Referenzprojekt · Denkmalschutz · Chemnitz

6 KWP DENKMALSCHUTZ CHEMNITZ-KASSBERG.

Photovoltaik und Denkmalschutz müssen kein Widerspruch sein. Dieses Projekt in Chemnitz-Kaßberg zeigt, wie eine PV-Anlage in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde genehmigt und ästhetisch installiert werden kann.

6 kWp
Anlagenleistung
14x JA Solar
DeepBlue 430 Wp
Fronius
Primo Gen24 6.0
5,1 kWh
BYD HVS Speicher
2025
Baujahr
2 Tage
Bauzeit
Ausgangssituation

DIE HERAUSFORDERUNG

Der Chemnitzer Stadtteil Kaßberg gilt als eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas. Viele der prachtvollen Gebäude stehen unter Denkmalschutz — so auch das Mehrfamilienhaus, in dem Frau Dr. Lehmann eine Eigentumswohnung im Dachgeschoss bewohnt. Ihr Wunsch nach einer eigenen Photovoltaik-Anlage schien zunächst am Denkmalschutz zu scheitern.

Die Denkmalschutzbehörde der Stadt Chemnitz hat klare Vorgaben für Veränderungen an denkmalgeschützten Gebäuden: Solarmodule dürfen das historische Erscheinungsbild des Gebäudes nicht beeinträchtigen. Auf der straßenseitigen Dachfläche war eine Installation daher von vornherein ausgeschlossen. Die rückwärtige Dachfläche zum Innenhof hingegen bot eine Möglichkeit — vorausgesetzt, die Module fügen sich optisch in die bestehende Dachlandschaft ein und sind von der Straße aus nicht sichtbar.

Die verfügbare Dachfläche auf der Hofseite war mit rund 25 Quadratmetern begrenzt. Zudem musste die historische Schieferdeckung des Daches erhalten bleiben und die Unterkonstruktion durfte die bestehende Dachhaut nicht beschädigen. Die Elektroleitungen mussten unsichtbar durch den Dachstuhl zum Zählerkasten im Keller geführt werden. All dies erforderte eine besonders sorgfältige Planung und enge Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

Unsere Lösung

DENKMALGERECHTE PV MIT SCHWARZEN MODULEN

Volt Energie übernahm den kompletten Genehmigungsprozess mit der Denkmalschutzbehörde Chemnitz. In drei Abstimmungsterminen legten wir detaillierte Visualisierungen vor, die zeigten, dass die geplante Anlage vom öffentlichen Straßenraum aus nicht sichtbar ist. Entscheidend für die Genehmigung war die Wahl der Module: Wir setzten 14 JA Solar DeepBlue 430Wp Module in der All-Black-Variante mit schwarzen Rahmen, schwarzer Rückseitenfolie und schwarzen Zellen ein. Diese Module fügen sich in die dunkle Schieferdachfläche ein und fallen selbst aus der Nähe kaum auf.

Die Unterkonstruktion wurde speziell für die Schieferdeckung angepasst. Anstatt die Dachhaken durch die Schieferplatten zu führen — was die historische Deckung beschädigt hätte — verwendeten wir ein Klemmsystem, das zwischen den bestehenden Schieferreihen montiert wird und die Dachhaut vollständig intakt lässt. Diese Lösung war ein Schlüsselargument für die Genehmigung durch die Denkmalschutzbehörde.

Der Fronius Primo Gen24 6.0 Wechselrichter wurde im Keller installiert, wo auch der Zählerkasten sitzt. Die DC-Leitungen von den Modulen wurden durch den historischen Dachstuhl und den vorhandenen Kabelschacht geführt — ohne sichtbare Veränderungen am Gebäude. Der BYD HVS 5.1 Kompaktspeicher fand ebenfalls Platz im Keller und maximiert den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms.

Mit einem Wirkungsgrad von 98,1 Prozent wandelt der Fronius Primo Gen24 den Solarstrom hocheffizient um, und die integrierte PV-Point-Funktion bietet eine Basisnotstromversorgung bei Netzausfall. Der BYD HVS 5.1 Speicher mit 5,12 kWh Kapazität ist auf den Verbrauch eines Einpersonenhaushalts perfekt abgestimmt und erreicht über 6.000 Ladezyklen — das entspricht einer Lebensdauer von über 15 Jahren bei täglicher Vollladung.

  • 14x JA Solar DeepBlue 430Wp All-Black mit schwarzen Rahmen
  • Denkmalschutzgenehmigung durch Volt Energie eingeholt
  • Klemm-Unterkonstruktion ohne Beschädigung der historischen Schieferdeckung
  • Fronius Primo Gen24 6.0 mit PV-Point-Notstromfunktion
  • BYD HVS 5.1 Kompaktspeicher im Kellerraum
  • Unsichtbare Kabelführung durch historischen Dachstuhl
Ertrags-Daten

LEISTUNGSKENNZAHLEN DER ANLAGE

~5.800
kWh Jahresertrag
82%
Eigenverbrauch
~1.600 €
Ersparnis pro Jahr
9 Jahre
Amortisation

Trotz der eingeschränkten Dachfläche und der hofseitigen Ausrichtung (Westsüdwest) erzeugt die Anlage rund 5.800 kWh Solarstrom pro Jahr. Der hohe Eigenverbrauchsanteil von 82 Prozent ist dem kompakten Speicher und dem moderaten Verbrauch eines Einpersonenhaushalts zu verdanken. Die jährliche Ersparnis von rund 1.600 Euro führt zu einer Amortisation nach etwa neun Jahren — etwas länger als bei einem Standardprojekt, aber angesichts der besonderen Anforderungen ein hervorragendes Ergebnis. Über die Anlagenlebensdauer von 25 Jahren ergibt sich eine Gesamtersparnis von rund 35.000 Euro, die die Mehrkosten für die denkmalgerechte Ausführung bei Weitem kompensiert.

„Mir wurde von mehreren Installateuren gesagt, dass Photovoltaik auf einem denkmalgeschützten Gebäude nicht möglich sei. Volt Energie hat das Gegenteil bewiesen. Die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde lief professionell und die schwarzen Module auf der Hofseite sieht man von der Straße wirklich nicht. Ich erzeuge jetzt meinen eigenen Strom — in einem Haus von 1903."

— Dr. K. Lehmann, Chemnitz-Kaßberg
Denkmalschutz

PV FÜR DENKMALGESCHÜTZTE GEBÄUDE

Auch für Ihr denkmalgeschütztes Gebäude kann es eine PV-Lösung geben. Wir übernehmen die Abstimmung mit der Behörde — von der Erstanfrage bis zur Genehmigung.

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