10 kWp vs. 15 kWp. Ehrlicher Vergleich.
10 kWp reichen für drei bis vier Personen ohne E-Auto. 15 kWp sind die Reserve für Wärmepumpe und E-Auto — Mehrkosten rund 3.500–4.800 € (10 kWp: 14.400–19.400 €, 15 kWp: 17.900–24.200 €, jeweils ohne Speicher).
10 kWp vs. 15 kWp
| Kriterium | 10 kWp | 15 kWp |
|---|---|---|
| Preis schlüsselfertig, ohne Speicher | 14.400–19.400 € | 17.900–24.200 € |
| Preis mit 10-kWh-Speicher | 17.800–24.100 € | 21.300–28.800 € |
| Module zu 470 Wp | 21–22 | 32 |
| Modulfläche (ohne Abstände) | rund 43 m² | rund 64 m² |
| Jahresertrag Leipzig (Süd, 32°) | 10.734 kWh | 16.100 kWh |
| Jahresertrag Krefeld (Süd, 32°) | 10.441 kWh | 15.660 kWh |
| Einspeisevergütung | 7,7 ct je kWh | 7,35 ct je kWh im Mittel (10 kWp zu 7,7 ct, 5 kWp zu 6,66 ct) |
| Eigenverbrauch bei 4.000 kWh Bedarf, mit Speicher | rund 3.000 kWh | kaum mehr — der Haushalt ist der Deckel |
| Überschuss ins Netz (4.000-kWh-Haushalt, Leipzig) | rund 7.700 kWh, rund 595 € | rund 13.100 kWh, rund 963 € |
| Sinnvoll für | Haushalt bis rund 5.000 kWh ohne Wärmepumpe und E-Auto | Wärmepumpe, E-Auto, Verbrauch über 5.000 kWh oder große freie Dachfläche |
| Steuer | 0 % Umsatzsteuer, einkommensteuerfrei | ebenso (Befreiung gilt bis 30 kWp je Wohneinheit) |
Was die zweite Hälfte bringt
Die zusätzlichen 5 kWp kosten nach unserer Preisformel (823 € je kWp) rund 4.100 €. Bei einem Haushalt mit 4.000 kWh Verbrauch ändern sie am Eigenverbrauch fast nichts — der Bedarf ist der Deckel — und landen fast vollständig im Netz: rund 5.400 kWh zu 6,66 ct sind 360 € im Jahr. Das rechnet sich in gut elf Jahren, also innerhalb der 20 Jahre Vergütung, aber deutlich langsamer als die ersten 10 kWp.
Anders, sobald Wärmepumpe oder E-Auto dazukommen: Eine Wärmepumpe verdoppelt den Stromverbrauch eines Einfamilienhauses häufig, ein E-Auto mit 15.000 km im Jahr braucht bei 17–20 kWh je 100 km rund 2.500–3.000 kWh. Dann wächst der Eigenverbrauch mit der Anlage mit, jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 37 ct statt 6,66 ct zu bringen — und 15 kWp sind die bessere Wahl. Dazu kommt: Die zweite Hälfte ist je kWp günstiger, weil Wechselrichter, Gerüst, Netzanmeldung und Anfahrt nur einmal anfallen.
Zur Vergütung: Bis 10 kWp gilt der höhere Satz von 7,7 ct, der Anteil darüber bekommt 6,66 ct; für 15 kWp ergibt das im Mittel 7,35 ct je Kilowattstunde. Was oberhalb von 10 kWp sonst noch gilt, steht unter PV-Anlage mit 15 kWp.
Quelle der Ertragswerte: PVGIS 5.3 der EU-Kommission (JRC, Datensatz SARAH3), Abruf 27.09.2026; kristalline Module, 14 % Systemverluste, langjähriges Mittel; Leipzig 51,34° N / 12,37° O, Krefeld 51,34° N / 6,58° O. Preise nach unserer Preisformel (12.700 € + 823 € je kWp inkl. 10-kWh-Speicher, ±15 %).
Quellen (Stand Oktober 2026): PVGIS 5.3 (EU-Kommission), Bundesnetzagentur, EEG-Fördersätze ab 01.08.2026, § 3 Nr. 72 EStG, § 12 Abs. 3 UStG, BDEW-Strompreisanalyse.
FAQ
Für einen Haushalt bis rund 5.000 kWh ohne Wärmepumpe und E-Auto reichen 10 kWp: 14.400–19.400 € ohne Speicher, 10.734 kWh Ertrag in Leipzig. 15 kWp (17.900–24.200 €) lohnen sich, wenn Wärmepumpe oder E-Auto kommen oder das Dach die Fläche ohnehin hergibt — die zweite Hälfte ist je kWp günstiger.
Nach unserer Preisformel rund 3.500–4.800 €, im Mittel 4.100 €. Landet der Zusatzstrom komplett im Netz, bringt er zu 6,66 ct rund 360 € im Jahr und rechnet sich in gut elf Jahren. Wird er selbst verbraucht, spart jede Kilowattstunde 37 ct — dann rechnet er sich um ein Mehrfaches schneller.
Nur für den Anteil über 10 kWp: Bis 10 kWp gibt es 7,7 ct je kWh, darüber 6,66 ct. Für 15 kWp ergibt das im Mittel 7,35 ct. Die Einkommensteuerbefreiung gilt bis 30 kWp je Wohneinheit, also für beide Größen.
Bei Modulen mit 470 Wp sind es für 10 kWp 21 bis 22 Module mit rund 43 m² Modulfläche, für 15 kWp 32 Module mit rund 64 m². Dazu kommen Abstände zu First, Traufe und Ortgang — ob das Dach die Fläche hergibt, klären wir an Fotos oder bei der Begehung.