Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Leipzig-Lindenau · Leipziger Westen

Photovoltaik
in Leipzig-Lindenau.
Solar vom Projektierer.

Photovoltaik in Lindenau heißt meistens: ein Mietshaus aus der Zeit um 1900, viele Parteien unter einem Dach und oft gleich zwei Satzungen der Stadt, die bei baulichen Änderungen mitreden. Daneben stehen neue Stadthäuser mit flachen Dächern und Gewerbehöfe mit großen Hallen. Für jede dieser Hausformen planen wir Ihre Solaranlage in Lindenau schlüsselfertig, mit Anmeldung bei der Netz Leipzig GmbH und der Montage im Preis enthalten.

Stand: Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
1.349
kWh/m² in der Modulebene
8,2
kWp Median der Dachanlagen (PLZ 04177)
2019
Erfahrung seit
1.220
€ Ersparnis/Jahr*

* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.

Lindenau in Zahlen

Photovoltaik in Lindenau: Gründerzeitblock, Stadthaus und Gewerbehof im Leipziger Westen

Jedes zweite Haus stammt aus der Zeit vor 1919

319 der 603 Wohngebäude im Ortsteil wurden bis 1918 errichtet, das sind 53 Prozent; in ganz Leipzig ist es nur jedes fünfte. Auf ein Gebäude kommen im Schnitt fast neun Wohnungen. Nur 99 Häuser haben eine oder zwei Wohnungen, also gut jedes sechste.

Soziale und städtebauliche Erhaltungssatzung

Fast der ganze Ortsteil liegt im sozialen Erhaltungsgebiet „Lindenau“. Für Teile kommt die städtebauliche Erhaltungssatzung „Plagwitz/Lindenau – Nördlich Karl-Heine-Kanal“ hinzu. Beide können eine eigene Genehmigung verlangen, obwohl die Solaranlage selbst keinen Bauantrag braucht.

255 Balkonkraftwerke, 82 Dachanlagen

Im Postleitzahlgebiet 04177 sind drei von vier registrierten Solaranlagen steckerfertige Geräte am Balkon. Wer zur Miete wohnt, erzeugt seinen Solarstrom hier vor allem selbst an der Brüstung, nicht auf dem Dach des Hauses.

Gewerbedächer tragen mehr als die Hälfte der Leistung

Im Postleitzahlgebiet 04177 bringen 14 Anlagen auf Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsgebäuden zusammen gut 1 MW, fast doppelt so viel wie die 58 Anlagen im Nutzungsbereich Haushalt mit rund 530 kW. Die Hallen und Hinterhofbauten des Leipziger Westens bieten Flächen, die kein Mietshausdach hat.

Rechenbeispiel

Modellrechnung für Lindenau

Stadthaus mit Flachdach, Module nach Osten und Westen

Angenommen wird ein Stadthaus aus den letzten Jahren mit begehbarem Flachdach. Die Module stehen flach aufgeständert mit 10 Grad Neigung, je zur Hälfte nach Osten und nach Westen; so passen 8 kWp auf das Dach, ohne dass sich die Reihen gegenseitig verschatten. Der Haushalt braucht 4.000 kWh Strom im Jahr, 30 Prozent davon deckt die Anlage ohne Speicher direkt. Netzstrom kostet in der Rechnung 0,37 €/kWh, der Überschuss bringt 0,077 €/kWh Einspeisevergütung. Betriebskosten bleiben außen vor.

8 kWp
Anlagengröße
7.090 kWh
Ertrag/Jahr
rund 900 €
Ersparnis/Jahr

So gerechnet: PVGIS 5.3 nennt für Lindenau bei 10 Grad Neigung 887 kWh je kWp nach Osten und 885 kWh nach Westen, im Mittel 886 kWh. 8 kWp ergeben damit rund 7.090 kWh. 1.200 kWh ersetzen Netzstrom (444 €), knapp 5.890 kWh gehen ins Netz (453 €). Das ist eine Annahme, kein Kundenprojekt. Dieselbe Fläche mit Modulen nach Süden und 35 Grad brächte laut PVGIS 1.077 kWh je kWp, rund ein Fünftel mehr, braucht aber mehr Abstand zwischen den Reihen.

Marktstammdatenregister

337 Solaranlagen unter der Postleitzahl 04177, drei Viertel davon am Balkongeländer

Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur führt für die Postleitzahl 04177 337 Solaranlagen in Betrieb, mit zusammen rund 2 MW. Die Postleitzahl ist größer als der Ortsteil: Sie reicht nach Altlindenau hinein, bis an die Georg-Schwarz-Straße. 255 Einträge sind Balkonkraftwerke mit typischerweise 0,8 kW, 82 sind Anlagen auf Gebäuden mit zusammen knapp 1,8 MW. Für die Mietshäuser des Viertels ist das typisch: Über das Dach entscheidet die Eigentümerseite, über das Modul am Balkon der Haushalt selbst.

Die Balkongeräte sind fast alle neu. Bis Ende 2022 standen im Register sieben, 2023 kamen 41 dazu, 2024 und 2025 jeweils knapp 80, bis Ende August 2026 weitere 50. Bei den Dachanlagen ist der Zuwachs ruhiger, aber ebenfalls jung: 44 der 82 gingen ab 2023 ans Netz. Auf Wohnhäusern liegt die typische Anlage bei gut 6 kWp. Neun Anlagen sind größer als 30 kWp, sechs davon stehen auf Gewerbegebäuden; zusammen bringen diese neun gut 1,1 MW und damit fast zwei Drittel der Dachleistung.

Neigung der Dachanlagen im Postleitzahlgebiet 04177 laut Marktstammdatenregister und Ertrag je kWp laut PVGIS
Neigung der ModuleDachanlagenErtrag je kWp in Lindenau laut PVGIS
unter 5 Grad1–
5 bis 20 Grad48Süd 15 Grad: 1.005 kWh; Ost/West 10 Grad: 885 – 887 kWh
21 bis 40 Grad23Süd 35 Grad: 1.077 kWh; Südost/Südwest: 1.015 bzw. 1.006 kWh
41 bis 60 Grad8steile Dachflächen; der Ertrag hängt hier stark von der Himmelsrichtung ab
ohne Angabe2–

Mehr als die Hälfte der Dachanlagen ist also flach geneigt. Das passt zum Bestand: Flachdächer von Hallen und Neubauten, dazu das flache Oberteil der Mansarddächer auf den Gründerzeithäusern. Nach Himmelsrichtung zeigen 23 Anlagen nach Süden, 28 nach Südosten oder Südwesten und 14 nach Osten und Westen zugleich. 74 der 82 Dachanlagen speisen nur ihren Überschuss ein. Sämtliche 337 Anlagen der Postleitzahl hängen am Netz der Netz Leipzig GmbH; dazu kommen 95 Batteriespeicher mit zusammen rund 560 kWh nutzbarer Kapazität.

Quellen: Marktstammdatenregister, Einheiten „in Betrieb“ mit Postleitzahl 04177, Abruf vom 08.10.2026 (jüngste Inbetriebnahme im Datensatz: 29.08.2026); Erträge: PVGIS 5.3 der Europäischen Kommission für 51,34° N / 12,34° O bei 14 Prozent Systemverlusten.

Gebäudebestand

Mietshaus, Stadthaus, Neubaublock: welches Dach in Lindenau welche Anlage trägt

Die Gebäudestatistik der Stadt Leipzig zählt für Lindenau zum Jahresende 2025 603 Gebäude mit Wohnungen und 5.276 Wohnungen. Im Ortsteil leben 8.813 Menschen, fast doppelt so viele wie im Jahr 2000 (4.748). Auch neu gebaut wird im Ortsteil: 2024 wurden laut Statistik 345 neue Wohnungen in neun neuen Wohngebäuden fertig, 2025 weitere 59.

Wohngebäude in Leipzig-Lindenau nach Baujahr und Größe zum 31.12.2025 und was das für die Solarplanung heißt
Wohngebäude in LindenauAnzahl (Anteil)Folgen für die Solaranlage
gebaut bis 1918319 (52,9 %)Blockrand mit Mansard- oder Satteldach und Gauben; Satzungen, Dachstuhl und Zählerplatz zuerst klären
gebaut 1919 bis 194893 (15,4 %)Eindeckung oft erneuert, trotzdem Lattung und Befestigungspunkte prüfen
gebaut 1949 bis 19909 (1,5 %)Einzelfälle, Tragreserven im Bestand ermitteln
gebaut ab 1991182 (30,2 %)Stadthäuser und Mehrfamilien-Neubauten, oft Flachdach; Anlage und Messkonzept am besten von Anfang an mitplanen
davon mit 1 oder 2 Wohnungen99 (16,4 %)Hier entscheidet ein Haushalt allein; Leipzig gesamt: 53,3 %

Für die Gründerzeithäuser zählt vor allem die obere, flache Hälfte des Mansarddachs. Bei 15 Grad Neigung erzeugt sie in Lindenau laut PVGIS nach Süden 1.005 kWh pro Jahr und Kilowatt Leistung, selbst nach Norden noch 743 kWh. Eine steile Nordseite mit 35 Grad käme auf 549 kWh und lohnt sich kaum. Häufig sind Gauben, Schornsteinköpfe und Brandwände die eigentliche Grenze für die Modulfläche, nicht die Ausrichtung. Wie viel Fläche Ihr Dach hergibt, zeigt vorab das Solarkataster Sachsen der Sächsischen Energieagentur für jedes einzelne Gebäude.

Laut der kommunalen Bürgerumfrage 2023 wohnten in Lindenau etwa 7 Prozent der Befragten in den eigenen vier Wänden, in ganz Leipzig rund 13 Prozent. Die meisten Haushalte im Ortsteil mieten also. Ein Dach in Lindenau ist deshalb fast immer eine Sache der Eigentümergemeinschaft oder des Vermieters, und die wichtigste Frage lautet: Wie kommt der Strom vom Dach in die Wohnungen?

Quellen: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Bestand an Wohngebäuden (Fortschreibung des Statistischen Landesamts auf Basis des Zensus 2011, Stichtag 31.12.2025), Wohnungsbestand, Baufertigstellungen, Einwohnerbestand und Wohneigentum aus der Kommunalen Bürgerumfrage, jeweils Ortsteil 70 Lindenau; abgerufen am 08.10.2026.

Satzungen der Stadt

Zwei Erhaltungssatzungen über einem Dach: wann die Solaranlage in Lindenau eine Genehmigung braucht

Nach der Sächsischen Bauordnung kommt eine Solaranlage auf dem Dach eines Wohnhauses ohne Bauantrag aus. In Lindenau reicht das als Antwort nicht, weil die Stadt Leipzig hier zwei verschiedene Erhaltungssatzungen nach § 172 Baugesetzbuch erlassen hat. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele und werden von verschiedenen Ämtern geprüft.

Soziale Erhaltungssatzung „Lindenau“. Sie gilt seit dem 05.07.2020 und umfasst nach Angaben der Stadt nahezu den gesamten Ortsteil sowie den Teil von Plagwitz nördlich des Karl-Heine-Kanals. Ihr Zweck ist, die Wohnbevölkerung vor Verdrängung durch teure Modernisierungen zu schützen. Rückbau, Nutzungsänderung und bauliche Änderungen an Wohngebäuden brauchen dort eine Genehmigung, ausdrücklich auch dann, wenn die Bauordnung kein Verfahren verlangt; für Neubauten gilt das nicht. In ihrem Merkblatt zu energetischen Sanierungen vom Juli 2025 nennt die Stadt die Errichtung einer Photovoltaikanlage als möglichen Prüfgegenstand und empfiehlt, sich vor dem Antrag beraten zu lassen. Zuständig ist das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Gleich daneben liegt das soziale Erhaltungsgebiet „Alt-Lindenau“, das große Teile von Altlindenau und den Süden von Leutzsch abdeckt.

Städtebauliche Erhaltungssatzung „Plagwitz/Lindenau – Nördlich Karl-Heine-Kanal“. Sie schützt das Erscheinungsbild der Straßenzüge in den Ortsteilen Plagwitz und Lindenau, beschlossen vom Stadtrat am 20.09.2023 und rechtskräftig seit 30.09.2023. Sie war das Pilotprojekt, mit dem die Stadt ihre Erhaltungssatzungen um ausführliche Begründungen ergänzt. Was an Gründerzeitstraßen geschützt wird, beschreibt die Stadt so: geschlossener Blockrand, Traufe zur Straße, Mansard- oder Satteldach mit Gauben. Ist für ein Vorhaben keine Baugenehmigung nötig, erteilt die Stadt die erhaltungsrechtliche Genehmigung selbst; der Antrag geht als isolierter Antrag an das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege. Ob Ihre Adresse im Geltungsbereich liegt, zeigt die Kartenanwendung der Stadt.

Denkmal und frühere Sanierungsgebiete. Ist das Haus selbst ein Kulturdenkmal oder steht es in der Nähe eines solchen, braucht die Anlage zusätzlich eine Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz; die Denkmalkarte Sachsen zeigt, welche Gebäude betroffen sind. Die beiden Sanierungsgebiete „Leipzig-Lindenau“ (20 Hektar am Elsterbecken) und „Leipzig-Lindenau II“ (50 Hektar zwischen Lindenau und Plagwitz) sind dagegen Geschichte: Die Stadt hob ihre Satzungen am 28.04.2021 und am 17.05.2023 auf. Eine sanierungsrechtliche Genehmigung entfällt dort.

Wir klären vor dem Angebot, welche der Satzungen für Ihre Adresse gilt, und legen die Belegung so an, dass sie im Straßenbild möglichst wenig auffällt, etwa mit schwarzen Modulen auf der Hofseite und einem geschlossenen Modulfeld. Die Antragsunterlagen stellen wir gemeinsam mit Ihnen zusammen. Bestellt wird erst, wenn die Genehmigung vorliegt.

Quellen: Stadt Leipzig, Soziale Erhaltungssatzungen mit Gebietsbeschreibungen und „Merkblatt für Vorhaben zur energetischen Sanierung von Wohnbestandsbauten in Gebieten mit Sozialer Erhaltungssatzung“ (Juli 2025); Städtebauliche Erhaltungssatzungen und Satzungstext im Elektronischen Amtsblatt 18/2023; Sanierungsgebiet Leipzig-Lindenau und Sanierungsgebiet Leipzig-Lindenau II; abgerufen am 08.10.2026.

Mehrparteienhaus

Vom Dach in die Wohnungen: Mieterstrom, Gebäudeversorgung und die Messkonzepte der Netz Leipzig

Bei fast neun Wohnungen je Haus ist der eigene Strom vom Dach in Lindenau vor allem eine Frage der Verteilung. Zwei Modelle kommen in Betracht. Beim Mieterstrom wird der Betreiber der Anlage zum Stromlieferanten der teilnehmenden Wohnungen und deckt auch den Reststrom aus dem Netz; dafür gibt es nach dem EEG den Mieterstromzuschlag. Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung nach § 42b Energiewirtschaftsgesetz bekommt jede teilnehmende Wohnung einen Anteil am Dachstrom und behält für den Rest ihren eigenen Versorger. Das ist einfacher zu betreiben, erfordert aber intelligente Messsysteme.

Welche Zähler im Keller nötig sind, legt der Netzbetreiber fest. Die Netz Leipzig beschreibt in ihrem Infoblatt zu Messkonzepten drei Varianten für Mieterstrom:

Messkonzepte für Mieterstrom laut Netz Leipzig GmbH
MesskonzeptSo funktioniert es laut Netz LeipzigWann es passt
Doppelte SammelschieneZähler der Mieterstrom-Wohnungen hängen an einer eigenen Sammelschiene, alle anderen an einer zweiten; Netzbezug und Einspeisung werden am Summenzähler direkt gemessen, ohne VerrechnungZählerschrank wird ohnehin erneuert; wer wechselt, wird von einem eingetragenen Installateur umgeklemmt
SummenzählermodellEin Zweirichtungszähler als Übergabezähler und ein Erzeugungszähler; beziehen Wohnungen Strom von einem anderen Lieferanten, wird je Viertelstunde rechnerisch abgegrenztBestehender Zählerplatz, nicht alle Parteien machen mit
Virtueller SummenzählerAlle Messstellen mit intelligentem Messsystem; nur Teilnehmer und Erzeugungsanlage brauchen das Smart Meter zur AbgrenzungHäuser, in denen der Messstellenbetreiber Smart Meter ohnehin setzt

Das gewählte Konzept meldet der Anlagenbetreiber mit dem Datenblatt für Mieterstromanlagen an den Netzbetreiber, Änderungen später ebenso. Für die neuen Mehrfamilienhäuser im Ortsteil lohnt es sich, Zählerplatz und Messkonzept schon in der Bauphase festzulegen; nachträglich ist der Umbau im Zählerraum meist der teuerste Teil. Was sich für Ihr Haus rechnet, prüfen wir mit den Verbrauchsdaten der Wohnungen. Mehr zu beiden Modellen lesen Sie auf unserer Seite zu Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung.

Quelle: Netz Leipzig GmbH, Messkonzepte mit „Infoblatt – Messkonzepte (MK) für Erzeugungsanlagen“, Stand 02.2026, Abschnitt Mieterstrom; abgerufen am 08.10.2026.

Netzanmeldung

Dachanlage oder Balkongerät in Lindenau anmelden: zwei Wege bei der Netz Leipzig

Anlage auf dem Dach. Für Photovoltaik bis 135 kW Wirkleistung am Niederspannungsnetz, mit oder ohne Speicher, nimmt die Netz Leipzig Antrag und Inbetriebsetzung über eine digitale Strecke in ihrem Serviceportal an; für Stromspeicher gilt dieser Weg bis 30 kW. Damit deckt die Online-Anmeldung jede Anlage auf einem Lindenauer Wohnhaus ab und auch die meisten Gewerbedächer im Viertel; im Register liegen nur zwei Anlagen der Postleitzahl darüber. Vorab kann man freiwillig eine Netzanschlussanfrage stellen. Dann prüft der Netzbetreiber, ob der vorhandene Hausanschluss die geplante Leistung aufnimmt. In einem Altbau mit vielen Wohnungen ist das sinnvoll, bevor das Modulfeld feststeht.

Gerät am Balkon. Ein Steckersolargerät mit bis zu 2 kW Modulleistung und höchstens 800 VA Wechselrichterleistung muss bei der Netz Leipzig nicht mehr angemeldet werden. Es genügt der Eintrag im Marktstammdatenregister; ist ein anderer Zähler nötig, veranlasst der Netzbetreiber den Wechsel selbst. Die 255 Balkongeräte im Postleitzahlgebiet laufen über genau diesen Weg.

Für eine Dachanlage übernehmen wir Antrag, Messkonzept, Rückfragen, Zählertermin und Registereintrag; all das ist im Preis enthalten. Die Inbetriebsetzung reicht der Elektroinstallateur nach seiner Prüfung digital ein. Von unserem Sitz in der Riesaer Straße im Leipziger Osten ist Lindenau eine Fahrt quer durch die Stadt, beide Adressen liegen im selben Netzgebiet.

Quellen: Netz Leipzig GmbH, Anschluss einer Photovoltaikanlage/Stromspeicher und Anschluss eines Steckersolargerätes; abgerufen am 08.10.2026.

Förderung 2026

Förderung in Lindenau: warum der SAB-Kredit an vielen Häusern vorbeigeht

Einen Zuschuss der Stadt Leipzig für Solaranlagen auf Wohnhäusern gibt es nicht. Für Lindenauer Häuser bleiben im Wesentlichen zwei Darlehen. Der KfW-Kredit 270 läuft über die Hausbank und steht auch Vermietern und Unternehmen offen. Der Sachsenkredit „Klimafreundlicher Wohnen“ der Sächsischen Aufbaubank (SAB) finanziert Photovoltaik bis 30 kWp mit mindestens 20.000 Euro, hat aber Bedingungen, die im Ortsteil oft nicht passen: höchstens vier Wohneinheiten, eine davon dauerhaft selbst bewohnt, mindestens zwei Jahre im Grundbuch und ein Gebäude, das bei Antragstellung mindestens fünf Jahre alt ist. Ausschließlich vermietete Häuser fördert die SAB nicht.

Für Lindenau heißt das: Das typische Gründerzeitmietshaus fällt heraus, die Stadthäuser und kleinen Zweifamilienhäuser kommen grundsätzlich in Frage, sofern sie nicht erst in den letzten fünf Jahren fertig geworden sind. Für Mieterinnen und Mieter mit Leipzig-Pass fördert die Stadt Balkonkraftwerke mit bis zu 500 Euro je Gerät; der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden, gekauft wird erst mit dem Bewilligungsbescheid. Steht das Haus im Erhaltungsgebiet oder unter Denkmalschutz, kann auch für das Balkongerät eine Genehmigung nötig sein. Alle Programme mit ihren aktuellen Bedingungen haben wir auf der Seite zur Förderung in Leipzig 2026 zusammengestellt.

Quellen: SAB-Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen; Stadt Leipzig, Förderung privater Stecker-Solar-Geräte; abgerufen im Oktober 2026.

FAQ · Lindenau

Fragen zur Solaranlage in Lindenau

Unser Mietshaus liegt im sozialen Erhaltungsgebiet. Dürfen wir eine Solaranlage aufs Dach setzen? +

Grundsätzlich ja, aber nicht ohne Rückfrage bei der Stadt. Im sozialen Erhaltungsgebiet „Lindenau“ stehen bauliche Änderungen an Wohngebäuden unter Genehmigungsvorbehalt, auch wenn die Bauordnung kein Verfahren verlangt. Die Stadt nennt Photovoltaik in ihrem Merkblatt vom Juli 2025 als möglichen Prüfgegenstand und rät zur Beratung vor dem Antrag beim Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Wir klären das vor dem Angebot.

Gilt in Lindenau auch die städtebauliche Erhaltungssatzung? +

Für einen Teil des Ortsteils ja: Die Satzung „Plagwitz/Lindenau – Nördlich Karl-Heine-Kanal“ ist seit 30.09.2023 rechtskräftig und schützt das Bild der Gründerzeitstraßen. Braucht die Anlage keine Baugenehmigung, beantragt man die erhaltungsrechtliche Genehmigung isoliert beim Amt für Bauordnung und Denkmalpflege. Ob die eigene Adresse betroffen ist, zeigt die Kartenanwendung der Stadt Leipzig.

Wie bekommen die Mietparteien den Strom vom Dach? +

Über Mieterstrom, bei dem der Anlagenbetreiber die Wohnungen komplett beliefert, oder über die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG, bei der jede Wohnung ihren Anteil vom Dach erhält und den Rest weiter vom eigenen Versorger bezieht. Für Mieterstrom lässt die Netz Leipzig drei Messkonzepte zu: doppelte Sammelschiene, Summenzähler und virtuellen Summenzähler.

Muss ich mein Balkonkraftwerk bei der Netz Leipzig anmelden? +

Nein. Für Steckersolargeräte bis 2 kW Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung verlangt die Netz Leipzig keine Anmeldung mehr, der Eintrag im Marktstammdatenregister reicht. Zustimmen muss allerdings der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft, und im Erhaltungsgebiet oder an einem Denkmal kann eine Genehmigung der Stadt nötig sein.

Lohnt sich das flache Dach eines Stadthauses in Lindenau? +

Ja. Mit Modulen nach Osten und Westen bei 10 Grad Neigung nennt PVGIS für Lindenau rund 886 kWh je kWp und Jahr, nach Süden mit 15 Grad 1.005 kWh. Mehr als die Hälfte der Dachanlagen im Postleitzahlgebiet 04177 ist laut Marktstammdatenregister mit 5 bis 20 Grad flach geneigt.

Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage in Lindenau auf einem Süddach? +

Bei 35 Grad Neigung nach Süden rund 1.077 kWh je kWp und Jahr laut PVGIS 5.3; eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 10.770 kWh. Nach Südosten oder Südwesten sind es 6 bis 7 Prozent weniger.

Bekomme ich für ein vermietetes Haus in Lindenau den SAB-Kredit? +

Nein. Der Sachsenkredit „Klimafreundlicher Wohnen“ setzt voraus, dass Sie eine Wohnung im Haus selbst dauerhaft bewohnen, und gilt nur für Gebäude mit höchstens vier Wohneinheiten, die mindestens fünf Jahre alt sind. Für vermietete Häuser bleibt der KfW-Kredit 270 über die Hausbank.

Region · Leipzig

Vom Leipziger Osten in den Westen: Photovoltaik für die ganze Stadt und Sachsen

Unser Sitz ist in Leipzig, und in Leipzig und Umgebung haben wir über 700 Aufträge abgeschlossen. Erhaltungssatzungen, Mehrparteienhäuser und Netz Leipzig begegnen uns in vielen Gründerzeitvierteln der Stadt; wie die übrigen Ortsteile aussehen, steht auf der Leipzig-Seite, die Regeln für das restliche Sachsen auf der Landesseite.

Nachbar-Stadtteile

Nachbarn im Leipziger Westen: Plagwitz, Leutzsch und Grünau

Südlich des Karl-Heine-Kanals liegt Plagwitz, das mit Lindenau eine gemeinsame städtebauliche Erhaltungssatzung teilt; im Norden folgt Leutzsch, weiter westlich die Großwohnsiedlung Grünau. Für diese Stadtteile gibt es eigene Seiten:

Photovoltaik Plagwitz Solaranlage Leutzsch Photovoltaik Grünau
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