Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Reinickendorf · Berlin

Photovoltaik in Reinickendorf. EFH & Industrie Solar.

Photovoltaik in Reinickendorf betrifft vor allem Hausbesitzer: Sieben von zehn Gebäuden mit Wohnraum im Bezirk haben höchstens zwei Wohnungen, in Heiligensee und Konradshöhe sind es über 90 Prozent. Fast jedes dritte Haus heizte beim Zensus 2022 noch mit Öl, so viele wie in keinem anderen Berliner Bezirk. In Frohnau braucht eine Solaranlage wegen der Erhaltungsverordnung eine Genehmigung, angemeldet wird bei Stromnetz Berlin. Volt Energie plant Ihre Solaranlage in Reinickendorf schlüsselfertig, die Montage ist im Preis enthalten – vom Einfamilienhaus bis zum Hallendach im Gewerbegebiet.

Stand: Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr
1.308
kWh/m² in der Modulebene
70,2 %
Häuser mit 1–2 Wohnungen
32,0 %
Gebäude mit Ölheizung
1.200
€ Ersparnis/Jahr*

* Rechenbeispiel 10 kWp ohne Speicher: 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 30 % davon vom Dach, Netzstrom 0,37 €/kWh (BDEW 2026), Einspeisung 0,077 €/kWh, vor Betriebskosten.

Reinickendorf in Zahlen

Solaranlage in Reinickendorf: Ölkessel, Gartenstadt und Gewerbehallen im Berliner Norden

Zweitgrößter Eigenheimanteil der Stadt

Von 35.713 Gebäuden mit Wohnraum, die der Zensus 2022 in Reinickendorf erfasst hat, enthalten 25.064 eine oder zwei Wohnungen. Das sind 70,2 Prozent; nur Marzahn-Hellersdorf liegt mit 76,8 Prozent höher, der Durchschnitt aller zwölf Bezirke beträgt 56,1 Prozent. Drei Viertel der Reinickendorfer Häuser gehören Privatpersonen, also Menschen, die über ihr Dach ohne Hausverwaltung und Eigentümerbeschluss entscheiden können.

Berlins Spitzenreiter bei der Ölheizung

11.435 Gebäude im Bezirk wurden zum Zensusstichtag mit Heizöl beheizt, 32,0 Prozent. Berlinweit waren es 16,7 Prozent. In der Bezirksregion Frohnau/Hermsdorf steht in 40,9 Prozent der Häuser ein Ölkessel, in Heiligensee/Konradshöhe in 38,8 Prozent. Wärmepumpen und Solarthermie zusammen kamen im ganzen Bezirk nur auf 873 Gebäude. Wer seine Ölheizung absehbar ersetzt, sollte die Photovoltaik von Anfang an auf den späteren Strombedarf auslegen.

Große Grundstücke, alte Bäume

Den historischen Waldbaumbestand auf den großen Grundstücken nennt das Bezirksamt ausdrücklich das Markenzeichen der Gartenstadt Frohnau, und auch in Hermsdorf und Heiligensee stehen hohe Bäume in vielen Gärten. Für die Solaranlage heißt das: Nicht die Himmelsrichtung entscheidet zuerst, sondern der Schatten der Kiefern und Eichen am Vormittag und am Nachmittag. Deshalb planen wir in diesen Ortsteilen jede Modulreihe mit Verschattungsanalyse und rechnen bei Bedarf mit Leistungsoptimierern.

Industriebezirk mit Hallendächern

Laut Bezirksamt arbeiten in Reinickendorf 11.715 Menschen in 354 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes, die 48 registrierten Industriebetriebe setzen rund 3,27 Milliarden Euro um. Ein Hallendach mit Tagverbrauch aus Maschinen, Kühlung oder Druckluft nutzt Solarstrom direkt; wie wir solche Projekte angehen, steht auf unserer Seite Photovoltaik für Gewerbe.

Quellen: Zensus 2022, kleinräumige Ergebnisse nach Bezirksregionen, Tabellen 5.5, 5.6 und 5.7, Stichtag 15.05.2022, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (CC BY 3.0 DE), Reinickendorfer Werte als Summe der zwölf Bezirksregionen, Anteile von uns berechnet; Bezirksamt Reinickendorf, Statistische Angaben; Faltblatt Gartenstadt Frohnau des Bezirksamts (Ausgabe 2024). Abruf: 08.10.2026.

Zensus 2022 · Bezirksregionen

Vom Märkischen Viertel bis Konradshöhe: wo in Reinickendorf welche Dächer stehen

Im Bezirk wohnten laut Einwohnerregister Ende 2025 rund 271.800 Menschen, verteilt auf elf Ortsteile, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Im Norden und Westen reiht sich ein Einfamilienhaus an das nächste, im Süden rund um Alt-Reinickendorf, die Reginhardstraße und die Auguste-Viktoria-Allee prägen Mietshäuser das Bild, und im Märkischen Viertel stehen die Hochhäuser der Großsiedlung. Die Tabelle zeigt, wie sich das auf die Gebäude verteilt.

Gebäude mit Wohnraum in Reinickendorf nach Bezirksregionen, Zensus 2022
BezirksregionGebäude mit Wohnraummit 1–2 WohnungenBaujahr vor 1950Baujahr 1970–1989Heizöl
Reinickendorf gesamt35.71370,2 %39,8 %23,9 %32,0 %
Heiligensee/Konradshöhe7.66192,7 %27,6 %35,2 %38,8 %
Frohnau/Hermsdorf9.37785,5 %39,3 %29,4 %40,9 %
MV Süd94278,2 %13,3 %39,7 %47,5 %
Rollbergesiedlung88977,7 %20,5 %32,2 %43,0 %
Waidmannslust/Wittenau/Lübars5.63674,9 %43,7 %22,7 %30,5 %
Tegel-Süd/Flughafensee2.14369,4 %49,4 %11,4 %21,1 %
Borsigwalde/Freie Scholle2.72558,2 %55,6 %7,7 %22,5 %
Tegel77527,9 %50,6 %9,8 %22,8 %
Alt-Reinickendorf1.96825,1 %56,5 %6,6 %15,5 %
Auguste-Viktoria-Allee1.63621,1 %45,0 %11,2 %18,1 %
Reginhardstraße1.6869,4 %50,4 %8,5 %13,9 %
MV Nord2754,4 %0,0 %53,8 %0,0 %

Quelle: Zensus 2022, kleinräumige Auswertung für Berlin, Tabellen 5.2, 5.5 und 5.7 (Stichtag 15.05.2022), Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, CC BY 3.0 DE; Anteile aus den veröffentlichten Anzahlen berechnet. Die zwölf Bezirksregionen sind Planungsräume des Senats; ihre Grenzen weichen von den elf Ortsteilen ab. Einwohnerzahl: Einwohnerregister, Stand 31.12.2025, nach Angabe des Bezirksamts 271.755.

Heiligensee und Konradshöhe: Mehr als ein Drittel der Häuser entstand zwischen 1970 und 1989, und 92,7 Prozent haben nur eine oder zwei Wohnungen. Dächer aus dieser Zeit sind nach 40 bis 55 Jahren häufig reif für eine neue Eindeckung. Bevor dort Module für die nächsten Jahrzehnte liegen, sehen wir uns Ziegel, Lattung und Unterspannbahn an. Steht die Sanierung ohnehin bevor, ist sie vor der Montage günstiger als danach, und das Solargesetz verlangt dann ohnehin Module (siehe unten).

Frohnau und Hermsdorf: Vier von zehn Gebäuden stammen aus der Zeit vor 1950. In Frohnau sind das nach der Beschreibung des Bezirksamts zuerst große Landhäuser und Villen mit stark bewegter Dachlandschaft aus der ersten Bauperiode ab 1909, danach in den 1920er und 1930er Jahren kleinere zweigeschossige Häuser, entweder als Würfel mit Zeltdach oder giebelständig mit steilem Satteldach. Zeltdächer bieten vier kleinere Flächen statt zwei großer; wir belegen dann meist Ost-, Süd- und Westseite, was den Ertrag über den Tag verteilt.

Waidmannslust, Wittenau und Lübars: 43,7 Prozent der Gebäude in dieser Bezirksregion sind vor 1950 entstanden, drei Viertel haben höchstens zwei Wohnungen. Wer in einem der alten Dorfkerne des Bezirks wohnt, etwa in Lübars, Alt-Wittenau, Alt-Hermsdorf, Alt-Heiligensee oder Alt-Tegel, sollte vor jeder Planung klären lassen, ob das Haus selbst oder seine Umgebung unter Denkmalschutz steht.

Märkisches Viertel, Reinickendorf-Ost und Tegel-Zentrum: In der Bezirksregion MV Nord haben 242 von 275 Gebäuden 13 oder mehr Wohnungen, 221 gehören einem kommunalen Wohnungsunternehmen. Eine eigene Dachanlage ist für Mieter dort nicht möglich; der Weg führt über die Vermieterin, über Mieterstrom oder über ein Steckersolargerät am Balkon. Für Eigentümergemeinschaften und Vermieter in den Altbauvierteln im Süden des Bezirks haben wir die Seite Mieterstrom & GGV.

Erhaltungsverordnung und Denkmalschutz

Photovoltaik in Frohnau und den anderen geschützten Gebieten von Reinickendorf

Frohnau ist der eine Ortsteil, in dem eine Solaranlage auf dem Dach nicht einfach verfahrensfrei bleibt. Die „Verordnung über die Erhaltung baulicher Anlagen und der städtebaulichen Eigenart im Ortsteil Frohnau“ vom 18.04.1997 gilt für den ganzen Ortsteil. Nach dem Faltblatt des Bezirksamts aus dem Jahr 2024 unterliegen dort auch Solaranlagen, Dämmung und Fassadenänderungen dem Genehmigungsvorbehalt nach § 172 Baugesetzbuch, obwohl sie in anderen Quartieren anzeige- und genehmigungsfrei wären. Das Bezirksamt prüft im Einzelfall, ob sich das Vorhaben ohne Beeinträchtigung der städtebaulichen Eigenart einfügt, auch bei Häusern, die nicht unter Denkmalschutz stehen.

  • Wer ohne Genehmigung baut, handelt nach § 213 Absatz 1 Nr. 4 Baugesetzbuch ordnungswidrig. Den Antrag nach § 172 reichen wir mit Ihnen beim Fachbereich Stadtplanung und Denkmalschutz ein, wenn keine Baugenehmigung nötig ist; das ist bei einer Dachanlage der Regelfall.
  • Das Faltblatt verlangt, dass sich Dachaufbauten der Dachfläche unterordnen, und rät von glänzenden Dacheindeckungen ab. Wir planen in Frohnau deshalb mit schwarzen, matten Modulen, schwarzem Rahmen und zusammenhängenden Modulfeldern ohne Lücken.
  • Eine Wärmepumpe im Vorgarten ist nach dem Faltblatt nicht zulässig. Wer Solaranlage und Wärmepumpe zusammen plant, braucht für das Außengerät einen Platz seitlich oder hinter dem Haus.
  • Steht das Haus selbst in der Denkmalliste oder in der Umgebung eines Denkmals, kommt zusätzlich die denkmalrechtliche Genehmigung dazu. Frohnau hat viele eingetragene Einzelbauten und Ensembles.

Drei weitere städtebauliche Erhaltungsgebiete gibt es im Bezirk, jeweils über einen Bebauungsplan festgesetzt: die Borsigsiedlung in Heiligensee, die Kleinhaussiedlung in Hermsdorf zwischen Veltheimstraße, Gertrudstraße, Schildower Straße und Bertastraße sowie die Grundstücke Am Wiesenende in Lübars. Auch dort ist vor der Montage ein erhaltungsrechtlicher Antrag zu stellen.

Das bekannteste Denkmal des Bezirks ist die Weiße Stadt an der Aroser Allee: 1.268 Wohnungen, 1929 bis 1931 nach Plänen von Otto Rudolf Salvisberg, Bruno Ahrends und Wilhelm Büning gebaut und als eine der Siedlungen der Berliner Moderne Welterbe der UNESCO. Sie gehört laut Landesdenkmalamt Vonovia, einzelne Wohnungen sind in Privatbesitz. Ob und in welcher Form dort Solarmodule auf die Dächer kommen, ist Sache der Eigentümerin und braucht die Zustimmung der Denkmalbehörde.

Für Denkmale zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde im Stadtentwicklungsamt Reinickendorf. Anträge lassen sich online über den Basisdienst „Digitaler Antrag“ stellen, Sprechzeiten sind dienstags vormittags und donnerstags am späten Nachmittag, mittwochs ist das Amt nicht erreichbar. Als Grundlage verweist die Behörde auf den Leitfaden „Denkmale & Solaranlagen“ des Landesdenkmalamts. Wichtig für die Förderung: Den SolarPLUS-Zuschlag für eine denkmalgerechte Ausführung gibt es nur für Gebäude in der Denkmalliste oder in der Umgebung eines Denkmals, nicht allein wegen der Erhaltungsverordnung. Ein Haus in Frohnau, das selbst kein Denkmal ist und an keines grenzt, bekommt also die normale SolarPLUS-Pauschale, aber nicht den Denkmalzuschlag.

Quellen: Bezirksamt Reinickendorf, Städtebauliche Erhaltungsgebiete mit Faltblatt Gartenstadt Frohnau (Ausgabe 2024); Untere Denkmalschutzbehörde Reinickendorf; Landesdenkmalamt Berlin, Weiße Stadt; Förderrichtlinie SolarPLUS 2026, Nr. 1.6.10. Abruf: 08.10.2026.

Netzbetreiber

Stromnetz Berlin statt E.DIS: wie die Anmeldung in Reinickendorf läuft

An der Stadtgrenze wechselt der Netzbetreiber: Im Nachbarort Hennigsdorf, gleich hinter Heiligensee, ist laut Marktstammdatenregister die E.DIS Netz GmbH zuständig, auf Reinickendorfer Seite immer die Stromnetz Berlin GmbH. Für Ihre Anmeldung zählt allein die Adresse des Hauses. Was Stromnetz Berlin für eine neue Anlage braucht, stellen wir zusammen:

  • Die Anmeldung läuft online über das Kundenportal von Stromnetz Berlin für Anschluss und Einspeiser. Für Hausanlagen unter 135 kW gelten die Vordrucke des FNN und die Anwendungsregel VDE-AR-N 4105.
  • Mit Batterie kommt das Datenblatt für das Speichersystem hinzu, außerdem die Erklärung des Anlagenbetreibers. Den Zählerwechsel löst die Inbetriebsetzungsanzeige aus.
  • Bei Anlagen über 25 kW sieht das Informationsblatt einen Funkempfänger für das Netzsicherheitsmanagement vor, über 30 kVA außerdem einen Schlüsselschalter am Zählerplatz. Für die übliche Hausanlage bis 30 kVA reicht ein elektronischer Haushaltszähler.
  • Vor der Inbetriebnahme kann Stromnetz Berlin die Anlage besichtigen und teilt Ihnen mit, ob das nötig ist.

Bei den vielen Reinickendorfer Häusern aus den Fünfzigern bis Achtzigern ist der Zählerschrank oft der Punkt, an dem eine Anlage teurer wird als gedacht. Wir fragen deshalb schon vor dem Angebot nach einem Foto des Zählerschranks. Ist er vor dem 31.12.2014 in Betrieb gegangen, zahlt SolarPLUS für einen neuen Schrank eine eigene Pauschale. Zusätzlich gehört jede Anlage ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, auch ein Balkonkraftwerk im Märkischen Viertel.

Quellen: Stromnetz Berlin, Erzeugungsanlagen und Speicher; Informationsblatt Anmeldung von Erzeugungsanlagen (Ausgabe 02.2024). Abruf: Oktober 2026.

Solargesetz Berlin

Neue Eindeckung in Heiligensee oder Hermsdorf: dann gilt die Solarpflicht

Das Solargesetz Berlin trifft nicht nur Neubauten. Wer an einem Gebäude mit mehr als 50 m² Nutzfläche nach dem 31.12.2022 mit einem wesentlichen Umbau des Daches beginnt, muss nach § 3 und § 4 Module auf mindestens 30 Prozent der Nettodachfläche setzen. Gemeint ist eine Erneuerung der wasserführenden Schicht durch Ausbau, Aufstockung oder grundständige Sanierung; einzelne kaputte Ziegel zu tauschen, fällt nicht darunter. Für Wohnhäuser mit einer oder zwei Wohnungen reichen alternativ 2 kW installierte Leistung, bei heutigen Modulgrößen etwa fünf Module.

Für Reinickendorf mit seinen rund 8.500 Häusern aus den Jahren 1970 bis 1989 ist das der häufigere Fall als der Neubau. Weil eine Dachanlage nach § 61 der Berliner Bauordnung verfahrensfrei ist, prüft vorab niemand, ob die Pflicht erfüllt ist; verlangt das Bauaufsichtsamt den Nachweis (§ 6), dient unter anderem die Registrierung im Marktstammdatenregister als Beleg. In Frohnau gilt das Solargesetz genauso, nur kommt dort die Genehmigung nach der Erhaltungsverordnung hinzu. Sinnvoll ist meist, gleich mehr als das Minimum zu bauen: Gerüst und Dachöffnung sind dann schon bezahlt.

Quellen: Solargesetz Berlin (GVBl. 2021 S. 837), §§ 2, 3, 4, 6; Zensus 2022, Tabelle 5.2 (8.526 Gebäude mit Wohnraum, Baujahr 1970–1989).

Förderung, Stand Oktober 2026

SolarPLUS, KfW und die Dächer des Bezirksamts: Förderung in Reinickendorf

SolarPLUS S: Pauschale je kWp

Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser zahlt das Land Berlin über die IBB Business Team GmbH 250 € je vollem kWp, wenn eine neue PV-Anlage zusammen mit einem Stromspeicher entsteht, höchstens 4.750 €. Gefördert wird ab 2 kWp. Antragsberechtigt sind nach Nr. 2.3 auch Erbengemeinschaften und Nießbraucher, und Hausverwaltungen dürfen den Antrag mit Vollmacht stellen.

Zählerschrank und Denkmal

Für einen neuen Zählerschrank gibt es pauschal 750 €, wenn der alte vor dem 31.12.2014 in Betrieb ging oder den Regeln nicht genügt und der neue mindestens 1.160 € brutto kostet. Für eine genehmigte denkmalgerechte Ausführung, etwa Indach-Module, Solarziegel oder farblich angepasste Module, kommen 300 € je kWp dazu. Der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt sein; die Richtlinie gilt bis 31.12.2026.

Bund, Mehrfamilienhaus, Gewerbe

Auf Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an, finanzieren lässt sich die Anlage über den KfW-Kredit 270 bei der Hausbank; der KfW-Zuschuss 442 ist ausgelaufen. Für Mehrfamilienhäuser und Unternehmen gibt es SolarPLUS L mit anteiliger Förderung von Speicher und Gutachten, private Eigentümer von Eigenheimen sind dort nicht antragsberechtigt.

Ein eigenes Förderprogramm des Bezirks für private Solaranlagen ist uns nicht bekannt. Auf seinen eigenen Gebäuden baut Reinickendorf dagegen aus: Mit dem fünften Paket, das Bezirk und Berliner Stadtwerke im November 2025 vereinbart haben, kommen zehn Anlagen mit rund 827 kWp auf Schulen wie die Max-Beckmann-Schule und das Thomas-Mann-Gymnasium. Danach liegen laut Stadtwerken 3,3 MWp auf 43 öffentlichen Dächern des Bezirks, so viel Stadtwerke-Solarleistung wie in keinem anderen Berliner Bezirk. Unabhängige, kostenlose Beratung für Berliner Gebäude bietet das SolarZentrum Berlin am Stralauer Platz 34 oder telefonisch.

Quellen: IBB Business Team, SolarPLUS und Förderrichtlinie SolarPLUS 2026 (Nr. 2.1 bis 2.4, Nr. 3.3); Berliner Stadtwerke, „Solarcity Reinickendorf!“ vom 13.11.2025; SolarZentrum Berlin, Beratung; KfW, Merkblatt 270. Abruf: 08.10.2026.

Modellrechnung

Modellrechnung für ein Haus in Heiligensee: was SolarPLUS zur Anlage beisteuert

Angenommen wird ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1978 in Heiligensee mit Ölheizung, einem Satteldach nach Ost und West und einem Zählerschrank aus der Bauzeit. Geplant sind 12 kWp mit Stromspeicher, weil in einigen Jahren eine Wärmepumpe den Ölkessel ablösen soll. Das Haus ist kein Denkmal und liegt außerhalb der Borsigsiedlung.

SolarPLUS-Zuschuss in der Modellrechnung Heiligensee
Baustein nach Richtlinie Nr. 2.4AnnahmeZuschuss
PV-Anlage mit Speicher12,0 bis 12,99 kWp3.000 €
Zählerschrankalter Schrank vor 2015 in Betrieb, neuer kostet über 1.160 € brutto750 €
Denkmalgerechte Ausführungentfällt, kein Denkmal0 €
Summe3.750 €

Läge dasselbe Haus in Frohnau neben einem eingetragenen Landhaus und verlangte die Denkmalbehörde farblich angepasste Module, kämen nach der Tabelle für 12 kWp weitere 3.600 € hinzu. Steht es in Frohnau, aber weder in der Denkmalliste noch in der Umgebung eines Denkmals, bleibt es bei 3.750 €, auch wenn die Erhaltungsverordnung eine Genehmigung verlangt. Eine PV-Anlage ohne Speicher fördert SolarPLUS S nicht; die Pauschale je kWp gibt es nur für die Kombination. Ob der Fördertopf bei Antragstellung noch reicht, entscheidet die IBB im Rahmen ihrer Haushaltsmittel.

Quelle: Förderrichtlinie SolarPLUS 2026, Nr. 1.6.10, 2.1 und 2.4 (Pauschalentabelle), Stand 08.10.2026. Die Modellrechnung zeigt nur die Förderung, keinen Anlagenpreis.

Ablauf

Von der Adressprüfung bis zum neuen Zähler: vier Schritte in Reinickendorf

01

Adresse einordnen

Liegt das Haus in Frohnau, in einem der drei anderen Erhaltungsgebiete oder neben einem Denkmal? Im Energieatlas Berlin sehen wir das Solarpotenzial des Daches, auf dem Luftbild die Bäume, die es verschatten.

02

Rechnen mit und ohne Wärmepumpe

Bei Ölheizung legen wir zwei Varianten vor: heutiger Verbrauch und Verbrauch nach dem Heizungstausch. Den SolarPLUS-Antrag stellen Sie vor dem Auftrag, die Unterlagen bereiten wir vor, in Frohnau auch den Antrag nach § 172 BauGB.

03

Montage nach Plan

Die Montage ist im Preis enthalten. Gerüst, Dacharbeiten, Zählerschrank und Anmeldung im Kundenportal von Stromnetz Berlin koordinieren wir als ein Projekt mit festem Ansprechpartner.

04

Zähler, Register, Nachweis

Nach dem Zählerwechsel tragen wir die Anlage ins Marktstammdatenregister ein. Die Bestätigung heben Sie auf, sie dient als Nachweis nach dem Solargesetz und für die Abrechnung mit der IBB.

FAQ · Reinickendorf

Fragen aus Frohnau, Tegel und dem Märkischen Viertel

Brauche ich in Frohnau eine Genehmigung für die Solaranlage? +

Ja. Für ganz Frohnau gilt die Erhaltungsverordnung vom 18.04.1997, und nach dem Faltblatt des Bezirksamts fallen Solaranlagen unter den Genehmigungsvorbehalt nach § 172 Baugesetzbuch. Der Antrag geht an den Fachbereich Stadtplanung und Denkmalschutz im Bezirksamt Reinickendorf. Ist das Haus zusätzlich ein Denkmal oder steht neben einem, braucht es auch die denkmalrechtliche Genehmigung.

Brauche ich in Tegel, Heiligensee oder Wittenau eine Baugenehmigung für PV? +

Nein. Außerhalb der Erhaltungsgebiete und ohne Denkmalbezug sind Solaranlagen auf Dächern nach § 61 der Berliner Bauordnung verfahrensfrei. Erhaltungsrechtliche Anträge braucht es außer in Frohnau in der Borsigsiedlung Heiligensee, der Kleinhaussiedlung Hermsdorf und Am Wiesenende in Lübars.

Wer ist der Netzbetreiber in Reinickendorf? +

Im ganzen Bezirk die Stromnetz Berlin GmbH, auch in Heiligensee direkt an der Grenze zu Hennigsdorf, wo die E.DIS Netz GmbH zuständig ist. Angemeldet wird über das Kundenportal von Stromnetz Berlin nach VDE-AR-N 4105. Die Netzanmeldung übernehmen wir, dazu kommt der Eintrag ins Marktstammdatenregister.

Ich heize mit Öl. Wie groß sollte meine Solaranlage sein? +

Größer, als der heutige Stromverbrauch nahelegt. In Reinickendorf heizte beim Zensus 2022 fast jedes dritte Gebäude mit Öl, in Frohnau/Hermsdorf vier von zehn. Kommt später eine Wärmepumpe, steigt der Strombedarf deutlich. Wir rechnen beide Fälle und belegen das Dach so, dass Sie später nichts umbauen müssen; ein Speicher ist für SolarPLUS ohnehin Voraussetzung.

Welche Förderungen gibt es für PV in Reinickendorf? +

Für Eigenheime zahlt SolarPLUS S bei einer neuen PV-Anlage mit Stromspeicher 250 € je kWp, höchstens 4.750 €, dazu gegebenenfalls 750 € für den Zählerschrank und bei genehmigter denkmalgerechter Ausführung 300 € je kWp (Stand 08.10.2026). Den Antrag stellen Sie vor der Beauftragung; die Richtlinie gilt bis 31.12.2026. Hinzu kommen 0 % Umsatzsteuer und der KfW-Kredit 270. Ein eigenes Programm des Bezirks für Privathäuser gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.

Bekomme ich in Frohnau den SolarPLUS-Zuschlag für Denkmale? +

Nur wenn Ihr Haus in der Denkmalliste Berlin steht oder in der Umgebung eines Denkmals liegt und die Denkmalbehörde die Ausführung genehmigt hat. Die Erhaltungsverordnung allein reicht dafür nicht. Gefördert werden dann zum Beispiel Indach-Module, Solarziegel oder farblich angepasste Module mit 300 € je kWp.

Ich wohne zur Miete im Märkischen Viertel. Was kann ich tun? +

Eine Anlage auf dem Hochhausdach kann nur die Vermieterin bauen, im Märkischen Viertel meist ein kommunales Wohnungsunternehmen. Für Ihren Balkon bleibt ein Steckersolargerät; es muss ins Marktstammdatenregister, und die Befestigung stimmen Sie mit der Vermieterin ab. Vermieter und Eigentümergemeinschaften beraten wir zu Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung.

Was kostet eine PV-Anlage für ein EFH in Frohnau oder Heiligensee? +

Eine typische PV-Anlage für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp kostet netto ca. 14.400–19.400 €, mit Speicher 17.800–24.100 €. Bei 37 ct/kWh (BDEW, Herbst 2026) und 5.000 kWh Verbrauch hat sich die Anlage nach rund 11 bis 15 Jahren bezahlt gemacht, mit Wärmepumpe oder E-Auto deutlich früher. Mehrkosten können in Frohnau durch matte Vollschwarz-Module und in baumreichen Gärten durch Leistungsoptimierer entstehen.

Lohnt sich PV auf einem Gewerbedach in Reinickendorf? +

Bei Tagverbrauch meist ja. Anlagen mit 50–100 kWp kosten netto ca. 42.400–104.600 € und amortisieren sich bei hohem Eigenverbrauch und Berliner Strompreisen in 6–8 Jahren. Über SolarPLUS L fördert die IBB für Unternehmen das Speichersystem und Gutachten zu Statik oder Dachzustand anteilig, Gutachten nur für Gebäude, die vor dem 31.12.2014 fertig waren.

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PV in der Nähe

Diese Orte liegen am nächsten an Berlin-Reinickendorf. Dazu steht, an wessen Stromnetz dort laut Marktstammdatenregister die meisten Solaranlagen hängen — bei diesem Netzbetreiber wird eine neue Anlage angemeldet:

Hennigsdorfrund 5 km Luftlinie · Netz: E.DIS Netz GmbH Berlin-Spandaurund 12 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH Oranienburgrund 14 km Luftlinie · überwiegend Stadtwerke Oranienburg GmbH Berlin-Mitterund 14 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH Berlinrund 15 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH Berlin-Charlottenburgrund 15 km Luftlinie · Netz: Stromnetz Berlin GmbH

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