Photovoltaik in Wuppertal — auch über denkmalgeschützten Dächern
Die Stadt schreibt über sich selbst: „Schließlich besitzt Wuppertal nach Köln die zweithöchste Denkmaldichte.“ Genau deshalb beginnt hier jede Planung mit der Frage, was vom Gehweg aus zu sehen ist — und mit einer zweiten, die sich im flachen Krefeld nie stellt: Wie viel Wintersonne lässt der Talhang übrig? Büro und Lager von Volt Energie stehen in Krefeld, 64 Kilometer Fahrstrecke von der Wuppertaler Stadtmitte entfernt.
Was in Wuppertal über das Ja oder Nein entscheidet
Sichtbarkeit ist das entscheidende Kriterium
„Schließlich besitzt Wuppertal nach Köln die zweithöchste Denkmaldichte“, heißt es auf den Seiten der Stadt. Für Photovoltaik auf Baudenkmälern gilt laut städtischem Gebäudemanagement: „Aus dem öffentlichen Raum heraus dürfen die Module nicht sichtbar sein“. Geprüft wird die Sichtbarkeit aus vordefinierten Sichtachsen — sie ist „das entscheidende Kriterium“. Beim Stadion am Zoo half der Einsatz „ausschließlich nicht-spiegelnder Full-Black-Module“. Wir planen entsprechend erst die Sicht, dann die Leistung. Bericht der Wuppertaler Wirtschaftsförderung.
Ein Netz mit 3.777 Kilometern
Die WSW Netz GmbH „gewährleistet über das 3.777 km lange Elektrizitätsverteilernetz sowie das 975 km lange Gasverteilernetz eine sichere und zuverlässige Energieversorgung“. Sie wurde 2005 als 100-prozentige Tochter der WSW Energie & Wasser AG gegründet, hat rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgt das Konzessionsgebiet Stadt Wuppertal „mit ihren knapp 350.000 Einwohnern“. Unternehmensangaben der WSW Netz.
Das Stadtprogramm ist beendet
„Das Förderprogramm ‚Energieeffizientes Zuhause‘ ist beendet“ — eingereichte Anträge werden noch geprüft, eine Fortsetzung ist nicht geplant. Es förderte Photovoltaik auf selbst genutzten Bestandsgebäuden mit Baujahr vor dem 1. Januar 2020 mit maximal 3.000 € je Haushalt; Stecker- und Balkonanlagen waren ausgeschlossen. Das Gesamtbudget lag bei 432.691,92 €. Serviceportal Wuppertal.
Höhenstadtteile mit viel Eigenheim
58,2 % der Wuppertaler Wohngebäude sind Ein- und Zweifamilienhäuser — 30.996 von 53.298 zum 31. Dezember 2023. In den Höhenstadtteilen liegt der Anteil deutlich darüber: Uellendahl-Katernberg 79,9 %, Cronenberg 77,1 %, Ronsdorf 69,0 %, Vohwinkel 68,1 %, Langerfeld-Beyenburg 67,6 %. Dort stehen die meisten Dächer, über die eine Familie allein entscheidet, ohne Eigentümerversammlung. Statistik-Info der Stadt Wuppertal, Quartal 4|23.
Anmeldung bei der WSW Netz GmbH
Zuständig für den Netzanschluss in ganz Wuppertal ist die WSW Netz GmbH, Grundversorger ist die WSW Energie & Wasser AG. Die Anträge für Erzeugungsanlagen liegen als Formularsatz beim Netzbetreiber bereit; wir füllen sie aus, reichen sie ein und begleiten die Rückfragen bis zur Zählersetzung. Anträge für Erzeugungsanlagen.
Wie viele Wuppertaler diesen Weg schon gegangen sind, zeigt das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Unter dem Gemeindeschlüssel 05124000 sind am 8. Oktober 2026 9.299 Photovoltaikanlagen in Betrieb eingetragen, zusammen rund 101,5 Megawatt. 9.264 davon, also 99,6 Prozent der Wuppertaler Anlagen, hängen am Netz der WSW Netz GmbH; bei den übrigen 35 nennt das Register Westnetz, AVU Netz, die Stadtwerke Velbert oder die EWR als Anschlussnetzbetreiber. 6.249 Einträge sind Anlagen auf Gebäuden mit einem Median von 8,4 kWp, 3.046 sind Balkonkraftwerke. Mit Inbetriebnahme im Jahr 2023 stehen 1.836 Anlagen im Register, mit 2024 weitere 1.718. Öffentliche Einheitenübersicht im MaStR.
Eine Ausnahme gibt es nach unten: Balkonkraftwerke bis 800 Watt müssen ausschließlich im Marktstammdatenregister registriert werden — eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist dafür nicht erforderlich. Für alles darüber, also für jede Dachanlage, bleibt der reguläre Weg über den Netzbetreiber Pflicht. Übersicht Einspeisung Strom.
In den Nachbarstädten sitzen andere Netzbetreiber: in Solingen die SWS Netze Solingen GmbH, in Remscheid die EWR GmbH. Wer ein Objekt jenseits der Stadtgrenze hat, bekommt von uns die passende Anmeldung dorthin — der Ablauf unterscheidet sich in jedem der drei Netze. Für Anlagen bis 30 Kilowatt muss der Netzbetreiber Zeitplan, Prüfergebnis und Kostenvoranschlag spätestens einen Monat nach dem Netzanschlussbegehren liefern (§ 8 Abs. 7 EEG).
64,5 Prozent der Wohngebäude sind älter als 1970
Der Wuppertaler Gebäudebestand ist außergewöhnlich alt: 17.657 Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1950, weitere 17.485 aus den Jahren 1950 bis 1969 — zusammen 64,5 % von 54.490 Wohngebäuden (Zensus 2022, Tab. 3.2). Nur 1.877 Gebäude oder 3,4 % wurden 2010 oder später gebaut.
| Baujahr | Wohngebäude | Anteil |
|---|---|---|
| vor 1950 | 17.657 | 32,4 % |
| 1950 – 1969 | 17.485 | 32,1 % |
| 1970 – 1989 | 11.470 | 21,0 % |
| 1990 – 2009 | 5.996 | 11,0 % |
| 2010 und später | 1.877 | 3,4 % |
Vor der Modulzahl stehen bei einem Dach aus diesen Jahrzehnten drei Prüfpunkte: Trägt der Dachstuhl die zusätzliche Last? Hält die vorhandene Eindeckung die 20 Jahre der Einspeisevergütung noch durch? Und hat der Zählerschrank Platz für Zweirichtungszähler und Überspannungsschutz? Wird ohnehin neu eingedeckt, greift seit Januar 2026 die Solarpflicht der Landesbauordnung (siehe Ortsrecht weiter unten). Bei der Eigentumsform ist die Lage klarer: Privatpersonen besitzen 39.868 der Wohngebäude, das sind 73,2 % (Tab. 3.5). Der Zensus zählt zum 15. Mai 2022 für die Gesamtstadt 30.769 Ein- und Zweifamilienhäuser, also 56,5 % (Tab. 3.4); die städtische Statistik kommt zum 31. Dezember 2023 auf 58,2 % — zwei Stichtage, zwei Erhebungen, dieselbe Richtung. Geheizt wird überwiegend fossil: 71,9 % der Wohngebäude nutzen Gas, 18,3 % Heizöl, Wärmepumpen und Solar- oder Geothermie zusammen nur 2,6 % (Tab. 3.7). Wer in den kommenden Jahren die Heizung tauscht, sollte das Dach gleich mitdenken — eine Wärmepumpe braucht ihren Strom genau in den Monaten, in denen das Tal am wenigsten Sonne bekommt.
Quellen: Gemeindegrundinformation zum Zensus 2022 für die Stadt Wuppertal, Gemeindeschlüssel 05124000, Zählung vom 15. Mai 2022, Tabellen 3.2 bis 3.7, Bezugsgröße „Wohngebäude (ohne Wohnheime)“ (Excel-Datei von Statistik.NRW); Stadt Wuppertal, Statistik-Info Quartal 4|23 (Gebäude- und Wohnungsbestand); 357.243 Einwohner am 31. Dezember 2025 laut Landesstatistik (Bevölkerungsstand je Gemeinde).
Talsohle oder Südhöhe: was PVGIS für Solaranlagen in Wuppertal rechnet
Für eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp, 32 Grad Neigung, Ausrichtung Süd und 14 % Systemverlusten ergibt PVGIS 5.3 der EU-Kommission an der Wuppertaler Stadtkoordinate (51,264° N, 7,178° O) 9.865 kWh im Jahr, also 986 kWh je kWp. Am Lager in Krefeld sind es mit denselben Annahmen 10.441 kWh. Wuppertal liegt damit gut 5 Prozent darunter, weil schon die Einstrahlung auf die Modulfläche geringer ist: 1.230 statt 1.307 kWh je Quadratmeter.
Dazu kommt das Gelände. PVGIS kann den Horizont aus einem Höhenmodell einrechnen — in einer Stadt, die sich über Kilometer durch ein enges Flusstal zieht, ein messbarer Unterschied. Die Tabelle stellt fünf Punkte mit und ohne Geländehorizont gegenüber:
| Punkt (Höhe laut PVGIS) | Jahr mit Horizont | Jahr ohne Horizont | Dezember mit / ohne |
|---|---|---|---|
| Barmen, Talsohle (159 m) | 9.809 kWh | 9.897 kWh | 228 / 258 kWh |
| Stadtkoordinate (153 m) | 9.865 kWh | 9.897 kWh | 246 / 258 kWh |
| Elberfeld, am Hauptbahnhof (189 m) | 9.893 kWh | 9.916 kWh | 249 / 260 kWh |
| Uellendahl-Katernberg (246 m) | 9.885 kWh | 9.920 kWh | 249 / 261 kWh |
| Cronenberg, Südhöhe (295 m) | 9.801 kWh | 9.801 kWh | 257 / 257 kWh |
Im Barmer Tal nimmt der Geländehorizont im Dezember 12 Prozent des Ertrags weg, über die Monate November bis Februar 5 Prozent (1.355 statt 1.429 kWh), übers ganze Jahr knapp 1 Prozent. Auf der Cronenberger Höhe rechnet PVGIS gar keinen Verlust durch das Gelände. Für die Jahresbilanz ist die Tallage also kein Ausschlussgrund. Wer aber mit Wärmepumpe plant und auf Winterstrom setzt, sollte die Horizontwerte der eigenen Adresse kennen. Häuser, Bäume und Stützmauern stehen in keinem Höhenmodell — die nehmen wir beim Aufmaß auf.
Steile Dächer sind dabei kein Nachteil: Mit 45 statt 32 Grad Neigung rechnet PVGIS an der Stadtkoordinate 9.853 kWh im Jahr und im Dezember 277 statt 246 kWh, weil die tief stehende Wintersonne steiler auftrifft. Eine Ost-West-Belegung mit je 5 kWp bei 32 Grad kommt auf 7.962 kWh, bei flachen 15 Grad auf 8.258 kWh.
Wie die Wuppertaler ihre Dächer tatsächlich belegen, steht im Marktstammdatenregister. Von den 6.249 Gebäudeanlagen zeigen 1.971 nach Süden (31,5 %), 1.361 nach Südwesten, 990 nach Südosten, 726 sind Ost-West-Anlagen; nach Norden, Nordost oder Nordwest weisen 290. Bei der Neigung fällt ein Viertel aus dem Rahmen: 1.536 Anlagen (24,6 %) sitzen auf Flächen mit 41 bis 60 Grad.
Quellen: PVGIS 5.3, Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission, abgerufen am 8. Oktober 2026, kristallines Silizium, 14 % Verluste, Koordinaten aus OpenStreetMap (Barmen 51,2683/7,1799; Hauptbahnhof 51,2544/7,1497; Uellendahl-Katernberg 51,2868/7,1357; Cronenberg 51,2057/7,1313); Marktstammdatenregister, Gemeindeschlüssel 05124000, Betriebsstatus „in Betrieb“, Stand 8. Oktober 2026.
Ortsbildsatzung, Zooviertel, Solarpflicht: was für Ihr Wuppertaler Dach gilt
Keine Baugenehmigung nötig
Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen sind nach § 62 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a BauO NRW verfahrensfrei, Hochhäuser ausgenommen. Verfahrensfrei heißt aber nicht regelfrei: Ortsrecht und Denkmalrecht gelten trotzdem. BauO NRW, Fassung 1. September 2026.
Die Ortsbildsatzung von 1975
Im Ortsrecht der Stadt steht eine Satzung über besondere Anforderungen an die Baugestaltung zur Wahrung des Ortsbildes, vom Rat am 17. März 1975 beschlossen und 1984 geändert. Sie umfasst die Elberfelder Nordstadt, die Ortskerne von Beyenburg und Cronenberg, Wichlinghausen, das Briller Viertel und den Bereich Luisenstraße/Friedrich-Ebert-Straße. Bergische Fachwerkhäuser und typische Bauten bis 1939 sind dort „in Ausmaßen, Gestalt und Material zu erhalten“; Veränderungen an Dachformen brauchen die Zustimmung der Bauaufsicht. Solaranlagen nennt die Satzung nicht ausdrücklich — wir klären deshalb vorab, ob die Bauaufsicht beteiligt werden muss. Satzungstext als PDF.
Denkmalbereich Zooviertel
Die Satzung zum Denkmalbereich Zooviertel ist seit 2004 rechtskräftig. Sie umfasst Zoo, Zooviertel und Zoostadion und soll unter anderem Dachformen, Dachneigungen und die Sichtachsen aus dem Viertel ins Tal sichern (KuLaDig, Landschaftsverband Rheinland). Wo eine Denkmalbereichssatzung Maßnahmen erlaubnispflichtig macht, gilt § 10 Abs. 2 DSchG NRW; an jedem eingetragenen Baudenkmal braucht die Veränderung eine Erlaubnis nach § 9.
Erneuerbare Energien wiegen mit
Über die Erlaubnis entscheidet die Untere Denkmalbehörde der Stadt. Sie muss dabei nach § 9 Abs. 3 DSchG NRW neben Wohnungsbau, Klima und Barrierefreiheit ausdrücklich den Einsatz erneuerbarer Energien angemessen berücksichtigen. Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn Belange des Denkmalschutzes nicht entgegenstehen. DSchG NRW.
Solarpflicht beim neuen Dach
Wird die Dachhaut vollständig erneuert und beginnen die Arbeiten nach dem 1. Januar 2026, verlangt § 42a Abs. 3 BauO NRW Photovoltaik auf den geeigneten Dachflächen; für neue Wohngebäude gilt die Pflicht bei Bauanträgen nach dem 1. Januar 2025 (Abs. 1). Sie entfällt, wenn sie anderen öffentlich-rechtlichen Pflichten wie dem Denkmalrecht widerspricht, technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist (Abs. 5). Bei 35.142 Wuppertaler Wohngebäuden aus der Zeit vor 1970 betrifft das jede größere Dachsanierung der kommenden Jahre.
Unsere Leistungen für Wuppertaler Dächer
Anlagen, die man nicht sehen muss
Wo Sichtbarkeit zählt, belegen wir rückwärtige Dachflächen, arbeiten mit matten Full-Black-Modulen und halten Reihenabstände ein, statt die Fläche auszureizen. Modulauswahl und Garantiebedingungen stehen auf der Übersicht Photovoltaikanlage.
Speicher für lange Abende
Weil die Sonne im Tal im Winter früh hinter dem Hang verschwindet, arbeitet eine Batterie in Wuppertal vor allem von März bis Oktober: Sie hebt den Mittagsstrom für den Abend auf. Rechnerisch wichtiger wird sie, sobald Wärmepumpe oder E-Auto dazukommen. Angebotene Systeme: Speicherübersicht; Ergebnisse unserer Messungen: Stromspeicher-Test 2026.
Wallbox und Hausanschluss
In älteren Häusern entscheidet zuerst der Zählerschrank, ob eine Ladestation ohne Umbau anschließbar ist. Den Leitungsweg zur Garage oder zum Stellplatz am Hang sehen wir uns beim Aufmaß an. Geräte nebeneinander: Wallbox-Vergleich; Grundlagen: Ladestation fürs Eigenheim.
Preise 2026: dieselbe Formel wie in Krefeld, ein anderes Gelände
Wir rechnen in Wuppertal mit derselben Preisformel wie an jedem anderen Ort: 10 kWp schlüsselfertig für 14.400 bis 19.400 €, mit Batterie 17.800 bis 24.100 €. Den Unterschied zwischen zwei Wuppertaler Angeboten machen Dach, Zugang und Zählerplatz, nicht der Stadtteil.
| Leistungsumfang | Dimension | Investition |
|---|---|---|
| Solarstrom, ohne Zwischenspeicherung | 10 kWp | 14.400 – 19.400 € |
| Solarstrom mit Nachtnutzung | 10 kWp + 10 kWh | 17.800 – 24.100 € |
| Ladestation fürs E-Auto | 11 kW | 800 – 2.200 € |
Steuerlich: Für Module, Wechselrichter und Batterie berechnen wir Privathaushalten nach § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer. Die Ladestation fällt nicht darunter; ihre Spanne ist ein Endpreis inklusive Umsatzsteuer (§ 3 PAngV). Unsere Modellrechnungen landen bei 8 – 13 Jahren bis zur Amortisation — eine Rechnung, keine Zusage, denn Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Vergütungssatz verschieben sie. Annahmen und Rechenweg: Rechnung zur Amortisation.
Zwei Wuppertaler Besonderheiten schlagen gelegentlich durch: Bei Baudenkmälern kann die Denkmalpflege eine bestimmte Modulfarbe oder eine reduzierte Belegung verlangen, was den Ertrag je Quadratmeter senkt. Und in den Höhenlagen sind Zuwegung und Gerüststellung an steilen Grundstücken aufwendiger. Beides benennen wir im Angebot als eigene Position. Die vollständige Kostenaufschlüsselung steht unter Aufstellung aller Kostenpositionen.
Von den 9.865 kWh, die PVGIS für eine 10-kWp-Südanlage an der Stadtkoordinate rechnet, bringt jede eingespeiste Kilowattstunde 7,70 ct im Überschussmodell oder 12,22 ct bei Volleinspeisung — für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen 1. August und 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen (Einspeisevergütung 2026). Der größere Hebel bleibt der Netzstrom, den Sie nicht mehr kaufen müssen.
Zuschüsse in Wuppertal: Stadtprogramm beendet, Steuer bei null
Kein städtisches Programm mehr
Das Programm „Energieeffizientes Zuhause“ der Stadt ist beendet und wird nicht fortgesetzt. Bereits eingereichte Anträge werden noch geprüft, neue nicht mehr angenommen. Ein Nachfolgeprogramm für 2026 ist weder bei der Stadt noch bei den WSW veröffentlicht. Stand im Serviceportal der Stadt.
Nullsteuersatz statt Zuschuss
Auf Module, Wechselrichter und Speicher für Wohngebäude fällt nach § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an, ohne Antrag und ohne Fördertopf, der leerlaufen kann. Das ist derzeit die verlässlichste Entlastung. Ladestationen sind davon ausgenommen und werden mit Umsatzsteuer abgerechnet.
Vergütung von der WSW Netz
Die Einspeisevergütung zahlt der Netzbetreiber, in Wuppertal also die WSW Netz GmbH: 7,70 ct/kWh bei Überschusseinspeisung, 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung, jeweils 20 Jahre lang (Einspeisevergütung 2026). Was das Land NRW derzeit anbietet und welche Programme ausgesetzt sind, führen wir unter Förderung in NRW.
Erster Blick ins Solarkataster
Wie gut Ihr Dach zur Sonne liegt, zeigt das Solarkataster im Energieatlas Nordrhein-Westfalen gebäudegenau, kostenlos und ohne Anmeldung. Es ersetzt kein Aufmaß, zeigt aber schnell, welche Dachseite sich lohnt. Solarkataster NRW.
So läuft ein Wuppertaler Projekt ab
Denkmal- und Satzungsfrage
Vor dem ersten Modul klären wir, ob Ihr Haus in der Denkmalliste steht, im Denkmalbereich Zooviertel liegt oder unter die Ortsbildsatzung fällt. Davon hängt ab, welche Dachfläche überhaupt in Frage kommt.
Aufmaß mit Blick auf den Hang
Ein Techniker aus Krefeld nimmt Dach, Dachstuhl und Zählerplatz auf, prüft, welche Sichtachsen vom Gehweg auf das Dach fallen, und erfasst Verschattung durch Gegenhang, Bäume und Nachbarhäuser.
Netzanschluss und Erlaubnis
Den Antrag für Erzeugungsanlagen stellen wir bei der WSW Netz GmbH. Steht das Haus unter Denkmalschutz, bereiten wir mit Ihnen den Erlaubnisantrag für die Untere Denkmalbehörde vor.
Montage, Zähler, Unterlagen
Auf die Montage folgen Zählerwechsel, Inbetriebnahme und Einweisung. Sie behalten Inbetriebnahmeprotokoll, Datenblätter und den Zugang zur Anlagenüberwachung.
Häufige Fragen zu PV in Wuppertal
Häufig ja, aber unter einer klaren Bedingung: Laut städtischem Gebäudemanagement dürfen die Module „aus dem öffentlichen Raum heraus nicht sichtbar sein“, und die Sichtbarkeit aus vordefinierten Sichtachsen ist „das entscheidende Kriterium“. Für die Planung folgt daraus: rückwärtige Dachflächen, matte Module, abgestimmte Belegung. Beim Stadion am Zoo kamen dafür „ausschließlich nicht-spiegelnde Full-Black-Module“ zum Einsatz.
Nein. Bis 800 Watt reicht laut WSW Netz der Eintrag ins Marktstammdatenregister, einen eigenen Antrag beim Netzbetreiber gibt es dafür nicht. Dort stehen für Wuppertal schon 3.046 solcher Steckersolargeräte. Eine Dachanlage läuft dagegen immer über den vollständigen Antrag für Erzeugungsanlagen.
Auf den Höhen. Nach der Statistik der Stadt zum 31. Dezember 2023 liegt der Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern in Uellendahl-Katernberg bei 79,9 % (6.395 von 8.006 Wohngebäuden), in Cronenberg bei 77,1 %, in Ronsdorf bei 69,0 %, in Vohwinkel bei 68,1 % und in Langerfeld-Beyenburg bei 67,6 %. Gesamtstädtisch sind es 58,2 %.
Ja, denn Fernwärme ersetzt Heizwärme, nicht Strom. Das Wuppertaler Netz „verläuft in der Talsohle entlang der Wupper von Elberfeld bis Oberbarmen sowie auf den Südhöhen zwischen Küllenhahn und Ronsdorf“; in der Elberfelder Innenstadt werden dafür „insgesamt 24 Kilometer neue Rohrleitungen“ verlegt. Laut Zensus 2022 heizen 3,6 % der Wuppertaler Wohngebäude mit Fernwärme. Haushaltsstrom, Wallbox und Geräte laufen auch dort weiter über den Zähler — und damit über Ihr Dach. WSW Talwärme.
Ohne Batterie 14.400 bis 19.400 €, mit 10-kWh-Batterie 17.800 bis 24.100 € — für Privathaushalte ohne Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG. Für eine Ladestation kommen 800 bis 2.200 € hinzu, hier inklusive Umsatzsteuer.
Unsere Modellrechnungen landen zwischen 8 und 13 Jahren. Der Jahresertrag liegt in Wuppertal laut PVGIS gut 5 % unter Krefeld, das verschiebt die Rechnung etwas nach hinten; stärker wirken Eigenverbrauch und Strompreis. Annahmen und Rechenweg stehen in unserer Rechnung zur Amortisation.
Büro und Lager liegen in Krefeld, An der Elisabethkirche 42: 64 Kilometer Fahrstrecke bis zur Wuppertaler Stadtmitte, laut Routenberechnung (OSRM) rund 53 Minuten ohne Stau. Wechselrichter und Montagematerial halten wir dort vorrätig. Mehr dazu unter unserem Krefelder Standort.
Im Winter ja, übers Jahr kaum. PVGIS 5.3 rechnet für eine 10-kWp-Südanlage in der Barmer Talsohle mit Geländehorizont 9.809 kWh im Jahr, ohne Horizont 9.897 kWh; im Dezember sind es 228 statt 258 kWh. Auf der Cronenberger Höhe kostet das Gelände nichts. Nahe Verschattung durch Häuser und Bäume kommt hinzu und wird beim Aufmaß erfasst.
Wenn die Dachhaut vollständig erneuert wird und die Arbeiten nach dem 1. Januar 2026 beginnen, ja: § 42a Abs. 3 BauO NRW verlangt dann Photovoltaik auf den geeigneten Dachflächen. Die Pflicht entfällt, soweit Denkmalrecht oder andere öffentlich-rechtliche Pflichten entgegenstehen oder sie technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Wer neu eindecken lässt, plant die Anlage am besten gleich mit — dann steht das Gerüst nur einmal.
Das Marktstammdatenregister führt für den Gemeindeschlüssel 05124000 am 8. Oktober 2026 9.299 Photovoltaikanlagen in Betrieb mit zusammen rund 101,5 Megawatt: 6.249 auf Gebäuden, 3.046 Balkonkraftwerke und 4 Freiflächenanlagen. 99,6 Prozent davon sind am Netz der WSW Netz GmbH angeschlossen.
PV in der Nähe
Rund um Wuppertal arbeiten wir im gesamten Bergischen Land und im Kreis Mettmann. Diese Städte haben eine eigene Seite mit Netzbetreiber, Förderstand und Gebäudedaten: