Photovoltaik in Hilden. Eigenes Stadtnetz, enge Dächer.
Hilden ist eine der am dichtesten bebauten Städte Nordrhein-Westfalens, hat ein eigenes Stromnetz und sieben Satzungsgebiete, in denen das Dach nicht einfach jedem gehört. Drei Dinge, die eine Solarplanung hier anders machen als eine Straße weiter. Wir projektieren schlüsselfertig, melden bei den Stadtwerken Hilden an und fahren mit Material aus unserem Lager in Krefeld an.
45 Kilometer, eine Rheinbrücke, zwei Autobahnen
Unser NRW-Standort liegt An der Elisabethkirche 42 in Krefeld-Cracau. Von dort nach Hilden sind es über die B 288, die A 524 mit der Rheinquerung und die A 3 rund 45 Straßenkilometer; eine Routenberechnung über OpenStreetMap ergibt bei freier Strecke gut 40 Minuten, im Berufsverkehr eher eine knappe Stunde. Das ist keine Nachbarstadt, und wir schreiben es hin, statt von „kurzen Wegen“ zu reden.
Praktisch heißt das: Wir disponieren ein Hildener Projekt als geschlossenen Block. Module, Wechselrichter, Speicher und Montagematerial werden in Krefeld für Ihr Dach kommissioniert und fahren gemeinsam an — inklusive Reserve an Dachhaken und Kabel, damit eine Kleinigkeit keine zweite Anfahrt auslöst.
Die Lage am Autobahnkreuz Hilden, wo sich A 3 und A 46 treffen, hilft dabei: Wir erreichen fast jede Adresse im Stadtgebiet ohne Ortsdurchfahrten.
Hilden betreibt sein Stromnetz selbst — was das für Ihre Anmeldung ändert
Im Kreis Mettmann ist das die Ausnahme. Wo in vielen Nachbarstädten die Westnetz GmbH zuständig ist, gehört das Hildener Verteilnetz der Stadtwerke Hilden GmbH. Auf ihrer Netzseite steht der Satz, an dem alles hängt: „Sie möchten eine PV-Anlage, Wärmepumpe oder einen Ladepunkt anmelden? Dann kontaktieren Sie bitte die Netze.“ Die Anschrift: Center Netz, Am Feuerwehrhaus 1, 40724 Hilden, Sprechzeiten montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr.
Das Netz dahinter ist überschaubar: ein Mittelspannungsnetz mit 10.000 Volt, gespeist aus zwei Umspannanlagen mit je zwei Umspannern 110 kV auf 10 kV, von dort über 220 Ortsnetzstationen hinunter auf 400 beziehungsweise 230 Volt. Für eine Aufdachanlage auf einem Einfamilienhaus ist das reichlich Reserve; bei größeren Anlagen auf Hildener Gewerbehallen entscheidet die konkrete Ortsnetzstation.
Angemeldet wird über das digitale Einspeiserportal der Stadtwerke. Dort trennen sich die Wege: Ein Steckersolargerät lässt sich in wenigen Minuten direkt registrieren, für alles Größere legen Installateur oder Betreiber ein eigenes Benutzerkonto an. Anlagen bis 30 kWp gelten als privilegierte Kleinanlagen und werden direkt auf dem Grundstück über den vorhandenen Hausanschluss angeschlossen; bei größeren Anlagen muss der Netzbetreiber den Anschluss unverzüglich, spätestens aber innerhalb von acht Wochen individuell prüfen.
Beim Zähler gilt die übliche Schwelle: bis 10 kWp ein Zweirichtungszähler statt des Bezugszählers, darüber zusätzlich ein Erzeugungszähler direkt hinter der Anlage. Das ist kein Detail für später — der zweite Zählerplatz muss im Schrank vorhanden sein, und genau daran scheitern ältere Hildener Zählerschränke regelmäßig. Wir sehen ihn uns beim Ortstermin an.
Die Stadtwerke arbeiten mit einem festen Satz Formulare, den wir für Sie ausfüllen: Inbetriebsetzungsprotokoll E.8 für Erzeugungsanlagen nach VDE-AR-N 4105, Bestellung des Rundsteuerempfängers, Formular FO 192 „Vergütungsrelevante Angaben zu PV-Anlagen“, Umsatzsteuerausweis durch Einspeiser und SEPA-Rahmenmandat. Eine Pflicht bleibt bei Ihnen: die Meldung im Marktstammdatenregister binnen vier Wochen nach Inbetriebnahme — wie das geht, steht im Leitfaden zur PV-Anmeldung.
Quellen: Stadtwerke Hilden, Stromnetz, Netzanschluss, FAQ Solar und Download-Center, abgerufen am 21.09.2026.
Arbeiterhäuser, Mansarddächer und sehr wenig Platz
Hilden ist mit 25,95 km² Fläche und 55.157 Einwohnern am 31.12.2024 eine ungewöhnlich volle Stadt: 58,1 Prozent des Stadtgebiets sind Siedlungs- und Verkehrsfläche, im Land Nordrhein-Westfalen sind es 24,0 Prozent (IT.NRW, Kommunalprofil Hilden, Stand 15.01.2026). Gleichzeitig ist ein Viertel der Stadtfläche Wald. Daraus folgt die Hildener Eigenart: enge, gewachsene Quartiere — und Randlagen, in denen alte Buchen ab dem Spätnachmittag halbe Dachflächen abschatten.
Die Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 zählt in Hilden 9.343 Wohngebäude: 5.235 Einfamilienhäuser, 1.233 Zweifamilienhäuser und 2.871 Mehrfamilienhäuser mit 28.238 Wohnungen. Das Einfamilienhaus dominiert also nach Gebäudezahl — aber es steht selten frei. Reihen- und Doppelhaussiedlungen bestimmen das Bild, mit den bekannten Folgen: schmale Dachflächen, Firstrichtungen nach Straßenverlauf statt nach Sonne, Verschattung durch das eigene Nachbarhaus am Morgen und am Abend.
Der Grund liegt in der Industriegeschichte. Hilden war Textilstandort, und die Werke bauten für ihre Leute: Schon vor 1882 entstanden Doppelhäuser an der Hochdahler Straße, 1897 schlossen sich die Bauaktivitäten in der Hildener Aktienbaugesellschaft zusammen, 1899 folgten Werkswohnungen an der Humboldtstraße, 1907 die erste Spindlersiedlung an der Seidenweberstraße. Diese Häuser prägen ganze Straßenzüge bis heute: eingeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss, oft vier Wohneinheiten unter einem Dach. Nach 1945 kamen die Eigenheimsiedlungen dazu, 1952 etwa „Am Weberschiffchen“ — deren flacher geneigte Satteldächer sind die dankbarste Kategorie im Hildener Bestand.
Technisch entscheidet das Baualter. Auf den Häusern der Jahrhundertwende liegen kleinformatige Tonziegel auf schmalen Sparren; hier zählt jeder Dachhaken, der ohne Ziegelbruch gesetzt werden kann, und die Lattung sehen wir uns vor der Montage von innen an. Auf den Hallendächern der Gewerbegebiete planen wir aufgeständerte Ost-West-Felder mit Ballast statt Dachdurchdringung — dort ist nicht die Fläche der Engpass, sondern die zulässige Zusatzlast der Bestandsstatik.
Eine erste Orientierung liefert das Solar- und Gründachkataster, auf das die Stadt verweist. Sie schränkt dabei selbst ein: Dachneigung, Exposition und Verschattung seien berücksichtigt, „jedoch liegen keine statische Informationen zu den Dächern vor, sodass jede potenziell geeignete Dachteilfläche individuell zu prüfen ist“. Genau diese Prüfung ist unser Teil der Arbeit.
Vier Denkmalbereiche, drei Erhaltungssatzungen — und die Dachklausel
Für eine Stadt dieser Größe hat Hilden auffällig viele Schutzgebiete, und sie betreffen genau das Bauteil, um das es hier geht. Der Regelfall in Nordrhein-Westfalen ist unspektakulär: Photovoltaik auf Dach- und Außenwandflächen ist nach § 62 Abs. 1 Nr. 3a BauO NRW verfahrensfrei (Bezirksregierung Münster, Factsheet Solarenergie vom 05.03.2025). In sieben Hildener Gebieten greift diese Verfahrensfreiheit jedoch ins Leere, weil eine Satzung ihre eigene Genehmigungspflicht darüberlegt.
Vier Denkmalbereichssatzungen hat der Rat der Stadt erlassen. Sie schützen den Straßengrundriss und „das Erscheinungsbild seiner begrenzenden baulichen Anlagen“, soweit von der öffentlichen Verkehrsfläche einsehbar, und nennen die Dächer ausdrücklich als Schwerpunkt. Maßnahmen am äußeren Erscheinungsbild sind dort nach § 9 Denkmalschutzgesetz NRW erlaubnispflichtig:
| Satzung | Gebiet | Stand |
|---|---|---|
| Denkmalbereich Innenstadt | Innenstadtgebiet um Mittelstraße, Markt, Heiligen- und Schulstraße | 03.09.1987 |
| Denkmalbereich Benrather Straße | Benrather Straße und Wehrstraße | 14.10.1987 |
| Denkmalbereich Walder Straße | Walder Straße und Beginn der Mittelstraße | 14.10.1987 |
| Denkmalbereich Ellerstraße | Ellerstraße bis Einmündung Fabriciusstraße | 19.12.1989 |
| Erhaltungssatzung Seidenweberstraße | Seidenweberstraße 10 – 48 | 06.07.2001 |
| Erhaltungssatzung Klusenstraße | Klusenstraße 1 – 35, ungerade Hausnummern | 29.10.2008 |
| Erhaltungssatzung Kilvertzheide/Grünstraße | Eckbereich Kilvertzheide und Grünstraße | 17.12.2009 |
Datumsangaben nach dem Ortsrecht der Stadt Hilden, Abschnitt VI Bau- und Wohnungswesen (Ordnungsziffern VI-02, VI-06, VI-21 bis VI-24, VI-31), abgerufen am 21.09.2026.
Die drei Erhaltungssatzungen nach § 172 BauGB sind der schärfere Fall, weil sie den Genehmigungsvorbehalt selbst formulieren. In allen drei ist die „Änderung der Dachform, Einbau oder Änderung der Dacheindeckung“ genehmigungspflichtig — ausdrücklich auch dann, wenn ein Vorhaben nach der Bauordnung NRW gar keiner Genehmigung bedarf. Wer dort ohne Genehmigung verändert, handelt nach § 213 BauGB ordnungswidrig; die Seidenweberstraßen-Satzung nennt einen Bußgeldrahmen bis 25.564 Euro. Versagt werden darf die Genehmigung nur bei tatsächlicher Beeinträchtigung der städtebaulichen Gestalt — eine Anlage ist also nicht ausgeschlossen, sie muss vorher besprochen werden.
Warum diese drei Straßenzüge? An der Klusenstraße stehen die letzten acht Doppelhäuser, die die Hildener Aktienbaugesellschaft 1897/98 als Arbeiterhäuser errichtet hat. An der Seidenweberstraße fünf Hausgruppen zu je vier Wohneinheiten aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Und Kilvertzheide/Grünstraße von 1913/14 ist der einzige Hildener Versuch, Ideen der Gartenstadtbewegung umzusetzen — mit Mansarddächern, die im Volksmund den Namen „Klein-China“ eingebracht haben.
Nicht betroffen ist Ihr Dach dagegen von der bekanntesten Hildener Gestaltungssatzung: Die Satzung für die Mittelstraße vom 21.10.2003, zuletzt geändert am 25.06.2020, regelt Werbeanlagen, Vordächer und Sonnenschutzdächer — Dachflächen kommen darin nicht vor. Der Denkmalbereich Innenstadt liegt allerdings über demselben Gebiet. Wie man solche Verfahren führt, steht in unserem Ratgeber zu Photovoltaik und Denkmalschutz.
Unabhängig davon gilt auch in Hilden die Solarpflicht nach § 42a BauO NRW mit der Solaranlagen-Verordnung NRW: für neue Wohngebäude seit dem 1. Januar 2025, bei vollständiger Erneuerung der Dachhaut im Bestand seit dem 1. Januar 2026. Für die vielen sanierungsreifen Nachkriegsdächer ist das der eigentliche Auslöser.
Was wir für ein Hildener Dach übernehmen
Photovoltaikanlage
Auslegung auf den Hildener Bestand: schmale Reihenhausdächer, Mansarddächer der Zwischenkriegszeit, Nachkriegs-Satteldächer und aufgeständerte Ost-West-Felder auf dem Flachdach. Gesamtprojektverantwortung von der Statikprüfung bis zur Eintragung im Marktstammdatenregister.
Sigenergy-Stromspeicher
Unser Standard ist der Sigenergy SigenStor: Hybrid-Wechselrichter und Batterie in einem Gerät, modular erweiterbar, mit Notstromfunktion. In engen Hildener Reihenhäusern klären wir Aufstellort, Temperatur und Leitungsweg zum Zählerschrank vor dem Angebot. Modelle im Stromspeicher-Test 2026.
Gewerbe, Mieterstrom & Wallbox
Für Hallendächer der Gewerbegebiete gewerbliche Anlagen mit hohem Eigenverbrauch, für die 2.871 Mehrfamilienhäuser der Stadt Mieterstrom, dazu die Wallbox mit Überschussladen und § 14a-EnWG-Steuerbarkeit (Modellvergleich).
Preise und zwei Rechenbeispiele aus dem Hildener Bestand
Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet 2026 zwischen 14.400 und 19.400 Euro — inklusive Planung, Montage, Wechselrichter, Verkabelung und Netzanschluss. Mit einem 10-kWh-Stromspeicher liegt der Gesamtpreis bei 17.800 bis 24.100 Euro, eine Wallbox kostet zusätzlich 800 bis 2.200 Euro. Anlage und Speicher sind dank Nullsteuersatz umsatzsteuerfrei; im Wallbox-Preis ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten. Alle Preise sind Endpreise.
| Anlagenpaket | Preis 2026 (schlüsselfertig) | Amortisation |
|---|---|---|
| 10 kWp ohne Speicher | 14.400 – 19.400 € | 12 – 17 Jahre |
| 10 kWp + 10 kWh Sigenergy-Speicher | 17.800 – 24.100 € | 10 – 15 Jahre |
| + Wallbox (optional) | 800 – 2.200 € | — |
Die Amortisationszeiten sind Modellrechnungen und keine Zusage. Sie hängen von Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Einspeisevergütung ab; Ihren individuellen Wert rechnen wir im Amortisationsrechner und im Angebot für Ihr Dach.
Beispiel 1 — Reihenmittelhaus der 1950er Jahre, Satteldach nach Südwest. Eine Dachhälfte von rund 38 m², 38 Grad geneigt, ohne Gaube: Darauf liegen sinnvoll 7 bis 8 kWp. Die Nachbarhäuser stehen in derselben Firstrichtung und verschatten kaum; der Schornstein kostet eine halbe Modulreihe. Mit Speicher landet ein solches Projekt am unteren Rand der Tabelle — weniger Module bei gleicher Rüstzeit: Der Preis je kWp steigt, der Gesamtpreis sinkt.
Beispiel 2 — Werkswohnungsbau der Jahrhundertwende, vier Parteien unter einem Dach. Zwei Dachflächen nach Ost und West, jede etwa 45 m², kleinformatig gedeckt. Eine Ost-West-Belegung mit rund 12 kWp liefert weniger Mittagsspitze, dafür ein breiteres Tagesprofil — für vier Haushalte mit Morgen- und Abendverbrauch die bessere Kurve. Vorab zu klären: Eigentumsverhältnisse am Dach, Zählerschrank und, bei Lage in einem Satzungsgebiet, die Genehmigung.
Beide Beispiele sind typisierte Rechnungen, keine Angebote. Welche Fläche Ihr Dach hergibt, sagt erst die Belegungsplanung; alle Preisfaktoren erklärt Photovoltaik-Kosten 2026.
Was die Stadt einmal gezahlt hat — und was heute übrig bleibt
Hilden hat sich früh positioniert: Am 30. Oktober 2020 rief die Stadt den Klimanotstand aus, im November 2021 wurde sie zur Energie-Kommune des Monats gewählt. Dazu gehörte eine kommunale Innovationsförderung aus Kompensationsmitteln des Landes: pauschal 1.750 Euro für eine neue Photovoltaikanlage ab 6 kWp mit Batteriespeicher am selbst genutzten Einfamilienhaus, sofern eine Wallbox vorhanden war oder mitinstalliert wurde. In der Runde 2023 wurden 45 Plätze verlost, Anmeldeschluss war der 7. Juli 2023.
Rechnen Sie 2026 nicht damit. Die Seite zur Innovationsförderung auf hilden.de liefert beim Abruf am 21.09.2026 einen Fehler 404, und in der Übersicht der städtischen Klimaschutzangebote taucht das Programm nicht mehr auf. Ob es neu aufgelegt wird, entscheidet der Rat der Stadt; wer sicher gehen will, fragt vor der Beauftragung unter klima@hilden.de nach. Wir planen jedes Hildener Projekt ohne diesen Zuschuss durch und behandeln ihn als möglichen Bonus.
Auch das Förderprogramm der Stadtwerke Hilden hilft bei der Anlage nicht weiter: Es fördert Haushaltsgeräte und Elektromobilität, Photovoltaik und Batteriespeicher stehen nicht darin. Für eine private Ladestation bis 11 kW gibt es 50 Euro, bei vierjähriger Vertragsbindung 75 Euro. Die städtischen Richtlinien zur Erhaltens- und Denkmalpflege vom 21.09.2009 zahlen in der Regel bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben — aber für denkmalwerte Substanz, nicht für die Solaranlage darauf. In einem Satzungsgebiet kann das relevant werden, wenn die Dachsanierung unter der Anlage ansteht.
Kostenlos und in Hilden wirklich vorhanden ist etwas anderes: die BürgerSolarBeratung Hilden, eine seit Herbst 2022 aktive ehrenamtliche Gruppe mit nach eigenen Angaben über 200 Beratungen. Sie berät herstellerunabhängig bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Wir haben nichts dagegen, wenn unser Angebot dort gegengelesen wird.
0 % Umsatzsteuer, keine Einkommensteuer
Für Anlagen bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG, auch für Speicher. Die Einnahmen sind nach § 3 Nr. 72 EStG einkommensteuerfrei. Beides gilt ohne Antrag.
KfW 270 statt Landeszuschuss
Vom Land Nordrhein-Westfalen kommt für private Dachanlagen und Heimspeicher kein Zuschuss; progres.nrw enthält dafür keinen Baustein. Bleibt der KfW-Kredit 270 über Ihre Hausbank, der Anlage und Speicher mit bis zu 100 Prozent der Investitionskosten finanziert.
Einspeisevergütung als Grundeinkommen der Anlage
Ab dem 1. August 2026 liegt die Einspeisevergütung bis 10 kWp bei 7,70 ct/kWh für den Überschuss und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Weil eine selbst genutzte Kilowattstunde mehr wert ist, legen wir auf Eigenverbrauch aus. Alle Programme: Förderung NRW 2026.
So läuft ein Hildener Projekt ab
Dach-Check und Satzungsabgleich
Wir prüfen Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik per Satellit und vor Ort — und gleichen die Adresse gegen die vier Denkmalbereiche und drei Erhaltungssatzungen ab. Vorab nutzbar: unser Online-Dach-Check. Dauer: etwa eine Woche.
Zählerschrank und Angebot
Beim Ortstermin sehen wir uns den Zählerplatz an, weil über 10 kWp ein zweiter Zähler Platz braucht. Danach erhalten Sie Belegungsplan, Speicheroption, Wallbox und Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Anmeldung im Einspeiserportal
Wir melden die Erzeugungsanlage vor Baubeginn über das Portal der Stadtwerke an, reichen die Datenblätter ein und warten die Rückmeldung ab. Erst danach wird montiert; bei Lage in einem Satzungsgebiet läuft parallel der Antrag bei der Stadt.
Montage, Zähler, Register
Montage in zwei bis drei Tagen mit Material aus Krefeld, anschließend Inbetriebsetzung nach VDE-AR-N 4105, Protokoll E.8, Zweirichtungszähler durch die Stadtwerke und Eintragung im Marktstammdatenregister innerhalb von vier Wochen.
Fragen, die uns aus Hilden gestellt werden
Die Stadtwerke Hilden GmbH. Anders als mehrere Nachbarstädte im Kreis Mettmann betreibt Hilden sein Verteilnetz selbst — 10.000 Volt Mittelspannung, verteilt über 220 Ortsnetzstationen. Zuständig ist das Center Netz, Am Feuerwehrhaus 1, 40724 Hilden. Angemeldet wird über das digitale Einspeiserportal; den Schriftverkehr führen wir mit Ihrer Vollmacht.
Ja, aber nicht ohne Genehmigung der Stadt. In diesen drei Erhaltungssatzungsgebieten ist die Änderung der Dachform sowie der Einbau oder die Änderung der Dacheindeckung genehmigungspflichtig — ausdrücklich auch dann, wenn das Vorhaben nach der Bauordnung NRW verfahrensfrei wäre. Versagt werden darf die Genehmigung nur bei einer Beeinträchtigung der städtebaulichen Gestalt. Wir stellen den Antrag mit einem Belegungsplan, der von der Straße aus möglichst wenig verändert.
Dort greift ein anderer Weg mit demselben Ergebnis: Maßnahmen am äußeren Erscheinungsbild sind nach § 9 Denkmalschutzgesetz NRW erlaubnispflichtig, und die Satzungen nennen die Dächer ausdrücklich als Schwerpunkt. Entscheidend ist in der Praxis die Einsehbarkeit von der öffentlichen Verkehrsfläche — eine rückwärtige Dachfläche ist deutlich unproblematischer als die Straßenseite.
Rund 45 Straßenkilometer. Unser NRW-Standort liegt An der Elisabethkirche 42 in Krefeld-Cracau; die Strecke führt über B 288, A 524 und A 3 und dauert bei freier Fahrt gut 40 Minuten, im Berufsverkehr länger. Deshalb kommissionieren wir ein Hildener Projekt vollständig in Krefeld und fahren mit Reserve an.
In der Regel ja, aber nur auf dem oberen, flacher geneigten Schenkel. Der steile untere Teil bringt wenig Ertrag und ist zugleich das gestalterische Merkmal, an dem in Hilden die Erhaltungssatzung für Kilvertzheide/Grünstraße hängt. Wir rechnen beide Flächen durch, bevor Sie entscheiden.
Davon ist nicht auszugehen. Die frühere Innovationsförderung — pauschal 1.750 Euro für eine Anlage ab 6 kWp mit Speicher und Wallbox am selbst genutzten Einfamilienhaus — wurde 2023 über ein Losverfahren mit 45 Plätzen vergeben. Die zugehörige Seite auf hilden.de liefert am 21.09.2026 einen Fehler 404. Fragen Sie vor der Beauftragung unter klima@hilden.de nach; einplanen sollten Sie den Betrag nicht.
Nein. Das Förderprogramm der Stadtwerke Hilden umfasst Haushaltsgeräte und Elektromobilität, nicht Photovoltaik oder Batteriespeicher. Für eine private Ladestation bis 11 kW gibt es 50 Euro, bei vierjähriger Vertragsbindung 75 Euro — Voraussetzung ist ein seit mindestens einem Jahr bestehender Liefervertrag.
Ja. Die Stadtwerke Hilden beschreiben es so: Bis 10 kWp wird der Bezugszähler gegen einen Zweirichtungszähler getauscht; über 10 kWp kommt ein Zähler direkt hinter der Anlage dazu. Platz im Zählerschrank ist in älteren Hildener Häusern der häufigste Stolperstein — wir prüfen ihn beim Ortstermin, nicht erst am Montagetag.
Bei einem Einfamilienhaus ohne Satzungsthema sechs bis zehn Wochen. Für die Anmeldung planen wir zwei bis vier Wochen ein; über 30 kWp hat der Netzbetreiber nach dem EEG bis zu acht Wochen Zeit für die Prüfung. Liegt das Haus in einem Denkmalbereich oder Erhaltungssatzungsgebiet, beantragen wir die Genehmigung der Stadt parallel, nicht nacheinander.
PV in der Nähe
Wir betreuen Düsseldorf, den Kreis Mettmann und den Rhein-Kreis Neuss aus unserem Lager in der Region. Auch in diesen Nachbarstädten realisieren wir schlüsselfertige Photovoltaik-Projekte:
Ihre Stadt nicht dabei? Alle Standorte im Überblick →