Photovoltaik
in Leipzig-Grünau.
Solar vom Projektierer.
Photovoltaik in Grünau hat zwei Gesichter. Im Kern stehen die Blöcke der größten Plattenbausiedlung Sachsens, errichtet zwischen 1976 und 1988 in acht Wohnkomplexen, mit flachen Dächern über Dutzenden Mietwohnungen. Am Rand, in Grünau-Siedlung, Lausen-Grünau und Schönau, stehen fast 2.000 Häuser mit nur einer oder zwei Wohnungen. Wir planen die Solaranlage für den Wohnblock einer Genossenschaft, das Dach eines Eigenheims oder das Balkonkraftwerk der Mietwohnung, melden sie bei der Netz Leipzig GmbH an, und die Montage ist im Preis enthalten.
* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.
Solaranlage in Grünau: 31.190 Wohnungen, 3.955 Wohnhäuser und zwei ganz verschiedene Dachwelten
Grünau-Ost, Grünau-Mitte, Grünau-Nord: Block an Block
Von den 1.234 Wohnhäusern dieser drei Ortsteile stammen 1.152 aus den Jahren 1949 bis 1990, in Grünau-Ost sind es 391 von 394. Darin liegen 17.450 Wohnungen mit im Schnitt 58 bis 62 Quadratmetern. Ein einziges Flachdach deckt hier Dutzende Haushalte, und es gehört fast immer einem Wohnungsunternehmen oder einer Genossenschaft.
Lausen-Grünau: Platte und Neubau-Eigenheim nebeneinander
Mit 8.571 Wohnungen ist Lausen-Grünau der größte der sechs Ortsteile. Seine 961 Wohnhäuser teilen sich fast genau zur Hälfte: 446 stammen aus DDR-Zeiten, 447 sind ab 1991 entstanden. 389 Häuser haben nur eine oder zwei Wohnungen. Wer hier ein Dach plant, sollte zuerst klären, ob es sich um einen Block oder ein Eigenheim handelt.
Grünau-Siedlung und Schönau: der Gürtel der Eigenheime
In Grünau-Siedlung haben 1.115 von 1.206 Wohnhäusern höchstens zwei Wohnungen, 264 Häuser stammen aus den Jahren 1919 bis 1948, 658 sind nach 1990 gebaut. Die Wohnfläche liegt bei gut 93 Quadratmetern je Wohnung. In Schönau sind 406 von 554 Häusern nach 1990 entstanden. Hier entscheidet ein Eigentümer allein über sein Dach.
Weniger Wohnungen, wieder mehr Menschen
Ende 2000 zählte die Statistik in den sechs Ortsteilen noch 36.325 Wohnungen, Ende 2025 sind es 31.190. Die Stadt beschreibt die Jahre dazwischen als Zeit von Leerstand und Rückbau. Von einst 85.000 Menschen leben heute rund 47.000 im Fördergebiet Grünau, und ihre Zahl wächst wieder. Für Vermieter heißt das: Die Wohnungen unter dem Dach sind belegt, der Strom hat Abnehmer im Haus.
Welches Dach Sie in Grünau haben: sechs Ortsteile nach Baujahr und Wohnungszahl
Das Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig führt für Grünau sechs Ortsteile. Zusammen haben sie zum Jahresende 2025 genau 3.955 Gebäude mit Wohnungen. Knapp die Hälfte davon, 1.966 Häuser, sind Eigenheime mit einer oder zwei Wohnungen. Trotzdem liegen rechnerisch mindestens 27.258 der 31.190 Wohnungen, also neun von zehn, in Häusern mit drei und mehr Parteien. Grünau ist damit ein Ort, an dem die Frage nach dem Dach meistens eine Frage für viele Haushalte gleichzeitig ist.
| Ortsteil | Wohnhäuser | davon mit 1 oder 2 Wohnungen | gebaut 1949 bis 1990 | gebaut ab 1991 | Wohnungen | m² je Wohnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grünau-Ost | 394 | 1 | 391 | 3 | 4.473 | 58,6 |
| Grünau-Mitte | 458 | 49 | 402 | 15 | 7.600 | 62,4 |
| Grünau-Nord | 382 | 23 | 359 | 16 | 5.377 | 61,8 |
| Lausen-Grünau | 961 | 389 | 446 | 447 | 8.571 | 62,0 |
| Grünau-Siedlung | 1.206 | 1.115 | 277 | 658 | 1.930 | 93,3 |
| Schönau | 554 | 389 | 136 | 406 | 3.239 | 69,4 |
| zusammen | 3.955 | 1.966 | 2.011 | 1.545 | 31.190 |
Flachdach eines Plattenbaus. Das typische Grünauer Dach ist flach und von einer Attika eingefasst. Module stehen dort auf Gestellen, die mit Gewicht gehalten werden, damit die Dachhaut nicht durchbohrt werden muss. Wir rechnen nach, wie viel zusätzliche Last die Decke trägt, wie alt die Abdichtung ist und ob sie vor der Montage erneuert werden sollte. Danach kommt der Kabelweg: vom Dach durch einen Steigschacht oder das Treppenhaus bis in den Hausanschlussraum im Keller, oft über fünf oder mehr Geschosse.
Siedlungshaus der Zwanziger- und Dreißigerjahre. Viele der 264 Häuser aus den Jahren 1919 bis 1948 in Grünau-Siedlung haben ein steiles Satteldach mit kleinen Flächen zwischen Gauben und Schornstein. Ist die alte Eindeckung am Ende, lohnt es sich, sie vor den Modulen zu erneuern, statt das Gerüst zweimal zu stellen.
Eigenheim nach 1990. 1.511 Häuser in Lausen-Grünau, Grünau-Siedlung und Schönau sind nach 1990 gebaut. Sie haben in der Regel einen Zählerschrank, der für Speicher und Wallbox wenig Umbau braucht, und Dächer ohne große Aufbauten. Diese Anlagen sind am schnellsten geplant.
Quellen: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Gebäude mit Wohnungen nach Baujahr und Wohnungszahl sowie Wohnungen und Wohnfläche je Wohnung, Ortsteile Grünau-Ost, Grünau-Mitte, Grünau-Nord, Lausen-Grünau, Grünau-Siedlung und Schönau, Stand 31.12.2025 (Vergleichswert 31.12.2000), Open-Data-Abruf am 08.10.2026; Baujahre, Wohnkomplexe und Einwohnerzahl: Stadt Leipzig, Fördergebiet Leipzig-Grünau (Einwohner im Fördergebiet 47.354, Stand 31.12.2024), abgerufen am 08.10.2026.
1.085 Solaranlagen unter 04205, 04207 und 04209, keine davon als Mieterstrom gemeldet
Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ordnet Anlagen nur nach Postleitzahl, nicht nach Ortsteil. Für Grünau passt das unterschiedlich gut, wie das amtliche Adressverzeichnis der Stadt zeigt. Unter 04209 liegen 900 von 939 Adressen in Grünau-Mitte und Grünau-Ost, das ist der Plattenbau-Kern. Unter 04205 liegen Schönau, Grünau-Nord und mit 517 von 1.503 Adressen auch das Dorf Miltitz. Unter 04207 liegen Grünau-Siedlung und Lausen-Grünau, dazu 446 Adressen in Klein- und Großzschocher.
| Postleitzahl | Dachanlagen | Leistung zusammen | Median je Dachanlage | Balkonkraftwerke | Batteriespeicher |
|---|---|---|---|---|---|
| 04209 (Grünau-Mitte, Grünau-Ost) | 24 | 1.832 kW | 39,6 kWp | 22 | 6 mit 46 kWh |
| 04205 (Schönau, Grünau-Nord, Miltitz) | 239 | 2.244 kW | 7,6 kWp | 114 | 189 mit 1.476 kWh |
| 04207 (Grünau-Siedlung, Lausen-Grünau, Teile von Zschocher) | 449 | 5.422 kW | 7,8 kWp | 237 | 366 mit 3.039 kWh |
| zusammen | 712 | 9.498 kW | 7,8 kWp | 373 | 561 mit 4.561 kWh |
Der Kern unter 04209. Auf rund 12.000 Wohnungen in Grünau-Mitte und Grünau-Ost kommen 24 Dachanlagen und 22 angemeldete Balkonkraftwerke. 18 der 24 Dachanlagen liegen auf Flächen mit 5 bis 20 Grad Neigung, also auf flachen Dächern mit Aufständerung. Zehn davon betreibt ein Wohnungsunternehmen auf seinen Blöcken, jeweils zwischen 29 und 74 kW groß, vier eine kommunale Gesellschaft, überwiegend auf öffentlichen Gebäuden. Die beiden größten Felder mit rund 740 und 249 kW liegen auf Gewerbedächern. Elf der 24 Anlagen speisen ihren gesamten Strom ins Netz ein, darunter sieben der zehn Anlagen des Wohnungsunternehmens. Die Mieter in diesen Häusern beziehen ihren Strom also weiter komplett vom Versorger.
Die Eigenheimgebiete unter 04205 und 04207. Hier sieht der Bestand aus wie in jeder Einfamilienhausgegend: 527 der 688 Dachanlagen haben höchstens 10 kWp, der Median liegt bei 7,6 und 7,8 kWp. 207 Anlagen sitzen auf Dächern mit 41 bis 60 Grad Neigung, typisch für steile Satteldächer. Auch einige Blöcke sind dabei: sechs Anlagen einer Wohnungsgenossenschaft mit 57 bis 64 kW und vier eines großen Wohnungsunternehmens mit 37 bis 89 kW.
Was fehlt. Bei keiner der 1.085 Solaranlagen ist im Register ein Mieterstrommodell angemeldet. Die 561 Batteriespeicher fassen im Mittel gut 8 kWh und stehen fast alle unter 04205 und 04207; im Plattenbau-Kern sind es sechs. Strom vom Blockdach direkt in die Wohnungen ist in Grünau also bislang die Ausnahme, nicht die Regel.
Quellen: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, Einheiten mit Energieträger Solare Strahlungsenergie und Speicher, Status „in Betrieb“, Postleitzahlen 04205, 04207 und 04209, abgerufen am 08.10.2026, jüngste Inbetriebnahme im Datensatz am 07.10.2026; Zuordnung der Postleitzahlen: amtliches Adressverzeichnis im Geoportal der Stadt Leipzig, abgerufen am 08.10.2026.
Was eine Solaranlage in Grünau erzeugt: Plattenbau-Flachdach, Siedlungshaus und Balkonbrüstung im Vergleich
Für einen Punkt mitten in der Großwohnsiedlung (51,315 Grad Nord, 12,285 Grad Ost) rechnet PVGIS 5.3, der Strahlungsdienst der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, mit 14 Prozent Systemverlusten: Ein Süddach mit 35 Grad Neigung empfängt 1.348 kWh Sonnenenergie je Quadratmeter Modulfläche und liefert 1.076 kWh je installiertem Kilowatt. Eine 10-kWp-Anlage kommt nach PVGIS damit auf rund 10.760 kWh im Jahr.
| Ausrichtung und Neigung | Wo das in Grünau vorkommt | kWh je kWp im Jahr | davon im Dezember |
|---|---|---|---|
| Süd, 35 Grad | Eigenheim in Schönau oder Lausen-Grünau | 1.076 | 34 |
| Süd, 45 Grad | steiles Siedlungshaus in Grünau-Siedlung | 1.075 | 38 |
| Südost oder Südwest, 30 Grad | schräg zur Sonne stehende Reihenhäuser | 1.003 bis 1.010 | 26 bis 27 |
| Süd, 15 Grad aufgeständert | Flachdach, Modulreihen nach Süden mit Abstand | 1.005 | 24 |
| Süd, 5 Grad | sehr flache Aufständerung mit wenig Windlast | 935 | 18 |
| Ost und West, je 10 Grad | Plattenbau-Flachdach, dicht belegt | rund 886 | 14 bis 15 |
| Ost, 35 Grad | Satteldach mit First in Nord-Süd-Richtung | 847 | 15 |
| West, 35 Grad | dasselbe Dach, Nachmittagsseite | 837 | 15 |
| senkrecht nach Süden | Balkonbrüstung oder Giebelwand eines Blocks | 776 | 40 |
Für Blockdächer ist die Ost-West-Reihe der übliche Weg. Sie bringt je Kilowatt etwa 18 Prozent weniger als ein Süddach, dafür passen auf dieselbe Fläche deutlich mehr Module, weil sich die Reihen kaum gegenseitig verschatten und das Gestell niedrig bleibt. Ein zweiter Befund betrifft die Mietwohnung: Ein senkrecht an der Südbrüstung hängendes Modul bringt übers Jahr nur gut sieben Zehntel des Dachwerts, im Dezember aber mehr als das 35-Grad-Dach, weil die tief stehende Wintersonne fast rechtwinklig auftrifft. Was PVGIS nicht kennt, sind Schatten von Nachbarblöcken, Bäumen und Dachaufbauten; die nehmen wir vor Ort auf. Für einen ersten Blick auf Ihr Dach eignet sich das Solarkataster Sachsen.
Quelle: PVGIS 5.3, Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, Strahlungsdaten SARAH-3, Abruf am 08.10.2026.
Modellrechnung für Grünau: Eigenheim in Schönau, Wohnblock mit 60 Wohnungen, Balkonkraftwerk im fünften Stock
Eigenheim mit Süddach, 10 kWp
Angenommen wird ein Einfamilienhaus aus den Jahren nach 1990, wie es in Schönau und Lausen-Grünau zu Hunderten steht, mit einem unverschatteten Süddach von 35 Grad. Darauf passen 10 kWp. Der Haushalt verbraucht 4.500 kWh im Jahr, ohne Speicher kommen 30 Prozent davon direkt vom Dach.
Rechenweg: 10 kWp mal 1.076 kWh ergeben rund 10.760 kWh im Jahr. 1.350 kWh davon verbraucht das Haus selbst und spart zu 0,37 € je kWh 499,50 €. Die übrigen 9.410 kWh gehen zu 0,077 € ins Netz und bringen 724,57 €. Zusammen sind das rund 1.224 € vor Betriebskosten, gerundet die 1.220 € in der Kennzahlenleiste oben. Ein Speicher hebt den selbst genutzten Anteil, wie stark, hängt am Tagesablauf. Annahme, kein Kundenprojekt.
Wohnblock mit 60 Wohnungen, 80 kWp auf dem Flachdach
Angenommen wird ein sechsgeschossiger Block mit fünf Aufgängen und 60 Wohnungen, wie er in Grünau-Mitte oder Grünau-Nord stehen könnte. Auf dem Flachdach findet ein aufgeständertes Ost-West-Feld von 80 kWp Platz. Die Wohnungen verbrauchen zusammen etwa 114.000 kWh im Jahr, gerechnet mit 1.900 kWh je Wohnung; dazu kommt der Allgemeinstrom für Treppenlicht, Keller und, wo vorhanden, den Aufzug.
Rechenweg: 80 kWp mal rund 886 kWh ergeben etwa 70.900 kWh, rechnerisch 62 Prozent dessen, was die Wohnungen brauchen. Tatsächlich im Haus genutzt wird nur, was zur selben Viertelstunde in den Wohnungen läuft; mittags ist viel davon frei. Drei Wege gibt es: Der Eigentümer speist alles ein, wie es elf Grünauer Anlagen im Plattenbau-Kern tun. Er bietet Mieterstrom an und bekommt für jede im Haus gelieferte Kilowattstunde den gesetzlichen Mieterstromzuschlag. Oder er teilt den Strom über die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b Energiewirtschaftsgesetz auf die Wohnungen auf, die mitmachen wollen. Welcher Weg sich trägt, zeigen die Zählerdaten des Hauses. Annahme, kein Kundenprojekt; die drei Modelle erklärt unsere Seite zu Mieterstrom und Gebäudeversorgung, eine erste Zahl liefert der Mieterstrom-Rechner.
Balkonkraftwerk an der Südbrüstung, 0,8 kWp
Angenommen wird eine Zweiraumwohnung im fünften Stock mit Südbalkon. Zwei Module mit zusammen 0,8 kWp hängen senkrecht an der Brüstung, der Wechselrichter hat 800 Watt. Nach PVGIS ergibt das etwa 620 kWh im Jahr. Nutzt die Wohnung die Hälfte davon selbst, etwa für Kühlschrank, Router und Waschmaschine, sinkt der Strombezug um rund 310 kWh, bei 0,37 € je kWh also um etwa 115 € im Jahr. Der Rest fließt in der Regel ohne Vergütung ins Netz. Annahme, kein Kundenprojekt; mehr dazu auf unserer Seite zum Balkonkraftwerk.
Bauordnung, Mietrecht, Eigentümerversammlung: wer in Grünau über das Dach entscheidet
Baurecht. Solaranlagen auf und an Dächern zählt die Sächsische Bauordnung in § 61 zu den verfahrensfreien Vorhaben, ein Bauantrag ist also meist nicht nötig. Die Ausnahme sind Hochhäuser, also Gebäude, in denen der Fußboden eines Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über dem Gelände liegt. Bei den höchsten Grünauer Blöcken klären wir deshalb vorab mit der Bauaufsicht, ob ein Bauantrag nötig ist. Abstände zu Brandwänden planen wir nach den Brandschutzregeln der Bauordnung. Ob für Ihre Adresse eine Satzung nach dem Baugesetzbuch oder ein Eintrag in der Denkmalliste gilt, prüfen wir vor dem Angebot.
Mieter im Block. Steckersolargeräte stehen ausdrücklich in § 554 des Bürgerlichen Gesetzbuchs: Mieter können verlangen, dass der Vermieter sie erlaubt, es sei denn, das ist ihm auch unter Würdigung der Mieterinteressen nicht zuzumuten. Eine abweichende Klausel im Mietvertrag zum Nachteil des Mieters ist unwirksam. Angemeldet wird ein solches Gerät nur im Marktstammdatenregister, eine Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt. Das Dach eines Mietshauses bleibt dagegen Sache des Eigentümers.
Genossenschaft und Wohnungsunternehmen. Hier entscheiden Vorstand oder Geschäftsführung über die Anlage. Für die Bewohner bleibt die Wahl frei: Ein Mieterstromvertrag darf nach § 42a Energiewirtschaftsgesetz nicht Teil des Mietvertrags sein, und auch an der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung nimmt nur teil, wer mitmachen will. Wer nicht will, behält seinen bisherigen Versorger.
Eigentümergemeinschaft. Wo ein Block in Eigentumswohnungen aufgeteilt ist, braucht eine Anlage auf dem gemeinsamen Dach einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Wir liefern dafür Lageplan, Ertragsrechnung und Kostenaufstellung, damit über eine konkrete Vorlage abgestimmt werden kann.
Quellen: Sächsische Bauordnung, § 2 Abs. 4 und § 61 Abs. 1; § 554 BGB; § 42a und § 42b EnWG; abgerufen am 08.10.2026.
Anmeldung bei der Netz Leipzig: die Grenzen von 30 und 135 Kilowatt, die für Grünauer Dächer zählen
Jede der 1.085 Solaranlagen unter den drei Grünauer Postleitzahlen hängt am Netz der Netz Leipzig GmbH. Ihr Antrag geht deshalb immer an dieselbe Stelle, digital über das Serviceportal des Netzbetreibers. Diese Online-Strecke deckt Photovoltaik bis 135 kW Wirkleistung am Niederspannungsnetz ab, und Speicher bis 30 kW, die zu einer bestehenden Anlage dazukommen. Auch ein Blockdach mit 80 kWp lässt sich so beantragen.
Die zweite Grenze liegt bei 30 kW. Bleibt eine Anlage darunter und steht sie auf einem Grundstück, das schon einen Hausanschluss hat, gilt dieser Anschluss nach dem Gesetz als günstigster Verknüpfungspunkt, weitere Anschlusskosten fallen nicht an. 675 der 712 Grünauer Dachanlagen bleiben bei höchstens 30 kW. Für größere Felder auf Wohnblöcken trägt der Anlagenbetreiber die Kosten von Netzanschluss und Messung nach dem Preisblatt des Netzbetreibers. Baukostenzuschüsse verlangt die Netz Leipzig für Erzeugungsanlagen nicht. Einen verbindlichen Kostenvoranschlag gibt es erst nach Prüfung des konkreten Antrags; die vorgelagerte Netzanschlussanfrage ist nur eine erste Einschätzung.
Antrag, Messkonzept, Inbetriebsetzung und die Einträge im Marktstammdatenregister sind bei uns im Preis enthalten. Bei Mieterstrom und Gebäudeversorgung gehört dazu auch die Abstimmung, welche Zähler im Haus getauscht oder ergänzt werden müssen.
Quelle: Netz Leipzig GmbH, Anschluss einer Photovoltaikanlage/Stromspeicher, abgerufen am 08.10.2026; Anlagenzahlen: Marktstammdatenregister, siehe oben.
Photovoltaik-Förderung in Grünau: Sachsenkredit fürs Eigenheim, KfW für den Block, Stadtzuschuss nur mit Leipzig-Pass
SAB-Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen
Die Sächsische Aufbaubank (SAB) gibt ein zinsvergünstigtes Darlehen ab 20.000 € für Photovoltaik bis 30 kWp, wenn das Haus höchstens vier Wohnungen hat, Sie eine davon dauerhaft selbst bewohnen und seit mindestens zwei Jahren im Grundbuch stehen. Erst beantragen, dann beauftragen. In Grünau passt das zu den rund 1.900 Eigenheimen in Grünau-Siedlung, Lausen-Grünau und Schönau, nicht zu den Blöcken.
KfW-Kredit 270 und Mieterstromzuschlag
Genossenschaften, Wohnungsunternehmen und Eigentümergemeinschaften finanzieren größere Anlagen über den Förderkredit 270 der KfW, beantragt bei der Hausbank. Liefert die Anlage Strom an die Mieter im selben Haus, kommt für jede gelieferte Kilowattstunde der gesetzliche Mieterstromzuschlag hinzu.
Stadt Leipzig: Stecker-Solar für Leipzig-Pass-Inhaber
Die Stadt fördert Balkonkraftwerke für die eigene Mietwohnung mit einem Festbetrag von höchstens 500 €, aber nur für Menschen mit Leipzig-Pass, und nur, wenn der Antrag vor dem Kauf gestellt ist. Fristen und weitere städtische Angebote stehen auf unserer Seite zur Förderung in Leipzig 2026.
Quellen: SAB-Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen; Stadt Leipzig, Förderung privater Stecker-Solar-Geräte; abgerufen am 08.10.2026.
Fragen aus Grünau zu Solaranlage, Mieterstrom und Balkonkraftwerk
Die Netz Leipzig GmbH, für alle sechs Ortsteile. Unter den Postleitzahlen 04205, 04207 und 04209 hängen alle 1.085 Solaranlagen, die das Marktstammdatenregister als in Betrieb führt, an ihrem Netz. Beantragt wird digital über ihr Serviceportal, für Photovoltaik bis 135 kW über die Online-Antragsstrecke.
In der Regel ja. Nach § 554 BGB können Mieter verlangen, dass der Vermieter ein Steckersolargerät erlaubt, sofern es ihm zuzumuten ist. Angemeldet wird nur im Marktstammdatenregister. Mit Leipzig-Pass gibt es von der Stadt bis zu 500 €, wenn der Antrag vor dem Kauf gestellt ist.
Wenige. Im Plattenbau-Kern unter 04209 stehen auf rund 12.000 Wohnungen 24 Dachanlagen, zehn davon auf Blöcken eines Wohnungsunternehmens, elf speisen allen Strom ins Netz ein. Als Mieterstrom angemeldet ist keine der 1.085 Grünauer Anlagen im Register.
Beides ist auf einem Grünauer Block möglich. Beim Mieterstrom liefert der Anlagenbetreiber den kompletten Strom samt Reststrom und erhält den Mieterstromzuschlag. Bei der Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG teilen die teilnehmenden Wohnungen nur den Solarstrom, den Rest kauft jede bei ihrem eigenen Versorger. Welches Modell sich trägt, rechnen wir mit den Zählerdaten Ihrer Häuser durch.
Auf Eigenheimen klein, auf Blöcken groß. Der Median aller 712 Dachanlagen unter 04205, 04207 und 04209 liegt bei 7,8 kWp, 527 Anlagen in den Eigenheimgebieten haben höchstens 10 kWp. Im Plattenbau-Kern unter 04209 liegt der Median bei 39,6 kWp.
Wenn Sie selbst darin wohnen, das Haus höchstens vier Wohnungen hat und Sie seit mindestens zwei Jahren im Grundbuch stehen, kommt der Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen für Photovoltaik bis 30 kWp in Frage, ab 20.000 € Darlehen. Den Antrag stellen Sie vor dem Auftrag.
Mehr als man denkt. Nach PVGIS liefert ein senkrechtes Südmodul in Grünau im Dezember 40 kWh je kWp, ein 35-Grad-Dach nur 34. Übers Jahr kommt die Brüstung mit 776 kWh je kWp auf gut sieben Zehntel des Dachwerts, weil die hohe Sommersonne flach über die Fläche streicht.
Vom Leipziger Westen aus weiter: Solarseiten für die ganze Stadt und für Sachsen
Volt Energie hat seinen Sitz in Leipzig und über 700 Aufträge in Leipzig und Umgebung abgeschlossen. Unser Lager in der Riesaer Straße liegt am anderen Ende der Stadt, die Wege nach Grünau bleiben trotzdem innerhalb Leipzigs. Was in den übrigen Stadtteilen gilt, von den Gründerzeitvierteln bis zu den Dörfern am Stadtrand, steht auf der Leipzig-Seite; Programme und Netzbetreiber im übrigen Freistaat auf der Sachsen-Seite.
Leipziger Stadtteile östlich von Grünau mit eigener Solarseite
Richtung Innenstadt folgen auf Grünau die Altbau- und Industrieviertel des Westens, mit ganz anderen Dächern als die Platte. Für drei davon gibt es eigene Seiten: