Photovoltaik in Moers. Solar vom Projektierer.
Volt Energie realisiert Photovoltaik in Moers schlüsselfertig: schlüsselfertig ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 14.999 €. Die Einspeise-Anmeldung läuft über die RheinNetz GmbH — die ENNI ist in Moers Grundversorger und Anlaufstelle für den Antrag, Stromnetzbetreiber ist sie nicht. Material kommt aus unserem Lager in Krefeld, 18 Kilometer Fahrstrecke, rund 20 Minuten.
Photovoltaik in Moers: vier Befunde vor der Planung
Das Stromnetz gehört der ENNI, betrieben wird es von der RheinNetz
Die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH hat ihr Moerser Stromversorgungsnetz an die RheinNetz GmbH verpachtet. Die Liste der Netzbetreiber und Grundversorger NRW 2025–2027 führt die RheinNetz unter ihrem früheren Namen Rheinische NETZGesellschaft mbH als Netzbetreiber, die ENNI als Grundversorger. Den Einspeiseantrag nimmt trotzdem die ENNI in Moers entgegen.
Mehr als jedes dritte Haus stammt aus 1950 bis 1969
8.539 der 24.242 Moerser Gebäude mit Wohnraum entstanden zwischen 1950 und 1969, das sind 35,2 Prozent — mehr als in jeder anderen der 13 Kommunen im Kreis Wesel (dort 18 bis 33 Prozent). Auf diesen Dächern liegt oft schon die zweite Eindeckung, manchmal noch die erste. Ob die Ziegel weitere 25 Jahre tragen, klären wir vor dem Angebot.
Jedes vierte Wohnhaus heizt mit Fernwärme
6.222 Moerser Wohngebäude (26,1 Prozent) hängen an der Fernwärme, im Kreis Wesel liegt nur Dinslaken darüber. Wer mit Fernwärme heizt, plant die Solaranlage auf den Haushaltsstrom und das E-Auto, nicht auf eine Wärmepumpe — das verkleinert die sinnvolle Speichergröße. Mit Heizöl heizen 4.679 Wohngebäude (19,6 Prozent); dort lohnt es sich, den Zählerplatz gleich für einen späteren Wärmepumpenanschluss mitzuplanen.
Solarkataster: Moers liegt im RVR-Gebiet
Ihr Dach finden Sie im Solarpotenzialkataster des Regionalverbands Ruhr, das auch das Moerser Stadtgebiet abdeckt. Es zeigt, welche Teilflächen als geeignet eingestuft sind. Die Auslegung ersetzt es nicht: Verschattung, Sparrenlage, Statik und der Zustand des Zählerplatzes stehen dort nicht — das nehmen wir im Dach-Check auf.
Gebäudezahlen: Zensus 2022, Gemeindegrundinformation Gebäude und Wohnungen für Moers (IT.NRW), Stichtag 15.05.2022; Kreisvergleich aus den Gemeindegrundinformationen aller 13 Kommunen des Kreises Wesel.
6.328 Solaranlagen in Moers: Was das Marktstammdatenregister zeigt
Wie viele Moerser schon Solarstrom erzeugen, lässt sich genau nachzählen. Unter dem Gemeindeschlüssel 05170024 stehen im Register der Bundesnetzagentur am 8. Oktober 2026 exakt 6.328 laufende Photovoltaikeinheiten mit gut 66 Megawatt Bruttoleistung. 4.269 davon sitzen auf oder an Gebäuden und bringen es auf knapp 59 Megawatt, 2.051 sind Balkonkraftwerke, sieben stehen auf freier Fläche. 6.288 Anlagen, das sind 99,4 Prozent, hängen allein am Netz der RheinNetz GmbH; 32 Einträge nennen die Westnetz GmbH, die meisten davon mit der Postleitzahl 47445.
Typisch für Moers ist die mittelgroße Hausanlage: Der Median aller Gebäudeanlagen liegt bei 8,4 kWp, auf Wohnhäusern bei 8,1 kWp. 3.805 Betreiber nutzen ihren Strom selbst und speisen nur den Rest ein, 460 verkaufen alles. Mehr als die Hälfte des heutigen Gebäudebestands ist keine vier Jahre alt — 897 Inbetriebnahmen 2023, 737 im Folgejahr, 533 im Jahr 2025 und 427 zwischen Januar und Anfang Oktober 2026, zusammen 2.594 Anlagen. Teilt man die 23.822 Moerser Wohngebäude durch die Gebäudeanlagen, trägt gut jedes sechste Haus Module; weil auch Hallen, Schulen und Läden mitgezählt sind, liegt die Quote bei Wohnhäusern tatsächlich etwas niedriger.
| Modulfeld zeigt nach | Anlagen auf Moerser Gebäuden | Quote |
|---|---|---|
| Süden | 1.586 | 37,2 % |
| Südwesten | 674 | 15,8 % |
| Südosten | 447 | 10,5 % |
| Osten und Westen zugleich | 562 | 13,2 % |
| Westen | 455 | 10,7 % |
| Osten | 314 | 7,4 % |
| Norden, Nordosten, Nordwesten | 151 | 3,5 % |
| keine Angabe oder dem Sonnenstand nachgeführt | 80 | 1,9 % |
Ein Südfeld ist also die Regel, aber kein Muss: Fast ein Drittel der Moerser Hausanlagen liegt auf Ost-, West- oder Ost-West-Flächen. Räumlich verteilt sich der Bestand über alle vier Postleitzahlbezirke — 1.349 Anlagen unter 47441, 1.460 unter 47443, 1.671 unter 47445 und 1.842 unter 47447. Gezählt haben wir selbst über die öffentliche Einheitenübersicht: nur Solare Strahlungsenergie, nur Status „in Betrieb“, Gemeindeschlüssel 05170024.
Netzanmeldung in Moers: Antrag bei der ENNI, Netz der RheinNetz
Rund um Moers wechselt der zuständige Stromnetzbetreiber von Kommune zu Kommune: In Duisburg ist die Netze Duisburg GmbH zuständig, in Krefeld die NGN Netzgesellschaft Niederrhein mbH, in Kamp-Lintfort und Rheinberg die Westnetz GmbH. Für Moers ist es die RheinNetz GmbH. In der Liste der Regulierungskammer NRW steht Moers ohne Ortsteil-Einschränkung. Die wenigen Westnetz-Einträge im Marktstammdatenregister zeigen trotzdem: An Stadtgrenzen prüfen wir den Netzbetreiber adressgenau, bevor der Antrag rausgeht.
Den Weg beschreibt die ENNI auf ihrer Seite Infos für Einspeiser in zwei Schritten. Erstens: mindestens drei bis vier Wochen vor Montagebeginn die Anschlussanfrage auf dem Formblatt der RheinNetz GmbH einreichen, zusammen mit den technischen Datenblättern, etwa der Konformitätserklärung des Wechselrichters und den Datenblättern der Module. Abweichende Messkonzepte sind vorab abzustimmen. Zweitens: Nach der Prüfung der Anschlusssituation kommt die schriftliche Anschlusszusage, danach darf montiert werden. Den Zählerstand fragt später die RheinNetz einmal im Jahr per Selbstablesung ab. Beim Erdgas betreibt die ENNI ihr Netz dagegen selbst — Strom und Gas sollten Sie hier nicht vermischen.
Für das Mehrparteienhaus ist der Hinweis auf die Messkonzepte der wichtigste Satz: Wer den Solarstrom unter mehreren Wohnungen aufteilen will, braucht ein abgestimmtes Zählerkonzept, bevor die Anfrage gestellt wird. Nach der Inbetriebsetzung nach VDE-AR-N 4105 folgen Zweirichtungszähler und Eintrag ins Marktstammdatenregister binnen eines Monats. Balkonkraftwerke bis 800 Watt Wechselrichterleistung meldet man laut ENNI nur noch im Marktstammdatenregister. Sie unterschreiben die Vollmacht — den Schriftverkehr mit ENNI und RheinNetz führen wir.
Nachkriegshäuser und Fernwärme: der Moerser Bestand im Kreisvergleich
In Moers lebten am 31. Dezember 2025 101.298 Menschen. Der Zensus 2022 zählt 23.822 Wohngebäude: 4.729 freistehende Einfamilienhäuser (19,9 Prozent), 5.352 Doppelhaushälften (22,5 Prozent) und 5.112 Reihenhäuser (21,5 Prozent). Ein- und Zweifamilienhäuser zusammen machen 77,0 Prozent aus. Dazu kommen 4.913 Mehrfamilienhäuser mit drei und mehr Wohnungen. So steht Moers neben den Nachbarn im Kreis:
| Kommune | Gebäude mit Wohnraum | vor 1950 | 1950 – 1969 | 1970 – 1989 | Fernwärme | Heizöl |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Moers | 24.242 | 17,3 % | 35,2 % | 23,1 % | 26,1 % | 19,6 % |
| Kamp-Lintfort | 9.403 | 35,5 % | 27,4 % | 15,8 % | 13,1 % | 25,4 % |
| Neukirchen-Vluyn | 7.264 | 16,8 % | 26,5 % | 26,8 % | 16,5 % | 21,3 % |
| Rheinberg | 8.802 | 15,5 % | 23,2 % | 25,6 % | 2,6 % | 27,5 % |
| Dinslaken | 15.029 | 17,5 % | 27,7 % | 27,9 % | 35,9 % | 6,2 % |
| Wesel | 15.332 | 14,0 % | 32,9 % | 26,4 % | 2,2 % | 13,3 % |
Baujahr: Anteil an den Gebäuden mit Wohnraum; Fernwärme und Heizöl: Anteil der Wohngebäude nach Energieträger der Heizung. Quelle: Zensus 2022, Gemeindegrundinformationen der Kommunen (IT.NRW), Stichtag 15.05.2022.
Für die Planung heißt das dreierlei. Bei den vielen Häusern aus den Fünfzigern und Sechzigern prüfen wir Lattung, Sparrenabstand und den alten Zählerschrank, bevor die Modulzahl feststeht. Bei Fernwärme rechnen wir die Anlage auf den Haushaltsstrom, nicht auf Heizstrom. Und weil auf ein Moerser Wohngebäude im Schnitt 2,2 Wohnungen kommen (Kreis Wesel 1,9) und nur 41,0 Prozent der Wohnungen eigentümerbewohnt sind (IT.NRW, Wohnungskennzahlen zum Zensus 2022), klären wir früh, wer unterschreibt: Eigentümer, Eigentümergemeinschaft oder Verwaltung. 2.449 Wohngebäude gehören einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern, 1.967 privaten und 994 kommunalen Wohnungsunternehmen. Für die Eigentümergemeinschaft gibt es ein eigenes Paket zum Mieterstrom.
Wie viel Strom eine Solaranlage in Moers liefert
Ein Kilowatt Peak auf einem Moerser Süddach mit 35 Grad Neigung erzeugt 1.038 kWh im Jahr. So rechnet PVGIS 5.3 der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU für die Stadtmitte (51,45° Nord, 6,63° Ost) mit dem Strahlungsdatensatz SARAH3 und pauschal 14 Prozent Verlusten in Kabeln, Wechselrichter und Verschmutzung; abgefragt haben wir am 8. Oktober 2026. Auf die schräge Modulebene treffen dabei 1.298 kWh Sonnenenergie je Quadratmeter.
| Moerser Dach | Jahresertrag je kWp | bei 8 kWp, typisch für eine Doppelhaushälfte | im Juni / im Dezember je kWp |
|---|---|---|---|
| Süd mit 35° Neigung | 1.038 kWh | rund 8.310 kWh | 127 / 30 kWh |
| Südost mit 35° | 984 kWh | rund 7.880 kWh | 127 / 25 kWh |
| Südwest mit 35° | 968 kWh | rund 7.740 kWh | 125 / 24 kWh |
| flach aufgeständert Ost-West, 10° | rund 860 kWh | rund 6.880 kWh | 129 / 13 kWh |
| Ost mit 35° | 830 kWh | rund 6.640 kWh | 120 / 14 kWh |
| West mit 35° | 808 kWh | rund 6.460 kWh | 118 / 13 kWh |
Ob das Dach 30 oder 45 Grad steil ist, macht in Moers kaum etwas aus — 1.030 gegenüber 1.037 kWh je kWp. Viel mehr zählt, wohin es zeigt: Reine Ost- und Westflächen bleiben um rund 20 Prozent hinter Süden zurück. Für Garagen, Anbauten und die Flachdächer der Mehrfamilienhäuser aus den Sechzigern bietet sich eine flache Ost-West-Aufständerung an. Sie erreicht im Juni den Wert eines Süddachs, schafft im Dezember aber nicht einmal die Hälfte.
Modellrechnung für Moers: Nachkriegshaus, Fernwärme-Reihenhaus, Zweifamilienhaus
Doppelhaushälfte aus den Fünfzigern
Angenommen wird eine Doppelhaushälfte aus den 1950er-Jahren, Dachfläche Südwest mit 35 Grad, darauf 8 kWp, kein Speicher, Haushaltsverbrauch 4.000 kWh. Laut PVGIS entstehen rund 7.740 kWh. Werden davon 1.200 kWh im Haus verbraucht — knapp ein Drittel ihres Bedarfs —, muss sie diese Menge nicht für 37 Cent zukaufen: rund 440 Euro. Für die restlichen 6.540 kWh zahlt der Netzbetreiber 7,7 Cent, also gut 500 Euro. Unterm Strich etwa 940 Euro jährlich, Wartung und Versicherung noch nicht abgezogen.
Reihenhaus mit Fernwärme und Ost-West-Dach
Angenommen wird ein Mittelhaus einer Reihe, beheizt über Fernwärme, Firstlinie von Nord nach Süd. 6 kWp verteilen sich je zur Hälfte auf die Ost- und die Westseite (35 Grad), gebraucht werden nur 3.000 kWh Haushaltsstrom. Ertrag: etwa 4.910 kWh. Werden 900 kWh direkt verbraucht, spart das rund 330 Euro; die übrigen 4.010 kWh bringen rund 310 Euro Vergütung. In Summe gut 640 Euro pro Jahr — hier rechnet sich eher die Wallbox als ein großer Akku.
Zweifamilienhaus mit zwei Haushalten
Angenommen wird ein Zweifamilienhaus mit Südseite, 10 kWp plus 10-kWh-Speicher und zwei Parteien mit jeweils 3.000 kWh Bedarf. Von etwa 10.380 kWh Jahresproduktion bleiben rund 3.300 kWh im Haus. Das ersetzt Netzstrom für rund 1.220 Euro; die eingespeisten 7.080 kWh bringen rund 550 Euro. Damit beide Wohnungen den Dachstrom nutzen dürfen, muss das Zählerkonzept vorher mit ENNI und RheinNetz geklärt sein — etwa als gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG.
Die drei Fälle sind gedachte Häuser nach den Typen, die der Zensus in Moers oft zählt — keine Anlagen von Kundinnen oder Kunden. Rechenbasis: PVGIS-5.3-Ertrag für Moers, Bezugsstrom 37 ct/kWh (BDEW 2026), Vergütung 7,7 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Bei Ihrem Dach kann das Ergebnis spürbar anders ausfallen. Stand: Oktober 2026.
Genehmigung, Solarpflicht und Denkmalbereiche in Moers
Für die normale Dachanlage auf einem Moerser Wohnhaus müssen Sie keinen Bauantrag stellen. Die Landesbauordnung zählt Solaranlagen auf, an und in Dächern und Außenwänden zu den verfahrensfreien Vorhaben, einzige Ausnahme sind Hochhäuser; mitgemeint ist die Änderung des Gebäudeäußeren, die die Module mit sich bringen (§ 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a BauO NRW, Fassung ab 01.09.2026, nachgelesen am 08.10.2026). Was die Stadt per Satzung festlegt und was das Denkmalrecht verlangt, bleibt davon unberührt — dazu gleich mehr.
Solarpflicht: § 42a BauO NRW verlangt Solarstrommodule auf geeigneten Dachflächen bei neuen Wohngebäuden, deren Bauantrag nach dem 1. Januar 2025 eingeht. Für den Moerser Altbau zählt Absatz 3: Wer die Dachhaut komplett erneuert und damit nach dem 1. Januar 2026 beginnt, fällt ebenfalls darunter. Befreit ist, wem andere öffentlich-rechtliche Pflichten entgegenstehen, bei wem es technisch nicht geht oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist; kleine Gebäude bis 50 m² Nutzfläche sind ganz ausgenommen. In einer Stadt mit 8.418 Wohngebäuden aus 1950 bis 1969 kommt diese Regel häufig zum Tragen — Neueindeckung und Solaranlage teilen sich dann sinnvollerweise ein Gerüst.
Denkmalschutz: Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Moers nennt 133 Baudenkmäler, darunter das Grafschafter Schloss, und drei Denkmalbereiche. Laut Denkmalliste vom 07.05.2026 sind das die Wall- und Grabenanlage, der Altmarkt und An der Linde in Repelen. Als Baudenkmal stehen auch Teile ganzer Siedlungen auf der Liste, etwa die THS-Siedlung in Repelen und die Muspasch-Siedlung. Für die frühere Beamtensiedlung an der Rheinpreußen- und Wittfeldstraße in Utfort hat die Stadt am 16.11.2023 die Aufstellung einer Denkmalbereichssatzung beschlossen (Amtsblatt Nr. 24 vom 14.12.2023); in der Denkmalliste vom Mai 2026 steht sie noch nicht als Denkmalbereich.
Liegt Ihr Haus in einem dieser Bereiche, ist es selbst Denkmal oder steht es nah an einem, prüft die Untere Denkmalbehörde die Solaranlage vorab und erteilt eine Erlaubnis nach § 9 DSchG NRW. Das Gesetz schreibt ihr in Absatz 3 vor, Klimaschutz und erneuerbare Energien bei der Abwägung angemessen einzubeziehen; abgelehnt werden darf nur, wenn der Denkmalschutz tatsächlich entgegensteht. Moers bietet den Antrag auch als Online-Ausfüllassistent an.
Siedlung Meerbeck-Hochstrass: Hier gilt kein Denkmalschutz, aber die städtische Gestaltungssatzung vom 26. Juli 1988 in der Fassung vom 5. November 2001. Nach § 13 ist jede Veränderung der äußeren Gestaltung genehmigungspflichtig; zuständig ist die Bauaufsicht. Photovoltaik ist darin nicht ausdrücklich geregelt, wohl aber die Dachfläche: § 3 untersagt Veränderungen von Dachform, Dachneigung und Dachflächen durch Dachaufbauten. Eine Dachanlage ist dort vorab mit der Bauaufsicht zu klären. Der Geltungsbereich umfasst die historische Siedlung, nicht den ganzen Stadtteil Meerbeck; einzelne Grundstücke sind ausgenommen. Wo Ihr Grundstück liegt, fragen wir bei der Stadt nach, bevor ein Angebot entsteht.
PV, Speicher und Wallbox für das Moerser Haus
Modulplan je Haustyp
Ein Reihenhaus mit Ost-West-First braucht einen anderen Belegungsplan als eine Doppelhaushälfte aus der Nachkriegszeit oder ein Mehrfamilienhaus mit sechs Zählern. Für jedes Dach zeigen wir Ihnen zwei, drei Varianten mit dem Moerser PVGIS-Ertrag. Die Verantwortung für das ganze Projekt bleibt bei uns, von der Tragwerksprüfung bis zum Registereintrag.
Akku passend zur Heizung
Heizt Ihr Haus mit Fernwärme oder Gas, dimensionieren wir den Speicher allein nach dem Haushaltsbedarf; manchmal fällt die Empfehlung dann ganz gegen ihn aus. Kommen Wärmepumpe oder Elektroauto dazu, steigt sein Nutzen deutlich. Meist setzen wir den modular erweiterbaren SigenStor von Sigenergy ein; Alternativen stehen im Speichertest 2026.
Ladepunkt, der Sonne tankt
Jede Kilowattstunde, die mittags ins Auto fließt statt für 7,70 Cent ins Netz, ist bares Geld. Die Ladestation wird deshalb mit dem Energiemanagement verbunden, beim Netzbetreiber angemeldet und als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG eingerichtet. Geeignete Modelle: Wallbox-Vergleich.
Was eine Solaranlage in Moers 2026 kostet
Rechnen Sie in Moers für 10 kWp schlüsselfertig mit 14.400 bis 19.400 Euro, mit 10-kWh-Akku mit 17.800 bis 24.100 Euro. Darin stecken Planung, Montage, Module, Wechselrichter, Kabelwege und der Netzanschluss. Unsere Einstiegsangebote: schlüsselfertig ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 14.999 €. Für eine Ladestation kommen 800 bis 2.200 Euro hinzu. Auf Anlage und Speicher fällt wegen des Nullsteuersatzes keine Umsatzsteuer an, beim Ladepunkt ist sie im Preis enthalten — alle Zahlen sind Endpreise.
| Ausstattung | Endpreis 2026 | Rückfluss der Investition (Modell) |
|---|---|---|
| 10 kWp, nur Module und Wechselrichter | 14.400 – 19.400 € | 12 – 17 Jahre |
| 10 kWp mit 10-kWh-Akku | 17.800 – 24.100 € | 10 – 15 Jahre |
| Ladestation zusätzlich | 800 – 2.200 € | — |
Die Rückflusszeiten sind Modellwerte, kein Versprechen: Ertrag, selbst verbrauchter Anteil, Strompreis und Einspeisevergütung verschieben sie. Für Ihr Haus rechnet der Amortisationsrechner vor, verbindlich wird es im Angebot.
Teurer wird es in Moers selten wegen der Module, sondern wegen des Hauses darunter. Bei Eindeckungen aus den Fünfzigern und Sechzigern gehört die Frage auf den Tisch, ob die Pfannen noch ein Vierteljahrhundert halten. Und mancher Zählerschrank aus dieser Bauzeit muss erst ersetzt werden, bevor ein Zweirichtungszähler hineinpasst. Solche Posten weisen wir einzeln aus, damit sie nicht in der Schlussrechnung überraschen. Anfahrt aus Krefeld berechnen wir nicht. Welche Faktoren den Preis sonst bewegen: Photovoltaik-Kosten 2026.
Förderung in Moers: Was im Oktober 2026 offen ist und was nicht
Steuer: null auf den Kauf, null auf den Ertrag
Wer in Moers eine Hausanlage bis 30 kWp kauft, zahlt dank § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer auf Module, Speicher und Montage. Die Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch bleiben nach § 3 Nr. 72 EStG einkommensteuerfrei. Einen Antrag dafür gibt es nicht — das gilt von selbst und ist in Moers derzeit die größte Entlastung.
Bundesgeld: KfW 270 und Vergütung
Finanzieren lässt sich die ganze Anlage samt Akku über den Förderkredit 270 der KfW, den Ihre Hausbank vermittelt. Für jede eingespeiste Kilowattstunde gibt es bei Inbetriebnahme ab 1. August 2026 und bis 10 kWp 7,70 Cent, bei Volleinspeisung 12,22 Cent (Einspeisevergütung).
Land: progres.nrw-Bausteine ausgesetzt
Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Antragstellung für Fassaden-Photovoltaik, Carports mit PV-Dach und die Hauselektrik-Erneuerung in Mehrparteienhäusern gestoppt: Die Förderung „kann derzeit nicht weitergeführt werden“, Anträge sind nicht möglich (Stand 08.10.2026). Für die 4.913 Moerser Mehrfamilienhäuser fällt der Zuschuss zur Hauselektrik damit bis auf Weiteres aus. Aufdach-PV auf privaten Wohnhäusern fördert progres.nrw ohnehin nicht.
Stadt Moers: kein Zuschussprogramm
Ein eigenes Programm für Dachanlagen, Speicher oder Steckersolargeräte hat Moers 2026 nicht. Was manche Vergleichsportale noch zeigen, ist der frühere Balkonkraftwerk-Topf: 3.000 Euro insgesamt, 100 Euro für jede der ersten 30 Anlagen, aufgebraucht seit 28. Januar 2025. Auch die Solarmetropole Ruhr führt die Moerser Mittel als ausgeschöpft. Den Landesüberblick finden Sie unter Förderung NRW 2026.
Von der Dachprüfung bis zur ENNI-Zusage: der Ablauf in Moers
Dach und Lage prüfen
Erst schauen wir aus der Luft, dann vor Ort: Himmelsrichtung, Neigung, Schatten von Nachbarn und Bäumen, Zustand der Pfannen. Bei Häusern aus den Fünfzigern kommen Dachlatten und Zählerschrank dazu, außerdem die Frage nach Denkmalbereich oder Gestaltungssatzung. Einen ersten Eindruck liefert der Online-Dach-Check.
Angebot mit Zählerkonzept
Sie bekommen Belegungsplan, Speicherempfehlung, optional die Ladestation und eine Ertragsrechnung auf Basis der Moerser PVGIS-Werte. Wohnen mehrere Parteien im Haus, liegt das Zählerkonzept gleich bei — abgestimmt mit ENNI und RheinNetz, bevor es eingereicht wird.
Antrag bei der ENNI
Spätestens drei bis vier Wochen vor dem Montagetermin liegt der ENNI das RheinNetz-Formblatt samt Datenblättern vor. Gebaut wird erst, wenn die schriftliche Anschlusszusage im Briefkasten ist.
Aufbau und Start
Zwei bis drei Tage dauert der Aufbau, das Material kommt aus Krefeld. Dann Inbetriebsetzung, Tausch gegen den Zweirichtungszähler, Registereintrag innerhalb eines Monats und Zugang zur Monitoring-App.
Häufige Fragen zu Photovoltaik in Moers
Beide, mit verteilten Rollen. Das Stromnetz gehört der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH, die es an die RheinNetz GmbH verpachtet hat; Netzbetreiber ist damit die RheinNetz. Die Anschlussanfrage reichen Sie aber bei der ENNI ein, auf dem Formblatt der RheinNetz, mindestens drei bis vier Wochen vor Montagebeginn. Grundversorger ist die ENNI. Im Marktstammdatenregister hängen 6.288 von 6.328 Moerser Solaranlagen allein am Netz der RheinNetz GmbH.
In der Regel nein. Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen sind nach § 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a BauO NRW verfahrensfrei, außer bei Hochhäusern. Eine Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde brauchen Sie am Baudenkmal, in einem der drei Denkmalbereiche (Wall- und Grabenanlage, Altmarkt, An der Linde) und in der engeren Umgebung eines Denkmals. In der Siedlung Meerbeck-Hochstrass ist nach der Gestaltungssatzung jede Veränderung der äußeren Gestaltung genehmigungspflichtig; zuständig ist die Bauaufsicht.
Die Siedlung steht nicht unter Denkmalschutz. Es gilt aber die städtische Gestaltungssatzung vom 26. Juli 1988 in der Fassung vom 5. November 2001, die Veränderungen der äußeren Gestaltung genehmigungspflichtig macht. Photovoltaik ist darin nicht ausdrücklich geregelt, wohl aber die Dachfläche: § 3 untersagt Veränderungen von Dachform, Dachneigung und Dachflächen durch Dachaufbauten. Eine Dachanlage ist damit vorab mit der Bauaufsicht zu klären. Der Geltungsbereich umfasst die historische Siedlung, nicht den ganzen Stadtteil Meerbeck — ob Ihr Grundstück dazugehört, klären wir vor der Planung mit der Stadt.
Von der Stadt keine: Moers hat 2026 kein Programm für Dach-Photovoltaik, Stecker-Solargeräte oder Speicher, die früheren Töpfe sind ausgeschöpft. Beim Land sind die progres.nrw-Bausteine Fassaden-Photovoltaik, Carports mit PV-Dach und Erneuerung der Hauselektrik in Mehrparteienhäusern laut Bezirksregierung Arnsberg ausgesetzt (Stand 08.10.2026). Es greifen der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG, die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 72 EStG, die Einspeisevergütung und der KfW-Kredit 270.
Ja, aber anders gerechnet. Mit Fernwärme heizen 26,1 Prozent der Moerser Wohngebäude (Zensus 2022); dort gibt es keinen Heizstrom, den die Anlage ersetzen könnte. Wir legen sie deshalb auf Haushaltsstrom und gegebenenfalls ein E-Auto aus. In unserer Modellrechnung für ein Fernwärme-Reihenhaus mit 6 kWp Ost-West-Dach ergeben sich rund 640 Euro im Jahr aus Ersparnis und Vergütung; ein großer Speicher trägt sich in diesem Fall selten.
Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet 14.400 bis 19.400 Euro inklusive Planung, Montage, Wechselrichter und Netzanschluss, mit 10-kWh-Speicher 17.800 bis 24.100 Euro; eine Wallbox kostet zusätzlich 800 bis 2.200 Euro. Anlage und Speicher sind dank Nullsteuersatz umsatzsteuerfrei; im Wallbox-Preis ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten. Bei Häusern aus den Fünfzigern und Sechzigern, die in Moers 35,2 Prozent des Bestands ausmachen, stehen Dacharbeiten oder ein neuer Zählerschrank gegebenenfalls einzeln im Angebot. Den konkreten Preis nennen wir nach der kostenlosen Projektanalyse.
PVGIS 5.3, das Rechenwerkzeug der EU-Kommission, nennt für Moers 1.038 kWh je kWp und Jahr auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung, nach 14 Prozent Systemverlusten. Ein Südwestdach bringt 968, ein Ost-West-Dach mit 10 Grad rund 860 und ein reines Westdach 808 kWh je kWp. Eine 8-kWp-Anlage auf einem Südwestdach liefert damit rund 7.740 kWh im Jahr.
Bei einem Standard-Einfamilienhaus rechnen Sie mit 6 bis 10 Wochen von der Projektanalyse bis zur Inbetriebnahme. Die ENNI bittet um die Anschlussanfrage mindestens drei bis vier Wochen vor Montagebeginn, die Montage vor Ort dauert 2 bis 3 Tage. Material und Montagesystem kommen aus unserem Lager in Krefeld, 18 Kilometer Fahrstrecke und rund 20 Minuten entfernt — eine Nachlieferung bei laufender Montage kostet dadurch keinen zweiten Termin.
Photovoltaik am linken Niederrhein
PV in der Nähe
Rund um Moers wechselt der zuständige Stromnetzbetreiber von Kommune zu Kommune — deshalb steht er bei jeder Nachbarstadt gleich dabei: