Solaranlage von Volt Energie: Auf einem Ziegeldach wird das letzte Solarmodul in die Unterkonstruktion gesetzt
Photovoltaik · Düsseldorf · Oberkassel

Photovoltaik in Oberkassel. Auch auf dem Mehrfamilienhaus.

In Oberkassel gibt das Mehrfamilienhaus den Ton an: 1.477 von 2.166 Wohngebäuden haben mehr als zwei Wohnungen. Vor der Technik stehen hier ein Beschluss, ein Messkonzept und die Frage, wem der Strom zugutekommt. Wir planen genau diese Reihenfolge, aus unserem Lager in Krefeld.

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Stand: September 2026 · Fachlich geprüft von Viktor Kushnir, Geschäftsführer · Alle Angaben ohne Gewähr
1.477
Mehrfamilienhäuser im Stadtteil
55,6 %
Wohngebäude vor Baujahr 1949
18.949
Einwohner (31.12.2025)
24,7 km
vom Lager in Krefeld
Oberkassel konkret

Ein Viertel, in dem das Dach fast immer mehreren gehört

Erst der Beschluss, dann der Bauzeitenplan

Gehört ein Oberkasseler Haus einer Wohnungseigentümergemeinschaft, ist die Dachanlage eine bauliche Veränderung — darüber entscheidet die Eigentümerversammlung, nicht die Verwaltung und schon gar nicht ein einzelner Eigentümer. Seit der Reform des Wohnungseigentumsrechts genügt dafür die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (§ 20 WEG); die Verteilung der Kosten und Erträge ist ein eigener, zweiter Beschlusspunkt und wird erfahrungsgemäß länger diskutiert als die Anlage selbst. Wir liefern der Verwaltung deshalb keine Preisliste, sondern eine beschlussfähige Vorlage: Anlagenkonzept, Betriebsmodell, Kostenrahmen und Verteilungsvorschlag in einem Dokument.

2.166 Wohngebäude, davon 1.477 mit mehreren Parteien

Die Gebäudedatei der Stadt zählt für Oberkassel 2.166 Wohngebäude: 689 Ein- oder Zweifamilienhäuser (31,8 Prozent) und 1.477 Mehrfamilienhäuser. 1.205 Gebäude und damit 55,6 Prozent stammen aus der Zeit vor 1949, 488 aus den Jahren 1949 bis 1969, 241 aus der Zeit nach 1990 (Stand 2017, Wohnquartiere zum Stadtteil aggregiert — Gebäude in den Wohnquartieren von Düsseldorf). Im Stadtteil leben 18.949 Menschen (31.12.2025, Bevölkerungsstand in den Stadtteilen). Diese Mischung ist der Grund, warum eine Oberkasseler Planung fast nie mit der Modulzahl beginnt, sondern mit der Eigentümerstruktur.

Denkmalbereich: Die Rheinfront ist die Grenze

Für Oberkassel gilt seit 1992 eine eigene Denkmalbereichssatzung (Stadtrecht 63_4.103). Geschützt sind nicht einzelne Fassaden, sondern „der Gesamtzusammenhang des Viertels, der Grundriss aus Straßenführung, Platzausbildung und Parzellenteilung, die einheitliche innere Wirkung der Straßenräume“ — und die Rheinfront als Silhouette. In einem Denkmalbereich sind nach § 9 DSchG NRW „alle Veränderungen oder Erneuerungen am denkmalgeschützten Erscheinungsbild erlaubnispflichtig“ (Untere Denkmalbehörde der Stadt). Praktisch heißt das: Was vom Rheinufer aus die Dachlandschaft überragt, wird schwierig; was dachparallel auf der abgewandten Fläche liegt, ist regelmäßig machbar. Hintergründe im Denkmalschutz-Ratgeber.

Fernwärme im Haus — das verändert die Auslegung

Oberkassel war der Modellfall des städtischen KWK-Projekts. Die Stadt schreibt: „Ziel des Projektkonzeptes der Stadt war der Anschluss des denkmalschutzgeprägten Stadtteils Oberkassel an die Düsseldorfer Fernwärme“ — und weiter: „Ein Anschluss von Gebäuden im denkmalgeschütztem Oberkassel kommt im Einzelfall in Betracht, wenn diese in der Nähe vorhandener Fernwärmetrassen liegen“ (Landeshauptstadt Düsseldorf, KWK-Modellkommune). Der Stadtteil liegt im Netzbereich „Linksrheinisch“ der Fernwärmeinfrastruktur der Netzgesellschaft; einen Anschluss- und Benutzungszwang gibt es nicht. Für die PV-Planung ist das ein handfester Unterschied: Wo die Wärme aus der Leitung kommt, fehlt der große Winterstromverbrauch einer Wärmepumpe. Der Solarstrom findet seinen Abnehmer dann tagsüber im Allgemeinstrom — und der Speicher darf kleiner ausfallen, als ein Rechner mit Wärmepumpen-Annahme vorschlägt.

Netzanschluss

Netzanmeldung, wenn der Anschlussnehmer eine Gemeinschaft ist

Zuständig ist für jede Oberkasseler Adresse die Netzgesellschaft Düsseldorf mbH. Sie plant, baut und betreibt die Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetze der Landeshauptstadt Düsseldorf — die Stadtwerke Düsseldorf AG ist Grundversorger im Vertrieb und damit der falsche Ansprechpartner für die Einspeisung. Angemeldet wird über das Anmeldeverfahren für Photovoltaikanlagen im Kundenportal der Netzgesellschaft. Balkonkraftwerke sind davon ausgenommen: Sie müssen nur noch im Marktstammdatenregister gemeldet werden. So weit gleicht Oberkassel jeder anderen Düsseldorfer Lage — der Unterschied liegt darin, wer unterschreibt.

Anschlussnehmer ist immer der Eigentümer des Gebäudes. Bei Wohnungseigentum ist das die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer, vertreten durch die Verwaltung — und die braucht für die Vollmacht einen wirksamen Beschluss im Rücken. Die Reihenfolge, die wir deshalb einhalten: Bestandsaufnahme, Beschlussvorlage, Versammlung, Vollmacht, Netzverträglichkeitsanfrage mit den Datenblättern von Modulen, Wechselrichter und Speicher, Einspeisezusage, Montage, Inbetriebsetzung nach VDE-AR-N 4105 durch eine im Installateurverzeichnis eingetragene Elektrofachkraft, Zählersetzung, Eintrag im Marktstammdatenregister spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme. Zwischen Anfrage und Zusage liegen erfahrungsgemäß zwei bis vier Wochen. In Oberkassel ist fast immer der Versammlungstermin der Engpass, nicht die Netzprüfung.

Ein Punkt, der sich später nicht mehr billig korrigieren lässt: das Messkonzept. Ob nur der Allgemeinstromzähler hinter der Anlage hängt oder ein Summenzählermodell für alle Wohnungen aufgebaut wird, entscheidet über Zählerplatz, Verkabelung und Abrechnung. Ein späterer Wechsel bedeutet neue Messtechnik im ganzen Haus. Wir legen das Konzept deshalb vor der Netzanfrage fest und schreiben es in die Beschlussvorlage — Schritt für Schritt erklärt der Leitfaden zur PV-Anmeldung.

Betriebsmodelle Oberkassel

Vier Wege, wie der Strom vom Oberkasseler Dach verteilt wird

Auf einem Einfamilienhaus ist die Frage nach dem Abnehmer beantwortet, bevor sie gestellt wird. Auf einem Haus mit zwölf Parteien ist sie die eigentliche Planungsentscheidung — sie bestimmt Messtechnik, Vertragswerk und am Ende die Wirtschaftlichkeit stärker als die Modulwahl. Vier Modelle stehen zur Auswahl, und sie schließen einander nicht aus: Man kann mit dem schlanksten anfangen und später erweitern, wenn das Messkonzept von Anfang an dafür ausgelegt wurde.

Betriebsmodelle für Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern in Düsseldorf-Oberkassel
BetriebsmodellWer bekommt den StromWas dafür nötig ist
AllgemeinstromTreppenhauslicht, Aufzug, Heizungs- und Lüftungstechnik, AußenbeleuchtungEin Zähler, ein Beschluss — der schlankeste Weg, kein Lieferverhältnis zu den Bewohnern
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgungdie Wohnungen im Haus, ohne dass jemand Stromlieferant wirdAufteilungsschlüssel, viertelstundengenaue Messung, Vereinbarung der Teilnehmenden (§ 42b EnWG)
Mieterstrom nach dem EEGMieterinnen und Mieter als Kunden mit eigenem LiefervertragVollversorgung inklusive Reststrom, Abrechnung, Anspruch auf den Mieterstromzuschlag
Volleinspeisungdas öffentliche Netz — Vergütung statt ErsparnisEigener Zählerplatz für die Erzeugung, dafür kein Abstimmungsbedarf im Haus

Die Modelle lassen sich kombinieren und stufenweise ausbauen — Voraussetzung ist, dass der Zählerplatz von Anfang an Reserve hat. Was die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung von Mieterstrom unterscheidet, rechnen wir im Mieterstrom-Rechner für Ihr Haus durch.

Welches Modell auf Ihr Haus passt, hängt weniger vom Dach ab als von der Bereitschaft der Gemeinschaft, Aufwand zu tragen. Der Allgemeinstrom ist in Oberkassel der übliche Einstieg: ein Zähler, ein Beschluss, kein Lieferverhältnis zu den Bewohnern — und trotzdem ein Verbrauch, der genau dann anfällt, wenn die Sonne scheint. Zur Dachseite: Die Gründerzeithäuser tragen steile Sattel- und Mansarddächer, die Nachkriegsbauten und die Staffelgeschosse der Jahre danach häufig Flachdächer. Auf dem Flachdach arbeiten wir mit ballastierten Ost-West-Reihen ohne Dachdurchdringung — Aufbauhöhe und Reihenabstand richten wir im Denkmalbereich so aus, dass nichts über die Attika hinaus in die Silhouette ragt. Wie sich die Ausrichtung auf den Ertragsverlauf auswirkt, steht im Vergleich Ost-West gegen Süd; zur Technik auf dem Flachdach siehe PV auf dem Flachdach.

Zwei baurechtliche Randbedingungen gelten unabhängig vom Betriebsmodell: Seit dem 1. Januar 2026 greift bei vollständiger Erneuerung der Dachhaut die Solarpflicht nach § 42a BauO NRW (Solaranlagen-Verordnung NRW) — wer ohnehin saniert, stellt das Gerüst dann nur einmal. Und Aufdach-Photovoltaik ist nach § 62 Abs. 1 Nr. 3a BauO NRW verfahrensfrei; die denkmalrechtliche Erlaubnis im Denkmalbereich bleibt davon unberührt und ist ein eigener Weg, kein Bauantrag.

Leistungen

Was wir auf einem Oberkasseler Mehrparteienhaus bauen

Dachanlage für mehrere Parteien

Wir legen die Anlage auf das aus, was im Haus bleibt, nicht auf die maximal belegbare Fläche. Dazu lesen wir zuerst den Allgemeinstromverbrauch der letzten Abrechnungen, prüfen Sparrenquerschnitt und Attikahöhe und entwerfen die Belegung so, dass sie von der Straße und vom Rheinufer aus unauffällig bleibt. Gesamtverantwortung von der Statikprüfung bis zum Eintrag im Marktstammdatenregister.

Speicher im Keller, nicht im Hauswirtschaftsraum

Im Mehrfamilienhaus steht der Speicher im Technikraum neben der Hausverteilung — das entscheidet über Leitungsweg, Brandschutzabstand und Zugänglichkeit. Unser Standard ist der Sigenergy SigenStor: modular erweiterbar, Hybrid-Wechselrichter und Batterie in einem Gerät. Die Kapazität leiten wir aus dem gemessenen Lastgang ab; Orientierung gibt vorab der Speichergrößen-Rechner.

Ladepunkte auf dem gemeinsamen Stellplatz

Sobald mehrere Parteien laden wollen, zählt nicht die einzelne Wallbox, sondern das Lastmanagement dahinter: Es verteilt die verfügbare Anschlussleistung dynamisch, statt den Hausanschluss zu verstärken. Wir planen die Zuleitung mit Reserve für spätere Ladepunkte und binden den Solarüberschuss ein. Geräte im Wallbox-Vergleich.

Kosten 2026

Was die Anlage kostet — und warum sie sich über den Allgemeinstrom trägt

Für ein einzelnes Haus gilt die bundesweite Spanne: eine schlüsselfertige Anlage mit 10 Kilowatt Peak kostet 2026 zwischen 14.400 und 19.400 Euro, mit einem Speicher von 10 Kilowattstunden zusammen 17.800 bis 24.100 Euro, eine Wallbox zusätzlich 800 bis 2.200 Euro. Photovoltaik und Speicher sind nach § 12 Abs. 3 UStG umsatzsteuerfrei, im Wallbox-Preis ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten — alle genannten Beträge sind Endpreise.

Richtpreise 2026 für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage in Düsseldorf-Oberkassel
PaketEndpreis 2026Rechnet sich nach
10 kWp, Module und Wechselrichter14.400 – 19.400 €12 – 17 Jahre
10 kWp mit 10 kWh Speicher17.800 – 24.100 €10 – 15 Jahre
Wallbox zusätzlich800 – 2.200 €—

Die Zeitangaben sind eine Modellrechnung, keine Zusage. Sie verschieben sich mit Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Einspeisevergütung; für ein Mehrfamilienhaus hängen sie zusätzlich am gewählten Betriebsmodell. Ihren eigenen Wert rechnen wir im Amortisationsrechner und im Angebot.

Auf dem Mehrfamilienhaus verschiebt sich der Hebel an eine andere Stelle. Nicht der Haushaltsstrompreis einer einzelnen Wohnung entscheidet über die Rechnung, sondern der Allgemeinstrom: Treppenhausbeleuchtung, Aufzug, Heizungs- und Lüftungspumpen laufen tagsüber, werktags wie am Wochenende und über das ganze Jahr — also weitgehend deckungsgleich mit dem, was ein Oberkasseler Dach liefert. Jede Kilowattstunde, die dort aus der eigenen Anlage statt aus dem Netz kommt, spart den vollen Arbeitspreis samt Netzentgelt, Steuern und Umlagen. Was übrig bleibt, wird vergütet: 7,70 ct/kWh bei Überschusseinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung für Anlagen bis 10 Kilowatt Peak, die ab dem 1. August 2026 in Betrieb gehen (Einspeisevergütung 2026). Weil der Abstand zwischen gespartem Arbeitspreis und Vergütung so groß ist, legen wir die Anlage zuerst auf den Allgemeinstrom aus und erweitern erst dann, wenn die Gemeinschaft die Wohnungen mitversorgen will.

Ein Angebot für Ihr Haus entsteht nach der Begehung, nicht aus der Tabelle: Dachfläche, Zählerplatz, Leitungsweg und das gewählte Betriebsmodell verschieben den Preis je Kilowatt spürbar. Welche Posten dahinterstehen, zeigt Photovoltaik-Kosten 2026; was eine Erneuerung des Zählerschranks kostet, steht unter Kosten Zählerschrank.

Förderlage Oberkassel

Was eine Eigentümergemeinschaft 2026 tatsächlich bekommt

Steuerlich: null Prozent auf Anlage und Speicher

Auf die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen und Speichern fällt nach § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an — das gilt für die Gemeinschaft genauso wie für das Einfamilienhaus und ohne Antrag. Einkommensteuerfrei sind die Einnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG, allerdings mit einer Grenze, die beim Mehrfamilienhaus anders liegt als beim Eigenheim: 30 Kilowatt Peak bei Ein- und Zweifamilienhäusern, 15 Kilowatt Peak je Wohn- oder Gewerbeeinheit bei allen übrigen Gebäuden, höchstens 100 Kilowatt Peak je Steuerpflichtigem. Bei einem Haus mit zwölf Wohnungen ist diese Grenze praktisch nie das Problem.

KfW-Kredit 270 und die gesetzliche Vergütung

Zuschüsse für Photovoltaik gibt es vom Bund nicht, wohl aber zinsgünstiges Geld: Der KfW-Kredit 270 finanziert Anlage und Speicher bis zu 100 Prozent der Investition und wird über die Hausbank beantragt — für eine Eigentümergemeinschaft der übliche Weg, wenn die Rücklage nicht reicht. Dazu kommt die gesetzliche Einspeisevergütung für den Strom, der das Haus verlässt. Sie ist bundesweit geregelt und in Oberkassel keinen Cent höher als anderswo.

Landeshauptstadt Düsseldorf: Programm ausgesetzt

Das städtische Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“ nimmt derzeit keine Anträge an. Die Stadt schreibt: „Neue Förderanträge im Programm können daher aktuell nicht gestellt werden. Bereits bewilligte oder eingereichte Förderanträge sind davon jedoch nicht betroffen“ (Programmseite der Landeshauptstadt, abgerufen am 21.09.2026). Die Richtlinie vom 12.12.2024 sah 1.000 Euro Grundförderung plus 200 Euro je Kilowatt Peak und 250 Euro je Kilowattstunde Speicher vor. Wir kalkulieren deshalb ohne kommunalen Zuschuss und weisen in der Beschlussvorlage ausdrücklich darauf hin — kommt das Programm zurück, reichen wir nach. Übersicht aller Programme: Förderung NRW 2026.

Unser Prozess

Von der Eigentümerversammlung bis zur Inbetriebnahme

01

Bestandsaufnahme im Haus

Wir sehen uns Dachstuhl, Eindeckung, Attika, Technikraum und Zählerplatz an und lesen den Allgemeinstromverbrauch der letzten Abrechnungen. Vorab nutzbar: der Online-Dach-Check. Ergebnis ist eine belegbare Aussage, welche Modelle Ihr Haus technisch überhaupt trägt.

02

Beschlussvorlage statt Angebotsmappe

Die Verwaltung bekommt ein Dokument, das in der Versammlung bestehen kann: Anlagenkonzept, Betriebsmodell, Messkonzept, Kostenrahmen und ein Vorschlag, wie Kosten und Erträge verteilt werden. Rückfragen der Eigentümer beantworten wir auf Wunsch direkt in der Versammlung.

03

Denkmalabstimmung und Netzanfrage parallel

Liegt das Haus im Denkmalbereich, stimmen wir Belegung und Sichtbarkeit mit der Unteren Denkmalbehörde ab. Gleichzeitig läuft die Netzverträglichkeitsanfrage bei der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH; beide Wege dauern unterschiedlich lang, deshalb starten sie zusammen.

04

Montage, Messtechnik, Übergabe

Gerüst, Montage und Elektroinstallation koordinieren wir mit der Hausverwaltung, damit Treppenhaus und Stellplätze planbar bleiben. Danach Zählersetzung, Marktstammdatenregister, Einweisung der Verwaltung und Monitoring, das jede Partei einsehen kann.

FAQ · Oberkassel

Häufige Fragen zu PV in Oberkassel

Wer muss der Solaranlage auf unserem Mehrfamilienhaus zustimmen? +

Die Eigentümerversammlung. Eine Dachanlage ist eine bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums; beschlossen wird sie mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen (§ 20 WEG). Einzelne Eigentümer oder die Verwaltung können das nicht ersetzen. Wichtig ist der zweite Beschluss zur Kosten- und Ertragsverteilung — ohne ihn ist die Zustimmung zur Anlage in der Praxis wenig wert. Wir liefern beide Punkte als fertige Vorlage.

Worin unterscheiden sich Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung? +

Beim Mieterstrom wird der Eigentümer zum Stromlieferanten: Er versorgt die Bewohner vollständig, kauft Reststrom zu, rechnet ab und erhält dafür den Mieterstromzuschlag. Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG wird nur der im Haus erzeugte Strom nach einem vereinbarten Schlüssel verteilt; jede Partei behält ihren eigenen Stromvertrag für den Rest. Das Modell ist deutlich schlanker, dafür gibt es keinen Zuschlag. Welche Variante sich für Ihr Haus rechnet, hängt an der Zahl der Parteien und daran, wie viel Verwaltungsaufwand die Gemeinschaft tragen will — wir stellen beides gegenüber.

Dürfen im Denkmalbereich Oberkassel überhaupt Module aufs Dach? +

Ja, mit denkmalrechtlicher Erlaubnis. Die Satzung von 1992 schützt den Gesamtzusammenhang des Viertels und die Rheinfront als Silhouette, nicht die Abwesenheit von Technik. Genehmigungsfähig sind in aller Regel dachparallele, vollschwarze Module auf der straßen- und rheinabgewandten Fläche; schwierig wird es bei aufgeständerten Reihen, die über den First oder die Attika hinausragen und von der Uferseite sichtbar werden. Die Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde führen wir und planen dafür einige Wochen Vorlauf ein.

Unser Haus hat ein Flachdach mit Staffelgeschoss — geht das? +

In den meisten Fällen ja, und oft besser als gedacht. Wir belegen solche Dächer mit ballastierten Ost-West-Reihen: keine Dachdurchdringung, keine Beschädigung der Abdichtung, dafür ein Lastnachweis für die zusätzliche Auflast. Die flache Aufbauhöhe hat im Denkmalbereich einen Nebeneffekt, der hilft — hinter der Attika ist sie von der Straße aus kaum wahrnehmbar. Zu prüfen sind Randabstände wegen Windsog, die Restlebensdauer der Abdichtung und die Verschattung durch das Staffelgeschoss selbst. Mehr dazu unter PV auf dem Flachdach.

Wir hängen an der Fernwärme. Lohnt sich Photovoltaik trotzdem? +

Ja, nur verschiebt sich der Nutzen. Fernwärme ersetzt keine Kilowattstunde Strom — Aufzug, Beleuchtung, Lüftung, Heizungs- und Zirkulationspumpen laufen weiter über den Allgemeinstromzähler, und genau dieser Verbrauch fällt tagsüber an. Was Ihnen fehlt, ist der große Winterstrombedarf einer Wärmepumpe. Deshalb legen wir Anlage und Speicher in Fernwärmehäusern kleiner aus als in Häusern mit eigener Wärmeerzeugung und rechnen den Rest über die Einspeisung.

Rechnet sich eine Anlage, die nur den Allgemeinstrom versorgt? +

In Oberkassel häufig ja, weil der Allgemeinstrom ein ungewöhnlich gutes Lastprofil hat: gleichmäßig, tagsüber, ganzjährig. Selbst genutzter Strom spart den vollen Arbeitspreis inklusive aller Abgaben, während die Einspeisung mit 7,70 ct/kWh vergütet wird — jede im Haus verbrauchte Kilowattstunde ist also ein Vielfaches wert. Ob die Anlage auf Ihr Haus passt, entscheidet die Höhe dieses Verbrauchs; sie steht in der Jahresabrechnung, und wir sehen sie uns vor dem Angebot an.

Wie lange dauert es von der Versammlung bis zum Strom vom Dach? +

Die technischen Schritte sind kalkulierbar: zwei bis vier Wochen für die Netzverträglichkeitsprüfung, wenige Tage Montage, anschließend Zählersetzung und Registrierung. Unkalkulierbar ist der Termin davor — findet die Eigentümerversammlung erst in einem halben Jahr statt, verschiebt sich alles. Wir empfehlen deshalb, die Bestandsaufnahme lange vor der Versammlung zu machen, damit die Vorlage fertig auf dem Tisch liegt. Im Denkmalbereich kommen einige Wochen für die Erlaubnis hinzu.

Von wo kommen Monteure und Material nach Oberkassel? +

Aus unserem Büro und Lager am Niederrhein in Krefeld, An der Elisabethkirche 42 — 24,7 Straßenkilometer und rund 24 Minuten bis Oberkassel. Das ist die kürzeste Anfahrt zu den Düsseldorfer Stadtteilen, die wir betreuen, und sie zählt vor allem dann, wenn während der Montage ein Bauteil nachkommen muss.

Region · Düsseldorf, Stadtbezirk 4

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