Photovoltaik Nachteile. Eine ehrliche Analyse.
Kein Investment ist perfekt. Wir nennen die echten Nachteile von Photovoltaik — und erklären, wann sie sich trotzdem lohnt.
Zehn Schwachstellen einer Solaranlage und ihr Gegenmittel
Die größten Nachteile einer Photovoltaikanlage auf dem Eigenheim sind das Geld, das am Anfang fließt, der schwache Winter und die Einspeisung, die kaum noch etwas einbringt. Dazu kommen kleinere Posten, die selten im Verkaufsgespräch fallen: ein Wechselrichter, der früher aufgibt als die Module, ein Dach, das vorher saniert sein sollte, Messkosten, Meldepflichten und neue Regeln für Stunden mit negativem Börsenpreis. Keiner dieser Punkte macht die Anlage für sich unwirtschaftlich. Zusammen entscheiden sie aber, ob sich die Investition nach rund zwölf oder erst nach fünfzehn Jahren trägt. Die Übersicht nennt jeden Punkt mit Größenordnung und Beleg; die Abschnitte darunter rechnen ihn aus.
| Nachteil | Wie stark er wiegt | Was Sie tun können | Beleg |
|---|---|---|---|
| Hoher Betrag vorab | 10 kWp: 14.400–19.400 € ohne, 17.800–24.100 € mit Speicher | Anlage nach Verbrauch auslegen, nicht nach Dachfläche; Kredit nur mit tragbarer Rate | eigene Preisformel, unten offengelegt |
| Kaum Ertrag im Winter | Dezember in Leipzig ≈ ein Viertel des Mais | Winterbedarf aus dem Netz einplanen, Speicher nicht für den Winter kaufen | PVGIS 5.3, EU-Kommission |
| Module verlieren Leistung | Median 0,5 % im Jahr | Datenblatt und Leistungsgarantie vergleichen | NREL-Auswertung von knapp 2.000 Messreihen |
| Wechselrichter hält kürzer | Werksgarantie meist 5–10 Jahre, Module 25–30 Jahre | Rücklage bilden, Garantieverlängerung prüfen | Garantiebedingungen der Hersteller |
| Altes Dach | Neueindeckung später heißt Module ab- und wieder aufbauen | Dach vor der Montage prüfen und bei Bedarf zuerst sanieren | Zustand vor Ort |
| Versicherung | keine Pflicht, aber Lücke bei Sturm, Hagel, Haftung | in Wohngebäude- und Haftpflichtvertrag einschließen lassen | Verbraucherzentrale |
| Smart Meter und Meldewege | über 7 kW Pflichteinbau, höchstens 50 € im Jahr für Sie | Marktstammdatenregister binnen eines Monats | § 29, § 30 MsbG; § 5 MaStRV |
| Einspeisung lohnt kaum | 7,70 ct je kWh gegen 37 ct beim Netzbezug | Eigenverbrauch erhöhen: Tagesverbraucher, Speicher, Wallbox | Bundesnetzagentur, BDEW |
| Negative Börsenpreise | Neuanlagen: keine Vergütung in diesen Viertelstunden | Mittagsstrom selbst nutzen; Zeit wird hinten angehängt | § 51, § 51a EEG |
| Angst vor Brand | rund 210 PV-verursachte Brände bei über 1,5 Mio. Anlagen | saubere Steckverbinder, Abnahme, regelmäßige Prüfung | Fraunhofer ISE / TÜV Rheinland 2015 |
Das Geld liegt zuerst auf dem Dach, die Ersparnis kommt in Raten
Eine Anlage mit 10 kWp kostet bei Volt Energie schlüsselfertig 14.400–19.400 €, mit 10-kWh-Speicher 17.800–24.100 €. Die Zahlen folgen aus der Preisformel, mit der die Angebote der Website rechnen: 12.700 € Grundbetrag plus 823 € je Kilowatt Peak für ein Paket mit Speicher, 4.020 € weniger ohne Speicher, darum eine Spanne von ±15 % für Dach, Zählerschrank und Komponenten. Bei 10 kWp ergibt das in der Mitte 16.910 € ohne und 20.930 € mit Speicher. Mehrwertsteuer fällt für Wohngebäude-Anlagen bis 30 kW (peak) nicht an (§ 12 Abs. 3 UStG), Brutto und Netto sind also gleich. Die Montage ist im Preis enthalten, ebenso die Anmeldung beim Netzbetreiber, der Registereintrag und die Inbetriebnahme; Nachforderungen nach Vertragsschluss gibt es nicht.
Der Nachteil ist nicht die Summe, sondern ihr Zeitprofil: Sie zahlen sofort und bekommen das Geld über ein bis zwei Jahrzehnte zurück. Wer finanziert, kann den KfW-Kredit 270 nutzen; die KfW nannte am 29.09.2026 effektive Jahreszinsen von 4,64 bis 12,28 %, je nach Bonität und Laufzeit. Am oberen Ende frisst der Zins einen guten Teil der Ersparnis. Prüfen Sie deshalb, ob die monatliche Rate unter der zu erwartenden Ersparnis liegt, bevor Sie unterschreiben.
Modellrechnung, offen gerechnet. Angenommen werden 10 kWp ohne Speicher zum Mittelpreis von 16.910 €, 980 kWh je kWp und Jahr (die vorsichtige Ostdeutschland-Annahme dieser Website), also 9.800 kWh, davon 30 % selbst verbraucht. 2.940 kWh × 0,37 € ersetzter Netzstrom = 1.087,80 €. 6.860 kWh × 7,70 ct Einspeisevergütung = 528,22 €. Abzüglich 200 € Betriebskosten bleiben 1.416,02 € im Jahr. 16.910 € ÷ 1.416,02 € ≈ 11,9 Jahre. Zieht man zusätzlich die Alterung der Module von 0,5 % im Jahr ab (Abschnitt unten), sind es etwa 12,3 Jahre.
Wie schnell das Geld zurückkommt, hängt vor allem am eigenen Verbrauch. Mit hohem Eigenverbrauch, etwa durch Wärmepumpe oder E-Auto, sind 8 Jahre erreichbar; bei einem Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch liegen die Annahmen der Website bei rund 12 Jahren, bei 3.000 kWh eher bei 13 bis 15. Grundlagen dieser Spanne: Haushaltsstrom 37,0 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse vom 21.08.2026, Vergütungssatz 7,70 ct/kWh bis 10 kW für eine Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026 laut Bundesnetzagentur. Nach Ablauf der 20 Vergütungsjahre zählt nur noch der Strom, den Sie selbst verbrauchen.
Was hilft: Die Anlage nach Ihrem Verbrauch zuschneiden statt das Dach vollzulegen, nur so viel Speicher kaufen, wie abends wirklich gebraucht wird, und zwei Angebote mit gleicher Leistungsbeschreibung vergleichen. Eine eigene Rechnung mit Ihren Zahlen liefert der Solar-Rechner; ausführlicher geht es auf der Seite zur Amortisation.
Im Dezember liefert dasselbe Dach ein Viertel vom Mai
Der Jahresertrag ist gut planbar, seine Verteilung über die Monate ist der eigentliche Haken. Für die Tabelle wurde das Rechenwerkzeug PVGIS 5.3 der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission am 08.10.2026 abgefragt: 1 kWp, 35° Dachneigung, 14 % Systemverluste, Strahlungsdaten SARAH-3 der Jahre 2005 bis 2023. Standorte sind Leipzig (51,34° N, 12,37° O) und Krefeld (51,34° N, 6,58° O).
| kWh je kWp | Jan | Feb | Mai | Jun | Nov | Dez | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leipzig, Süden | 34,9 | 55,0 | 134,0 | 132,1 | 45,2 | 34,3 | 1.078 |
| Leipzig, Westen | 17,2 | 32,2 | 119,3 | 122,7 | 22,6 | 15,0 | 837 |
| Krefeld, Süden | 35,6 | 54,4 | 128,9 | 127,7 | 43,6 | 30,1 | 1.049 |
| Krefeld, Westen | 17,7 | 32,3 | 113,8 | 119,2 | 22,5 | 13,1 | 817 |
Auf ein Süddach in Leipzig umgerechnet: Eine 10-kWp-Anlage bringt im Dezember rund 343 kWh, im Mai rund 1.340 kWh. Von November bis Februar kommen zusammen etwa 1.690 kWh, knapp 16 % des Jahresertrags. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Jahresbedarf verbraucht im Monatsmittel 375 kWh, im Winter meist mehr, und vieles davon abends. Auf ein Westdach fällt im Dezember nicht einmal die Hälfte des Südwerts. Die Unterschiede zwischen Sachsen und dem Niederrhein sind dagegen klein.
Ein Speicher ändert daran wenig. Er schiebt Mittagsstrom in den Abend desselben Tages, aber er füllt im Dezember an trüben Tagen kaum noch auf und überbrückt keine Wochen. Planen Sie den Winterbedarf deshalb als Netzbezug ein und rechnen Sie den Speicher allein mit den Monaten März bis Oktober. Auch die Jahressumme schwankt: PVGIS gibt für das Leipziger Süddach eine Standardabweichung von 63 kWh je kWp zwischen den Jahren an, also rund ±6 %. Mehr zum Verhalten bei Schnee, Kälte und Nebel steht im Beitrag PV-Ertrag im Winter.
Module altern langsam, der Wechselrichter schneller
Solarmodule verlieren jedes Jahr ein wenig Leistung. Die bekannteste Auswertung dazu stammt vom US-Forschungslabor NREL: Dirk Jordan und Sarah Kurtz haben knapp 2.000 gemessene Degradationsraten aus 40 Jahren Feldbetrieb zusammengetragen und einen Median von 0,5 % pro Jahr gefunden, im Mittel 0,8 %; 78 % der Werte lagen unter 1 % (Progress in Photovoltaics, 2013). Für die Modellrechnung oben heißt das: Im 20. Betriebsjahr liefert die Anlage noch etwa 91 % des Startwerts, über 20 Jahre summiert fehlen rund 4,6 % des Ertrags.
Hersteller sichern diese Alterung mit einer Leistungsgarantie ab. Aktuelle Glas-Glas- und N-Typ-Module sind mit 25 bis 30 Jahren abgedeckt, etwa Aiko mit mindestens 87,4 % nach 30 Jahren oder Trina Vertex S+ mit 86,8 % nach 25 Jahren laut Garantiebedingungen. Ein Nachteil ist, dass Sie einen Garantiefall nachweisen müssen, meist mit einer Messung unter Laborbedingungen. Die Werte der einzelnen Module stehen auf den Seiten zu Aiko und im Überblick zu Garantie und Gewährleistung.
Der Wechselrichter ist das Bauteil mit der kürzesten Lebensdauer. Seine Werksgarantie liegt je nach Hersteller meist zwischen 5 und 10 Jahren, oft gegen Aufpreis verlängerbar; bei Modulen sind es 25 bis 30. Über die Lebenszeit einer Anlage ist deshalb mindestens ein Tausch realistisch. Dieser Betrag steht in keinem Angebot, er gehört in eine Rücklage. Die Modellrechnung oben setzt dafür und für Zählerkosten pauschal 200 € im Jahr an. Eine Garantieverlängerung lohnt sich vor allem bei Hybridgeräten mit Speicheranschluss, weil dort ein Ausfall auch den Speicher lahmlegt.
Erst das Dach in Ordnung bringen, dann die Module
Eine Solaranlage bleibt 25 Jahre und länger auf dem Dach. Ist die Eindeckung absehbar am Ende, zahlt man später doppelt: für Gerüst, Abbau, Zwischenlagern und Wiederaufbau der Module, für eine neue Netzabnahme und für die Erträge, die währenddessen ausfallen. Ein weiterer Punkt betrifft die Tragfähigkeit: Unterkonstruktion und Module bringen zusätzliches Gewicht und Windangriffsfläche auf den Dachstuhl, die eine Statikprüfung bestätigen muss.
Was hilft: Lassen Sie vor dem Angebot klären, wie alt Ziegel, Lattung und Unterspannbahn sind und ob einzelne Ziegel brechen. Steht eine Neueindeckung in den nächsten Jahren an, ist die Reihenfolge Dach zuerst, Solar danach fast immer günstiger. Bei Flachdächern gilt dasselbe für die Abdichtung. Wer ein Norddach, starke Verschattung oder Denkmalschutz hat, prüft Carport, Garage oder Fassade als Alternative; der kostenlose Dach-Check zeigt eine erste Einschätzung.
Versicherung, Messstelle, Register: die laufenden Pflichten
Versicherung. Eine Pflicht gibt es nicht. Die Verbraucherzentrale rät aber, die Anlage mindestens in die Wohngebäudeversicherung aufzunehmen, damit Sturm, Hagel, Blitz und Feuer abgedeckt sind, und sich vom Haftpflichtversicherer bestätigen zu lassen, dass Schäden an Dritten eingeschlossen sind, etwa ein vom Sturm gelöstes Modul auf dem Nachbarauto. Melden Sie die geplante Anlage vor der Montage, sonst droht im Schadenfall nur teilweiser Schutz. Eine eigene Photovoltaikversicherung deckt zusätzlich Diebstahl, Marderbiss oder Ertragsausfall und lohnt eher bei großen oder kreditfinanzierten Anlagen. Details im Versicherungs-Ratgeber.
Netz und Register. Vor dem Anschluss wird die Anlage beim Netzbetreiber angemeldet, danach muss sie innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stehen (§ 5 Abs. 5 MaStRV). Beides ist im Volt-Paket enthalten; die Pflicht selbst bleibt aber beim Betreiber, also bei Ihnen. Fehlt der Eintrag, kann sich der Vergütungsanspruch verringern.
Intelligentes Messsystem. Ab mehr als 7 kW installierter Leistung ist ein Smart Meter mit Steuerbox ein Pflichteinbaufall (§ 29 Abs. 1 Nr. 2 MsbG). Für Anlagen über 7 bis 15 kW darf der Messstellenbetreiber Ihnen seit dem 01.01.2025 höchstens 50 € brutto im Jahr berechnen, weitere 80 € trägt der Netzbetreiber (§ 30 Abs. 1 Nr. 4 MsbG). Solange das Gerät fehlt, darf eine neue Anlage unter 25 kW nach § 9 EEG höchstens 60 % ihrer Leistung ins Netz abgeben. Bei einem verbrauchsnah geplanten Haus mit Speicher fällt die Kappung wenig ins Gewicht, weil die Spitze am Mittag zuerst im Haus und im Akku landet.
Einspeisen bringt wenig, und zur Mittagsspitze manchmal nichts
Für jede ins Netz geschickte Kilowattstunde gibt es bei einer Inbetriebnahme bis zum 31.12.2026 7,70 ct (bis 10 kW, Teileinspeisung, Bundesnetzagentur). Selbst verbrauchter Solarstrom ersetzt dagegen Netzstrom für rund 37 ct. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, ist damit fast fünfmal so viel wert wie eine eingespeiste. Für spätere Inbetriebnahmen sinken die anzulegenden Werte nach § 49 EEG alle sechs Monate um 1 %. Wer seine Anlage einmal angeschlossen hat, behält den Satz für 20 Jahre plus den Rest des Inbetriebnahmejahres.
Neu seit dem Solarspitzengesetz vom Februar 2025: Für Anlagen, die seit dem 25.02.2025 in Betrieb gehen, entfällt die Vergütung in Viertelstunden mit negativem Spotmarktpreis (§ 51 Abs. 1 EEG). Anlagen unter 100 kW sind davon ausgenommen bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem bei ihnen ein intelligentes Messsystem eingebaut wurde (§ 51 Abs. 2 EEG). Die ausgefallenen Viertelstunden werden nach § 51a EEG am Ende des Förderzeitraums angehängt, bei Solaranlagen mit dem Faktor 0,5. Das Geld geht also nicht ganz verloren, kommt aber erst nach dem 20. Jahr. Die Einzelheiten erklärt die Seite zum Solarspitzengesetz.
Ein Ausblick mit Vorbehalt: Der Regierungsentwurf für ein neues EEG sieht für neue Anlagen unter 100 kW eine dauerhafte Einspeisegrenze von 50 % vor, auch mit Smart Meter. Beschlossen ist das mit Stand 7. Oktober 2026 nicht; was bekannt ist, steht auf der Seite EEG 2027 für kleine Anlagen. Was hilft: Strom dann verbrauchen, wenn er vom Dach kommt. Waschmaschine, Spülmaschine, Wärmepumpe und Wallbox lassen sich auf die Mittagsstunden legen, ein Energiemanager übernimmt das automatisch.
Brennt ein Haus mit Solardach eher? Mythos und Befund
Mythos: „Die Feuerwehr löscht kein Haus mit Solaranlage.“ Das stimmt nicht. Die Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF, April 2023) regelt den Löscheinsatz: Weil Module bei Licht Spannung erzeugen, halten Einsatzkräfte nach DIN VDE 0132 mit Wasser mindestens 1 m Abstand im Sprühstrahl und 5 m im Vollstrahl ein. Gelöscht wird also, nur mit Abstand.
Mythos: „Solaranlagen fangen leicht Feuer.“ TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE haben mehrere Jahre lang Brandfälle ausgewertet und am 16.04.2015 Bilanz gezogen: Rund 210 Brände waren durch eine PV-Anlage verursacht, in etwa 80 Fällen war auch das Gebäude betroffen, bei damals über 1,5 Millionen Anlagen in Deutschland. Als häufigste Ursache nennen die Autoren Installationsfehler, danach Produkt- und Planungsmängel.
Was daraus folgt: Das Risiko ist klein, aber nicht null, und es sitzt fast immer im Detail. Achten Sie im Angebot auf Steckverbinder desselben Herstellers an beiden Enden, auf Kabel, die nicht lose über Ziegel scheuern, und auf ein Abnahmeprotokoll mit Isolationsmessung. Die Studie empfiehlt außerdem regelmäßige Prüfungen und Lichtbogen-Detektoren.
Wann wir Ihnen von einer Anlage abraten
Es gibt Häuser, auf denen sich eine Anlage nicht rechnet. Das sind die Fälle, in denen wir eher abraten oder eine kleinere Lösung empfehlen:
- Die einzige freie Fläche zeigt nach Norden, und es gibt weder Ost noch West als Ausweichfläche.
- Der Jahresverbrauch liegt unter etwa 2.000 kWh; dann bleibt fast alles Einspeisung zu 7,70 ct, und ein Balkonkraftwerk ist oft die vernünftigere Wahl.
- Die Dacheindeckung muss in den nächsten Jahren ohnehin erneuert werden und das Budget reicht nicht für beides.
- Bäume oder Nachbargebäude verschatten das Dach den größten Teil des Tages.
- Der Kredit läuft zu einem Zins, bei dem die Monatsrate dauerhaft über der Ersparnis liegt.
Fragen zu den Nachteilen von Photovoltaik
Der Betrag vorab: 10 kWp kosten bei Volt Energie 14.400–19.400 € ohne und 17.800–24.100 € mit Speicher. Die Ersparnis kommt über Jahre zurück, in der Modellrechnung dieser Seite nach etwa 12 Jahren. Danach folgen der schwache Winter und die niedrige Einspeisevergütung von 7,70 ct je kWh.
Laut PVGIS 5.3 (Abruf 08.10.2026) liefert 1 kWp auf einem Süddach mit 35° Neigung in Leipzig im Dezember rund 34 kWh, im Mai rund 134 kWh. Eine 10-kWp-Anlage kommt im Dezember also auf etwa 343 kWh, ein Westdach auf weniger als die Hälfte.
Die NREL-Auswertung von knapp 2.000 Messreihen ergab einen Median von 0,5 % pro Jahr. Nach 20 Jahren bleiben damit etwa 91 % der Anfangsleistung. Hersteller garantieren heute nach 25 bis 30 Jahren meist rund 87 %.
Wahrscheinlich einmal in der Lebenszeit der Anlage. Die Werksgarantie liegt meist bei 5 bis 10 Jahren, die der Module bei 25 bis 30. Legen Sie dafür eine Rücklage an und prüfen Sie eine Garantieverlängerung, besonders bei Hybrid-Wechselrichtern mit Speicher.
Über 7 kW ist es ein Pflichteinbaufall (§ 29 MsbG). Für Anlagen über 7 bis 15 kW dürfen Ihnen seit 01.01.2025 höchstens 50 € brutto im Jahr berechnet werden (§ 30 Abs. 1 Nr. 4 MsbG). Ohne Smart Meter ist die Einspeisung neuer Anlagen unter 25 kW auf 60 % der Leistung begrenzt.
Für Anlagen ab Inbetriebnahme 25.02.2025 entfällt die Vergütung in Viertelstunden mit negativem Spotmarktpreis (§ 51 EEG). Anlagen unter 100 kW trifft das erst ab dem Jahr nach dem Smart-Meter-Einbau. Die ausgefallene Zeit wird nach § 51a EEG ans Ende der 20 Jahre angehängt.
Ja. Nach der AGBF-Empfehlung von April 2023 löscht sie mit Wasser und hält nach DIN VDE 0132 mindestens 1 m Abstand im Sprühstrahl und 5 m im Vollstrahl ein, weil die Module bei Licht Spannung führen.
Bei einer reinen Nordfläche ohne Ausweichdach, bei weniger als etwa 2.000 kWh Jahresverbrauch, bei starker Verschattung oder wenn die Eindeckung bald erneuert werden muss und das Budget nicht für Dach und Anlage reicht.
Belege, abgerufen am 8. Oktober 2026
- EU-Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle: PVGIS 5.3, Abfrage PVcalc für Leipzig und Krefeld, re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools
- Jordan, D. C.; Kurtz, S. R.: Photovoltaic Degradation Rates — an Analytical Review. Progress in Photovoltaics 21 (2013) 12–29, NREL/JA-5200-51664
- Fraunhofer ISE, Presseinformation vom 16.04.2015: Projekt zu Brandrisiken bei PV-Anlagen abgeschlossen (mit TÜV Rheinland)
- AGBF, Fachausschuss Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz: Empfehlung Photovoltaikanlagen, April 2023
- Verbraucherzentrale: Versicherungen für Wärmepumpen, Solaranlagen und Ladestationen
- Erneuerbare-Energien-Gesetz §§ 9, 49, 51, 51a; Messstellenbetriebsgesetz §§ 29, 30; Marktstammdatenregisterverordnung § 5; jeweils gesetze-im-internet.de
- Bundesnetzagentur: EEG-Fördersätze für Solaranlagen, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026; BDEW-Strompreisanalyse vom 21.08.2026
- Preise: Preisformel der Volt-Energie-Angebote (Grundbetrag, Betrag je kWp, Spanne ±15 %)