Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Gladbeck · Kreis Recklinghausen

Photovoltaik in Gladbeck

Photovoltaik in Gladbeck heißt meist: altes Haus, schmales Dach. 33,6 % der Gebäude mit Wohnraum stammen von vor 1950, 26,2 % der Wohngebäude sind Reihenhäuser (Zensus 2022, IT.NRW), viele davon in Zechensiedlungen mit Denkmal- oder Gestaltungsregeln. Bei dieser Mischung entscheidet ein Blick aufs Dach, nicht eine Planung am Schreibtisch.

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Stand: Oktober 2026 · Fachlich geprüft von Viktor Kushnir, Geschäftsführer · Alle Angaben ohne Gewähr
33,6 %
Gebäude mit Wohnraum von vor 1950
26,2 %
Einfamilien-Reihenhäuser
3.350
Solaranlagen in Betrieb (Marktstammdatenregister, 08.10.2026)
59 km
Fahrstrecke vom Volt-Lager in Krefeld
Lokal in Gladbeck

Photovoltaik in Gladbeck: schmale Dächer über altem Bestand

Nur jedes elfte Wohnhaus steht frei

Unter den 14.519 Gladbecker Wohngebäuden zählt der Zensus 2022 nur 1.358 freistehende Einfamilienhäuser (9,4 %), aber 3.803 Reihenhäuser (26,2 %) und 3.180 Doppelhaushälften (21,9 %). Die Dachfläche endet also meist an der Trennwand zum Nachbarn. Darum planen wir hier eher 6 bis 9 kWp als 14.

Gas im Keller, Kohle noch in 148 Häusern

65,5 % der Wohngebäude heizen mit Gas, in den Häusern von vor 1950 sogar 77,3 %. Fernwärme versorgt 20,3 %, Wärmepumpen, Solar- oder Geothermie erst 2,0 %. Und 148 Häuser heizten am Zensusstichtag noch mit Kohle, 127 davon Vorkriegsbauten. Wer später auf Wärmepumpe umsteigt, sollte Zählerplatz und Anlagengröße schon jetzt danach auslegen.

ELE Verteilnetz als Netzbetreiber

Das Landesregister der Grundversorger nennt für Gladbeck (Schlüssel 05562014) die ELE Verteilnetz GmbH als Betreiber des Stromnetzes; den Grundversorgungstarif liefert die Emscher Lippe Energie GmbH. Von den 3.350 registrierten Gladbecker Solaranlagen hängen 3.349 am Netz der ELE Verteilnetz GmbH, eine einzige an einem anderen.

Ost-West liefert ein Fünftel weniger, aber passender

Ein Kilowatt Peak nach Süden mit 35 Grad Neigung erzeugt in Gladbeck laut PVGIS 5.3 rund 1.014 kWh im Jahr, nach Osten 813 und nach Westen 792 kWh. Auf dem schmalen Reihenhausdach kann die Ost-West-Belegung trotzdem gewinnen: mehr Module, Strom am Morgen und am Abend, wenn der Haushalt ihn braucht. Wir legen beide Rechnungen nebeneinander.

Gebäude- und Heizungszahlen: Zensus 2022, Gemeindegrundinformation Gladbeck (IT.NRW), Tab. 3.4, 3.8 und 3.9, Stichtag 15.05.2022.

Solaranlagen in Gladbeck

3.350 Anlagen am Netz: der Gladbecker Solarbestand im Register

Wer am 8. Oktober 2026 im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur nach Gladbeck filtert, findet 3.350 laufende Solaranlagen mit zusammen 31,0 Megawatt. Den Löwenanteil tragen 2.126 Dachanlagen mit 29,6 Megawatt, 1.223 sind steckerfertige Balkonkraftwerke, eine einzige ist eine Freiflächenanlage.

Hauptausrichtung der Gebäudesolaranlagen in Gladbeck laut Marktstammdatenregister, Stand 08.10.2026
Hauptausrichtung der ModuleGebäudeanlagenAnteil
Süd80437,8 %
Süd-West oder Süd-Ost70133,0 %
Ost-West, Ost oder West51024,0 %
Nord, Nord-Ost, Nord-West, nachgeführt oder ohne Angabe1115,2 %
zusammen2.126100 %

Jede vierte Dachanlage in Gladbeck zeigt also nach Osten, Westen oder in beide Richtungen. Das passt zu einer Stadt, in der Reihenhauszeilen und Siedlungsstraßen die Firstrichtung vorgeben und niemand sein Dach drehen kann. Die eine Hälfte der Dachanlagen ist größer, die andere kleiner als 8,3 kWp.

Mehr als die Hälfte dieser Dachanlagen, nämlich 1.304, ist erst ab 2023 ans Netz gegangen. Gleichzeitig stehen 2.126 Dachanlagen 14.519 Wohngebäuden gegenüber, und ein Teil der Anlagen liegt auf Gewerbe- und Hallendächern. Auf der großen Mehrheit der Gladbecker Wohnhäuser ist also noch kein Modul.

Ertrag in Gladbeck

Wie viel Strom eine Solaranlage in Gladbeck liefert

Die Zahlen stammen aus PVGIS 5.3, dem Rechenwerkzeug der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, abgefragt am 08.10.2026 für die Gladbecker Ortsmitte (Strahlungsdaten SARAH-3, 14 % Systemverluste).

Jahresertrag von Photovoltaik in Gladbeck nach Ausrichtung, PVGIS 5.3
Ausrichtung und Neigungje kWp und Jahr6 kWp9 kWp
Süd, 35°1.014 kWhrund 6.080 kWhrund 9.120 kWh
Süd, 45°1.012 kWhrund 6.070 kWhrund 9.110 kWh
Ost-West, je 35° (Mittel)rund 802 kWhrund 4.810 kWhrund 7.220 kWh

Zwei Folgerungen für Gladbecker Dächer: Ein steiles Siedlungsdach mit 45 Grad verliert gegenüber 35 Grad praktisch nichts. Und ein Ost-West-Dach bringt je kWp rund ein Fünftel weniger als ein Süddach. Diesen Abstand holen Sie über die Fläche zurück, weil beide Dachseiten belegt werden.

Netzanschluss

Netzanmeldung in Gladbeck läuft über ELE Verteilnetz

Ob Ihr Hausanschluss die Einspeisung verträgt, entscheidet die ELE Verteilnetz GmbH; sie gibt die Zusage und veranlasst anschließend den Zählerwechsel. Die Emscher Lippe Energie ist Lieferant für Strom und Gas und für die Anmeldung der falsche Ansprechpartner.

Den Antrag stellt der Elektroinstallateur im Einspeiserportal der ELE Verteilnetz, entweder als dort eingetragener Stamminstallateur oder als Gastinstallateur mit hochgeladenem Installateurausweis. Sie als Anlagenbetreiber werden erst später eingebunden: Die Aufforderung, Ihre Betreiberdaten im Portal zu erfassen, kommt per Mail, nachdem das Inbetriebsetzungsprotokoll eingereicht ist. Für Anlagen bis 30 kWp gilt das vereinfachte Verfahren nach VDE-AR-N 4105.

In Reihenhauszeilen kommt eine Frage hinzu, die beim freistehenden Haus keine ist: Wo verläuft die Leitung vom Dach zum Zählerschrank, ohne fremdes Eigentum zu berühren? Wir klären die Trasse beim Ortstermin. Ist die Anlage in Betrieb, meldet der Installateur sie fertig, und binnen eines Monats muss sie im Marktstammdatenregister stehen.

Gebäudebestand Gladbeck

Ein Drittel Vorkriegsbau — und was das fürs Dach heißt

4.943 der 14.725 Gladbecker Gebäude mit Wohnraum stammen von vor 1950, weitere 4.532 aus den Jahren 1950 bis 1969. Fast zwei Drittel des Bestands sind damit älter als 55 Jahre. Bei diesen Häusern prüfen wir Sparrenabstand, Verlattung und Eindeckung vor dem Angebot, nicht auf der Baustelle.

Gebäude mit Wohnraum in Gladbeck nach Baualter, Zensus 2022
BaualtersklasseGebäudeAnteil
vor 19504.94333,6 %
1950 – 19694.53230,8 %
1970 – 19892.36616,1 %
1990 – 20092.20815,0 %
2010 und später6774,6 %

Was dabei häufiger auffällt als die Statik, ist der Zählerschrank. Anlagen aus der Zeit vor 1970 haben oft keinen Platz für Zweirichtungszähler und Überspannungsschutz. Der Tausch kostet einen mittleren dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Betrag und steht als eigene Position im Angebot, bevor Sie unterschreiben.

Nur 677 Gebäude sind von 2010 oder später, 4,6 %. Wer in einer der jüngeren Siedlungen wohnt, hat es leichter: aktuelle Elektrik, tragfähige Dachstühle und oft ein Leerrohr zur Garage, über das die Wallbox ohne neue Trasse angebunden wird.

Zechensiedlungen und Satzungen

Solaranlage in der Gladbecker Zechensiedlung: was Denkmalliste und Satzungen sagen

Die Bergbaugeschichte steht in Gladbeck auf vielen Dächern. Die Denkmalliste der Stadt (Stand 31.12.2025) führt 58 Baudenkmäler, darunter ganze Bergarbeitersiedlungen, dazu einen Denkmalbereich. Daneben gelten für mehrere Siedlungen Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen, die keine Denkmäler sind, aber trotzdem mitreden. Welche Regel für Ihr Haus gilt, hängt an der Adresse:

Denkmalschutz und Ortssatzungen in Gladbecker Siedlungen mit Bedeutung für Solaranlagen
GebietSchutzWas für Module zählt
Brauck A, ehemalige Bergarbeitersiedlung an Roßheide-, Boy- und Horster Straße (in der Liste u. a. Dürer-, Grünewald-, Holbein- und Rethelstraße)Denkmalbereich nach DSchG NRW, eingetragen 17.12.2003Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde für Veränderungen im Satzungsgebiet
Arbeitersiedlung Rentfort (Kirchhellener Str. 25–41 und 28–44, Hegestr. 32–36, Lohstr. 2–12), Beamtensiedlung Bernskamp, Arbeitersiedlung Phönixstraße, Arbeiterwohnhäuser Uhlandstraße und EmmichstraßeBaudenkmäler (Denkmalliste Nr. 42, 43, 53, 39 und 55)Erlaubnis nach § 9 Abs. 1 DSchG NRW
Gartenstadtsiedlung ZweckelGestaltungssatzung, rechtskräftig 29.12.2001, geändert 2003Dachform und straßenseitige Gauben bleiben, Eindeckung je Baublock einheitlich schwarz oder rot/rotbraun; eine eigene Solarregel enthält die Satzung nicht
Zechensiedlung Brauck BGestaltungssatzung, rechtskräftig 30.12.1981Ursprünglicher Charakter der Siedlung bleibt, Eindeckung nur schwarz oder anthrazit; keine eigene Solarregel
InnenstadtGestaltungssatzung, rechtskräftig 21.02.2024Photovoltaik bei allen Dachformen zulässig, bevorzugt auf der straßenabgewandten Seite; zur Straße hin in Farbe, Neigung und Maß angepasst
Rosenhügel, ehemalige Zeche ZweckelErhaltungssatzungen nach BaugesetzbuchÄnderungen baulicher Anlagen brauchen eine Genehmigung (§ 172 Abs. 1 BauGB); ob die Stadt eine Dachanlage dazu zählt, fragen wir vorab an

Am Denkmal entscheidet die Untere Denkmalbehörde, in Gladbeck die Abteilung Bauaufsicht und Denkmalpflege im Neuen Rathaus. Das Denkmalschutzgesetz NRW verpflichtet sie in § 9 Abs. 3, die Erlaubnis auszusprechen, sofern der Denkmalschutz nicht dagegen spricht, und dabei Klima und erneuerbare Energien angemessen zu gewichten. Das Oberverwaltungsgericht NRW hat am 27.11.2024 in einem Fall aus einer geschützten Düsseldorfer Siedlung entschieden, dass Denkmalschutz Solaranlagen regelmäßig nicht entgegensteht (10 A 2281/23).

Für die Planung heißt das: In Zweckel und Brauck B liegen dunkle Dächer ohnehin nahe, vollschwarze Module fügen sich in diese Farbe ein. Wir belegen bevorzugt die Gartenseite, lassen Ortgang und Traufe frei und reichen den Belegungsplan bei der Stadt ein, bevor Material bestellt wird. Quellen: Stadt Gladbeck, Seite „Denkmalschutz“ und Denkmalliste; Satzungstexte im Satzungsverzeichnis der Stadtplanung; alle abgerufen am 08.10.2026. Mehr dazu im Ratgeber Denkmalschutz.

Bauordnung NRW

Reihenhaus, Brandwand, Solarpflicht: was die Landesbauordnung in Gladbeck verlangt

Für Module auf Dach oder Fassade stellt in Gladbeck niemand einen Bauantrag: Die BauO NRW zählt sie in § 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a zu den verfahrensfreien Vorhaben, Hochhäuser ausgenommen. Satzungen und Denkmalrecht aus dem Abschnitt oben gelten daneben weiter.

An der Trennwand zum Nachbarhaus zählen drei Regeln. Bauteile mit brennbaren Baustoffen dürfen nicht über Brandwände hinweggeführt werden (§ 30 Abs. 7). Die Liste der Dachaufbauten, die 1,25 m von der Mittellinie einer gemeinsamen Brandwand wegbleiben müssen, nennt in der seit 1. Januar 2024 geltenden Fassung Dachfenster, Gauben und ähnliche Aufbauten, Solaranlagen stehen nicht darin (§ 32 Abs. 5). Und bei den Abstandsflächen bleiben Solaranlagen an bestehenden Gebäuden außer Betracht, solange sie 2,50 m von der Nachbargrenze entfernt sind (§ 6 Abs. 7). Wo das Modulfeld an Ihrer Trennwand endet, legen wir am Dach fest.

Solarpflicht bei neuer Eindeckung. Seit 2026 trifft § 42a Abs. 3 BauO NRW auch Altbauten: Wer die komplette Dachhaut erneuern lässt und damit nach dem 1. Januar 2026 beginnt, muss Photovoltaik vorsehen; neue Wohngebäude trifft sie, wenn der Bauantrag nach dem 1. Januar 2025 gestellt wird. Die Stadt Gladbeck fasst die Mindestgröße nach der Solaranlagen-Verordnung NRW zusammen: 30 % der Nettodachfläche oder 3 kWp bei Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen, 4 kWp bei drei bis fünf Wohnungen. Ausnahmen kennt § 42a Abs. 5: kollidierendes öffentliches Recht, technische Unmöglichkeit, fehlende Wirtschaftlichkeit.

Bei fast zwei Dritteln Wohngebäuden aus der Zeit vor 1970 steht in Gladbeck vielerorts die Neueindeckung an. Dann lohnt es, Dachdecker und Modulmontage auf dasselbe Gerüst zu legen. Quellen: BauO NRW in der Fassung vom 01.09.2026, §§ 6, 30, 32, 42a, 62; Solaranlagen-Verordnung NRW vom 19.06.2024; Stadt Gladbeck, Seite „Solarpflicht“; abgerufen am 08.10.2026. Mehr unter Solarpflicht.

Leistungen

PV, Speicher und Wallbox in Gladbeck

Jede Modulreihe zählt

Auf 26,2 % Reihenhäusern entscheidet der Zentimeter zwischen Gaube und Ortgang über eine ganze Reihe. Wir messen die nutzbare Fläche auf, statt aus der Grundfläche zu rechnen — das verhindert Angebote, die auf dem Dach nicht aufgehen.

Speicher ehrlich gerechnet

Bei 6 bis 9 kWp auf einem Reihenhaus ohne Wärmepumpe rechnet sich ein Speicher häufig noch nicht. Wir rechnen mit Ihrem gemessenen Verbrauch und sagen es auch, wenn die Antwort Nein lautet. Das kostet uns Umsatz und Ihnen kein Geld.

Wallbox trotz Altbau-Elektrik

Im Vorkriegsbestand hängt die Wallbox häufiger an einem neuen Zählerschrank als an einem vorhandenen Leerrohr. Wir prüfen Anschlussleistung und Leitungsweg vor dem Angebot, damit die Box nicht an einer Sicherung scheitert.

Kosten 2026

Was kostet eine PV-Anlage in Gladbeck?

Zehn Kilowatt Peak schlüsselfertig liegen bei 14.400 bis 19.400 Euro, mit 10-kWh-Speicher bei 17.800 bis 24.100 Euro. Auf dem typischen Gladbecker Reihenhausdach landen viele Projekte bei 6 bis 9 kWp und damit unter diesen Zahlen. Die 59 Kilometer Fahrstrecke ab unserem Lager stehen auf keiner Position. Einstiegspreise bei Volt: schlüsselfertig ab 10.000 €, 10 kWp mit 8-kWh-Speicher ab 12.999 €.

Richtpreise Gladbeck 2026, schlüsselfertig inklusive Montage und Netzanschluss
Anlageohne Speichermit Speicher
9 kWp (Doppelhaushälfte)13.600–18.300 €17.000–23.000 €
10 kWp14.400–19.400 €17.800–24.100 €
12 kWp15.800–21.300 €19.200–26.000 €

Preise inklusive Planung, Montage, Wechselrichter, DC/AC-Verkabelung, Netzanmeldung bei ELE Verteilnetz und Inbetriebnahme. 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG. Zählerschranktausch und Dachvorarbeiten werden als eigene Positionen ausgewiesen.

Was hier häufiger dazukommt als in jüngeren Städten: der Zählerschrank aus der Bauzeit und Vorarbeiten am Altbaudach. Bei einem Drittel Vorkriegsbestand ist das keine Ausnahme, sondern der Regelfall — deshalb prüfen wir beides vor dem Angebot und nicht danach.

Für jede eingespeiste Kilowattstunde gibt es bei Inbetriebnahme ab 01.08.2026 und bis 10 kWp 7,70 ct/kWh als Überschusseinspeiser oder 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (Einspeisevergütung 2026). Auf den kleinen Gladbecker Dächern fährt fast jeder mit Überschusseinspeisung besser, denn der Haushalt schluckt einen großen Teil des Stroms selbst.

Förderung in Gladbeck

Zuschuss in Gladbeck 2026: Stadttopf leer, Land ohne Eigenheim-Baustein

Sanierungszuschuss: 2026 ausgeschöpft, 2027 offen

Der Gladbecker Sanierungszuschuss nennt ausdrücklich auch Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Ende Juli 2026 hat die Stadt mitgeteilt, dass die Mittel für 2026 wegen der hohen Nachfrage ausgeschöpft sind. Ob und wie es 2027 weitergeht, will sie zum Jahreswechsel bekannt geben (Neue Gladbecker Zeitung, 27.07.2026). Kostenlose Beratung, auch bei Ihnen zu Hause, bietet weiter das Amt für Umwelt, Klima und Energie.

progres.nrw: für Ihr Dach kein Baustein

Das Landesprogramm progres.nrw fördert keine Dachanlage auf dem privaten Ein- oder Zweifamilienhaus. Die Bausteine Fassaden-PV, PV-Carports und Erneuerung der Hauselektrik in Mehrparteienhäusern sind laut Bezirksregierung Arnsberg derzeit ausgesetzt, Anträge werden dort nicht angenommen (Stand 08.10.2026). Ein Programm des Kreises Recklinghausen für private Dachanlagen haben wir nicht gefunden.

Was sicher wirkt: Steuer, Kredit, Vergütung

Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG erspart beim 9-kWp-Dach für rund 15.900 Euro rund 3.000 Euro Umsatzsteuer, ganz ohne Formular; die Erträge bleiben bis 30 kWp nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei. Finanzieren lässt sich das über den KfW-Kredit 270, den die Hausbank stellt, bevor Sie den Auftrag erteilen. Die Einspeisevergütung läuft gesetzlich 20 Jahre, gleich wie leer der Stadttopf ist.

Unser Prozess

So läuft ein Gladbecker Projekt

01

Dach, Zählerschrank, Satzungslage

Bei einem Drittel Vorkriegsbestand gehören Dachstuhl und Zählerschrank zur Projektanalyse, in Zweckel, Brauck oder Rentfort zusätzlich der Blick in Denkmalliste und Satzung. Sie kostet Sie nichts und verhindert Nachträge.

02

Belegung rechnen: Süd oder Ost-West

Auf dem schmalen Dach entscheidet die Ausrichtung über den Eigenverbrauch. Sie bekommen beide Rechnungen mit den PVGIS-Werten für Gladbeck.

03

Anmeldung bei ELE Verteilnetz

Die Unterlagen gehen über das Einspeiserportal, gegebenenfalls zusammen mit dem Antrag bei der Denkmalbehörde. Erst wenn die Netzzusage vorliegt, kommt das Gerüst.

04

Montage und Anmeldung

Auf dem Reihenhaus genügen meist ein bis zwei Arbeitstage. Danach veranlasst ELE den Zählerwechsel, und die Anlage wird rechtzeitig im Register eingetragen.

FAQ · Gladbeck

Häufige Fragen zur Solaranlage in Gladbeck

Wer ist in Gladbeck der Netzbetreiber? +

Praktisch überall die ELE Verteilnetz GmbH: Von 3.350 Gladbecker Solaranlagen im Marktstammdatenregister sind 3.349 am Netz der ELE Verteilnetz GmbH angeschlossen. Mit Ihrem Stromlieferanten hat das nichts zu tun, auch wer nicht bei der Emscher Lippe Energie Kunde ist, meldet über das Einspeiserportal der ELE Verteilnetz an.

Kann ich 2026 noch den Gladbecker Sanierungszuschuss bekommen? +

Nein. Die Stadt Gladbeck hat Ende Juli 2026 mitgeteilt, dass die Mittel für 2026 ausgeschöpft sind und keine weiteren Anträge berücksichtigt werden. Ob und in welcher Form das Programm 2027 weiterläuft, will sie zum Jahreswechsel bekannt geben. Der Zuschuss nennt ausdrücklich auch Photovoltaik- und Solarthermieanlagen.

Lohnt es sich, auf eine Förderung 2027 zu warten? +

Meistens nicht, zumal noch offen ist, ob es sie gibt. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich, und ein Wartejahr kostet Sie eine komplette Jahresproduktion an selbst genutztem Strom. 9 kWp liefern in Gladbeck laut PVGIS 5.3 nach Süden rund 9.100 kWh im Jahr, auf Ost-West rund 7.200 kWh. Ein Haushalt verbraucht davon typischerweise ein Drittel bis die Hälfte selbst.

Ich wohne in einer Zechensiedlung. Darf ich Module aufs Dach legen? +

Häufig ja, die Regeln hängen aber an der Adresse. In den Siedlungen Rentfort, Bernskamp und Phönixstraße sowie an der Uhland- und der Emmichstraße stehen die in der Denkmalliste genannten Häuser unter Schutz; dort und im Denkmalbereich Brauck A brauchen Sie die Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde, die erneuerbare Energien nach § 9 Abs. 3 DSchG NRW angemessen berücksichtigen muss. In Zweckel und Brauck B gelten Gestaltungssatzungen, die Dachform und Eindeckungsfarbe festlegen, aber keine eigene Solarregel enthalten. Wir klären die Lage Ihres Hauses vor dem Angebot.

Muss ich eine Solaranlage einbauen, wenn ich mein Gladbecker Dach neu decken lasse? +

Ja, sobald die gesamte Eindeckung ersetzt wird und der Dachdecker erst nach dem 1. Januar 2026 anfängt; so regelt es § 42a Abs. 3 BauO NRW. Bei einem Wohnhaus mit bis zu zwei Wohnungen genügen 3 kWp oder 30 % der Nettodachfläche. Keine Pflicht besteht, wenn etwa das Denkmalrecht entgegensteht, die Anlage technisch nicht machbar ist oder sich nicht rechnet. Eine Reparatur einzelner Dachflächen ist keine vollständige Erneuerung.

Wie nah dürfen die Module auf dem Reihenhaus an die Trennwand? +

Eine feste Meterzahl für Solaranlagen nennt die Landesbauordnung dort nicht mehr: Die 1,25-m-Regel in § 32 Abs. 5 BauO NRW zählt Dachfenster, Gauben und ähnliche Aufbauten auf, Solaranlagen nicht. Brennbare Bauteile dürfen aber nicht über eine Brandwand hinweggeführt werden (§ 30 Abs. 7). Wo das Modulfeld an Ihrer Trennwand endet, legen wir mit Blick auf Wandaufbau und Dachkonstruktion beim Ortstermin fest.

Mein Haus ist von 1935 — trägt das Dach eine Anlage? +

Meist schon, nur verlassen wir uns nicht darauf. Bei Gebäuden von vor 1950 — einem Drittel des Gladbecker Bestands — sehen wir uns Sparrenabstand, Zustand der Verlattung und die Eindeckung an, bevor wir ein Angebot schreiben. Häufiger als die Statik ist der Zählerschrank das Thema; er ist meist zu klein für Zweirichtungszähler und Überspannungsschutz.

Wie viel kWp passen auf ein Gladbecker Reihenhaus? +

Typisch sind 6 bis 9 kWp; die mittlere Gebäudeanlage in Gladbeck hat laut Marktstammdatenregister 8,3 kWp. Die Dachbreite begrenzt die Modulreihen, Gauben und Kamine kosten weitere Plätze. Wichtiger als das Maximum ist die Ausrichtung: Auf einem Ost-West-Dach nehmen Sie mehr vom eigenen Strom ab, weil die Erzeugung über den Tag verteilt ist statt mittags konzentriert.

Wie lange dauert ein Projekt in Gladbeck? +

Von der Zusage bis zur Inbetriebnahme rechnen wir mit sechs bis zehn Wochen. Die Netzanmeldung bei ELE Verteilnetz macht den größten Teil aus; braucht es eine Denkmalerlaubnis, kommt deren Bearbeitungszeit hinzu. Muss der Zählerschrank getauscht werden, koordinieren wir das mit dem Zählerwechsel, damit nur ein Termin nötig ist.

Emscher-Lippe-Region

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Rund um Gladbeck liegen mehrere Netzgebiete nebeneinander. Die Nachbarseiten nennen jeweils den zuständigen Betreiber.

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