Photovoltaik in Aachen — ohne Stadtförderung, aber mit Rechnung
Die wichtigste Nachricht zuerst: Das Aachener Solarförderprogramm 2026 fördert keine Photovoltaik auf Ein- und Zweifamilienhäusern — so steht es in der städtischen Richtlinie. Wer trotzdem bauen will, braucht eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung statt eines Zuschussversprechens. Genau die liefern wir, aus unserem Standort in Krefeld, 89,2 Kilometer und rund 61 Minuten entfernt.
Was Sie über Photovoltaik in Aachen wissen müssen
Eigenheime sind vom Programm ausgenommen
Die Stadt schreibt zum Solarförderprogramm: „Die Haushaltsmittel für das Solarförderprogramm wurden für das Jahr 2026 freigegeben. Allerdings wurde das Gesamtbudget auf ein Drittel gekürzt.“ Und weiter: „Eine Förderung von Balkonkraftwerken sowie von Photovoltaikanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern ist nicht vorgesehen.“ Gefördert werden nur Mehrfamilienhäuser und Betriebsgebäude kleiner und mittlerer Unternehmen. Solarförderung der Stadt Aachen.
Denkmalbereich Innenstadt: auch ohne Baugenehmigung
Im Denkmalbereich Innenstadt sind selbst bei nicht denkmalgeschützten Gebäuden „Änderungen und Eingriffe an Dächern einschließlich ihrer Dachaufbauten“ erlaubnispflichtig — die Untere Denkmalbehörde muss eingebunden werden, auch wenn keine Baugenehmigung nötig ist. Ausgenommen sind „die Innenbereiche, wie private Höfe und Gärten, sowie die rückwärtig liegenden, nicht einsehbaren Fassaden und Gebäudeteile“. Denkmalbereich Innenstadt.
Die Anfrage stellt ein eingetragenes Unternehmen
Die Regionetz GmbH bezeichnet sich als „der größte Netzbetreiber in der Region Aachen“ und beschäftigt „rund 700 engagierte Mitarbeitende“. Für die Anmeldung einer Erzeugungsanlage verweist Regionetz auf das eigene Einspeiserportal; die qualifizierte Netzanschlussanfrage kann dort nur ein eingetragenes Installationsunternehmen stellen. Einspeiser-Seite der Regionetz.
Klimaziel 2030 und ein eigenes Kataster
Der Rat hat im Januar 2022 auf Bürgerantrag beschlossen: „Aachen ist im Jahr 2030 klimaneutral.“ Die Stadt gehört zu den 100 Städten der EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“; das Integrierte Klimaschutzkonzept 2.0 vom Juni 2024 führt 30 priorisierte Maßnahmen. Für die erste Dacheinschätzung verlinkt die Stadt das Solarpotenzialkataster der StädteRegion. Klimaziel der Stadt Aachen · Solarpotenzialkataster.
Netzanschluss über die Regionetz GmbH
Zuständig ist die Regionetz GmbH; Grundversorger ist die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG). Das Netzgebiet umfasst Aachen, die StädteRegion Aachen sowie Teile der Kreise Düren und Heinsberg, seit dem 1. Januar 2025 auch Herzogenrath und Würselen. Auf der Einspeiserseite formuliert das Unternehmen knapp: „Vom Dach ins Netz - Wir bringen Ihre Energie sicher ins Stromnetz.“ Regionetz über sich.
Das Einspeiserportal staffelt nach Leistung: steckerfertige Anlagen bis 800 VA und 2 kWp brauchen nur den Eintrag im Marktstammdatenregister; von 801 VA bis 270 kVA läuft es über eine Einspeisevoranfrage oder eine qualifizierte Einspeiseanfrage; über 270 kVA werden Formulare per E-Mail eingereicht. Jede Dachanlage eines Wohnhauses fällt damit in die mittlere Stufe — und die qualifizierte Anfrage stellt ein eingetragenes Installationsunternehmen. Anschlussnehmer selbst können eine unverbindliche Netzanschlussanfrage stellen. Einspeiserportal der Regionetz.
Wir übernehmen den kompletten Weg: qualifizierte Anfrage, Abstimmung zur Anschlusszusage, Inbetriebsetzungsanzeige und Marktstammdatenregister. Sie bekommen am Ende einen Ordner mit allen Bestätigungen — nicht eine Sammlung von Links.
Viel Bestand aus den Nachkriegsjahrzehnten
Aachen hat 40.443 Wohngebäude ohne Wohnheime. 13.559 davon — 33,5 % — stammen aus den Jahren 1950 bis 1969, weitere 9.875 oder 24,4 % aus den Jahren 1970 bis 1989 (Zensus 2022, Tab. 3.2). Der Anteil der Häuser von vor 1950 liegt mit 23,5 % niedriger als in den bergischen Städten.
| Baujahr | Wohngebäude | Anteil |
|---|---|---|
| vor 1950 | 9.519 | 23,5 % |
| 1950 – 1969 | 13.559 | 33,5 % |
| 1970 – 1989 | 9.875 | 24,4 % |
25.387 Wohngebäude oder 62,8 % sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, 13.940 oder 34,5 % Mehrfamilienhäuser (Tab. 3.4) — der zweite Wert ist entscheidend, weil nur diese Gebäude im städtischen Förderprogramm berücksichtigt werden. Bemerkenswert hoch ist der Anteil privater Eigentümer: 32.381 Wohngebäude oder 80,1 % gehören Privatpersonen (Tab. 3.5). Dass neue Eigenheime knapp sind, belegt der städtische Wohnungsmarktbericht 2025: Der individuelle Wohnungsbau lag 2024 bei nur 41 neuen Wohneinheiten, weil „Wohnwünsche nach einem Einfamilienhaus … aufgrund fehlender bezahlbarer Baugrundstücke kaum realisiert werden“ können. Wer in Aachen ein Eigenheim hat, wird es also behalten — ein gutes Argument für eine Anlage mit 20 Jahren Laufzeit. Wohnungsmarktbericht 2025.
Quelle: IT.NRW, Gemeindegrundinformation Zensus 2022 für Aachen (AGS 05334002), Stichtag 15. Mai 2022, Spalte „Wohngebäude (ohne Wohnheime)“ (Datei bei Statistik.NRW). Einwohnerzahl 263.703 zum 31. Dezember 2025 (Bevölkerung nach Gemeinden).
Unsere Leistungen in Aachen
Photovoltaik für Eigenheim und Mehrparteienhaus
Auf dem Eigenheim rechnet sich die Anlage ohne Zuschuss über Eigenverbrauch und Einspeisung; auf dem Mehrfamilienhaus kommt der städtische Zuschuss hinzu. Technik, Module und Garantien beschreibt die Seite zur Photovoltaikanlage.
Speicher — auch als Förderbaustein
Im Mehrfamilienhaus fördert die Stadt Batteriespeicher mit 100 € je kWh. Welche Systeme wir einplanen, steht unter Stromspeicher-Übersicht; Messwerte liefert der Stromspeicher-Test 2026.
Wallbox mit Solarüberschuss
Eine 11-kW-Wallbox holt sich bevorzugt den Mittagsüberschuss vom Dach. Modelle vergleicht der Wallbox-Vergleich, die Technik erklärt Wallbox im Detail.
Preise 2026 für Aachen
Weil es für Eigenheime keinen städtischen Zuschuss gibt, zählt in Aachen die nackte Rechnung. Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet bei uns 14.400 bis 19.400 €, mit 10-kWh-Speicher 17.800 bis 24.100 € — bundesweit dieselben Spannen.
| Variante | Grundlage | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Reine Stromerzeugung | 10 kWp | 14.400 – 19.400 € |
| Erzeugung und Speicherung | 10 kWp + 10 kWh | 17.800 – 24.100 € |
| Heimladestation | 11 kW | 800 – 2.200 € |
Für Privathaushalte werden Erzeugungsanlage und Speicher nach § 12 Abs. 3 UStG mit einem Umsatzsteuersatz von 0 % abgerechnet. Die Heimladestation ist davon ausgenommen — der angegebene Rahmen ist ein Endpreis inklusive Umsatzsteuer nach § 3 PAngV. Die genannten 10 – 15 Jahre sind das Ergebnis einer Modellrechnung, deren Ausgang von Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Einspeisevergütung abhängt; offengelegt haben wir sie in unserer Amortisationsrechnung.
Rechnen Sie den Zuschuss also gar nicht erst ein, sondern die beiden Größen, die wirklich tragen: den eingesparten Netzstrom und die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh für den Überschuss beziehungsweise 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung für Anlagen bis 10 kWp ab dem 1. August 2026 (Seite zur Einspeisevergütung). Der stärkste Hebel bleibt der Eigenverbrauch: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist rund dreimal so viel wert wie eine eingespeiste. Die vollständige Kostenaufschlüsselung steht unter detaillierten Kostenseite.
Ein Aachener Sonderfall kann den Preis beeinflussen: Liegt Ihr Haus im Denkmalbereich Innenstadt, braucht der Dacheingriff eine Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde — das kostet Zeit, gelegentlich auch eine angepasste Modulwahl. Die Amortisation liegt in unseren Modellrechnungen bei 10 bis 15 Jahren.
Das Aachener Solarförderprogramm 2026 im Klartext
Gefördert: Mehrfamilienhaus und KMU
Die Stadt zahlt für Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern 200 € je kWp, höchstens 10.000 €, und für Batteriespeicher 100 € je kWh, höchstens 5.000 €. Daneben werden Photovoltaik und Dachgutachten auf Betriebsgebäuden kleiner und mittlerer Unternehmen gefördert. Anträge werden bearbeitet, solange Restmittel verfügbar sind. Richtlinie im Serviceportal.
Nicht gefördert: Eigenheim und Balkon
Wörtlich heißt es: „Eine Förderung von Balkonkraftwerken sowie von Photovoltaikanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern ist nicht vorgesehen.“ Hinzu kommt: Für energiesparende Gebäudemaßnahmen stehen 2026 gar keine Mittel zur Verfügung, und das Gesamtbudget des Solarprogramms wurde auf ein Drittel gekürzt. Stand auf aachen.de/solar.
Was für alle gilt
Unabhängig vom Gebäudetyp greift der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG: Photovoltaikanlage und Speicher werden für Privathaushalte mit 0 % Umsatzsteuer abgerechnet. Für die Wallbox gilt er nicht — dort nennen wir den Endpreis inklusive Umsatzsteuer. Landesprogramme sammeln wir unter Landesprogramme in NRW.
So läuft ein Aachener Projekt
Rechnung statt Zuschusshoffnung
Wir prüfen zuerst, ob Ihr Gebäude überhaupt förderfähig ist — und rechnen das Projekt ansonsten sauber ohne kommunale Mittel durch.
Aufmaß und Denkmalcheck
Vor Ort messen wir Dach, Statik und Zählerplatz und klären, ob Ihr Gebäude im Denkmalbereich Innenstadt liegt oder selbst geschützt ist.
Qualifizierte Einspeiseanfrage
Die Anfrage bei der Regionetz stellt ein konzessionierter Betrieb über das Einspeiserportal; wir kümmern uns darum und begleiten sie bis zur Anschlusszusage.
Montage und Übergabe
Nach ein bis zwei Montagetagen folgen Inbetriebsetzung, Marktstammdatenregister-Eintrag und die vollständige Unterlagenübergabe.
Häufige Fragen zu PV in Aachen
Von der Stadt nicht. In der Richtlinie zum Solarförderprogramm heißt es ausdrücklich: „Eine Förderung von Balkonkraftwerken sowie von Photovoltaikanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern ist nicht vorgesehen.“ Gefördert werden nur Mehrfamilienhäuser und Betriebsgebäude kleiner und mittlerer Unternehmen. Für Privathaushalte bleibt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG, der bei einer Anlage mit Speicher mehrere Tausend Euro ausmacht.
200 € je kWp Photovoltaikleistung, höchstens 10.000 €, sowie 100 € je kWh Speicherkapazität, höchstens 5.000 €. Die Haushaltsmittel für 2026 sind freigegeben, allerdings wurde das Gesamtbudget nach Angaben der Stadt „auf ein Drittel gekürzt“; neue Anträge werden bearbeitet, solange Restmittel verfügbar sind. Wer plant, sollte deshalb früh im Jahr beantragen.
Ja. Im Denkmalbereich Innenstadt sind auch bei nicht denkmalgeschützten Gebäuden „Änderungen und Eingriffe an Dächern einschließlich ihrer Dachaufbauten“ erlaubnispflichtig; die Untere Denkmalbehörde ist einzubinden, selbst wenn keine Baugenehmigung erforderlich ist. Nicht genehmigungspflichtig sind laut Stadt „die Innenbereiche, wie private Höfe und Gärten, sowie die rückwärtig liegenden, nicht einsehbaren Fassaden und Gebäudeteile“.
Die Stadt schreibt: „Solaranlagen sind grundsätzlich auch auf denkmalgeschützten Gebäuden möglich.“ Es bleibt aber bei der Einzelfallprüfung — „jede Solaranlage auf oder an einem Baudenkmal muss mit der Denkmalpflege abgestimmt und von dieser erlaubt werden“. Zusätzlich ist die Tragfähigkeit historischer Dächer zu prüfen. Energetische Sanierung, Stadt Aachen.
Die qualifizierte Netzanschlussanfrage kann nur ein konzessionierter Betrieb stellen. Wir kümmern uns darum, dass sie gestellt wird. Als Anschlussnehmer können Sie vorab eine unverbindliche Netzanschlussanfrage stellen. Steckerfertige Geräte bis 800 VA und 2 kWp brauchen nach den Angaben im Einspeiserportal nur den Eintrag im Marktstammdatenregister.
14.400 bis 19.400 € für 10 kWp, 17.800 bis 24.100 € mit 10 kWh Speicher; beides für Privathaushalte nach § 12 Abs. 3 UStG mit 0 % Umsatzsteuer. Eine 11-kW-Wallbox kostet 800 bis 2.200 € inklusive Umsatzsteuer als Endpreis. Die Amortisation liegt in unseren Modellrechnungen bei 10 bis 15 Jahren — abhängig von Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Einspeisevergütung, siehe unserer Amortisationsrechnung.
Büro und Lager liegen An der Elisabethkirche 42 in Krefeld, 89,2 Straßenkilometer und rund 61 Minuten von Aachen entfernt. Ersatzwechselrichter und Montagematerial liegen dort vorrätig, sodass ein Austausch nicht an Lieferzeiten hängt. Mehr zum Krefelder Büro.
PV in der Nähe
Wir arbeiten in ganz Nordrhein-Westfalen. Für diese Städte gibt es eigene Seiten mit Netzbetreiber, Förderstand und Gebäudedaten: