Photovoltaik in Reichenbach/Vogtl. Solar vom Projektierer.
Photovoltaik in Reichenbach im Vogtland heißt: Angemeldet wird bei den Stadtwerken Reichenbach, nicht beim Regionalnetz, und fast sieben von zehn Wohnhäusern stammen aus der Zeit vor 1950. Ob freistehendes Haus in Brunn oder Friesen, Gründerzeit-Reihenhaus in der Kernstadt oder Doppelhaushälfte in Mylau — Volt Energie plant Ihre Solaranlage für Reichenbach schlüsselfertig, die Montage ist im Preis enthalten.
* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.
Photovoltaik in Reichenbach: Stadtwerke-Netz, Gründerzeitdächer, zwei Erhaltungssatzungen
Anschluss über die Stadtwerke
Das Stromnetz der Stadt gehört der Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH, einer Gesellschaft, an der die Stadt 51 Prozent hält. Ihr Netzgebiet reicht über die Kernstadt hinaus nach Brunn, Friesen, Rotschau und Schneidenbach. Mylau und Obermylau hat die MITNETZ Strom zum 1. Januar 2022 an die Stadtwerke abgegeben; wer dort ein Dach belegt, meldet seitdem ebenfalls bei den Stadtwerken an.
3.380 Häuser mit Wohnraum von vor 1950
Von den 4.844 Reichenbacher Gebäuden mit Wohnraum entstanden 69,8 Prozent bis 1949, nur 113 seit 2010. 2.073 Häuser stehen in einer Reihe oder im geschlossenen Straßenzug, 1.893 frei. Alte Dachstühle, Brandwände zum Nachbarn und oft steile Dachflächen bestimmen deshalb, wie viele Module ein Dach trägt.
Gründerzeitstadt und Altstadt Mylau
Für das Gründerzeitviertel der Kernstadt gilt seit 1992 eine Erhaltungssatzung, die ausdrücklich Dachform und Dachmaterial schützt; die Altstadt von Mylau hat eine eigene Schutzsatzung aus demselben Jahr. Dazu kommen nach Angaben der Stadt über 500 Kulturdenkmale im gesamten Stadtgebiet.
1.042 kWh je kWp am Markt
Der EU-Ertragsrechner PVGIS 5.3 setzt für eine südliche, 35 Grad geneigte Modulfläche am Reichenbacher Markt 1.299 kWh Einstrahlung je Quadratmeter und Jahr an. Nach Abzug von 14 Prozent Systemverlusten bleiben 1.042 kWh je kWp; eine 10-kWp-Anlage liefert damit rund 10.420 kWh im Jahr. Steile 45-Grad-Dächer verlieren kaum etwas, sie kommen auf 1.039 kWh je kWp.
Quellen: Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH, Stromnetz (Versorgungsgebiet); MITNETZ Strom, Netzgebiet der Stadt Reichenbach im Vogtland (Bekanntmachung vom 12.11.2021); Stadt Reichenbach, Stadtwerke (Beteiligung) und Stadtsanierung und Denkmalschutz; Statistisches Landesamt Sachsen, Zensus 2022, Datenblatt Reichenbach im Vogtland; PVGIS 5.3 (SARAH3); Abruf 08.10.2026.
974 Solaranlagen von Mylau bis Schneidenbach: der Reichenbacher Bestand im Oktober 2026
Unter dem Gemeindeschlüssel der Stadt stehen im Register der Bundesnetzagentur 974 Solaranlagen in Betrieb mit zusammen 18,9 MW Bruttoleistung. Den Großteil davon tragen 658 Gebäudedächer mit 16,1 MW, deren Median bei 9,2 kWp liegt. 312 Einträge sind Steckersolargeräte, die zusammen nur gut ein Drittel Megawatt bringen, vier sind Freiflächenanlagen — zwei davon mit je über einem Megawatt.
Die meisten Dachanlagen sind jung: 132 kamen 2023 dazu, 81 im Jahr 2024, 53 im Jahr 2025 und 42 bis Anfang Oktober 2026. Bei den Balkongeräten verlief es umgekehrt, mit 81 neuen Einträgen liegen sie 2026 schon vor den Dachanlagen. Wo die Ausrichtung gemeldet ist, zeigen die Dachmodule vor allem nach Süden (233), Südwesten (127) und Südosten (124), 63 Anlagen sind auf Ost und West verteilt. Auffällig für eine Stadt mit vielen Altbauten: 107 Dachanlagen liegen auf Flächen mit 41 bis 60 Grad Neigung. Unter der Mylauer Postleitzahl 08499 sind es 158 Anlagen, 103 davon auf Dächern.
Die großen Dächer gehören Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie: 18 Gebäudeanlagen leisten mehr als 100 kWp, die größte knapp ein Megawatt auf einem landwirtschaftlichen Gebäude. 851 der 974 Reichenbacher Anlagen speisen nur ihren Überschuss ein und verbrauchen den Rest im Haus. Bis Reichenbach sind es 146 Kilometer ab unserem Lager in Leipzig, rund 90 Minuten.
Quelle: Marktstammdatenregister, Solareinheiten in Betrieb, Gemeindeschlüssel 14523340 (Reichenbach im Vogtland, Stadt), eigene Auszählung, Abruf 08.10.2026.
Gründerzeit, Reihe, Genossenschaft: welche Reichenbacher Dächer Solarstrom tragen
Zum Zensus-Stichtag am 15. Mai 2022 hatte Reichenbach 4.844 Gebäude mit Wohnraum und 13.335 Wohnungen. 2.586 Häuser haben genau eine Wohnung, 766 zwei — gut zwei Drittel aller Gebäude sind also Ein- und Zweifamilienhäuser und damit die Dächer, auf denen eine Eigentümerin oder ein Eigentümer allein über eine Solaranlage entscheiden kann. 3.836 Gebäude gehören Privatpersonen.
Das Baualter prägt die Planung stärker als anderswo im Vogtland. 3.380 Häuser stammen aus der Zeit bis 1949, zwischen 1950 und 1989 kamen 805 hinzu, ab 1990 noch 649. Bei Dachstühlen dieses Alters prüfen wir vor dem Modulplan Sparrenquerschnitte, Lattung und Eindeckung; ist die Eindeckung ohnehin am Ende, gehören Neueindeckung und Solaranlage in ein gemeinsames Angebot mit einem Gerüst. In gereihter Bauweise, wie bei 2.073 Reichenbacher Häusern, rechnen wir außerdem mit den Brandwänden zu beiden Seiten, die einen Teil der Dachfläche frei halten.
Größere Mietshäuser gehören oft Genossenschaften und der Stadt: 354 Gebäude mit 2.464 Wohnungen besitzen Wohnungsgenossenschaften, 260 mit 2.237 Wohnungen die Kommune oder ihr Wohnungsunternehmen. Nur ein Drittel der bewohnten Wohnungen nutzen ihre Eigentümer selbst, 15 Prozent standen am Stichtag leer, drei Viertel davon schon seit mindestens einem Jahr. Für Mieter bleibt das Steckersolargerät; wer ein Mehrparteienhaus besitzt, kann über Mieterstrom nachdenken.
Geheizt wird überwiegend mit Gas, in 3.510 Häusern; Öl folgt mit 497. Fernwärme erreicht 338 Gebäude, darin aber 2.890 Wohnungen. Kollektoren, Erdwärme oder Wärmepumpe zählte der Zensus erst in 103 Häusern. Steht in den nächsten Jahren ein Heizungstausch an, planen wir die Dachanlage so, dass sie eine Wärmepumpe später mitversorgen kann.
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Zensus 2022: Gebäude und Wohnungen am 15. Mai 2022, Gemeinde Reichenbach im Vogtland, Stadt, Tabellen 1 und 2; Abruf 08.10.2026. Durch das Geheimhaltungsverfahren des Landesamts ergeben die Teilwerte nicht immer exakt die Summe.
Solaranlage in Reichenbach: Preise 2026 und was sie im Altbau verschiebt
Schlüsselfertig, also mit Planung, Montage, Wechselrichter, Verkabelung und Anschluss an das Netz der Stadtwerke, kostet eine 10-kWp-Anlage 2026 zwischen 14.400 und 19.400 Euro. Mit einem 10-kWh-Speicher steigt der Rahmen auf 17.800 bis 24.100 Euro, eine Wallbox liegt bei weiteren 800 bis 2.200 Euro. Unsere Einstiegspreise: schlüsselfertige Anlagen ab 10.000 €, 10 kWp samt 8-kWh-Speicher ab 12.999 €.
| Anlagenpaket | Preis 2026 (schlüsselfertig) | Amortisation |
|---|---|---|
| 10 kWp ohne Speicher | 14.400 – 19.400 € | 13 – 19 Jahre |
| 10 kWp + 10 kWh Speicher | 17.800 – 24.100 € | 10 – 15 Jahre |
| + Wallbox (optional) | 800 – 2.200 € | — |
Die Spanne der Amortisation ist modellhaft gerechnet, keine Zusage: Ob es eher 13 oder 19 Jahre werden, entscheiden Ertrag Ihres Daches, der Anteil des selbst genutzten Stroms, Ihr Strompreis und die Einspeisevergütung. Für Ihr Haus rechnen wir es im Amortisationsrechner und im Angebot nach.
In Reichenbach treiben vor allem drei Posten den Preis: ein Dachstuhl, der vor der Montage verstärkt oder neu gedeckt werden muss, ein Gerüst im geschlossenen Straßenzug und ein alter Zählerschrank, in den der neue Zweirichtungszähler oder das intelligente Messsystem nicht mehr passt. Dazu kommen die Gebühren der Stadtwerke, die weiter unten stehen. Eine erste Zahl ohne Termin liefert der Preisrechner, die belastbare die kostenlose Projektanalyse.
Anmeldung bei den Stadtwerken Reichenbach: Formulare, Netzprüfung, Zähler
Nach unserer Auszählung des Marktstammdatenregisters (Stand 08.10.2026) hängen 970 der 974 Reichenbacher Solaranlagen, also über 99 Prozent, am Netz der Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH; drei sind noch bei der MITNETZ Strom eingetragen, eine ohne Zuordnung. Für ein neues Dach ist deshalb so gut wie immer die Abteilung Technik der Stadtwerke im Obermylauer Weg der Ansprechpartner. Das Verfahren beschreiben die Stadtwerke in fünf Stufen:
- Anmeldung mit Unterlagen. Das Formular „ANA – Anmeldung zum Netzanschluss“, das Datenblatt für Erneuerbare Energien und ein Übersichtsschaltbild, dazu ein Lageplan mit Flurstücksnummer, die Datenblätter der Module, Einheiten- und NA-Schutz-Zertifikat des Wechselrichters und beim Speicher die Herstellererklärung nach dem VDE-FNN-Hinweis. Eingereicht wird über das Netzanschlussportal, per E-Mail (höchstens 10 MB je Nachricht) oder auf Papier.
- Netzverträglichkeitsprüfung. Die Stadtwerke prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit und melden sich nach EEG innerhalb eines Monats. Das Ergebnis mit Netzanschlusspunkt und Errichtungshinweisen geht in der Regel per E-Mail an den Anlagenerrichter. Erst mit dieser positiven Prüfung darf aufgebaut werden.
- Fertigmeldung. ANA-Formular und Datenblatt noch einmal, diesmal als Fertigmeldung, dazu die Erklärung zur Inbetriebnahme und die Registrierungsbestätigung aus dem Marktstammdatenregister. Mit der Zusatzerklärung zur Inbetriebnahme sichert sich der Betreiber den Vergütungssatz des Tages, an dem die Anlage erzeugungsfähig ist — auch wenn der Zähler erst später kommt.
- Inbetriebnahme vor Ort. Nach Terminabsprache setzen die Stadtwerke den Zähler und geben die Anlage zum Dauerbetrieb frei.
- Verträge. Zum Schluss kommen der Vertrag über Anschlussnutzung und Einspeisung samt Erklärung zur Vergütungszahlung sowie der angepasste Netzanschlussvertrag.
Was die Anlagengröße technisch auslöst, steht ebenfalls bei den Stadtwerken: Unter 7 kWp ohne steuerbaren Verbraucher genügt eine moderne Messeinrichtung als Zweirichtungszähler; von 7 bis unter 25 kWp kommt ein intelligentes Messsystem. In beiden Fällen ist die Einspeisung am Netzanschlusspunkt auf 60 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen, bis eine Steuerbox verfügbar ist. Ab 25 kWp verlangen die Stadtwerke zusätzlich einen Funkrundsteuerempfänger (320 Euro netto), ab 100 kWp gilt Direktvermarktung. Für die Inbetriebnahme einer Anlage bis 135 kW im Niederspannungsnetz berechnen sie 105 Euro netto. Den gekappten Mittagsstrom fängt ein Speicher auf; Anmeldung, Fertigmeldung und Registereintrag erledigen wir für Sie.
Quellen: Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH, Anschluss von Erzeugungsanlagen und Stromnetz; Marktstammdatenregister; Abruf 08.10.2026.
Gründerzeitviertel, Altstadt Mylau, 500 Denkmale: wann ein Dach in Reichenbach eine Genehmigung braucht
Auf einem gewöhnlichen Wohnhaus ist eine Aufdachanlage nach der Sächsischen Bauordnung verfahrensfrei. Auch die Stadtwerke weisen darauf hin, dass Denkmale und Gebiete mit eigener Gestaltungsregel die Ausnahme bilden. In Reichenbach betrifft das drei Lagen:
Erhaltungssatzung „Gründerzeitstadt“. Die Satzung vom 15. September 1992 soll die gründerzeitliche Quartiersstruktur der Kernstadt bewahren. Nach ihrem § 2 brauchen Abbruch, Änderung, Nutzungsänderung und Errichtung baulicher Anlagen im umrandeten Gebiet eine Genehmigung; besonders geschützt sind laut Stadt Dachform, Dachmaterial und Dachaufbauten wie Gauben und Zwerchgiebel. Zuständig ist das Sachgebiet Stadtplanung im Rathaus am Markt. Ob Ihr Haus innerhalb der Grenze liegt, zeigt der Plan „Räumlicher Geltungsbereich“ auf der Website der Stadt; als Orientierung für die Gestaltung verweist die Stadt auf ihre Gestaltungsfibel für die Altstadt.
Altstadt Mylau. Für den historischen Kern des früheren Städtchens nennt das Stadtentwicklungskonzept eine eigene Satzung zum Schutz der Altstadt, ebenfalls von 1992. Die Sanierungsgebiete dagegen sind Geschichte: „Stadtkern Mylau“ hat der Stadtrat 2018 aufgehoben, das Sanierungsgebiet Nr. 1 „Stadtzentrum“ am 6. November 2023. Eine sanierungsrechtliche Genehmigung braucht eine Solaranlage dort also nicht mehr.
Kulturdenkmale. Über 500 sind es nach Angaben der Stadt, verteilt über alle Ortsteile, von der mittelalterlichen Stadtstruktur über die rasterartige Gründerzeitbebauung bis zu Bauten der 1920er und 1930er Jahre; mit Mylau kam unter anderem die Burg dazu. Ob ein Haus auf der Liste steht, zeigt das Geoportal des Vogtlandkreises. Die Genehmigung erteilt die untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Vogtlandkreis (Sachgebiet Regionalplanung/Denkmalschutz, Bahnhofstraße in Plauen). Seit dem Erlass des sächsischen Regionalministeriums vom 12. Januar 2023 sollen Denkmalbehörden ihren Beurteilungsspielraum zugunsten von Solaranlagen ausschöpfen — eine Abstimmung vor dem Angebot bleibt trotzdem nötig.
Quellen: Stadt Reichenbach, Erhaltungssatzung (§§ 1–3), Erhaltungssatzungsgebiet „Gründerzeitstadt“, Sanierungsgebiete, INSEK 2023 (Kap. 2.3.1); Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Denkmalschutz und Solarenergie in Sachsen (Erlass und Behördenliste); Stadtwerke Reichenbach, Solar; Abruf 08.10.2026.
Geld für das Dach: was Stadt, Freistaat und Bund in Reichenbach anbieten
Stadt Reichenbach
Ein Solarprogramm für Privatdächer hat die Stadt nicht. Sie zahlt aber in den Fördergebieten „Soziale Stadt – Gebiet 2“ und „Innenstadt“ in Einzelfällen pauschal 25 Prozent der Kosten, wenn ein privates Gebäude an der Außenhülle komplett modernisiert wird, Dach eingeschlossen. Einzelne Gewerke allein fördert sie nicht, und Solaranlagen nennt die Bekanntmachung nicht; ob sie mitzählen, entscheidet die Stadt im Einzelfall. Anträge für das laufende Jahr müssen bis 30. April beim Fachbereich Bau und Stadtentwicklung liegen, vor jedem Auftrag.
SAB: Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen
Die Sächsische Aufbaubank verbilligt den Zins, einen Zuschuss gibt es nicht. Das Darlehen beginnt bei 20.000 Euro und steht Eigentümern offen, die seit mindestens zwei Jahren im Grundbuch stehen und selbst in ihrem Haus mit höchstens vier Wohnungen wohnen. Das Gebäude muss mindestens fünf Jahre alt sein, Solaranlagen bis 30 kWp gehören zu den förderfähigen Maßnahmen. Beantragt wird vor Beginn des Vorhabens.
Bund: Nullsteuersatz und KfW 270
Auf Anlagen bis 30 kWp an Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an. Die KfW finanziert Photovoltaik und Batteriespeicher mit dem Kredit 270, ebenfalls ein Darlehen. Ein Bundeszuschuss für private Solaranlagen existiert nicht mehr.
Quellen: Stadt Reichenbach, Förderprogramme (Bekanntmachung zur pauschalen Förderung privater Gebäude) und Energie und Klimaschutz; Sächsische Aufbaubank, Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen; Abruf 08.10.2026.
Solarkataster und Wärmeplan: womit Reichenbacher ihr Dach vorab einschätzen
Auf ihrer Seite zu Energie und Klimaschutz verweist die Stadt auf das Solarkataster Sachsen, ein Werkzeug der Landesregierung und der Sächsischen Energieagentur SAENA. Es zeigt für jedes Gebäude, ob die Dachflächen geeignet sind, was eine Anlage kosten würde und wie schnell sie sich bezahlt macht. Für die engen Straßenzüge der Gründerzeitstadt ist das ein guter erster Blick, denn dort entscheidet oft das höhere Nachbarhaus über den Ertrag. Ob ein Dachstuhl trägt oder eine Satzung greift, weiß das Kataster nicht; das klären wir beim Aufmaß.
Seit Juni 2025 liegt außerdem der Endbericht der kommunalen Wärmeplanung vor, den der Stadtrat am 2. Juni 2025 vorgestellt hat. Er enthält eine Bestands- und Potenzialanalyse und einen Maßnahmenkatalog, unter anderem zu möglichen Fernwärmegebieten — lesenswert für alle, die eine Wärmepumpe und damit eine größere Dachanlage erwägen. Verpflichtungen für Eigentümer ergeben sich daraus laut Stadt nicht. Eine gedruckte Bauherrenmappe mit Formblättern und Förderhinweisen gibt es kostenlos beim Fachbereich Bau und Stadtentwicklung.
Quellen: Stadt Reichenbach, Energie und Klimaschutz (Solarkataster, Kommunale Wärmeplanung, Bauherrenmappe); SAENA, Solarkataster Sachsen; Abruf 08.10.2026.
Von der Dachbegehung bis zum Zweirichtungszähler: so läuft eine Solaranlage in Reichenbach
Dach, Satzung, Denkmal
Zuerst Luftbild und Solarkataster, dann der Termin vor Ort: Sparren, Eindeckung, Brandwände, Zählerschrank. Liegt das Haus in der Gründerzeitstadt, in der Altstadt Mylau oder auf der Denkmalliste, stimmen wir die Anlage mit Stadtplanung oder Landratsamt ab, bevor Sie ein Angebot unterschreiben.
Modulplan und Anmeldung
Sie erhalten einen Belegungsplan mit Ertragsrechnung nach PVGIS. Nach Ihrer Zusage reichen wir ANA-Formular, Datenblätter und Schaltbild bei den Stadtwerken ein. Einen SAB-Kredit beantragen Sie selbst vor Vorhabenbeginn, die technischen Angaben dafür liefern wir.
Montage nach Netzprüfung
Die Montage ist im Preis enthalten und startet, wenn die positive Netzverträglichkeitsprüfung der Stadtwerke vorliegt. Gerüst, Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter und Speicher kommen in einem Durchgang aufs Haus; im geschlossenen Straßenzug klären wir vorher, wo das Gerüst stehen darf.
Fertigmeldung und Zähler
Mit der Fertigmeldung samt Zusatzerklärung ist Ihr Vergütungssatz gesichert. Die Stadtwerke setzen den Zähler, wir tragen Anlage und Speicher im Marktstammdatenregister ein und zeigen Ihnen die Überwachung, in der Sie den Ertrag Ihres Daches verfolgen.
Fragen aus Reichenbach und Mylau: Netz, Satzung, Denkmal, Zuschuss, Steckersolar
Bei der Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH, Abteilung Technik. Laut Marktstammdatenregister hängen über 99 Prozent der Reichenbacher Anlagen am Netz der Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH (Stand 08.10.2026). Angemeldet wird mit dem ANA-Formular, dem Datenblatt für Erneuerbare Energien und einem Übersichtsschaltbild, über das Netzanschlussportal, per E-Mail oder auf Papier. Wir übernehmen das für Sie.
Ja. Die MITNETZ Strom hat das Stromnetz in Mylau und Obermylau mit Wirkung zum 1. Januar 2022 an die Stadtwerke Reichenbach übertragen, bestehende Netzverträge laufen dort weiter. Auch Brunn, Friesen, Rotschau und Schneidenbach gehören zum Netzgebiet der Stadtwerke.
Möglicherweise ja. Die Erhaltungssatzung von 1992 macht die Änderung und Errichtung baulicher Anlagen in ihrem Gebiet genehmigungspflichtig, Dachform und Dachmaterial sind ausdrücklich geschützt. Zuständig ist das Sachgebiet Stadtplanung der Stadt. Ob Ihr Haus innerhalb der Grenze liegt, prüfen wir vor dem Angebot anhand des Geltungsbereichsplans.
Die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamts Vogtlandkreis in Plauen, Sachgebiet Regionalplanung/Denkmalschutz. Ob ein Gebäude unter Schutz steht, zeigt das Geoportal des Vogtlandkreises. Nach dem sächsischen Erlass vom 12. Januar 2023 sollen die Behörden ihren Spielraum zugunsten von Solaranlagen nutzen.
PVGIS 5.3 rechnet am Markt mit 1.042 kWh je kWp und Jahr für eine Südfläche mit 35 Grad Neigung, also rund 10.420 kWh aus einer 10-kWp-Anlage. Ein 45-Grad-Süddach kommt auf 1.039 kWh je kWp, eine reine Ostfläche auf 834 und eine Westfläche auf 819 kWh je kWp.
Nein, ein eigenes Solarprogramm gibt es nicht (Stand Oktober 2026). In den Fördergebieten „Soziale Stadt – Gebiet 2“ und „Innenstadt“ fördert die Stadt in Einzelfällen die komplette Modernisierung der Außenhülle mit 25 Prozent; Solaranlagen nennt diese Bekanntmachung nicht. Nutzbar sind der Nullsteuersatz, der KfW-Kredit 270 und der Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen der SAB.
Nein. Für steckerfertige Geräte bis 0,8 kW schreiben die Stadtwerke, dass eine Anmeldung beim Netzbetreiber nicht mehr nötig ist; der Eintrag im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht. In Reichenbach stehen dort bereits 312 solcher Geräte (Stand 08.10.2026).
Modellrechnung für Reichenbach: freistehendes Haus, Gründerzeit-Steildach, Doppelhaushälfte
Freistehendes Einfamilienhaus mit Süddach
Angenommen wird ein frei stehendes Haus mit 35 Grad geneigtem Satteldach nach Süden. 10 kWp erzeugen dort laut PVGIS rund 10.420 kWh im Jahr. Verbraucht der Haushalt 4.500 kWh und nutzt 1.350 kWh davon direkt, spart er ohne Speicher rund 1.200 € jährlich, die Vergütung für den Überschuss eingerechnet. Mit einem 10-kWh-Speicher und angenommen 3.000 kWh Eigenverbrauch wären es rund 1.680 €.
Gründerzeit-Reihenhaus mit 45-Grad-Dach
Angenommen wird ein Haus im geschlossenen Straßenzug mit steiler Süddachfläche, auf der zwischen den Brandwänden Platz für 6 kWp bleibt. PVGIS ergibt bei 45 Grad rund 6.230 kWh im Jahr. Bei 3.500 kWh Verbrauch und 1.050 kWh direkt genutztem Solarstrom liegt die Ersparnis bei rund 790 € im Jahr. Liegt das Haus im Gebiet der Erhaltungssatzung, braucht es vor der Montage die Genehmigung der Stadt.
Doppelhaushälfte mit Ost-West-Dach
Angenommen werden 8 kWp, je zur Hälfte nach Osten und Westen bei 35 Grad. PVGIS liefert dafür rund 6.610 kWh im Jahr, gleichmäßiger über den Tag verteilt als ein Süddach. Bei 4.000 kWh Verbrauch und 1.200 kWh Direktnutzung spart der Haushalt rund 860 € im Jahr, ohne Speicher gerechnet.
Modellrechnungen für typische Reichenbacher Dächer, keine Kundenprojekte. Annahmen: Ertrag nach PVGIS 5.3 (Standort Markt Reichenbach, SARAH3, 14 % Systemverluste), Netzstrom 37 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh, ohne Betriebskosten; der Eigenverbrauch mit Speicher ist angenommen. Erträge und Ersparnis hängen von Dach, Verbrauch und Strompreis ab. Stand: Oktober 2026, Quelle: Volt Energie GmbH.
Photovoltaik in der Region
PV in der Nähe
Diese Orte liegen am nächsten an Reichenbach. Dazu steht, an wessen Stromnetz dort laut Marktstammdatenregister die meisten Solaranlagen hängen — bei diesem Netzbetreiber wird eine neue Anlage angemeldet:
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