Photovoltaik in Langenfeld. Für Reihenhaus, Siedlungsdach und Halle.
Langenfeld ist eine Stadt der kleinen Dächer: Fast vier von zehn Gebäuden mit Wohnraum sind gereihte Häuser, gut acht von zehn sind Ein- oder Zweifamilienhäuser (Zensus 2022). Das entscheidet, wie hier geplant wird — schmale Flächen, zwei Himmelsrichtungen, saubere Trennung an der Brandwand. Die Einspeiseanmeldung läuft über die Westnetz GmbH, nicht über die Stadtwerke Langenfeld. Von unserem NRW-Lager in Krefeld sind es rund 51 Straßenkilometer bis zum Konrad-Adenauer-Platz.
Stadtwerke, RheinEnergie, Westnetz — drei Namen, eine Zuständigkeit
Beim Thema Strom begegnen Ihnen in Langenfeld drei Unternehmen, und nur eines ist für Ihre Photovoltaikanlage der richtige Adressat. Zuständiger Verteilnetzbetreiber ist die Westnetz GmbH. So steht es in der amtlichen Zuordnung der Regulierungskammer NRW, die für den Gemeindeschlüssel 05158020 die Westnetz GmbH als Netzbetreiber und die RheinEnergie AG als Strom-Grundversorger führt (Feststellung zum Stichtag 1. Juli 2024, gültig 2025 bis 2027). Die Stadtwerke Langenfeld verkaufen Strom, betreiben das Netz aber nicht.
Für Verwirrung sorgt die Stromnetzgesellschaft Langenfeld GmbH & Co. KG, die zum 1. Januar 2022 an den Start ging: Die Stadtwerke Langenfeld halten dort 51 Prozent, die Westenergie AG 49 Prozent, den technischen Netzbetrieb führt die Westnetz GmbH als Westenergie-Tochter (Meldung der Westenergie vom 10. Januar 2022). Die kommunale Beteiligung ändert nichts daran, wo Ihr Anschlussbegehren eingeht.
Der Weg durch das Westnetz-Einspeiseportal
Westnetz beschreibt den Ablauf in vier Stufen: Anschluss anfragen, Prüfung und Anschlusszusage, Nachreichen der für die Vergütung nötigen Daten, Prüfung und Auszahlung. Eingereicht wird über das Einspeiseportal; für größere Einspeiseanlagen gibt es zusätzlich das SNAP-Online-Portal zur Netzanschlussprüfung. Wir legen den Vorgang an, hinterlegen Ihre Vollmacht und führen den Schriftwechsel — anfassen wird am Dach erst, wenn die Zusage vorliegt.
Die Fristen stehen im EEG und gelten für Westnetz wie für jeden anderen Netzbetreiber. Seit dem 1. Januar 2025 verlangt § 8 Absatz 7 EEG für Anlagen bis 30 Kilowatt ein Webportal und eine Rückmeldung mit dem Ergebnis der Netzverträglichkeitsprüfung „unverzüglich, spätestens innerhalb von einem Monat“. Oberhalb dieser Grenze bleibt es bei den acht Wochen aus § 8 Absatz 6 Satz 1. Zwei weitere Absätze sparen im Bestand echte Kosten: Nach § 8 Absatz 1 Satz 2 gilt bei Anlagen bis 30 Kilowatt auf einem Grundstück mit vorhandenem Anschluss der bestehende Hausanschluss als günstigster Verknüpfungspunkt, und § 8 Absatz 6a dehnt das für Solaranlagen bis 100 Kilowatt aus, solange die Anschlusskapazität reicht. In aller Regel wird also kein neues Kabel durch die Straße gezogen.
Nach der Montage folgt die Inbetriebsetzung durch eine eingetragene Elektrofachkraft nach der VDE-Anwendungsregel 4105. Achten Sie dabei auf das Ausgabedatum des Protokolls: Die lange verwendete Fassung 2018-11 wurde zum 1. März 2026 zurückgezogen und durch die Ausgabe 2026-03 ersetzt. Den Zähler tauscht der grundzuständige Messstellenbetreiber — das ist nach § 2 Nummer 4 des Messstellenbetriebsgesetzes der Netzbetreiber, operativ über die Westenergie Metering GmbH.
Zuletzt die Registrierung: Nach § 5 Absatz 5 der Verordnung zum Marktstammdatenregister muss die Anlage binnen eines Monats nach Inbetriebnahme eingetragen sein. Wer das versäumt, verliert nicht die Vergütung, zahlt aber: § 52 EEG sieht 10 Euro je Kilowatt und Kalendermonat vor, rückwirkend auf 2 Euro reduziert, sobald nachgetragen wird. Wir erledigen das mit der Fertigmeldung — Details im Ratgeber zum Marktstammdatenregister. Ein Balkonkraftwerk bis 800 Voltampere braucht seit dem 16. Mai 2024 keine Meldung bei Westnetz mehr, nur noch den Registereintrag (§ 8 Absatz 5a EEG).
Eine Stadt aus Reihen, Doppelhäusern und Nachkriegssiedlungen
Der Zensus 2022 zählt in Langenfeld 14.496 Gebäude mit Wohnraum. Die Aufteilung nach Bauweise ist für eine Stadt dieser Größe ungewöhnlich gleichmäßig: 5.485 gereihte Häuser (37,8 Prozent), 5.303 freistehende Gebäude (36,6 Prozent) und 3.366 Doppelhaushälften (23,2 Prozent). Zusammen sind 81,7 Prozent aller Gebäude mit Wohnraum Ein- oder Zweifamilienhäuser, und 85,1 Prozent gehören Privatpersonen. Wer hier Photovoltaik plant, plant also fast immer für einen Eigentümer, der selbst darin wohnt — und meistens für ein Dach, das schmaler ist, als der Prospekt vermuten lässt.
Noch aussagekräftiger ist das Baualter. 56,6 Prozent des Langenfelder Gebäudebestands stammt aus den Jahren 1950 bis 1989, allein 16,6 Prozent aus den Sechzigern. Nur 10,9 Prozent wurde vor 1950 errichtet — bundesweit liegt dieser Anteil bei knapp einem Viertel. Langenfeld ist damit keine Gründerzeitstadt, sondern eine Wachstumsstadt der Nachkriegsjahrzehnte, die 1948 Stadtrechte erhielt. Für die Dachplanung heißt das: wenig Schiefer, wenig Gauben-Chaos, dafür viel Betondachstein und Tonfalzziegel auf Sparren, die nach den damaligen Tabellen dimensioniert wurden.
| Baujahr | Gebäude | Was uns auf dem Dach erwartet |
|---|---|---|
| vor 1950 | 1.575 (10,9 %) | Sparren uneinheitlich, oft nachträglich verstärkt; Aufmaß zwingend vor Ort |
| 1950 – 1969 | 3.826 (26,4 %) | schlanke Sparren, keine Unterspannbahn; Dachhaken mit verbreiteter Auflage |
| 1970 – 1989 | 4.381 (30,2 %) | Walm- und Pultdächer, kleine Teilflächen; Optimierer oder mehrere MPP-Stränge |
| 1990 – 2009 | 3.546 (24,5 %) | tragfähige Konstruktion, Unterspannbahn vorhanden; Standardmontage |
| ab 2010 | 1.161 (8,0 %) | Leerrohr und moderner Zählerschrank meist schon da; kürzeste Bauzeit |
Gebäudezahlen: Statistisches Bundesamt, Zensus 2022, Regionaltabelle Gebäude und Wohnungen, Stichtag 15. Mai 2022. Die Spalte rechts ist unsere Montageerfahrung, keine Statistik.
Das Reihenhausdach ist der Langenfelder Normalfall
Auf einem gereihten Haus stehen selten mehr als sieben bis neun Meter Firstlänge zur Verfügung, und die Dachfläche endet nicht am Nachbarziegel, sondern an der Brandwand: Module dürfen nicht darüber hinwegreichen, der Kabelweg bleibt im eigenen Gebäude. Praktisch heißt das drei bis fünf Modulreihen je Seite, eine Anlage zwischen 5 und 8 Kilowatt-Peak und eine genaue Verschattungsaufnahme, denn in den dichten Langenfelder Zeilen wirft der Nachbargiebel im Winter länger, als die Satellitenansicht zeigt. Wir legen die Strangführung deshalb so, dass eine verschattete Reihe nicht die ganze Seite mitzieht.
Bei der Doppelhaushälfte, jedem vierten Langenfelder Gebäude, ist meist eine Seite deutlich besser als die andere, weil die Häuser paarweise gespiegelt stehen. Auf den freistehenden Häusern der Sechziger und Siebziger findet sich häufig ein Walmdach mit vier kleinen Teilflächen; dort planen wir Süd und West voll und die Ostfläche nur, wenn sich damit ein zweiter Strang füllen lässt. Mehr zu den Dachformen in unseren Ratgebern zu Satteldach, Walmdach und Pultdach; für Häuser mit Sanierungsstau lohnt der Blick in Photovoltaik im Bestandsbau.
Was ein Dach am Niederrheinrand tatsächlich hergibt
Langenfeld liegt auf 51,11 Grad Nord und rund 53 Metern über Normalnull, zwischen Rheinebene und bergischem Anstieg. Wir haben den Standort im Berechnungsdienst PVGIS der Europäischen Kommission für die üblichen Ausrichtungen durchgerechnet — Version 5.3, Strahlungsdatensatz SARAH3 über die Jahre 2005 bis 2023, 14 Prozent Systemverluste, dachparallele Montage. Die waagerechte Einstrahlung liegt dort bei rund 1.094 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr.
| Ausrichtung und Neigung | Jahresertrag je kWp | Typisch in Langenfeld für |
|---|---|---|
| Süd, 35° | 980 kWh | freistehendes Siedlungshaus mit First quer zur Straße |
| Südost, 35° | 929 kWh | gedrehte Zeilen in Immigrath und Richrath |
| Südwest, 35° | 918 kWh | Doppelhaushälften mit Nachmittagssonne |
| Ost, 35° | 789 kWh | Reihenhaus, Firstlinie Nord–Süd |
| West, 35° | 775 kWh | Gegenseite desselben Reihenhauses |
| Ost und West, 20° | 815 bzw. 806 kWh | flach geneigte Pultdächer der Siebziger |
| Aufgeständert Süd, 15° | 923 kWh | Garagen- und kleine Flachdächer |
| Aufgeständert Ost–West, 15° | 820 bzw. 813 kWh | Hallendächer in den Gewerbegebieten |
Quelle: PVGIS 5.3 der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, Datensatz SARAH3, Bezugszeitraum 2005 bis 2023, kristalline Module, 14 Prozent Systemverluste, gebäudemontiert, abgefragt für 51,113 Grad Nord und 6,951 Grad Ost. Verschattung, Modulwirkungsgrad und Verschmutzung am konkreten Objekt sind darin nicht enthalten.
Drei Rechnungen für drei Langenfelder Haustypen
Reihenhaus, Firstlinie Nord–Süd, 6,5 kWp geteilt auf Ost und West. Je 3,25 kWp ergeben zusammen rund 5.100 Kilowattstunden im Jahr. Bei 3.500 Kilowattstunden Haushaltsverbrauch und ohne Speicher decken Sie ohne Speicher erfahrungsgemäß rund 40 Prozent Ihres Verbrauchs selbst: 1.400 Kilowattstunden zu 37 Cent sind rund 520 Euro nicht bezogener Strom, dazu etwa 285 Euro für die eingespeisten 3.700 Kilowattstunden, zusammen rund 805 Euro. Mit einem 7-kWh-Speicher steigt der Eigenverbrauch auf etwa 2.450 Kilowattstunden und der Vorteil auf rund 1.110 Euro. Der Nebeneffekt der Ost-West-Belegung steht in keiner Jahreszahl: Der Ertrag verteilt sich über den Tag, statt mittags zu gipfeln, und passt damit besser zu einem Haushalt, der morgens und abends da ist.
Freistehendes Einfamilienhaus von 1965, Satteldach nach Süden, 9,8 kWp. Rechnerisch rund 9.600 Kilowattstunden im Jahr. Steigt der Verbrauch mit Wärmepumpe oder E-Auto auf 6.500 Kilowattstunden, decken Sie mit einem 10-kWh-Speicher rund drei Viertel davon selbst, etwa 4.900 Kilowattstunden: rund 1.810 Euro vermiedener Strombezug plus etwa 360 Euro Vergütung für die restlichen 4.700 Kilowattstunden. Bei diesem Baujahr prüfen wir vorab die Sparrenlage; 6/12 bis 8/16 Zentimeter im Abstand von 70 bis 80 Zentimetern ist der Normalfall und trägt eine Modulanlage, sofern der Dachstuhl trocken ist.
Doppelhaushälfte mit Südwestdach, 8,2 kWp. Rund 7.500 Kilowattstunden im Jahr, mit deutlichem Schwerpunkt am Nachmittag. Gerade hier lohnt der Speicher überdurchschnittlich, weil die Erzeugungsspitze zeitlich näher an den Abendverbrauch rückt. Was in Ihrem Fall herauskommt, rechnen wir im PV-Rechner und im Angebot durch; die Annahmen oben sind 37 Cent je Kilowattstunde Haushaltsstrompreis (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026) und 7,70 Cent Einspeisevergütung für Überschuss bis 10 kWp, Stand 1. August 2026.
Martinplatz und Steinrausch: wo in Langenfeld ganze Quartiere geschützt sind
Die amtliche Denkmalliste der Stadt Langenfeld führt in ihrer Fassung vom August 2024 75 Baudenkmäler, gegliedert nach den fünf Gemarkungen Reusrath, Immigrath, Wiescheid, Richrath und Berghausen. Die meisten Einträge sind Einzelobjekte — die ehemalige Wasserburg Haus Graven in Wiescheid, die Dückeburg in Reusrath, der Wasserturm in Berghausen, die Villa Gerlach und das alte Bahnhofsgebäude an der Bahnhofstraße.
Zwei Einträge sind aber keine Einzelhäuser, und genau die überraschen Eigentümer regelmäßig: Die Siedlung „Martinplatz“ steht mit 61 Gebäuden und Freiflächen in der Liste, die Siedlung „Steinrausch“ mit 29 Gebäuden. Wer dort wohnt, besitzt ein eingetragenes Baudenkmal, auch wenn das Haus von außen wie jedes andere Siedlungshaus der Nachbarschaft wirkt. Eine Photovoltaikanlage braucht dann eine denkmalrechtliche Erlaubnis — zusätzlich zu der Verfahrensfreiheit, die die Bauordnung sonst gewährt.
Zuständig ist die Untere Denkmalbehörde der Stadt Langenfeld am Konrad-Adenauer-Platz 1, die ihre Entscheidungen im Benehmen mit dem Landschaftsverband Rheinland trifft. Das Antragsformular nach § 9 Denkmalschutzgesetz NRW verlangt eine Beschreibung des Ist-Zustands, eine Darstellung der geplanten Maßnahme und einen Übersichtsplan im Maßstab 1:500 mit markiertem Eingriffsbereich. Diese Unterlagen erstellen wir aus der Anlagenplanung heraus mit; Sie unterschreiben und reichen ein.
Die Erfolgsaussichten sind besser, als der Ruf des Denkmalschutzes vermuten lässt. Der Erlass des NRW-Bauministeriums vom 8. November 2022 mit den Entscheidungsleitlinien für Solaranlagen auf Denkmälern hält fest, dass nach § 9 Absatz 1 DSchG ein Rechtsanspruch auf die Erlaubnis besteht und diese „nicht im Ermessen“ der Behörde liegt; nicht einsehbare Anlagen sollen „in der Regel“ erlaubt werden. Bei einsehbaren Flächen zählen Reversibilität, minimaler Substanzeingriff und die Gestaltung: geschlossene Belegung statt Modulinseln, Rahmen in der Farbe der Fläche, matte Oberflächen, ablesbare Dachkontur. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am 27. November 2024 (Aktenzeichen 10 A 2281/23) bekräftigt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Abwägung als regelmäßig vorrangiger Belang einzustellen ist.
Ein Freibrief ist das nicht: Derselbe Erlass stellt klar, dass es keinen absoluten Abwägungsvorrang der erneuerbaren Energien gibt, weil der Denkmalschutz in Artikel 18 der Landesverfassung verankert ist. Wir planen für solche Objekte deshalb zuerst die nicht einsehbare Dachseite und, wenn nötig, ein Nebengebäude als Alternativstandort. Im Ratgeber Photovoltaik und Denkmalschutz steht der gesamte Ablauf. Eine Denkmalbereichssatzung nach § 10 DSchG NRW ist im veröffentlichten Ortsrecht der Stadt Langenfeld nicht verzeichnet; verbindlich klären lässt sich das nur mit einer Anfrage beim Referat Stadtplanung und Denkmalschutz, und die stellen wir vor jeder Planung in einer der beiden Siedlungen.
Hallendächer zwischen A3, A59 und A542
Langenfeld hat sechs Autobahnanschlüsse auf eigenem Stadtgebiet: Die A3 begleitet die Stadt über ihre gesamte Länge im Osten, die A59 im Westen mit drei Anschlussstellen, dazwischen verbindet die A542 beide. Dazu kommen zwei S-Bahn-Haltepunkte der Linie S6. Diese Lage hat die Gewerbeflächen der Stadt geprägt, und sie erklärt, warum hier viele flache, zusammenhängende Dächer stehen.
Die Wirtschaftsförderung vermarktet zwei Gebiete aktiv. Das Gewerbegebiet Reusrath Nord-West umfasst nach Bebauungsplan RE-51 ein Plangebiet von rund 17 Hektar mit etwa 8 Hektar Nettogewerbefläche, Grundflächenzahl 0,8, rund 250 Meter von der A542-Auffahrt entfernt. Der Gewerbepark Am Solpert in Berghausen ist mit 3,2 Hektar kleiner, liegt nach Bebauungsplan B-37 direkt am A59-Anschluss und lässt Gebäudehöhen bis 12 Meter zu. Beide Gebiete sind mit einer GRZ von 0,8 sehr dicht bebaubar — für Photovoltaik heißt das große, ungegliederte Dachflächen statt kleinteiliger Reste.
Laut Wirtschaftsförderungsbericht 2025 standen Ende 2025 noch 7,8 Hektar Gewerbefläche zur Verfügung: Robert-Koch-Straße 3,4, Felix-Wankel-Straße 2,4 und Philipp-Reis-Straße 2,0 Hektar. Registriert sind 1.815 Betriebe, davon 15 mit mehr als 250 Beschäftigten, und zum 30. Juni 2025 insgesamt 29.312 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Technisch unterscheiden sich diese Projekte deutlich vom Einfamilienhaus. Auf Trapezblech wird mit Kalotten und Setzbolzen in die Obergurte montiert, auf Bitumen- und Foliendächern ballastiert ohne Durchdringung; dafür brauchen wir vorab die Lastreserve aus der Statik, weil viele Hallen aus den Achtzigern wenig Spielraum lassen. Beim Netzanschluss profitieren Anlagen bis 100 Kilowatt von § 8 Absatz 6a EEG und bleiben am vorhandenen Verknüpfungspunkt; darüber läuft die Netzverträglichkeitsprüfung mit der Acht-Wochen-Frist, bei Westnetz über das SNAP-Online-Portal. Wirtschaftlich entscheidet im Gewerbe nicht die Vergütung, sondern der Eigenverbrauch: Eine 99-kWp-Anlage in Ost-West-Aufständerung liefert auf einem Langenfelder Hallendach rechnerisch rund 80.800 Kilowattstunden im Jahr — verteilt über den Arbeitstag, also genau dann, wenn Produktion und Kälteanlagen laufen. Mehr dazu auf unseren Seiten zu Gewerbe-Photovoltaik, PV auf Trapezblech und Gewerbespeichern.
Vom Aufmaß bis zur Fertigmeldung
Anlagenplanung
Wir legen die Modulbelegung auf die tatsächlich nutzbare Fläche aus — bei Reihenhäusern heißt das Abstand zur Brandwand, bei Walmdächern die Entscheidung, welche der vier Teilflächen mitgeht. Statik, Strangaufteilung, Blitzschutz-Trennungsabstand und Zählerplatz prüfen wir vor der Bestellung, nicht am Montagetag.
Speicher nach Verbrauchsprofil
Unser Standard ist der Sigenergy SigenStor mit Hybrid-Wechselrichter, Notstromfunktion und modularer Erweiterung. Die Größe leiten wir aus Ihrem Lastgang ab; bei einem 3.500-kWh-Haushalt im Reihenhaus ist das ein anderer Wert als bei 6.500 kWh mit Wärmepumpe. Vergleichswerte im Speichertest 2026.
Wallbox und Lastmanagement
Die Wallbox hängt im selben Energiemanagement wie Anlage und Speicher, damit Überschuss bevorzugt ins Fahrzeug geht. Anmeldung bei Westnetz und die Steuerbarkeit nach § 14a EnWG gehören dazu. Geräte im Wallbox-Vergleich.
Was kostet eine PV-Anlage in Langenfeld?
Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet 2026 zwischen 14.400 und 19.400 Euro — inklusive Planung, Montage, Wechselrichter, Verkabelung und Netzanschluss. Mit einem 10-kWh-Stromspeicher liegt der Gesamtpreis bei 17.800 bis 24.100 Euro, eine Wallbox kostet zusätzlich 800 bis 2.200 Euro. Anlage und Speicher sind dank Nullsteuersatz umsatzsteuerfrei; im Wallbox-Preis ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten. Alle Preise sind Endpreise.
| Anlagenpaket | Preis 2026 (schlüsselfertig) | Amortisation |
|---|---|---|
| 10 kWp ohne Speicher | 14.400 – 19.400 € | 12 – 17 Jahre |
| 10 kWp + 10 kWh Speicher | 17.800 – 24.100 € | 10 – 15 Jahre |
| + Wallbox (optional) | 800 – 2.200 € | — |
Die Amortisationszeiten sind Modellrechnungen und keine Zusage. Sie hängen von Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Einspeisevergütung ab; Ihren individuellen Wert rechnen wir im Amortisationsrechner und im Angebot für Ihr Dach.
Die 10-kWp-Zeile ist in Langenfeld eher Obergrenze als Normalfall: Auf ein gereihtes Haus passen häufig nur 5 bis 8 kWp, und der Preis je Kilowatt-Peak steigt dabei leicht, weil Gerüst, Anfahrt, Wechselrichter und Netzanmeldung kaum kleiner werden. Auf den freistehenden Grundstücken wird es dagegen oft größer als zehn Kilowatt. Alle Preisfaktoren erklärt Photovoltaik-Kosten 2026; eine belastbare Zahl bekommen Sie nach dem Aufmaß.
Kein PV-Zuschuss — aber ein Gründach-Programm, das sich kombinieren lässt
Das sagen wir lieber vorher als hinterher: Die Stadt Langenfeld fördert Photovoltaik derzeit nicht. Auf der städtischen Übersicht der Förderprogramme steht zu Stecker-Photovoltaik und Balkonkraftwerken nur der Satz, dass derzeit keine Förderung bestehe; das Programm von 2022 mit 200 Euro je Haushalt lief in seiner letzten belegten Runde bis zum 31. Oktober 2023 aus. Auch der Kreis Mettmann nimmt keine Anträge mehr an: Sein Stecker-PV-Programm endete mit dem Antragszeitraum vom 3. Juni bis 31. Juli 2024 und richtete sich ohnehin nur an Mieter und Bewohner selbstgenutzter Eigentumswohnungen. Für Dachanlagen und Heimspeicher gab es hier nie einen kommunalen Zuschuss.
Ein kommunales Umweltprogramm gibt es trotzdem, und es berührt Photovoltaik direkter, als es klingt: die Förderrichtlinie Dach- und Fassadenbegrünung, vom Rat am 19. März 2024 beschlossen. Sie erstattet 50 Prozent der anerkannten Kosten, höchstens 15 Euro je Quadratmeter Nettovegetationsfläche bei extensiver Begrünung und 30 Euro bei intensiver Dachbegrünung, gedeckelt auf 3.000 Euro je Maßnahme. Vorausgesetzt werden mindestens 5 Quadratmeter Fläche und 8 beziehungsweise 15 Zentimeter Substrataufbau; der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, ein Rechtsanspruch besteht nicht, und das Jahresbudget für dieses und das Insektenprogramm zusammen liegt bei 30.000 Euro.
Auf einem Flachdach, ob Garage, Anbau oder Halle, lassen sich Begrünung und aufgeständerte Module kombinieren: Das Substrat übernimmt einen Teil der Ballastierung, die Verdunstungskühlung hält die Modulrückseite im Sommer etwas kühler. Ehrlich dazu gehört, dass der Zuschuss der Begrünung gilt und nicht den Modulen, dass das Budget klein ist und spät im Jahr womöglich leer. Wir planen die Aufständerung deshalb so, dass die Vegetationsfläche zwischen den Reihen erhalten bleibt. In dieselbe Richtung zielt die Grün- und Gestaltungssatzung der Stadt aus dem Amtsblatt vom 29. September 2023, die Dächer und Fassaden begrünen und Flächen entsiegeln will; ob sie Ihr Vorhaben betrifft, klären wir vor der Dachbelegung.
Bundesweit bleibt es bei drei Bausteinen, die ohne Antrag oder über die Hausbank greifen: der Nullsteuersatz nach § 12 Absatz 3 UStG für Anlagen bis 30 kWp einschließlich Speicher, die Einkommensteuerbefreiung nach § 3 Nummer 72 EStG und der KfW-Kredit 270. Dazu die Einspeisevergütung: Stand 1. August 2026 sind das 7,70 Cent je Kilowattstunde Überschuss bis 10 kWp und 6,66 Cent für den Anlagenteil zwischen 10 und 40 kWp; bei Volleinspeisung bis 10 kWp 12,22 Cent. Alle Programme mit Quellen stehen auf Photovoltaik-Förderung NRW 2026.
Ein lokaler Punkt, der gerade viele Langenfelder Eigentümer beschäftigt: Die Stadt war seit dem 3. Oktober 2008 schuldenfrei, hat nach dem Haushaltsplanentwurf 2027/2028 aber 2025 erstmals seit rund 15 Jahren wieder Investitionskredite aufgenommen. Der am 15. September 2026 eingebrachte Entwurf schlägt für 2027 einen Grundsteuer-B-Hebesatz von 975 statt bisher 418 Punkten vor; der Ratsbeschluss stand bei Erstellung dieser Seite aus. Wir verkaufen das nicht als Argument für eine Anlage — aber wer seine laufenden Hauskosten ohnehin neu durchrechnet, sollte den Eigenverbrauch mit in die Rechnung nehmen. Wie viel dabei herauskommt, zeigt Eigenverbrauch optimieren.
Von der Anfrage bis zum Zähler: vier Schritte
Aufmaß und Verschattung
Erst Satellitenbild und Gebäudedaten, dann der Ortstermin: Sparrenlage, Ziegelart, Zustand der Eindeckung, Zählerschrank, und bei den engen Langenfelder Zeilen eine Sonnenbahnaufnahme gegen Nachbargiebel und Bäume. Vorab nutzbar: unser Online-Dach-Check. Rund eine Woche.
Konzept, Ertrag, Angebot
Sie bekommen eine Modulbelegung auf Ihrem Dachplan, die Ertragsrechnung für Ihre Ausrichtung, eine Speicherempfehlung aus Ihrem Verbrauch und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Bei Objekten in Martinplatz oder Steinrausch klären wir vorher die denkmalrechtliche Lage.
Anmeldung bei Westnetz
Wir legen das Anschlussbegehren im Einspeiseportal an und warten die Anschlusszusage ab, bevor montiert wird. Für Anlagen bis 30 kW gilt die Monatsfrist aus § 8 Absatz 7 EEG, darüber die Acht-Wochen-Frist. Sie unterschreiben nur die Vollmacht.
Montage, Inbetriebsetzung, Register
Zwei bis drei Tage auf dem Dach, Material aus dem Lager in Krefeld. Danach Inbetriebsetzung nach VDE-AR-N 4105 in der ab März 2026 gültigen Ausgabe, Zählertausch durch den Messstellenbetreiber, Eintrag im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats und Einweisung in die App.
Häufige Fragen zu PV in Langenfeld
Die Westnetz GmbH. Die Regulierungskammer NRW führt für Langenfeld (Gemeindeschlüssel 05158020) die Westnetz GmbH als Netzbetreiber und die RheinEnergie AG als Strom-Grundversorger. Die Stromnetzgesellschaft Langenfeld GmbH & Co. KG, an der die Stadtwerke Langenfeld 51 Prozent und die Westenergie AG 49 Prozent halten, besteht seit dem 1. Januar 2022, den technischen Netzbetrieb führt aber Westnetz. Eingereicht wird deshalb über das Westnetz-Einspeiseportal.
Für Anlagen bis 30 Kilowatt verlangt § 8 Absatz 7 EEG seit dem 1. Januar 2025 ein Webportal und eine Rückmeldung mit dem Ergebnis der Netzverträglichkeitsprüfung unverzüglich, spätestens innerhalb eines Monats. Oberhalb von 30 Kilowatt gilt die Frist von acht Wochen aus § 8 Absatz 6 Satz 1 EEG. In der Praxis planen wir zwei bis vier Wochen ein; montiert wird erst nach der Anschlusszusage.
Ja. Nach PVGIS (Version 5.3, Datensatz SARAH3, 2005 bis 2023, 14 Prozent Systemverluste) liefert ein 35 Grad geneigtes Ostdach in Langenfeld rund 789 und ein Westdach rund 775 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr, gegenüber 980 bei Südausrichtung. Das sind etwa 20 Prozent weniger, dafür verteilt sich der Ertrag über den Tag statt mittags zu gipfeln. Eine 6,5-kWp-Anlage auf beiden Seiten kommt rechnerisch auf rund 5.100 Kilowattstunden im Jahr.
Die Siedlung „Martinplatz“ steht mit 61 Gebäuden und Freiflächen in der Denkmalliste der Stadt Langenfeld, die Siedlung „Steinrausch“ mit 29 Gebäuden. Sie brauchen dort eine denkmalrechtliche Erlaubnis nach § 9 DSchG NRW bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt, die im Benehmen mit dem Landschaftsverband Rheinland entscheidet. Aussichtslos ist das nicht: Der Erlass des NRW-Bauministeriums vom 8. November 2022 stellt fest, dass ein Rechtsanspruch besteht und die Erlaubnis nicht im Ermessen der Behörde liegt; nicht einsehbare Anlagen sind in der Regel zu erlauben.
Nein. Die städtische Förderübersicht vermerkt zu Stecker-Photovoltaik und Balkonkraftwerken ausdrücklich, dass derzeit keine Förderung besteht; für Dachanlagen und Heimspeicher gab es in Langenfeld nie ein kommunales Programm. Das Stecker-PV-Programm des Kreises Mettmann nimmt seit dem Ende des Antragszeitraums am 31. Juli 2024 ebenfalls keine Anträge mehr an. Bleiben der Nullsteuersatz nach § 12 Absatz 3 UStG, die Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 72 EStG, der KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung.
Auf einem Flachdach ja. Die Förderrichtlinie Dach- und Fassadenbegrünung der Stadt Langenfeld, beschlossen am 19. März 2024, erstattet 50 Prozent der anerkannten Kosten, höchstens 15 Euro je Quadratmeter bei extensiver und 30 Euro bei intensiver Dachbegrünung, gedeckelt auf 3.000 Euro je Maßnahme. Gefördert wird die Begrünung, nicht die Module; technisch lassen sich beide gut verbinden, weil das Substrat einen Teil der Ballastierung übernimmt. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, und das Jahresbudget ist mit 30.000 Euro für beide Umweltprogramme zusammen knapp.
Bei Südausrichtung und 35 Grad Neigung rechnet PVGIS für den Standort Langenfeld mit rund 980 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr, bei Südwest 918, bei Ost 789 und bei West 775; auf einem aufgeständerten Flachdach mit 15 Grad Süd rund 923. Grundlage ist PVGIS 5.3 mit dem Datensatz SARAH3 über 2005 bis 2023 bei 14 Prozent Systemverlusten. Verschattung durch Nachbargiebel, Bäume oder Schornstein ist darin nicht enthalten und wird beim Aufmaß erfasst.
Rund 51 Straßenkilometer. Von unserem Standort An der Elisabethkirche 42 in Krefeld führt die Route über die B 288, die A 524 und die A 3 bis zur Anschlussstelle Langenfeld, etwa 40 bis 45 Minuten ohne Stau. Ein vergessener Satz Dachhaken kostet damit eine Fahrt, keinen neuen Montagetermin.
Bis 100 Kilowatt bleibt es nach § 8 Absatz 6a EEG beim vorhandenen Verknüpfungspunkt, solange die Anschlusskapazität reicht; ein neuer Hausanschluss ist dann meist nicht nötig. Über 30 Kilowatt gilt für die Rückmeldung die Acht-Wochen-Frist statt des Monats, und Westnetz führt die Netzanschlussprüfung größerer Einspeiseanlagen über das SNAP-Online-Portal. Zusätzlich brauchen wir vorab die Lastreserve aus der Hallenstatik.
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Wir betreuen Düsseldorf, den Kreis Mettmann und den Rhein-Kreis Neuss aus unserem Lager in der Region. Auch in diesen Nachbarstädten realisieren wir schlüsselfertige Photovoltaik-Projekte:
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