf: 08.10.2026.

Zensus 2022 nach Bezirksregionen

Von Wannsee bis Südende: wie unterschiedlich die acht Bezirksregionen gebaut sind

Steglitz-Zehlendorf reicht vom dichten Kern um die Schloßstraße bis an die Havel. Die Statistik teilt den Bezirk in acht Bezirksregionen. Wer sein Haus darin sucht: Zehlendorf Südwest umfasst Wannsee, Düppel und Nikolassee; Zehlendorf Nord unter anderem Dahlem, Krumme Lanke, Fischtal und Zehlendorf Eiche; die Drakestraße Lichterfelde West, das Schweizer Viertel und den Botanischen Garten; der Ostpreußendamm Lichterfelde Süd und die Thermometersiedlung; der Teltower Damm Zehlendorf Mitte und Süd; Schloßstraße und Albrechtstraße den Ortsteil Steglitz mit Fichtenberg und Südende.

Gebäude mit Wohnraum in Steglitz-Zehlendorf nach Bezirksregionen, Zensus 2022
BezirksregionGebäude mit Wohnraumdavon 1–2 Wohnungengebaut vor 1949HeizölFernwärmeEigentümergemeinschaft
Steglitz-Zehlendorf gesamt41.36361,5 %43,7 %28,3 %15,8 %14,0 %
zum Vergleich: Berlin338.66356,1 %39,6 %16,7 %20,6 %10,5 %
Zehlendorf Südwest5.28577,2 %35,0 %32,2 %9,0 %9,7 %
Zehlendorf Nord8.54973,0 %65,2 %24,9 %14,6 %11,4 %
Ostpreußendamm5.01867,4 %30,7 %34,3 %8,0 %11,7 %
Teltower Damm5.32665,3 %35,4 %34,6 %12,5 %15,2 %
Drakestraße6.94663,4 %41,2 %27,0 %20,9 %14,3 %
Lankwitz5.26255,2 %33,4 %31,9 %6,2 %12,5 %
Schloßstraße1.49224,9 %67,7 %15,1 %34,2 %25,4 %
Albrechtstraße3.48516,9 %45,8 %15,4 %42,1 %25,6 %

Quelle: Zensus 2022, kleinräumige Auswertung für Berlin nach Bezirksregionen, Tabellen 5.3, 5.5, 5.6 und 5.7 (Stichtag 15.05.2022), Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, CC BY 3.0 DE; Zuordnung der Planungsräume nach dem LOR-Adressverzeichnis 2022. Prozentwerte von uns aus den Anzahlen berechnet, Basis jeweils alle Gebäude mit Wohnraum der Region.

In Wannsee, Düppel und Nikolassee haben mehr als drei Viertel der Häuser höchstens zwei Wohnungen, und 78,6 Prozent gehören Privatpersonen. In Wannsee und Düppel ist laut Bezirksamt ein Großteil der Gebäude während oder nach den Siebzigerjahren entstanden, Nikolassee zu großen Teilen in den Dreißigern. Je nach Baujahr stellt sich eine andere Frage: beim Haus aus den Siebzigern, ob die Dachhaut die nächsten 25 Jahre unter den Modulen hält, beim Haus aus den Dreißigern, ob Sparren und Lattung die zusätzliche Last ohne Verstärkung tragen.

Im Ortsteil Steglitz kippt das Bild. Rund um Schloßstraße und Albrechtstraße hat nur jedes fünfte Gebäude höchstens zwei Wohnungen, jedes vierte gehört einer Eigentümergemeinschaft, und mehr als ein Drittel hängt an der Fernwärme. Dort entscheidet nicht ein einzelner Eigentümer, sondern die Versammlung, und gefördert wird über den Teil L von SolarPLUS statt über den Teil S. Wie Gemeinschaftsanlagen und Mieterstrom funktionieren, erklären wir auf der Seite Mieterstrom & GGV.

Quelle Baualter Zehlendorf Südwest: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Bezirksregion Zehlendorf Südwest.

Welterbe Waldsiedlung Zehlendorf

Solar auf Onkel Toms Hütte: was die Flachdächer der Welterbe-Siedlung tragen dürfen

Am 26. Juli 2026 hat das Welterbekomitee der UNESCO in Busan die Waldsiedlung Zehlendorf als siebte Siedlung in die Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ aufgenommen. Gebaut haben sie Bruno Taut, Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg von 1926 bis 1932 für die GEHAG rund um den heutigen U-Bahnhof Onkel Toms Hütte: 1.108 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 809 Einfamilienhäuser, fast alle mit Flachdach. Die Einfamilienhäuser gehören heute einzelnen Eigentümern, die meisten Geschosswohnungen einem Wohnungsunternehmen.

Für Solaranlagen ändert der Welterbestatus nach Auskunft des Landesdenkmalamts zunächst nichts am Wohnen. Maßgeblich bleibt der Denkmalpflegeplan, den das Landesdenkmalamt 2023 aktualisiert hat und der für Eigentümer bindend ist. Der daraus abgeleitete Leitfaden für die Einfamilienhäuser nennt Solaranlagen auf den Dächern ausdrücklich „grundsätzlich möglich“, mit festen Maßen:

  • Aufbauhöhe höchstens 42 cm, gemessen von der ursprünglichen Dachoberfläche; eine Aufdachdämmung zählt mit und verringert die mögliche Höhe der Module.
  • Abstand mindestens 100 cm zur straßenseitigen und zur gartenseitigen Dachkante, 50 cm zu den Nachbardächern und beim Reihenendhaus 100 cm zur Giebelseite. Bei flacheren Anlagen sind geringere Abstände nach Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde möglich.
  • Module und Unterkonstruktion matt und dunkel. Auf dem Anbau im Erdgeschoss, der Garage und dem Gartenschuppen sind nur flach liegende Anlagen bis 12 cm Aufbauhöhe zulässig, auf Garagen auch Solarfolien.
  • Abstände zu genutzten Schornsteinköpfen und Laufwege für den Schornsteinfeger verlangt zusätzlich das Baurecht.

Nach den Randabständen bleibt auf einem Reihenhausdach nicht viel Fläche. Die Initiative „Klimafreundliche Papageiensiedlung“ der Bewohner, die das SolarZentrum Berlin als Praxisbeispiel führt, hält rund 500 der 800 Dächer für gut geeignet, mit 8 bis 12 Modulen und 2,5 bis 5 kWp je Haus, nach Süden oder Ost-West ausgerichtet. Das ist wenig im Vergleich zu einer Villa in Dahlem, reicht aber für einen großen Teil des Tagesverbrauchs eines Reihenhauses. Wer in der Siedlung wohnt, stellt den Antrag bei der unteren Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf; die Zeichnung mit Modulfeld und Abständen erstellen wir.

Quellen: Landesdenkmalamt Berlin, Kurzmeldung vom 27.07.2026; Landesdenkmalamt, Waldsiedlung Zehlendorf und Antragsprozess und Denkmalpflegeplan; Denkmalpflegerischer Leitfaden für Einfamilienhäuser der Waldsiedlung, S. 39; SolarZentrum Berlin, Best Practice Papageiensiedlung; Papageiensiedlung e.V., Denkmalschutz (Eigentumsverhältnisse). Abruf: 08.10.2026.

Denkmal und Erhaltungsgebiet

Lichterfelde West, Zinnowweg, Krumme Lanke: wo im Bezirk noch eine Genehmigung dazukommt

Die Waldsiedlung ist nur das bekannteste Beispiel. Das Bezirksamt hat für vier Gebiete städtebauliche Erhaltungsverordnungen veröffentlicht: Fichtenberg, Lichterfelde Ost, Lichterfelde West und die Siedlung Zinnowweg in Zehlendorf. Die Verordnung für den Zinnowweg vom 19. April 2005 zeigt, was das bedeutet: Rund um Poßweg, Wilskistraße, Bischweilerstraße und Sven-Hedin-Platz braucht jede Änderung einer baulichen Anlage eine Genehmigung des Bezirksamts. Versagt werden darf sie nur, wenn die städtebauliche Gestalt des Gebiets beeinträchtigt wird. Ob eine Dachanlage darunter fällt, klären wir für Adressen in diesen Gebieten vor dem Angebot mit dem Stadtentwicklungsamt.

Für denkmalgeschützte Siedlungen gibt es im Bezirk sehr unterschiedlich alte Vorgaben. Die Gestaltungsbroschüre für die Waldsiedlung Krumme Lanke vom Oktober 2006, die das Bezirksamt weiterhin bereitstellt, schließt Anlagen zur Nutzung von Solarenergie im geschützten Bereich noch aus. Für die Finnenhaussiedlung und die Siedlung am Salzunger Pfad hat das Landesdenkmalamt dagegen im Februar 2024 Karten erstellen lassen, die Haus für Haus zeigen, welche Dachflächen sich für Aufdachanlagen mit Standardmodulen eignen; straßenseitige Dachflächen bleiben am Salzunger Pfad in der Regel frei. Grundlage für neue Anträge sind die Rahmenvorgaben des Landesdenkmalamts: Eine Solaranlage auf einem Denkmal, in seiner Umgebung oder in einem geschützten Bereich ist danach regelmäßig zu genehmigen, ausgenommen Dächer, die Teil einer besonders wertvollen Dachlandschaft sind.

Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde im Rathaus Zehlendorf, Kirchstraße 1/3. Sie verlangt Lageplan, eine genaue Beschreibung mit Material- und Farbangaben, Zeichnungen mindestens im Maßstab 1:100 und Fotos des heutigen Zustands; der Antrag geht auch online. Begonnen werden darf erst, wenn die Genehmigung vorliegt, und das gilt auch für Nachbargrundstücke eines Denkmals. Berlinweit liefen Ende 2025 rund 2.200 Photovoltaikanlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden, davon etwa 1.250 Steckersolargeräte.

Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Erhaltungsverordnungen; Erhaltungsverordnung „Siedlung Zinnowweg“ vom 19.04.2005, GVBl. 2005 S. 257, §§ 1–3; Untere Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf mit den Downloads „Waldsiedlung Krumme Lanke“ (2006) und den Heften 05 und 06 „Eignung von Solaranlagen“ (Landesdenkmalamt, Februar 2024); Landesdenkmalamt Berlin, Allgemeine Rahmenvorgaben, Nr. 6.1 und 6.3; Umweltatlas Berlin, Solaranlagen 2025. Abruf: 08.10.2026.

Netzbetreiber

Großes Villendach, große Anlage: was Stromnetz Berlin ab 20, 25 und 30 kW zusätzlich verlangt

Ob in Lankwitz oder am Wannsee: Netzbetreiber ist im ganzen Bezirk die Stromnetz Berlin GmbH. Die Anmeldung läuft über ihr Kundenportal (kundenportal.stromnetz.berlin) mit den FNN-Vordrucken und Datenblättern; für Anlagen unter 135 kW gilt die Anwendungsregel VDE-AR-N 4105. Auf den großen Dächern in Dahlem, Nikolassee oder Lichterfelde West passen oft mehr Module als auf ein Reihenhaus, und dann kommen laut Informationsblatt des Netzbetreibers Bausteine hinzu:

Zusätzliche Anforderungen von Stromnetz Berlin nach Anlagengröße
Größe der AnlageWas Stromnetz Berlin verlangt
bis 30 kVAZählerplatz mit elektronischem Haushaltszähler (eHZ)
PV über 20 kWAntrag auf einen Erzeugungszähler, wenn der Strom teilweise selbst verbraucht wird
über 25 bis 100 kWEmpfänger (Rundsteuerempfänger bzw. StromPager) für das Signal zur Leistungsreduzierung
über 30 bis 100 kVASchlüsselschalter in der Sicherheitslinie nach Vorgabe des Netzbetreibers
über 30 bis 55 kVAZählerplatz für 100-A-Direktmessung mit 3-Punkt-Befestigung möglich

Wer also auf einer großen Walmdach-Villa 30 kWp statt 19 kWp plant, sollte wissen, dass Zählerschrank und Messkonzept mitwachsen. Wir rechnen beide Varianten und sagen Ihnen, ob sich der Sprung lohnt. Unabhängig von der Größe gehört jede Anlage ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur; den Eintrag erledigen wir nach der Inbetriebnahme mit Ihnen.

Quellen: Stromnetz Berlin, Erzeugungsanlagen und Speicher; Informationsblatt für die Anmeldung von Erzeugungsanlagen (Ausgabe 02.2024), Abschnitte 1, 3.1, 5, 6 und 7. Abruf: Oktober 2026.

Solargesetz Berlin

Neueindeckung am Altbau: wann das Solargesetz greift und wann die Pflicht entfällt

Bei so vielen Häusern aus der Vorkriegszeit steht in Steglitz-Zehlendorf eher eine Dachsanierung an als ein Neubau. Genau die erfasst das Solargesetz Berlin: Wer nach dem 31. Dezember 2022 mit einem wesentlichen Umbau des Daches beginnt, also die wasserführende Schicht durch Dachausbau, Aufstockung oder grundständige Sanierung erneuert, muss Photovoltaik auf mindestens 30 Prozent der Nettodachfläche bringen. Bei Wohnhäusern mit höchstens zwei Wohnungen genügen alternativ 2 kW, bei drei bis fünf Wohnungen 3 kW.

Zwei Ausnahmen in § 5 passen auffallend gut zu diesem Bezirk. Die Pflicht entfällt, wenn ihre Erfüllung anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften widerspricht, etwa einer verweigerten denkmalrechtlichen Genehmigung. Und sie gilt als erfüllt, wenn auf dem Dach eine Solarthermieanlage nach den Regeln des Gebäudeenergiegesetzes (seit 29.07.2026 GModG) läuft. Für Häuser mit alten Kollektoren lohnt deshalb vor der Sanierung die Frage, ob sie bleiben, ersetzt oder durch Photovoltaik ergänzt werden.

Eine Baugenehmigung braucht die Anlage auf dem Dach nach § 61 der Berliner Bauordnung nicht. Kontrolliert wird hinterher: Die Bauaufsichtsämter ziehen jedes Jahr Stichproben aus den Gebäuden, deren Dach im Vorjahr wesentlich umgebaut wurde, und Eigentümer müssen die Erfüllung mit Formular und Bestätigung aus dem Marktstammdatenregister nachweisen. Die Unterlagen sind zehn Jahre aufzubewahren.

Quellen: Solargesetz Berlin vom 05.07.2021 (GVBl. 2021 S. 837), §§ 2, 3, 4, 5, 6 und 8; Bauordnung für Berlin, § 61 Abs. 1 Nr. 3.

Förderung, Stand Oktober 2026

SolarPLUS nach der Richtlinie vom 13. März 2026: was Villa, Reihenhaus und Eigentümergemeinschaft bekommen

Teil S: 250 € je kWp, nur mit Speicher

Für Ein- und Zweifamilienhäuser und ausdrücklich auch Reihenhäuser zahlt das Land Berlin über die IBB Business Team GmbH eine Pauschale, wenn eine neue PV-Anlage zusammen mit einem Stromspeicher gebaut wird: 500 € ab 2 kWp, 2.500 € ab 10 kWp, höchstens 4.750 € ab 19 kWp. Ein Speicher, der erst später kommt, ist nur förderfähig, wenn der Antrag innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der PV-Anlage eingeht.

Zuschläge für Zählerschrank und Denkmal

Muss der Zählerschrank erneuert werden, kommen pauschal 750 € dazu, wenn Schrank und Installation mindestens 1.160 € brutto kosten. Für die Mehrkosten einer denkmalgerechten Ausführung gibt es 300 € je kWp, höchstens 5.700 €. Voraussetzung ist ein Gebäude in der Denkmalliste oder in der Umgebung eines Denkmals und die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde; gefördert wird die Ausführung, die sie genehmigt hat.

Teil L für Eigentümergemeinschaften

Eigentümer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen sind im Teil L nicht antragsberechtigt, Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern schon. Sie bekommen zum Beispiel 65 Prozent für Gutachten und Konzepte bis 15.000 €, 50 Prozent für Messplätze bis 15.000 € und 50 Prozent der Speicherkosten bis 30.000 €. Das passt zu den vielen Eigentümergemeinschaften rund um Schloßstraße und Albrechtstraße.

Die Richtlinie ist am 8. Januar 2026 in Kraft getreten und läuft am 31. Dezember 2026 aus; ein Rechtsanspruch besteht nicht. Stellen Sie den Antrag elektronisch bei der IBB, bevor Sie einen Auftrag unterschreiben: Wer vorher bestellt oder anzahlt, beginnt nach Nr. 2.2 auf eigenes finanzielles Risiko. Für Speicher verlangt die Richtlinie unter anderem eine Zeitwertersatzgarantie des Herstellers über zehn Jahre. Vom Bund kommen 0 % Umsatzsteuer auf Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden und der KfW-Kredit 270; der KfW-Zuschuss 442 ist ausgelaufen. Ein eigenes Solarförderprogramm des Bezirks Steglitz-Zehlendorf ist uns nicht bekannt.

Wer vor dem Gespräch mit uns eine neutrale Meinung möchte: Das SolarZentrum Berlin am Stralauer Platz 34 berät Eigentümer mit Berliner Immobilie kostenlos, die Basisberatung dauert etwa 60 Minuten, und auf Wunsch prüft es bis zu drei Angebote.

Quellen: IBB Business Team, SolarPLUS und Förderrichtlinie SolarPLUS vom 13.03.2026 (Nr. 1.6.9, 1.6.10, 2.3, 2.4, 3.3, 3.4 und Schlussbestimmung); SolarZentrum Berlin, Beratung; KfW, Merkblatt 270. Abruf: 08.10.2026.

Modellrechnung

Modellrechnung für ein freistehendes Haus in Zehlendorf und ein Reihenhaus der Waldsiedlung

Freistehendes Haus, Satteldach nach Süden. Angenommen werden 10 kWp bei 35 Grad Neigung. Für Zehlendorf nennt PVGIS 5.3 der EU-Kommission bei 14 Prozent Systemverlust 1.056 kWh je kWp, das ergibt 10.560 kWh im Jahr. Bei 4.500 kWh Haushaltsverbrauch kommen ohne Speicher etwa 30 Prozent davon vom Dach, also 1.350 kWh; zu 0,37 €/kWh ersetzt sind das 499,50 €. Die übrigen 9.210 kWh gehen zu 0,077 €/kWh ins Netz, das sind 709,17 €. Zusammen ergibt das rund 1.210 € im Jahr vor Betriebskosten. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch, und SolarPLUS S gibt für eine Anlage zwischen 10 und 10,99 kWp 2.500 € dazu.

Reihenhaus in der Waldsiedlung, Flachdach. Angenommen werden 4 kWp, flach aufgeständert mit 10 Grad nach Osten und Westen, damit die 42 cm Aufbauhöhe eingehalten sind. PVGIS 5.3 nennt dafür am Standort rund 870 kWh je Kilowatt, zusammen etwa 3.480 kWh im Jahr. SolarPLUS S zahlt mit Speicher 1.000 €; gilt die genehmigte Ausführung als denkmalgerecht im Sinne der Richtlinie, kommen für ihre Mehrkosten bei dieser Größe bis zu 1.200 € hinzu.

Modellrechnungen, keine Kundenprojekte und keine Zusage. Erträge aus PVGIS 5.3 (Strahlungsdaten SARAH3, kristalline Module, Abfrage 08.10.2026), Netzstrompreis BDEW 2026, Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp. Verschattung durch Bäume und Nachbarhäuser ist nicht eingerechnet; was Ihr Dach tatsächlich bringt, rechnen wir vor dem Angebot durch.

Ablauf

Von der Denkmalkarte bis zum Zählerwechsel: vier Schritte in Steglitz-Zehlendorf

01

Adresse prüfen

Wir klären, ob Ihr Haus in der Waldsiedlung, einem anderen Denkmalbereich, in der Umgebung eines Denkmals oder in einem der vier Erhaltungsgebiete liegt, und sehen uns Dach, Bäume und vorhandene Solarthermie an.

02

Konzept und Anträge

Sie erhalten Belegungsplan und Ertragsrechnung, bei Ölheizung auch mit späterer Wärmepumpe. Den SolarPLUS-Antrag stellen Sie vor dem Auftrag, Zeichnungen für die Denkmalschutzbehörde bereiten wir vor.

03

Montage und Netz

Die Montage ist im Preis enthalten und folgt dem genehmigten Plan, bei Denkmalen mit den Abständen und Farben aus dem Bescheid. Die Anmeldung über das Kundenportal von Stromnetz Berlin und einen nötigen Zählerschrankumbau koordinieren wir.

04

Inbetriebnahme

Nach dem Zählerwechsel folgt der Eintrag ins Marktstammdatenregister. Die Bestätigung brauchen Sie für den Verwendungsnachweis bei der IBB und, nach einer Dachsanierung, als Nachweis nach dem Solargesetz.

FAQ · Steglitz-Zehlendorf

Was Eigentümer zwischen Lankwitz und Wannsee vor der Solaranlage fragen

Darf ich auf meinem Haus in der Waldsiedlung Zehlendorf eine Solaranlage bauen? +

Ja, der denkmalpflegerische Leitfaden für die Einfamilienhäuser der Siedlung lässt Solaranlagen auf dem Dach grundsätzlich zu. Die Aufbauhöhe darf 42 cm nicht überschreiten, zu straßen- und gartenseitiger Dachkante gelten 100 cm Abstand, zu den Nachbardächern 50 cm, und Module wie Gestell müssen matt und dunkel sein. Vorher braucht es die Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf.

Ändert der Welterbestatus von Onkel Toms Hütte etwas an der Genehmigung? +

Nach Auskunft des Landesdenkmalamts bringt der im Juli 2026 verliehene Status keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Wohnen mit sich. Die Siedlung war schon vorher denkmalgeschützt, maßgeblich bleiben der Denkmalpflegeplan von 2023 und die daraus abgeleiteten Leitfäden. Für bauliche Veränderungen im Umfeld des Welterbes gelten allerdings besondere Qualitätsansprüche.

Mein Haus liegt in Lichterfelde West. Brauche ich eine besondere Genehmigung? +

Möglicherweise. Für Lichterfelde West, Lichterfelde Ost, Fichtenberg und die Siedlung Zinnowweg gelten städtebauliche Erhaltungsverordnungen, in denen Änderungen baulicher Anlagen genehmigungspflichtig sein können. Steht das Haus zusätzlich in der Denkmalliste oder neben einem Denkmal, ist außerdem die untere Denkmalschutzbehörde zuständig. Wir prüfen die Adresse vor dem Angebot.

Wer ist der Netzbetreiber in Steglitz-Zehlendorf? +

Die Stromnetz Berlin GmbH, wie überall in Berlin. Angemeldet wird über ihr Kundenportal mit den FNN-Vordrucken nach VDE-AR-N 4105. Bei größeren Anlagen kommen ab 25 kW ein Empfänger für die Leistungsreduzierung und ab 30 kVA ein Schlüsselschalter hinzu. Die Netzanmeldung übernehmen wir.

Welche Förderungen gibt es für PV-Anlagen in Steglitz-Zehlendorf? +

Für Eigenheime und Reihenhäuser zahlt SolarPLUS S 250 € je kWp, wenn PV-Anlage und Speicher neu gebaut werden, höchstens 4.750 €, dazu gegebenenfalls 750 € für den Zählerschrank und 300 € je kWp für eine genehmigte denkmalgerechte Ausführung, höchstens 5.700 €. Den Antrag stellen Sie am besten vor dem Auftrag, sonst tragen Sie das Förderrisiko selbst; die Richtlinie läuft bis 31.12.2026. Hinzu kommen 0 % Umsatzsteuer und der KfW-Kredit 270. Ein Programm des Bezirks gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.

Ich habe schon Solarthermie auf dem Dach. Passt Photovoltaik noch dazu? +

Oft ja, wenn neben den Kollektoren genug unverschattete Fläche bleibt. Wir prüfen, ob die Module daneben passen, ob eine ältere Kollektoranlage durch Photovoltaik ersetzt werden sollte oder ob beides bleibt. Wichtig bei einer späteren Dachsanierung: Eine Solarthermieanlage nach dem Gebäudeenergiegesetz (heute GModG) erfüllt die Pflicht aus dem Solargesetz Berlin ebenfalls.

Ich lasse mein Dach in Nikolassee neu eindecken. Muss dann Photovoltaik drauf? +

In der Regel ja: Eine grundständige Erneuerung der wasserführenden Schicht gilt als wesentlicher Umbau. Dann müssen Module mindestens 30 Prozent der Nettodachfläche bedecken, bei einem Haus mit höchstens zwei Wohnungen genügen alternativ 2 kW. Die Pflicht entfällt, wenn etwa der Denkmalschutz entgegensteht, und gilt als erfüllt, wenn eine Solarthermieanlage auf dem Dach betrieben wird.

Wir wohnen in einer Eigentümergemeinschaft in Steglitz. Wie kommen wir zu einer Anlage? +

Über einen Beschluss der Versammlung und den Teil L von SolarPLUS, für den Eigentümergemeinschaften antragsberechtigt sind. Gefördert werden dort anteilig Gutachten und Konzepte, Messplätze und Speicher. Rund um Schloßstraße und Albrechtstraße gehört laut Zensus 2022 jedes vierte Gebäude mit Wohnraum einer Eigentümergemeinschaft. Für die Stromverteilung im Haus kommen Mieterstrom oder die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung in Frage.

Referenz ansehen: Carport-Projekt in Berlin →

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PV in der Nähe

Diese Orte liegen am nächsten an Berlin-Steglitz. Dazu steht, an wessen Stromnetz dort laut Marktstammdatenregister die meisten Solaranlagen hängen — bei diesem Netzbetreiber wird eine neue Anlage angemeldet:

Potsdamrund 5 km Luftlinie · Netz: Netzgesellschaft Potsdam GmbH Teltowrund 9 km Luftlinie · Netz: E.DIS Netz GmbH Ludwigsfelderund 13 km Luftlinie · überwiegend Stadtwerke Ludwigsfelde GmbH Werderrund 14 km Luftlinie · Netz: E.DIS Netz GmbH Berlin-Spandaurund 17 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH Berlinrund 19 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH

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